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Die Nebeneinkommen und Steuertricks der Besserverdiener

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Richter am Bundesfinanzhof verdienen sich scheinbar besonders gerne etwas hinzu. Das legt zumindest ein Bericht der „Welt am Sonntag“ nahe.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundesrichter-29-772-euro-verdient-mit-nebentaetigkeiten/14930752.html

Ich erwähne das hier, weil ich darin ebenso wie der ehemalige Bundesminister Norbert Blüm in seinem Buch „Einspruch“ (erschienen: 9/2014), eine zweifelhafte Verknüpfung privater und gesellschaftlicher Interessen nicht auszuschließen kann.

Bekanntlich hatten  Norbert Blüm und Altkanzler Helmut Kohl zur CDU-Spendenaffäre unterschiedliche Ansichten. Blüm wurde nach seiner aktiven politischen Laufbahn Buchautor und Kabarettist. Kohl folgte dagegen dem Ruf seiner Freundes und Gründers der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und übernahm Posten in der Finanz- und Versicherungsbranche.

Juristisch mag das okay sein. Doch wenn Bundesbürger durch ihr Vertrauen in dieses System Geld verlieren und andere sich bereichern, dann sollte es eigentlich einen Aufschrei und eine kontroverse Diskussion geben.

Kaum anders sieht es mit Fußballprofis aus, die sich scheinbar durch Steuertricks noch mehr bereichern. Das legt zumindest die Recherche eines Journalisten-Netzwerkes nahe.
Siehe: http://www.spiegel.de/sport/fussball/football-leaks-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-a-1123954.html

 

Leider suchen aber immer mehr Menschen den Grund für die Verschlechterung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation in der Globalisierung und bei Einwanderern bzw. Flüchtlingen.

Seltsam! In was für einer Welt leben wir?

 

Herzliche Grüße
… und noch eine besinnliche Adventszeit

 

V. F. Alle

ZDF-Zoom-Reportage: Das Rentendebakel

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„Wenn Jugend heute vorsorgt: Sie kann sich einfach nicht darauf verlassen, was die Politik in – was weiß ich – 20 Jahren daraus macht. Das ist das fatale.“

Das sagt der Rentner Peter Weber, in der Reportage von ZDF-Zoom.

Der Beitrag beschreibt, was Rentner heute erleben und wie sich eine Gesetztesänderung von 2004 bereits heute auf ihre Rentenversicherungsverträge auswirkt.

Der Film lässt erahnen, was auf die kommende Generation zukommt.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-das-rentendebakel-100.html

 

Ich muss das erst einmal verdauen und fasse mich heute kurz.

Beste Grüße,

V .F. Alle

Deutsche Bank will Boni von Topmanagern zurück

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Das ist mal eine Meldung: Wie die Süddeutscher Zeitung gestern berichtete, will die Deutsche Bank Boni von ehemaligen Top-Managern zurückfordern. Das Betrifft den Investmentbanker Jain ebenso wie seinen Vorgänger Ackermann. (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bank-manager-deutsche-bank-will-boni-von-ackermann-und-jain-zurueck-1.3252105)

 

Grundsätzlich finde ich es richtig, dass Manager solche Bonus-Zahlungen zurückgeben müssen. Das gilt insbesondere dann, wenn sich wie im Fall der Deutschen Bank herausstellt, dass die Geschäftserfolge nur kurzfristig waren und langfristig sogar Schaden verursachen.

 

Wenn sich die Rückzahlung juristisch durchsetzen lässt ist das sicher ein gutes Signal für die Bank und auch die Aktionäre.

Ich fürchte nur, dass die Kunden der Bank davon nichts haben werden. Sie sind quasi am Ende der „Nahrungskette“. Das gilt umso mehr für Kunden des Vertriebspartners Deutsche Vermögensberatung (DVAG).

 

Ich sage nur DWS FlexPension (steckt Rentenprodukten der Aachen Münchener) und DWS Immoflex.

Beim DWS FlexPension geht es laut Verbraucherzentrale immerhin um ein Volumen von 2,4 Mrd. €, welches etwa eine Millionen Kunden angelegt haben.
Siehe: http://www.verbraucherzentrale.de/dws-flexpension

 

Kunden, die in dieses Produkt investiert haben, weil ihnen eine Garantie auf die Wertentwicklung gegeben wurde, schauen nun in die Röhre. Das Versprechen wird nicht eingelöst. Das Geld muss nun in eine neue Anlage investiert werden, was wiederum neue  Abschlussgebühren bedeuten kann.

