Monat: September 2013

Wann hoert das auf?

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Es könnte gesellschaftlich noch schlimmer kommen, als es mein Fall ahnen lässt.

Bin ich jetzt überkritisch und werde ich zum Verschwörungstheoretiker? Wie komme ich darauf?
Für die DVAG arbeiten nach meinen Informationen neben Vermögensberatern auch „Vertrauensmitarbeiter“ die für kleines Geld „helfen wollen“. Mehr dazu unter: http://geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?f=11&t=109&sid=e0dcf43995a6768bee6a28378c1567ee

Also besser „Früher an später denken“!

Wie lange wollen Wirtschaftsjournalisten da noch wegschauen?

Ich brauche auf jeden Fall erst einmal etwas Abstand, um meine aktuellen Erkenntnisse zu verdauen.

Es grüßt ein müder V. F. Alle

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Mit Abstand klarer

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Mit Abstand wird alles klarer.

Der „Professor“ – Dr. Reinfried Pohl – hat vieles richtig erkannt und damit sein Unternehmen zum Erfolg geführt. Böse Absichten sind in seinem Buch und seienn Interviews nicht zu erkennen.

Erkennbar ist das Folgende: Vergleichbar ist sein Geschäftsmodell (Vertriebsstrukturen ausgenommen) mit der Gleichteilestrategie von Automobilherstellern wie Toyota und VW. Durch die Konzentration auf wenige zentrale Bauteile (Bremsen, Motoren, bzw. Versicherungen, Anlageformen, …) reduziert sich die Komplexität. Das ist zunächst ein Vorteil für die Unternehmen, den sie auch an die Kunden weitergeben können.

Die Strategie hat allerdings einen gravierenden Nachteil. Bei Bauteilmängeln, müssen Automobilhersteller nicht nur Lose (Teile einer Produktion) eines Modelles zurückgerufen. Es können dann schnell mehrere Chargen und sogar Modelle betroffen sein.

Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) reagiert darauf allerdings anders als die Automobilindustrie, wo fehlerhafte Produkte frühzeitig zurückgerufen werden und sich z.B. ein hochrangiger Toyota-Manager öffentlich für Qualitätsmängel entschuldigt. Zudem legt die Automobilbranche erhöhten Wert auf Qualitätssicherung.

Das aktuelle Konzept des Juristen Dr. Pohl baut darauf auf, dass große Nahmen von Unternehmen (Deutsche Bank, Aachen Münchener) sowie Persönlichkeiten (Helmut Kohl, Angela Merkel, Jogi Löw, Michael Schumacher,…) den Kunden wie auch den Vertriebsmitarbeitern eine Sicherheit vermitteln. Das Problem ist, dass es diese so – zumindest in meinem Fall – nicht gibt.

Im Konstrukt der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) trägt nach Vorstellung von Dr. Pohl allein der „Vermögensberater“ das Risiko. O-Ton Prof. Pohl: „Ein Vorteil des strukturierten Systems ist, dass derjenige, der einen Fehler macht, sich selbst bestraft. … … Wer Fehler macht, muss dafür den Kopf hinhalten, das ist doch logisch.“ (Quelle: Reinfried Pohl „Ich habe Finanzgeschichte geschrieben“, 5. erweiterte Ausgabe, Seite 39, ISBN978-3-455-50198-8) und „Es ist ein Vorteil, dass alle unsere Mitarbeiter Selbständige sind, … … Bei uns wirkt sich Fehlverhalten sofort aus, nach dem Motto: Du musst den Schaden selbst bezahlen.“ (Seite 37, im gleichen Buch)

Das Management der DVAG verweist dann lediglich darauf, dass alle Risiken für die Kunden in den Verträgen stehen und die Partnerunternehmen können darauf verweisen, dass sie die Produkte nicht selbst vertrieben haben und deshalb auch nicht dafür haften müssen. Das habe ich ja erlebt.

Das ist juristisch korrekt, aber moralisch zweifelhaft. Die beteiligten Banken entledigen sich damit ihrer Risiken, ähnlich wie in Fällen anderer Finanzvermittler, wo namenhafte Banken den Kunden mit Krediten zur Seite stehen (http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/mdr/2013/geldanlage-150.html).

Was das für einfache Bürger bedeutet, haben ich und andere Beratungskunden bereits erlebt. Obwohl ich eigentlich fondsgebundenen Produkten aus dem Weg gehen wollte, wurden mir ausschließlich fondsgebundene Produkte vermittelt. Das spricht zunächst für die Vertriebskompetenz meines Dienstleisters. – Wie konnte ich mich nur so einlullen lassen? Den Vertriebspraktiken war ich wohl nicht gewachsen.

