Monat: Dezember 2013

Wir amüsieren uns …

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In diesen Tagen ist mir wieder ein Buch in die Hände gefallen, welches ich vor gut 20 Jahren gelesen hatte. Darin geht es um die Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie (damals vorrangig Fernsehen). Es scheint mir im Zusammenhang mit meiner in diesem Blog beschriebenen Recherche passend, darüber kurz zu berichten.

In seinem Buch „Wir amüsieren uns zu Tode“ beschreibt Neil Postman, wie uns das Fernsehen beeinflussen und manipulieren kann. Das war 1985, bezogen auf die Entwicklungen in den USA.
Postman vergleicht darin Orwells düstere Vision („1984“, Big-Brother und der Überwachungsstaat) mit Aldous Huxleys Ansichten („Schöne neuen Welt“, in der ohne Verbote manipuliert wird). Er kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die Unterhaltungselektronik uns Menschen eher im Sinne von Huxleys Thesen beeinflusst.

Postman schreibt auch, dass das gedruckte Wort unter gebildeten Menschen einen höheren Wert hat, als das gesprochene Wort.

Weil mir das damals schlüssig erschien, war ich fortan vorsichtig mit dem, was mir das Fernsehen bot. Das Internet erschien mir da eine passende Alternative.

Inzwischen – und das hat mir meine Recherche zu meinen Finanzdienstleistern gezeigt – bewerte ich das anders. Ich habe den Eindruck, dass das Internet als Mischung aus Orwells und Huxleys Thesen Menschen einerseits überwacht und andererseits mit Zielgruppen gerechten Informationen versorgt.

Das erscheint Ihnen/ Euch unglaublich?
Dann empfehle ich die Lektüre der deutschen Huffington Post.

Herausgeber Cherno Jobatey schreibt dort z.B. in seinem Blog:
„… der „Türsteher des Wissens“, also in der Regel eine Suchmaschine, reagiert am besten auf „gut geölte“ Webseiten.“
(Quelle: http://www.huffingtonpost.de/cherno-jobatey/der-medienregenbogen-hat-_b_4068894.html)

Als Ingenieur weiß ich, dass die meisten Automaten – also auch Suchmaschinen – berechenbar agieren. Dass sie weniger manipulierbar sind als Journalisten bezweifle ich deshalb.

Dazu passt ein Blog-Beitrag sehr gut, den ich ebenfalls bei der Huffingtion-Post gefunden habe.
Mirko Lange schreibt darin u.a.:
„Am Ende gilt: Social Media ist tot, es lebe Social Media. Denn wenn man versteht, dass Unternehmen immer mehr davon abhängig sind, dass ihr „Content“ ihre Stakeholder nicht nur erreicht, sondern von ihnen auch konsumiert wird, und wenn man versteht, dass sich jedes Unternehmen mit einem unglaublich starken Wettbewerb in diesem Markt ausgesetzt sieht, dann sind wir bei einem neuen Begriff, der heute fast ebenso gehyped aber so oft auch wieder nur zur Hälfte in seinem Kern verstanden wird: beim „Content Marketing“.“
(Quelle: http://www.huffingtonpost.de/mirko-lange/die-social-media-enthusia_b_4132314.html)

Für einen Journalisten, dessen Anspruch es ist Informationen zu hinterfragen und zu bewerten, ist das ein Horror-Szenario.

Im Bezug auf das Fernsehen kam Neil Postman vor fast 30 Jahren zu dem Ergebnis:
„Problematisch am Fernsehen ist nicht, dass es uns unterhaltsame Themen präsentiert, problematisch ist, dass es jedes Thema als Unterhaltung präsentiert.“

Bezüglich der Computertechnologie (also heute auch Internet) ging Postman damals bereits davon aus, dass sie zentrale These der Computertechnologie – dass die Hauptschwierigkeit bei der Lösung von Problemen in der Unzulänglichkeit des Datenmaterials gründe – ungeprüft übernommen werde.
Er folgerte daraus: „Bis man dann in einigen Jahren erkennt, dass die Speicherung gewaltiger Datenmengen und ihre lichtgeschwinde Abrufbarkeit zwar für große Organisationen von hohem Wert sind, dass sie den meisten Menschen aber bei wichtigen Entscheidungen wenig geholfen und ebenso viele Probleme hervorgebracht wie gelöst haben.“

Ja, das habe ich nun selbst erkennen müssen.