 

Gut erklärt werden die Probleme der vermeindlichen  Garantiefonds das hier: http://www.pfefferminzia.de/zig-fondspolicen-betroffen-aus-fuer-dws-flexpension–warum-garantiefonds-heute-nicht-mehr-funktionieren-1473145478/

 

Beste Grüße,
V. F. Alle

Gefangen im System

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Warum ich mich mit Produkten wie der Rente Pur (Rürup-Rente) sowie den Fonds SEB Immoinvest und DWS Immoflex im System der Deutschen Vermögensberatung  (DVAG) gefangen fühle, habe ich hier  bereits mehrfach beschrieben. Allerdings scheinen mir nicht nur die Kunden in dem System gefangen zu sein.

Bei meiner letzten Anfrage zur Rente Pur und dem DWS PlexPension erschien mir der Mitarbeiter der Aachen Münchener Versicherung wie seine Kollegen zuvor ziemlich hilflos. Das macht mir deutlich, dass nicht nur Kunden wie ich inzwischen in dem System von Generali-Konzern, Deutscher Vermögensberatung (DVAG) und Deutscher Bank eingeschlossen sind.
Weil die DVAG sich den Exklusiv-Vertrieb der Generali-Tochter Aachen Münchener gesichert hat, ist die Versicherung sozusagen auf Gedeih und Verderb auf die Vertriebsgesellschaft angewiesen.
Im Investment-Bereich ist die DVAG längst ein wichtiger Partner für die Investment-Tochter der Deutschen Bank. Deshalb ist es kein Zufall, dass Kunden der Aachen Münchener nun als Alternative für den nicht mehr fortgeführten Fonds DWS FlexPension 2023 hauptsächlich andere DWS-Produkte angeboten bekommen. Damit bleibt das Geld im System.

Ähnlich sieht es übrigens auch bei privaten Krankenversicherungen aus, welche die DVAG vertreibt. Ende 2011 hatte der Generali-Konzern den Vertreib der privaten Krankenvollversicherungen bei der Tochter Central eingestellt. Vertriebsleute wchselten darauf hin zur DVAG.  Der Versicherungsboten schrieb dazu:
„Generali-intern war das ein geschickter Schachzug. Die Deutsche Vermögensberatung freute sich über gut ausgebildete Verkäufer und neue Kundendaten. Gleichzeitig stärkte Generali, mit der quasi Bestandsübertragung der Central, einem Tochterunternehmen der Generali Gruppe, die DVAG, bei der der italienische Konzern wiederum mit knapp 40 Prozent Großaktionär ist. So könnte aus der Auslagerung des Vertriebs von Central zur DVAG im Nachhinein ein Testlauf für einen großen Vertriebswechsel werden.“
http://www.versicherungsbote.de/id/4790473/Generali-Stellenabbau-DVAG-Vertrieb-Dietmar-Meister/
Wie eng die DVAG mit ihren „Partnern“ inzwischen verwoben ist, hatte ich bereits im Zusammenhang mit dem DVAG-Zukunftsforum deutlich gemacht.

Eingeschränkte Vermögensberater
Auch Vermögensberater sind in diesem System gefangen. Anders als freie Handelsvertreter und Finanzmakler, bleiben ihnen nur die Produkte aus dem eigenen System. Für erfahrene Vermögensberater wird das zum Problem. Das zeigen Beiträge im Internet-Forum „Geprellte Vermögensberater“ und Fälle des Anwaltes Kai Behrens, der Vermögensberater im Streit mit der DVAG vertritt.

Unbefangener Nachwuchs gesucht
Deswegen wundert es mich nicht, dass die DVAG derzeit mit dem Fußballtrainer Jürgen Klopp, um Vermögensberater-Nachwuchs wirbt. Die jungen Leute können völlig unbefangen an die Sache ran gehen. Ihnen fehlen ja einige Erfahrungen aus der Vergangenheit. Negative Kundenerlebnisse wiederum hemmen die Vertriebsstärke erfahrener Vermögensberater, sofern sie zu Empathie fähig sind.

