Monat: August 2013

Mach Dir Dein eigenes Bild – Finanzgeschichte (19)

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Mit vielen Menschen habe ich mich in den vergangenen Monaten über meinen Fall ausgetauscht. Darunter waren Politiker, Chefvolkswirte, Banker in unterschiedlichen Positionen sowie Vorstände und Pressesprecher von Industrieunternehmen.
Zwei Aussagen sind mir besonders in Erinnerung geblieben:
1. Deutschland fehlt eine Aufklärung über Finanzfragen, die am besten schon in Schulen erfolgen sollte.
2. Investiere nie in Dinge die Du nicht verstehst.
Letzteres gilt für Finanzinvestoren wie Warren Buffet genauso wie für einfache Bürger. Gute Verkäufer sind allerdings in der Lage, ihren Kunden den Eindruck zu vermitteln, alles verstanden zu haben.

Aktuellen und neuen Kunden der DVAG empfehle ich in dem Zusammenhang statt aufwändiger Internetrecherche zwei Bücher:
Einerseits die Selbsteinschätzung des „Allfinanz-Erfinders“ Reinfried Pohl in seinem Werk „Ich habe Finanzgeschichte geschrieben: Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg“( http://www.hoffmann-und-campe-corporate-publishing.de/product-detail/portfolio/index/detail/reinfried-pohl-ich-habe-finanzgeschichte-geschrieben.html ) und
andererseits die Ansichten des Finanzvertriebsaussteigers Maximilian von Ah im Buch „Geld fressen Seele auf“ (http://www.maximilianvonah.com/das-buch/index.html). Letzteres gibt einen Eindruck von der Branche am Beispiel des DVAG-Wettbewerbers AWD.

Mit den Büchern prallen zwei Extreme aufeinander, die mir im Nachhinein bei der Einschätzung meines Finanzdienstleisters mehr geholfen hätten, als die vielen Medienberichte und Internetveröffentlichungen über die DVAG.

Mein Fazit: Herr Dr. Pohl hat es schon vor dem Erfolg von Facebook verstanden, soziale Netzwerke für seine Geschäftszwecke zu nutzen. So generiert das System immer wieder neue, motivierte Vertriebsmitarbeiter und Kunden aus dem Bekanntenkreis. Und wer verklagt schon seinen „freundschaftlichen Berater“? Das wäre ja nicht sozial, oder?

So lassen sich die Gewinner feieren und die Verlierer fallen kaum auf.

Vielleicht sollte ich darüber auch einmal ein Buch schreiben?

Viele Grüße, V.F. Alle

Finanzministerium und DVAG (17)

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Das ging jetzt doch deutlich schneller als erwartet. Heute bekam ich tatsächlich eine Antwort aus dem Finanzministerium – trotz Wahlkampf. Genau betrachtet, ist diese eine Zusammenfassung meines Falles mit dem Ergebnis, dass mir nur der Weg über Gerichte bleibt.

Das Finanzministerium schrieb:
Sie beklagen eine fehlerhafte Beratung durch einen Mitarbeiter der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). Sie hätten die Beratung in Anspruch genommen, um eine im Jahre 2007 angefallen Erbschaft in Höhe von 157.000 Euro so sicher anzulegen, dass damit ein Immobiliendarlehen über 100.000 Euro im Jahre 2012 hätte getilgt werden können.
Ihnen sei der Erwerb eines Immobilienfonds empfohlen worden, dieser Empfehlung seien Sie gefolgt. Sie beklagen, über die Risiken des Investments nicht aufgeklärt worden zu sein. Dies bestreitet die DVAG und weist daraufhin, dass der Verkaufsprospekt des Fonds sowie die Ihnen ausgehändigten Verkaufsunterlagen Auskunft über die Möglichkeiten einer Fondsschließung gegeben hätten.
Mittlerweile wurde die Anteilsrücknahme ausgesetzt und der Fonds wird abgewickelt. Wegen der Einzelheiten und des Verfahrens weise ich auf das Ihnen zugegangene Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hin.
Ob Ihnen Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung gegen die DVAG zustehen, kann allein ein Gericht entscheiden. Dieses müsste auch die Frage klären, ob Ihnen das Wesen eines Immobilienfonds nicht hätte bekannt sein müssen, denn die Informationen konnten aus den Vertragsunterlagen entnommen werden.

