Schumacher schweigt

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Wie andere Kunden und sogar Vermögensberater habe ich mich auch über den Millionen-Euro-Vertrag von Michael Schumacher gewundert. Deshalb habe ich freundlich nachgefragt, ob er und seine Familie das Geld noch nötig haben und ob im bewusst ist, dass DVAG-Kunden wie ich, Probleme bekommen, weil sie nicht an ihre Ersparnisse kommen. Auch auf diesen Blog habe ich hingewiesen.
Vom „MS Office“ (seinem Management) erhielt ich folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr …,
Im Namen von Michael Schumacher möchte ich mich für Ihr Schreiben vom 28. August bedanken. Sicher haben Sie Verständnis dafür, dass es ihm nicht möglich sein wird, die Beweggründe für seine Entscheidung einzeln zu erörtern.
Wir wünschen Ihnen alles Gute.

Zu Gunsten von Herrn Schumacher sowie Prof. Dr. Pohl sowie Deutsche-Bank-Vorstand Neske möchte ich annehmen, dass sie von ihren fleißigen Mitarbeitern nie (ausreichend) über den von mir geschilderten Sachverhalt informiert wurden. Das kommt auf derartigen Managementebenen schon mal vor.

Doch wie soll sich was Ändern, wenn wichtige Informationen ihre Adressaten garnicht erreichen?
Ich bin mit meinem Wissen weiterhin bereit zu einem Kulturwandel beizutragen. Das erwarte ich auch von meinen Dienstleistern.

Gruß,
V. F. Alle

Nachtrag (April 2014): Nach Michael Schumachers Unfall im Dezember 2013 habe ich überlegt die Überschrift dieses Beitrags zu ändern. Auf der anderen Seite sehe ich diesen Blog als Dokumentation und möchte ältere Beiträge nicht im Nachhinein verändern.
Es bleibt also bei dem Titel, auch wenn er im neuen Kontext (seit dem Unfall) einen faden Beigeschmack hat.
Herrn Schumacher wünsche ich alles Gute und seiner Familie den Beistand, den sie in einer solchen Krise benötigt.

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2 Gedanken zu „Schumacher schweigt

    Insider sagte:
    20/09/2013 um 11:21 pm

    Hallo Herr xxxx,
    Michael Schumacher zu schreiben ist richtig. Viele Kunden sind auch wegen seiner Werbung DVAG Kunde geworden. Und mit rund 70 Millionen € insgesamt lässt er sich gut bezahlen.

    Auch vertrieb Schumacher vor einigen Jahren eigene DVAG Prodkukte und ist immer wieder in Pohls Luxushotels als DVAG Motivator unterwegs.

    Für 21 weitere Millionen begann er jetzt eine Motivationsreise mit 6 Veranstaltungen bei denen er Kunden und Mitarbeiter motivieren soll.

    Zu Ihren Rentenversicherungen bei der AML:
    Machen sie doch mal eine Vertragsklärung:

    Fragen Sie bei der AML an: Wie hoch ist das aktuelle Guthaben ?
    Wieviel wurde eingezahlt ? Wie hoch waren die Kosten ?
    Wie hoch wird die Auszahlung sein ?

    Sie werden sich wundern.

    Bleiben sie dran. Es steckt viel mehr Schmutz dahinter als sie vermuten.

      vfalle sagte:
      25/09/2013 um 6:22 am

      Danke für den Kommentar.
      Nach wie vor gehe ich davon aus, dass Michael Schumacher – vor dessen sportlichen Leistungen ich großen Respekt habe – in der Sache genauso schlecht beraten ist, wie ich es beim Abschluss meiner Verträge war. Ich glaube nicht, dass es ihm um noch mehr Kohle geht. Dass mir sein Management antwortete, spricht für sich.
      Deshalb hoffe ich einfach darauf, Herrn Schumacher bald einmal persönlich darauf ansprechen zu können.
      Ich halte ein Vieraugen-Gespräch in dieser Angelegenheit für angebracht, würde meine Fragen aber auch in einer größeren Pressekonferenz stellen, wenn ich keine Möglichkeit für Ersteres erhalte. Einzelinterviews bekommen in der Regel nur vom Management ausgewählte Journalisten. Das ist das dumme.

      Was die Aachen Münchener (AM) angeht, bin ich bereits informiert. Teilweise wurden da die staatlichen Förderungen direkt als Vermittlerprovision und Verwaltungsgebühren wieder abgezogen. Nachdem ich meinen Vermittler drauf vor über einem Jahr aufmerksam machte, wurde er krank. Ich vermute, dass ihm das wirklich bis dahin nicht bewusst war. Daher kommt ja auch mein Verdacht, dass viele DVAG-Vermittler gar nicht wissen, was sie tun. Das große Geld wird dann sowieso auf den höheren Managementebenen verdient.

      Ich selbst erlebe also gerade live wie Geld von der „Mittelschicht“ zur „Oberschicht“ umverteilt wird – mit Unterstützung von Menschen, die im Wahlkampf soziale Gerechtigkeit predigen und dafür Vertrauen ausgesprochen bekommen haben.

      Ich klage nicht über meine persönlichen finanziellen Verluste. Was mich ärgert ist, dass ich eigentlich einen Teil meines Vermögens an Bedürftige spenden wollte sobald mein Haus schuldenfrei ist. Nun trage ich dazu bei, dass die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter auseinander geht. Mir ist das eine Lehre. Ich kann mich nur bei den Entschuldigen, die meine finanzielle Unterstützung nötiger gebraucht hätten. Ich konnte das damals einfach nicht erkennen.

      Viel mehr kann ich als Kunde wohl kaum beitragen. Jetzt ist Insiderwissen gefragt, das ich nicht habe. Da baue ich auf Informationen von enttäuschten Finanzvermittlern. So könnten sie der Gesellschaft doch noch einen Dienst erweisen.

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