Viele Grüße,
V. F. Alle

 

Rückblende für neue Leser
Wie ich bereits berichtete hatte mich mein DVAG-Berater in die Fonds SEB Immoinvest, DWS Immoflex (ist am SEB Immoinvest beteiligt) sowie u.a. die Rente Pur hinein beraten, obwohl ich stets deutlich gemacht hatte, dass mein vorrangiges Ziel darin besteht meine damals ebenfalls über die DVAG laufenden Hausdarlehen abzulösen. Als die Vertragslaufzeit der Darlehen 2012 auslief, waren diese Gelder aber durch Fondsschließungen und die vertraglichen Besonderheiten der Rente Pur (Rürup-Rente) nicht verfügbar.
Für neue Darlehens-Verträge verlangte mein DVAG-Berater 2012 erneut Angaben zu meinem Haus, als Sicherheit für die Bank. Das zeigte mir, dass nicht einmal die Banken meinen von der DVAG massiv vertriebenen Geldanlagen trauten.

Ein Jahr zuvor (2011) hatte mein Berater noch versucht, mir zusätzliche Darlehen zu vermitteln, weil ich ja 2012 mein Haus abbezahlt haben würde. Das frei werdende Geld könne ich in den Ausbau stecken. Zuvor war allerdings der Plan, dass ich das Geld, was ich durch den Wegfall der Hausdarlehen spare, in die Altersvorsorge mit Riester- und Rürup-Rente (RentePur) stecke.

Auch eine private Krankenzusatzversicherung hat mir mein DVAG-Berater in der Zeit angeboten. Heute weiß ich, dass der Krankenversicherer Central (ebenfalls eine Generali-Tochter) 2011 ihren Vertrieb auf die DVAG-übertrug.

Inzwischen sehe ich einiges deutlicher. Ich möchte hoffen, dass andere nicht so lange brauchen wie ich.

Zwischenruf zur US-Wahl: Ein Signal gegen den Lobbyismus

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Wie verzweifelt muss ein Land sein, um einen unberechenbaren Menschen wie Donald Trump zum Präsidenten zu wählen?
Diese Frage beschäftigt in Deutschland im Moment viele Menschen.

Wenn ich die Stimmer der Wähler richtig deute, wurde Hillary Clinton vor allem für ihre Nähe zur Finanzbranche abgestraft. Die Mehrheit der US-Bürger glaubt scheinbar nicht mehr, dass sie sich um die Belange der einfachen Menschen kümmert.
Dabei waren die Signale im Vorfeld schon deutlich. In seinem weltweit beachteten Buch „Die Abwicklung – Eine innere Geschichte des neuen Amerika“ hat George Packer bereits 2014 auf die Stimmung an der Basis und die Macht der Finanzbranche in den USA hingewiesen.

Die Abwicklung1
Das Buch „die Abwicklung“ begleitete mich 2014 mehrere Wochen. Ich fand erschreckend viele parallelen, zu meinen Recherchen und Erfahrungen. Hat die Welt seit der FInanzkrise 2008 nichts dazugelernt?

Die Clintons und die Lobbyisten bei den US-Banken haben das scheinbar ignoriert.

Wie schon beim Brexit (Votum der Briten zum EU-Austritt) lagen die Prognosen falsch.

Die Bundesregierung sollte daraus dringend Schlüsse ziehen. Denn es gibt einige Parallelen zu den Entwicklungen in Deutschland. Das habe ich in diesem Blog schon mehrfach thematisiert.
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen lassen sich nicht beliebig voneinander entkoppeln. Wenn diese zu weit auseinander driften, dann gibt es einen Umbruch. Das zeigt die Geschichte.

Nachdenkliche Grüße
V. F. Alle

P.S. Alles Gute für meine Leser in den USA.