Warum Bundeskanzlerin Merkel „Leitplanken“ für die Finanzbranche fordert und gleichzeitig PR-Aktionen der Deutschen Vermögensberatung unterstützt, geht daraus nicht hervor.
Zumindest dokumentiert die Antwort, dass dem Finanzministerium spätestens jetzt die besondere Position der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in unserem Finanzsystem bekannt ist.

Mit meinem Beratungsdienstleister diskutiere ich also allein die Frage, ob die Aushändigung eines Verkaufsprospektes als ausreichende Beratung bewertet werden kann. Da sollte sich doch eine Lösung finden lassen.

Tatsache ist, dass ich 2010 nachweislich (schriftlich) bei der SEB-Fondsgesellschaft und meinem Berater nachgefragt hatte, ob ein Risiko besteht, meine Darlehen 2012 nicht zurückzahlen zu können. Weder in der schriftlichen Antwort der Fondsgesellschaft noch in der mündlichen Antwort meines Beraters erhielt ich damals Hinweise darauf, dass der Fonds auch abgewickelt werden könne. Das hätte ich von einem Beratungsunternehmen erwartet.

Fakt ist zudem, dass mir 2007 auch von meiner Sparkasse und von der Deutschen Bank (bei der der Großteil meiner Erbschaft lag) Angebote für Kapitalanalagen mit höherer Rendite gemacht wurden. Auf meinen Hinweis, dass mir Schuldenfreiheit wichtiger ist als Kapitalerträge, bekam ich von den Banken keine weiteren Angebote. An das Geld, welches ich bei den Banken selbst verwaltete (an meinem DVAG-Berater vorbei), kam ich daher jederzeit dran. Allein mit dem Dienstleister, der vollen Einblick in meine Darlehenssituation hatte, gibt es darüber seit Anfang 2012 Unstimmigkeiten.

Es stimmt, dass mir zum SEB Immoinvest Verkaufsprospekte ausgehändigt wurden, deren Inhalt meine Frau und ich beim Berater bei Vertragsabschluss hinterfragten. Im Bezug auf den mir ebenfalls vermittelten DWS Immoflex ist das jedoch falsch. Weil mein Berater keinen Originalverträge mehr dabei hatte, halfen wir uns mit Computerausdrucken aus. Die Ausfertigungen für meine Unterlagen wollte er nachreichen. Darauf warte ich heute noch.
Weil ich mich durch die regelmäßigen Besuche meines Beraters gut betreut fühlte, hatte ich das zwischenzeitlich nicht im Blick – mein Fehler. Im Nachhinein konnte ich das jedoch durch Notizen rekonstruieren, die ich in meine Unterlagen gelegt hatte. Aus meinen Unterlagen bei der DVAG sollte sich daher für die DVAG ebenfalls nachvollziehen lassen, auch wenn mein Berater schon längere Zeit wegen Krankheit ausfällt.

Ich frage mich, welche Eigenleistung Führungskräfte der Deutschen Vermögensberatung von ihren Kunden noch erwarten. Ich hatte nicht gedacht, dass es so schwer werden würde, die Beratung zu bekommen, die der Unternehmensname Deutsche Vermögens_ _ _ _ _ _ _ _ erwarten lässt. Geduldig bleibe ich weiter dran und dokumentiere, was mir mehr als zehn Jahre Treue zur DVAG bringen.

Ihr/Euer V.F. Alle

Ich bin dann mal im Wahlkampf (16)

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Nachdem das Kanzleramt , meine Schreiben an das Finanzministerium weitergeleitet hat, warte ich weiterhin auf Antwort (siehe Blogbeitrag 11). Wahrscheinlich sind die Politiker jedoch im Moment zu sehr mit dem Wahlkampf beschäftigt und haben für mein Anliegen wenig Zeit.

Dabei hatte ich meinem Schreiben extra einen Brief vom Hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier beigelegt. Ich hatte schriftlich angefragt wie es sein kann, dass er den DVAG-Chef Dr. Reinfried Pohl mit einem Verdienstkreuz für „soziale Verdienste“ auszeichnet (http://m.mittelhessen.de/news-detail/artikel/kohl-bei-ordensverleihung-an-unternehmer-pohl.html ), während DVAG-Kunden ganz andere Erfahrungen mit seinem Unternehmen machen.