Dass selbst Topmanager der Branche keinen Fehler darin erkennen wollen, wenn einem Kunden der Darlehen abzuzahlen hat ausschließlich zwei „offene Immobilienfonds“ als passende Lösung vermittelt werden, wundert mich. Die Tatsache, dass mir von der DVAG offziell nur ein neues günstiges Darlehen angeboten wurde und, dass ich hinsichtlich der mir vermittelten Produkte nun ohne Unterstützung der DVAG dastehe, läßt mich eine Beratungskompetenz vermissen.

Zudem habe ich ein Problem mit dem „Familienbild“ von Prof. Pohl: „Motivation entsteht … … durch die Verpflichtung gegenüber meinen Mitarbeitern: Ich bezeichne mein Unternehmen als eine berufliche Familiengemeinschaft.“ (Seite 45)
Als Christ wurde mir regelmäßig gepredigt, dass der Vater seinen „verlorenen Sohn“ mit offenen Armen empfängt (Bibel, Lukas 15,11–32). Obwohl ich das selbst für ein Idealbild halte, mag die „Selbstbestrafung“ in der „DVAG-Familie“ da nicht in mein Familienbild passen.

Ich trage seit Monaten die Konsequenzen dieser unglücklichen Geschäftsbeziehung. Darin, denjenigen mein Geld anzubieten, bei denen ich meine Schulden tilgen möchte, kann ich weiterhin keinen Fehler erkennen. Sind auch die DVAG-Manager bereit die Konsequenzen ihres Handelns zu erkennen und zu tragen?

Noch immer warte ich daher darauf, dass das DVAG-Management und das Finanzministerium hinterfragen, was in meinem extremen Fall falsch gelaufen ist. Doch je länger der Kulturwandel in der Finanzbranche warten lässt, umso mehr verliere ich das Vertrauen in dieses System. Dabei habe ich mit viel Einsatz mehr als einem Jahr versucht, einen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Wandel wirklich gelingt. Und: mein Angebot gilt weiterhin.

Vielleicht ist nach der Wahl endlich einmal die richtige Zeit, den Versprechen auch Taten folgen zu lassen.

Viele Grüße,
V. F. Alle

P.S. Es könnte auch noch schlimmer kommen.
Für die DVAG arbeiten neben Vermögensberatern auch „Vertrauensmitarbeiter“ die für kleines Geld „helfen wollen“. Das habe ich gerade in einem anderen Blog gelesen: http://geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?f=11&t=109&sid=e0dcf43995a6768bee6a28378c1567ee

Die richtige Wahl?

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„Mit Sicherheit die richtige Wahl“, so wirbt die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) in der heute kostenlos verteilten Bild-Zeitung und auch Online: http://www.bild.de/partner/geld/buehnen-specials/die-richtige-wahl-dvag-32330900.bild.html

Weil der Link nicht mehr aktuell ist ergänze ich ein Foto von der Zeitung. Im Internet-Zeitalter ist es gut Hardcopys für die Dokumentation zu haben (ergänzt am 22.3.2014):

Meine Dienstleister waren dabei.
Meine Dienstleister waren dabei.

Ich bin einer der 6 Millionen Bürger und DAVG-Kunden.
In diesem Jahr habe ich den Eindruck, in der Vergangenheit die falsche Wahl (politisch und finanziell) getroffen zu haben.

Meine Leser wissen, was ich meine und welche Rolle die Bildzeitung dabei spielt.
Möge sich jeder sein eigenes Bild machen.

Gruß, V. F. Alle

Schumacher schweigt

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Wie andere Kunden und sogar Vermögensberater habe ich mich auch über den Millionen-Euro-Vertrag von Michael Schumacher gewundert. Deshalb habe ich freundlich nachgefragt, ob er und seine Familie das Geld noch nötig haben und ob im bewusst ist, dass DVAG-Kunden wie ich, Probleme bekommen, weil sie nicht an ihre Ersparnisse kommen. Auch auf diesen Blog habe ich hingewiesen.
Vom „MS Office“ (seinem Management) erhielt ich folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr …,
Im Namen von Michael Schumacher möchte ich mich für Ihr Schreiben vom 28. August bedanken. Sicher haben Sie Verständnis dafür, dass es ihm nicht möglich sein wird, die Beweggründe für seine Entscheidung einzeln zu erörtern.
Wir wünschen Ihnen alles Gute.

Zu Gunsten von Herrn Schumacher sowie Prof. Dr. Pohl sowie Deutsche-Bank-Vorstand Neske möchte ich annehmen, dass sie von ihren fleißigen Mitarbeitern nie (ausreichend) über den von mir geschilderten Sachverhalt informiert wurden. Das kommt auf derartigen Managementebenen schon mal vor.

Doch wie soll sich was Ändern, wenn wichtige Informationen ihre Adressaten garnicht erreichen?
Ich bin mit meinem Wissen weiterhin bereit zu einem Kulturwandel beizutragen. Das erwarte ich auch von meinen Dienstleistern.