Rente Pur und die Probleme fondsgebundener Versicherungen

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Mit dem DWS FlexPension 2023 (einem Produkte der Investment-Tochter der Deutschen Bank) schließt gerade ein Fonds, der zu erheblichen Anteilen in der Rente Pur (einer Rürup-Rente) der Aachen Münchener Versicherung steckt. Laut dem Versicherungsjournal, welches wiederum auf Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verweist, bin ich damit einer von etwa einer Millionen Betroffenen. http://www.versicherungsbote.de/id/4847462/DWS-schliesst-Altersvorsorge-Fonds/

Auf mein Schreiben an Vorstand der Aachen Münchener Versicherung habe ich zumindest schneller als erwartet eine Antwort  erhalten. Ich hatte mich beschwert, dass mich genau der DVAG-Berater bei der Auswahl des neuen Fonds für die Rente Pur beraten soll, der mir mit dem SEB Immoinvest und dem DWS Immoflex bereits zwei Geldanlagen vermittelt hat, in denen meine Geld seit 2012 weitgehend feststeckt(e). Dabei wollte ich mit dem Geld stetts vorrangig meine über den DVAG-Berater laufenden Hausdarlehen tilgen.

Der Mitarbeiter (Name und Durchwahl habe ich mir notiert) der Aachen Münchener entschuldigte sich dafür bei mir telefonisch. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er mir aus „vertraglichen Gründen“ keinen anderen Berater nennen könne. Auch sei grundsätzlich keine Beratung durch Mitarbeiter der Aachen Münchener möglich. Wenn ich mir allerdings einen anderen Berater suche und ihm eine Vollmacht erteile, dann würde die Versicherung ihm die nötigen Auskünfte erteilen.
Wie hoch der aktuelle Anteil des nun auszutauschenden Fonds DWS FlexPension 2023 an meinem Rürup-Vertrag ist, konnte er mir nicht genau beziffern, da sich dies monatlich ändere. Nach dem Stand von 1. Oktober 2016 habe ich etwa 1398 € in dem Fonds der nicht mehr weitergeführt wird und 6526 € in dem DWS FlexPension II 2028, der weiterlaufen soll.

Laut dem Versicherungsmitarbeiter soll ich die Antwort auch noch schriftlich erhalten. Das scheint jetzt allerdings etwas länger zu dauern.

Suche nach einem neuen Berater
Die Suche eines anderen Beraters für den Teilfonds der RentePur erweist sich für DVAG-Kunden als problematisch. Die Vermittlungs- und Beratungsgebühren für den Vertrag erhält der jeweilige Berater bereits zu Beginn der Vertragslaufzeit. Das ist in der Versicherungsbranche so üblich. Das bestätigte Anfang der Woche auch Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhangen in einem Rentengespräch im ARD-Morgenmagazin.
Fakt ist: Der DVAG-Berater den ich für die Beratung bezahlt habe, erscheint mir für die Fondsberatung nicht mehr vertrauenswürdig. Und der unabhängige Berater, dem ich das Schreiben mit dem neuen Fondsangebot der Aachen Münchener vorlegte, schüttelte darüber nur den Kopf. Insbesondere der automatischen Fondswechsel in den DWS FelxPension II 2028, wenn der Kunde nicht reagiert, verwunderte ihn sehr. Für Kunden wie mich entstünden zudem durch einen neuen Berater weitere Kosten, die sich zumindest aus meinem Vertrag kaum noch herausholen ließen.


rentepur-dws-flexpension
„Angebot“ der Aachen Müncherner für Kunden mit der Rente Pur: Vorsorglich weist die Versicherung darauf hin, dass auch die Auflösung weiterer DWS FlexPension Teilfonds notwendig werden kann. Die Garantien für die Wertentwicklung dieser Rürup-Rente sind scheinbar nichts mehr wert.

Einschätzung des zustädigen DVAG-Direktionsleiters im Jahr 2013
Inzwischen bin ich froh, dass ich den Vertrag seit 2013 beitragsfrei gestellt habe. Nach den Problemen mit dem SEB-Immonvest und dem DWS Immoflex (von denen die DVAG scheinbar voll überzeugt war) hatte ich mich gefragt, was die Garantien der „Garantierente“ Rente Pur in einem solchen Umfeld wohl wert sind.
Auch den in der DVAG-Hierarchie über meinem Berater stehenden Direktionsleiter hatte ich dazu angeschrieben, als mein DVAG Berater 2013 krankheitsbedingt lange ausgefallen war. Er antwortete mir am 4. April 2013 per E-Mail zu meiner Aussage, dass ich stets deutlich gemacht habe zuerst mein Haus abbezahlen zu wollen, labidar:
„Ob ein abbezahltes Haus oder eine fondsbasierte Rentenversicherung die bessere Alternative für Ihre Altersvorsorge darstellt, kann ich in Ihrem Fall nicht beurteilen …“
Den Direktionsleiter habe ich nie persönlich kennengelernt. Denn sein Büro ist nicht im Nachbarort, wie das Büro meines DVAG-Beraters, sondern viele Kilometer entfernt in einem Ort im Ruhrgebiet. Name und Adresse liegen mir vor.