In der von Herrn Bouffier unterschriebenen Antwort wurde mir freundlich mitgeteilt, dass ich mich in der Angelegenheit an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wenden solle. Wie bereits in meinem Blog geschrieben, hatte die BaFin mir gegenüber jedoch vorher schon erklärt, dass sie nicht dafür zuständig ist, sondern das Ordnungsamt der entsprechenden Stadt. Herr Bouffier wusste also scheinbar nichts von der Sonderstellung der DVAG im deutschen Finanzsystem.

Für Bürger, die die Verleihung eines Verdienstordens als Beleg für Vertrauenswürdigkeit bewerten, hat das fatale Folgen.

Viele Grüße, V.F. Alle

Wo bleibt der Kulturwandel? (15)

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Inzwischen habe ich auch eine schriftliche Antwort von der Deutschen Bank erhalten, bezüglich meiner Anfrage zum Bild-Finanz-Dialog.
Kurz gefasst wurde mir darin erklärt, dass mir doch bereits zwei Mal ausführlich geantwortet wurde, unter anderem auch auf mein Schreiben an Herrn Jürgen Fitschen, den Co-Vorsitzenden
des Vorstands der Deutsche Bank.
Ferner heißt es wörtlich: „Wie wir Ihnen bereits mitgeteilt hatten, ist die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) ein rechtlich eigenständiges Unternehmen, an dem die Deutsche Bank nicht beteiligt ist, sondern welches mit uns kooperiert. Sie wurden nicht durch einen Mitarbeiter unseres Hauses beraten, sondern durch einen eigenverantwortlich handelnden Berater der DVAG. Fehlleistungen bzw. Fehlberatungen, die einen eventuellen Anspruch gegen die Deutsche Bank begründen könnten, sind daher nicht zu erkennen.“
„Im Ergebnis müssen wir Ihnen wiederum mitteilen, nicht der zutreffende Ansprechpartner für Ihr Anliegen zu sein. Der korrekte Ansprechpartner für Ihr Anliegen ist und bleibt also die DVAG.“

Dass jeder meiner Dienstleister auf Andere verweist habe ich ja schon verstanden. Ich habe den Eindruck, dass sich meine Dienstleister juristisch deutlich besser abgesichert haben als die meisten ihrer Kunden. Ich suche ja nur nach Belegen für den „Kulturwandel“, den die Finanzbranche nach der Finanzkrise angekündigt hat. Bei der Deutschen Bank lautet das Versprechen so: https://www.deutsche-bank.de/cr/de/konkret-kulturwandel.htm

Also werde ich meine Anfrage an die Deutsche Bank wie folgt konkretisieren:
Sehr geehrte Herren,
vielleicht habe ich mich bisher nicht klar genug ausgedrückt. Ich möchte gerne ein vertrauensvolles Verhältnis zu meinen Finanzdienstleistern pflegen und habe deshalb nie eine juristische Auseinandersetzung mit Ihnen oder der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) angestrebt. Mir geht es auch nicht darum einen „Schuldigen“ für meine momentane finanzielle Situation zu finden.
Mir geht es darum, dass ich wissen will, wie ernst es den in meinem Fall eingebundenen Finanzdienstleistern (DVAG, Deutsche Bank, Santander Bank und Aachen Münchener) mit dem Kulturwandel nach der Finanzkrise wirklich ist. Ich möchte wissen, ob Sie meine Kundenbedürfnisse wirklich verstehen oder ob Sie sich weiterhin darauf berufen, sich durch ihre komplexen Verträge und Kooperationen gegen die Bedürfnisse ihrer Kunden ausreichend abgesichert zu haben.
Den zeitlichen Aufwand für die umfangreiche Kommunikation mit meinen Dienstleistern (die mir einen Dienst leisten sollten) investiere ich, weil ich die finanzielle Verantwortung für eine Familie mit zwei Kindern trage.
Sollte ich bis 16. September 2013 von Ihnen keine anders lautende Antwort erhalten, gehe ich davon aus, dass keiner meiner als Kooperationspartner auftreten Dienstleister ein weiteres Interesse an meinen Kundenbedürfnissen hat.
Das würde allerdings nahe legen, dass Ihnen Rendite weiterhin wichtiger ist als der Kulturwandel. Verstehe ich das richtig?

