Was nicht passt…

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… wird passend gemacht.
Bei Handwerkern ist es normal Bausteine, Holz- oder Metallteile an die jeweilige Einbausituation anzupassen. Das gehört zum handwerklichen Geschick.

Was aber macht ein Finanzdienstleister, wenn er nur eine begrenzte Zahl an Produkten hat? Und: Was machen Mitarbeiter, die sich nach Anerkennung für Vertriebserfolge sehnen?

Teilweise wird auch da etwas passend gemacht, was eigentlich nicht passt.
Meine Frau und ich wollten bekanntlich für unser Geld die Sicherheit von Fest- bzw. Tagesgeld. Uns wurden „offene Immobilienfonds“ vermittelt, die von Gerichten als „mündelsicher“ eingestuft wurden. Diese seien „so sicher wie Festgeld“. Tatsächlich bot der Fonds nicht die Sicherheit, die wir zur Tilgung unserer fünf Jahre später fälligen Darlehen benötigt hätten.

Ein Einzelfall sind wir damit nicht. Auch Fachanwälten ist diese Vertriebsmethode bekannt:
http://www.dr-stoll-kollegen.de/aktuelles/seb-immoinvest-anlegerschutz-anwaelte-informieren-ueber-handlungsmoeglichkeiten-geschaedigter-anlege
http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/seb-immoinvest-geschlossen-schadenersatz-fuer-anleger-wegen-falscher-beratung.html

Hinweis: Auch, wenn ich kein Einzelfall bin, möchte ich meine Leser bitten das nicht zu generalisieren. Ich gehe nicht davon aus, dass alle Vertriebsmitarbeiter gleich sind. Ich möchte lediglich auf die Risiken und Nebenwirkungen des Systems hinweisen.

Aber auch nach Rückmeldung eines unzufriedenen Kunden agieren meine Dienstleister anders als ein Handwerker: Statt nachzubessern, wie das ein guter Handwerker tun würde, verweisen meine Finanzdienstleister lediglich darauf, dass mir die Risiken ja mit den Vertragsunterlagen übergeben wurden. Ich hatte mich dagegen darauf verlassen, dass mein Dienstleister die Risiken in meinen Verträgen besser erkennen kann als ich und mir nichts falsches verkauft.

Auf meine Nachfrage, ob die DVAG überhaupt ein passendes Produkt (sichere Auszahlung 2012) für mich gehabt hätte, habe ich vom DVAG-Chefvolkswirt bis heute keine Antwort bekommen. Da würde ich mich über die Einschätzung ehemaliger DVAG-Mitarbeiter freuen.

Anscheinend habe ich eine andere Einstellung als meine Finanzdienstleister. Ein Produkt sollte einen Wert für den Kunden haben und nicht nur für den Dienstleister – zumindest wenn die Geschäftsbeziehung zum Kunden nachhaltig sein soll.

Gruß, V. F. Alle

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