Wie sich Versicherer aus der Verantwortung ziehen wollen
Inzwischen sind wir hoffentlich alle klüger: Mein unabhängiger Finanzberater erwartet, dass es durch die Niedrigzinsphase noch viele ähnliche Fälle bei den Versicherungen geben wird. Dafür spricht auch die Tatsache, dass manche Versicherungen ihren Kunden bereits anbieten Renten- und Lebensversicherungen vorzeitig zu kündigen, um sich aktuelle Wünsche finanzieren zu können. Solche Briefe soll z.B. die Gothaer Versicherungen verschickt haben. Nach Angaben von Bild und Wall-Street-Online heißt es darin u.a.: „Vielleicht möchten Sie sich einen größeren Wunsch erfüllen und haben daher zusätzlichen Finanzbedarf?“ Zudem werde eine unkomplizierte Abwicklung zugesagt und ein Kündigungsvordruck liege direkt bei.
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/9052059-serviceanschreiben-obacht-masche-lebensversicherer-geld
Andere Versicherungen versuchen, die für sie nicht mehr attraktiven Garantie-Lebensversicherungen, im Paket los zu werden. Das berichtet zumindest Focus-Online.
http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicherung/verkauf-alter-lebensversicherungen-ein-antrag-liegt-schon-vor-versicherer-wollen-lebensversichrungs-kunden-verkaufen_id_6077126.html

Für mich lässt das nur einen Schluss zu: Diejenigen, die mit dem Verkauf der Versicherungen viel Geld verdient haben, wollen sich jetzt aus der Verantwortung ziehen. Zahlen müssen dafür die gutgläubigen Bürger und damit mittelfristig das deutsche Sozialsystem.

Beste Grüße,
V. F. Alle

 

P.S.
Was andere Kunden von Aachen Münchener und DVAG in den vergangenen Jahren erlebten, kann z.B.auch im Wertpapier-Forum nachgelesen werden: http://www.wertpapier-forum.de/topic/31283-aachenmunchener-dvag-die-wunschpolice/page__st__920
und
http://www.wertpapier-forum.de/topic/37644-rente-pur-basisrente-privat-rente-mit-garantie/
Dummerweise wird mir das erst jetzt bewußt. Ich hätte mir viel Geld und Zeit sparen können.

Diese Woche: Maßnahmen gegen eine Immobilienblase und neue Zahlen einer Bank

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Diese Woche brachten Referenten aus dem Bundesfinanzministerium einen Vorschlag zur Vermeidung einer Immobilienblase auf den Gesetzweg. Der Name dafür lautet: „Gesetz zur Ergänzung des Finanzdienstleistungsaufsichtsrechts im Bereich der Darlehensvergabe zum Bau oder zum Erwerb von Wohnimmobilien zur Stärkung der Finanzstabilität.“
http://www.spiegel.de/wirtschaft/immobilien-mit-der-zauberformel-gegen-den-crash-a-1118606.html
Das ist schon einmal ein Anfang. Man macht sich also inzwischen in Regierungskreisen Gedanken, was auf dem Immobilienmarkt passiert. Das Gesetz konzentriert sich allerdings auf private Immobilien – hat also die Häuslebauer im Blick. Ob der Grund dafür auch Entwicklungen auf dem Gewebeimmobilien-Markt sind, kann ich nicht abschätzen.

Fakt ist, dass Anleger des offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest sowie des DWS Immoflex (Deutsche Bank) gerade um ihr Geld bangen. Das belegen mir Suchanfragen sowie ein aktueller Leserkommentar.  Er kann unter folgendem Link nachgelesen werden: https://vfalle.wordpress.com/2016/07/09/seb-immoinvest-schuettet-aus-hoffnung-fuer-anleger-schwindet/comment-page-1/#comment-262

Auch ein Finanzberater äußerte sich mir gegenüber verwundert über die Probleme des SEB Immoinvest. Dieser galt als mündelsichere Anlage und wurde teilweise als so sicher wie Festgeld vermittelt. Sollten die darin enthaltenen Produkte in „Top-Lagen“ doch nicht das wert gewesen sein, was die Fondsgesellschaft suggerierte?