Ich bin gespannt, ob ich darauf noch eine Antwort bekomme und wenn ja, welche. Ich gehe davon aus, dass das auch für andere Kunden der genannten Dienstleister interessant sein wird.

Viele Grüße, V.F. Alle

Nachtrag vom 7.9. 2013:
Anfang diese Woche habe ich zumindest von der Deutschen Bank eine Zwischenantwort erhalten. Darin heißt es, dass mein Schreiben angekommen sei, die Bearbeitung allerdings noch etwas dauern könne. Die Automatismen funktionieren also und für micht heißt es erneut: w-a-r-t-e-n. Aber das kenne ich ja auch schon vom Schriftverkehr mit der SEB/Santander Bank. Da wichtige juristische Fristen ohnehin schon abgelaufen sind, kann ich das entspannt abwarten.

Die Rolle der Medien – Finanz-Dialog (14)

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Natürlich habe ich nicht blind auf die DVAG vertraut sondern versucht mich zu informieren. Im Internet fand ich dazu überwiegend positive Kommentare. Die wenigen kritischen Stimmen bewertete ich als „Nörgeleien“ unzufriedener Kunden. Nach dem Motto „Millionen fliegen können nicht irren“ stürzte ich mich also auf die „Scheiße“ und fühlte mich damit einige Jahre wohl. Im Nachhinein war das ein folgenreicher Fehler. Das Internet bot mir damals also nur scheinbar eine Hilfe.
Von Journalisten hätte ich mir da eine bessere Aufklärung gewünscht. Teilweise gab und gibt es sie auch. Sie läuft dann z.B. kurz vor Mitternacht bei ARD und ZDF. Im Internet werden solche Beiträge scheinbar auf Drängen Beteiligter gelöscht (Siehe: http://oekonom.blogspot.de/2012/09/dvag-loscht-schokierenden-zdf-zoom.html )
Dazu kommt, dass Verlage im Internet nun neue Geschäftsmodelle entdecken wie den Finanz-Dialog bei Bild-Online und Welt-Online. Klein als Anzeige gekennzeichnet und damit formal korrekt dürfen die Deutsche Vermögensberatung und die Deutsche Bank dort im redaktionellen Umfeld unter dem Deckmantel des Lesernutzens ihre Kompetenz anpreisen.
Der Deutsche Journalistenverband (DJV) sieht darin die Neutralität in der Berichterstattung bei Bild gefährdet. Das wurde im Fachmagazin Journalist vom Juli 2013 deutlich.
Nach meinen persönlichen Erfahrungen halte ich die Kritik für gerechtfertigt und habe die Macher des Finanz-Dialogs mit einem offenen Brief konfrontiert – nachdem ich auf meine individuelle Anfrage erneut eine sehr allgemeine, ausweichende Antwort von der DVAG bekam. Zu finden ist der Brief unter: http://finanznetzwerker.wordpress.com/2013/05/31/auch-mein-vertrauen-wurde-ausgenutzt/comment-page-1/#comment-11
Eine Rückmeldung zu dem Brief habe ich bisher lediglich von Dr. Stephan, dem Chef-Anlagestrategen der Deutschen Bank erhalten. Er erkundigte sich persönlich in einem Telefonanruf Mitte Juli über weitere Details. Er wies in dem Gespräch darauf hin, dass er als Anlagestratege nichts mit der DVAG zu tun habe, meinen Fall jedoch an einen entsprechenden Kollegen weiterleiten wolle.
Anfang August erhielt ich Post von der Deutschen Bank. Es war jedoch noch kein Lösungsvorschlag, sondern eine aktuelle Aufstellung der Entwicklung des mir von der DVAG vermittelten offenen Immobilienfonds DWS-Immoflex. Erneut wies dieser einen Verlust aus. Dabei wurde mir dieser Fonds von meinem Berater empfohlen, um Vermögen aus dem SEB Immoinvest auf eine zweite Anlage zu verteilen. Von ursprünglich 52.000 €, die im SEB-Fonds (der komplett auf den DWS Immoflex übertragen wurde) zu Beginn eingezahlt wurden ist nun nur noch ein Wert von rund 30.200 € übrig zuzüglich der bisher ausgeschütteten rund 6200 €. Fast hätte ich vergessen, dass es zwischendurch auch noch Ausschüttungen in mir nicht transparenter Höhe gab. Diese wurden jährlich direkt für die von der DVAG vermittelten Rentenverträge verwendet. Wie sich Gewinne/Verluste aus dieser Aktion zusammensetzen mochten mir meine DVAG-Berater bisher nicht erklären.
Auf eine Antwort bezüglich des Finanz-Dialogs vom Bild-Chefredakteur Kai Diekmann warte ich bisher vergebens. Die Verflechtung mit Politikern und der DVAG scheint allerdings für die Bild-Zeitung nicht neu zu sein. Darauf deutet folgender Beitrag hin, den ich leider erst in diesem Jahr fand: http://www.nachdenkseiten.de/?p=1247
Ich werde das weiter hinterfragen.
Nachdenkliche Grüße, V.F. Alle