Gruß,
V. F. Alle

Nachtrag (April 2014): Nach Michael Schumachers Unfall im Dezember 2013 habe ich überlegt die Überschrift dieses Beitrags zu ändern. Auf der anderen Seite sehe ich diesen Blog als Dokumentation und möchte ältere Beiträge nicht im Nachhinein verändern.
Es bleibt also bei dem Titel, auch wenn er im neuen Kontext (seit dem Unfall) einen faden Beigeschmack hat.
Herrn Schumacher wünsche ich alles Gute und seiner Familie den Beistand, den sie in einer solchen Krise benötigt.

SCHOCK Bin im Minus

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Jetzt weiß ich wie es sich anfühlt sein Girokonto zu überziehen. Es war für mich wie ein Schlag in den Magen, als mir der Sparkassenmitarbeiter heute Morgen mitteilte, dass das Girokonto von meiner Frau und mir mit über 1500 € im Soll (Minus) steht. Zunächst hatte ich meine Frau im Verdacht. Zum Glück habe ich mir die Kontoauszüge angesehen, bevor ich sie damit konfrontierte.

Da wurde alles deutlich: Die Aachen Münchener hatte 1985,89 € für eine von der DVAG vermittelte Rentenversicherung abgebucht.

Ich dachte, ich hätte denen klar gemacht, dass ich erst meine Schulden tilgen möchte, bevor ich weiter Rentenverträge bediene. Bin ich so schwer zu verstehen?

Erneut kommt es zu einem „Missverständnis“ zu meinen Ungunsten. Also werde ich nun wieder einen Brief schreiben. Inzwischen hat mich die Beratung mehr Zeit gekostet als mir die Beratung anfangs Zeit gespart hat und der DVAG-Vermögensplan entwickelt sich zum persönlichen Desaster. Dabei wollte ich es mir doch einfacher machen, als ich Kunde der DVAG wurde.

Ich habe immer auf die Selbstregulierung der Branche vertraut, so langsam bekomme ich meine Zweifel. Wollte mir die Deutsche Vermögensberatung und Ihre Partner nicht dabei helfen, mich finanziell für das Alter abzusichern? Ich hatte nicht erwartet, dass sich das nun so auswirkt.

Kosten für die Lebensversicherung

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Nur zur Dokumentation:
Weil mir Schuldenfreiheit wichtiger ist als meine Rentenverträge, habe ich die Beitragszahlungen ausgesetzt und die Aachen Münchener darüber informiert.

Zu meinem Rente-Plus-Vertrag wurde mir diese Woche mitgeteilt, dass der Vertrag entsprechend geändert wurde. Dafür behält die Aachen Münchener eine Gebühr von 25 € ein. Der Betrag wurde in den neuen Vertragsdaten bereits berücksichtigt.
Ich weiß nicht, was ich von diesem Service halten soll?

Auch meine Riester Rente Strategie wurde angepasst. Hier wurde zumindest keine erkennbare Gebühr erhoben.

Kommentare im Internet

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Vielen Dank …
… an diejenigen, die mir durch Kommentare in anderen Blogs und Foren sowie Verweise auf meinen Blog geholfen haben, die unterschiedlichen Facetten des Systems DVAG zu erkennen.

Zu nennen ist z.B. das Forum von ehemaligen DVAG-Mitarbeitern /-Mitarbeiterinnen:
http://geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?f=8&t=19

und der Blog von Vertriebsaussteiger Maximilian von Ah, alias Frank Henkel:
http://finanznetzwerker.wordpress.com/2013/05/31/auch-mein-vertrauen-wurde-ausgenutzt/

V. F. Alle

Nachtrag vom 12. 10. 2014:
Gestern habe ich mir die Kommentare zum Nachruf auf Reinfried Pohl bei Spiegel-Online angesehen. Siehe: http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/nachruf-auf-reinfried-pohl-deutschlands-bester-verkaeufer-thread-129001-1.html
Dort gibt es sehr viel Kritik an dem DVAG-Gründer und hochrangigen Politikern. Aber auch etwas Gegenkritik ist zu lesen. Darin geht es, wie in ähnlichen Foren, um den „Neid der Besitzlosen“ und die „Gier der Anlager“. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo zwischen den beiden gegensätzlichen Polen.
In den Kommentaren sind die Kritiker inzwischen in der Mehrheit. Die Medien berichten dagegen tendenziell immer noch eher positiv über Pohl und seine DVAG.

Was bedeutet das für die Vermögensberater von der DVAG?
Bisher war die Marke DVAG für sie ein Vorteil, quasi ein Türöffner bei Kunden und Politikern. Wenn die Stimmung kippt, dann wir die Marke zum Makel. Das kann nun höchstens noch mit einem Kurswechsel im Unternehmen verhindert werden. Für alle ehrlichen und fleißigen DVAG-Mitarbeiter hoffe ich, dass dieser gelingen mag.