Keine Antwort 2016
Bereits 2013 hatte ich die Bundeskanzlerin auf die Entwicklung beim SEB Immoinvest hingewiesen und deutlich gemacht, dass ich darin ein grundsätzliches Problem sehe. Damals wurde ich zuständigkeitshalber an das Bundesfinanzministerim verwiesen, welches mir schrieb, dass das Gerichte entscheiden müssten.
Diesen Sommer informierte ich am 26.8. die Bundeskanzlerin erneut über den aktuellen Stand. Laut Rückschein ist mein Brief auch im Kanzleramt angekommen. Darin wies ich darauf hin, dass Anleger des SEB Immoinvest seit 2012 Geld verlieren und im Gegensatz zu Lehmann-Anlegern inzwischen wichtige Einspruchsfristen verpasst haben. Zudem machte ich die Verbindung zum Finanzvertrieb Deutschen Vermögensberatung (DVAG) deutlich. Eine Antwort habe ich darauf bisher nicht erhalten.

Deutsche Bank schneidet besser ab als erwartet
Diese Woche hat zudem die Deutsche Bank ihre Zahlen vorgestellt. Während Analysten einen Verlust erwarteten, verbuchte die Bank vor Steuern einen Gewinn von 619 Mio. €. Dennoch sollen weltweit 9000 Stellen gestrichen werden, davon 4000 in Deutschland. 200 Filialen sollen dazu bis Ende 2017 geschlossen werden.
Interessant ist dabei, dass das Investmentgeschäft besonders zu dem guten Ergebnis beitrug. Das ist genau der Bereich, der in der Vergangenheit zu großen Problemen in Form von Schadensersatzklagen geführt hat, die die Bilanzen des Unternehmens noch einige Zeit belasten werden. Das Investmentbanking ist auch der Bereich, den die Bank nach vorgaben der Regulierungsbehörde künftig deutlich reduzieren muss.

An der Stelle ist die Verbindung zwischen der Deutschen Bank und der DVAG interessant. Denn der Finanzvertrieb wird im Gegensatz zur Bank nicht von der Finanzaufsicht (BaFin) überwacht. Wenn die Bank also Mitarbeiter entlässt und Filialen schließt, wird sie im Privatkundengeschäft umso mehr auf den Partner für angewiesen sein.
Nur so kann ich es mir erklären, dass mir die Bank bis heute nicht drauf antworten will, ob sie es richtig findet, einem Kunden nach der Finanzkrise zu raten, vom SEB Immoinvest in den DWS Immoflex zu gehen. Dazu ist zu sagen, dass der DWS Immoflex zu wesentlichen Anteilen am SEB Immoinvest beteiligt ist – was mir bei Vertragsabschluss nicht ersichtlich war. Statt meinen Hinweisen nachzugehen und mir eine Lösung anzubieten, wurde ich immer wieder darauf verwiesen, dass ich das mit der DVAG klären müsse.
Persönlich habe ich inzwischen den Eindruck, dass die Deutsche Bank hier Kundenbedürfnisse ignoriert, weil ihr der Vertriebspartner und entsprechende Vertriebserfolge wichtiger sind. Diese Strategie mag kurzfristig funktionieren. Langfristig dürfte sie aber ein weiteres Risiko für den Geschäftserfolg des Geldhauses sein.

Suche nach Informationen zum DWS Flex Pension (RentePur)
Meine letzter Beitrag zur vorzeitigen Schließung des DWS Flex Pension stieß bereits auf mehr Resonanz als ich erwartet hatte. Das Produkt der Deutsche-Bank-Tochter ist Teil der Rentenversicherung Rente Pur (einer Rürup-Rente). Die wurde von der Aachen Münchener Versicherung konzipiert und (wie alle Produkte der Versicherung) exklusiv von der DVAG vertrieben.
Per Einschreiben habe ich bei der Aachen Münchener bis zum 10.11. um Informationen gebeten, wie groß der Anteil der DWS-Flex-Pension-Produkte am Gesamtwert der Rente Pur ist. Das Schreiben wurde laut Rückschein zugestellt. Sobald ich mehr weiß, werde ich das hier veröffentlichen.

 

Viele Grüße,
V. F. Alle