P.S. Die Bild-Zeitung habe ich wegen der aktuellen Geschäftsbeziehung zu meinen Dienstleistern als Beispiel gewählt. Mir ist bewußt, dass auch andere Verlage mit neuen Ertragsmodellen experimentieren. Dabei kommt es zu diskussionswürdigen Ergebnissen, die im Idealfall auch wieder korrigiert werden.
Mir ist auch bewußt, dass es weiterhin viele Journalisten gibt, die ihre Aufgabe ernst nehmen und neutral recherchieren.
Erschreckend finde ich wie sich Medien (und damit meine ich auch das Internet) beeinflussen lassen, wodurch einzelne Informationen unterdrückt und andere hervorgehoben werden.

Beschwerdemanagement mangelhaft (13)

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In meinem ersten Blogbeitrag habe ich meine Erfahrungen mit der DVAG und ihren Partnern auf die Automobilbranche übertragen. Ich bin der Meinung, dass meine Dienstleister hinsichtlich Ihrer Qualitätssicherung einiges von der Automobilbranche lernen könnten.
Aus der Einführung der Qualitätssicherungsnorm DIN/ISO 9000 ist dort seit über 20 Jahren bekannt, dass z. B. ein unzufriedener Kunde seine Unzufriedenheit etwa 8 bis 10 weiteren Personen erzählt und damit Einfluss auf die Vertrauenswürdigkeit eines Unternehmens hat. Damals war das Potenzial von Internetblogs noch nicht bekannt.
Bisher glaubte ich, dass die Finanzbranche und damit auch meine Dienstleister daher Interesse an konstruktiver Kritik haben sollten. Ein strukturiertes Beschwerdemanagement konnte ich bisher allerdings nicht erkennen.
Obwohl die Marketingabteilungen in der Finanzbranche scheinbar erkannt haben, dass nach der Finanzkrise 2008 ein Umdenken nötig ist, tun sich meine Dienstleister beim Beschwerdemanagement sehr schwer.
Es erinnert an die Zeit als in der Automobilindustrie das Qualitätsmanagement eingeführt wurde und bei Opel/ General Motors der Top-Manager Ignacio Lopez zunehmend Druck auf Mitarbeiter und Zulieferer ausübte. Siehe dazu z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Ignacio_L%C3%B3pez_de_Arriort%C3%BAa
Für die Mitarbeiter an der Basis war es dabei nahezu unmöglich, die Ansprüche ihrer Unternehmensführung mit den Qualitätssicherungsanforderungen der DIN/ISO9000-Norm in Einklang zu bringen.
Die Tatsache, dass Lopez nicht nur Kosten sparte sondern auch bei der Qualität, wird heute noch als Ursache für die Probleme bei Opel betrachtet (vergleiche: http://www.focus.de/auto/news/tid-26524/ruecktritt-strackes-in-der-krise-opel-stirbt-einen-tod-auf-raten_aid_781564.html ).
Das sollte anderen Unternehmen eine Lehre sein. Von den Top-Leuten meiner Dienstleister, hat bisher jedoch erst einer nach weiteren Details gefragt. Dazu mehr in meinem nächsten Beitrag.

Viele Grüße, V .F. Alle