Ich möchte dazu ergänzen:

Problematisch ist, dass Online-Medien den Effekt noch verstärkt. (Revolutionen in fernen Ländern sehe ich da eher als Ausnahme.)

Problematisch ist, dass sich Printmedien (Zeitungen und Zeitschriften) dem Unterhaltungstrend anschließen.

Nie zuvor bot die Bild-Zeitung (inklusive Bild-Online) so viele Unterhaltungsthemen wie aktuell. Und die Quote scheint ihnen recht zu geben. Allerdings ist das mit der Quote so eine Sache. Das hat auch ein Versicherungsverkäufer erkannt: http://www.handelsvertreter-blog.de/2013/01/29/der-treue-leser-und-denkfehler-nr-4-der-strukturvertriebe/

Selbst „der Spiegel“ kommt zumindest beim Online-Auftritt auch nicht um Unterhaltungsthemen herum. Verkauft wird dort z.B. das Jungelcamp von RTL unter der Rubrik Kultur: http://www.spiegel.de/kultur/tv/dschungelcamp-vor-dem-finale-es-ist-schlecht-a-879809.html

Das nennt man dann wohl Kulturwandel.

Bei derart grenzenlosen Möglichkeiten der Informationsvermittlung, wünsche ich mir langsam wieder klare Grenzen – Leitplanken die mir helfen, Dinge effektiver beurteilen zu können.

Postman fragt warum niemend mehr im Geiste Voltairs, Goethes oder Miltons gegen den lärmenden Ansturm von Ungerechtigkeit zu den Waffen greift. „Was ist, wenn keine Angst- und Schmerzensschreie zu hören sind? Wer ist bereit sich gegen den Ansturm der Zerstreuung auflehnen? Bei wem führen wir Klage – wann?“

Trotz meiner Recherche bei Politikern und namenhaften Redaktionen, habe ich eher eine Bestätigung für die Fragen als entsprechende Antworten gefunden.

Das Buch „Wir amüsieren uns zu Tode“ endet mit dem Satz: „Die Menschen in Schöne neue Welt leiden nicht daran, dasss sie lachen, statt nachzudenken, sondern daran, dass sie nicht wissen, worüber sie lachen und warum sie aufgehört haben nachzudenken.“

Ich wünsche meinen Lesern einen guten Start ins neue Jahr.
V. F. Alle

P.S. Ich hatte versucht Herrn Jobatey auf seinen Denkfehler hinzuweisen. Für einen Kommentar auf der Homepage hätte ich mich über Facebook autentifizieren müssen, was ich nicht wollte. Meine E-Mail ging dagegen vermutlich zwischen den vielen Glückwünschen an die Redaktion unter.

P.P.S. Inzwischen fühle ich mich vom Fernsehen (zumindest dem öffentlich-rechtlichen) noch am besten informiert. Allerdings laufen da die journalistischen Beiträge meist zu Zeiten, in denen ich nicht fernsehen möchte. Dafür laufen zu den besten Sendezeiten Unterhaltungsshows und -filme. Das ist wohl der Tribut an die Kritiker, die sagen, wenn die öffentlich-rechtlichen Sender gewisse Quoten nicht erreichen, dann können wir auf sie verzichten. Aber Quote ist eben nicht alles und eine Mehrheit für eine falsche Antwort im Quiz (Zuschauerfrage) macht daraus keine richtige Antwort.

P.P.S. Schön ist für mich folgende Erkenntnis: Unabhängige Berichterstattung kostet Geld – sie wird damit wertvoll. Das gilt für Zeitungen/Zeitschriften, Rundfunk-Medien und Online-Medien gleichermaßen. Siehe: https://netzpolitik.org/2013/wikipedia-wikimedia-foundation-geht-juristisch-gegen-pr-firma-vor/

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Wie bei Ben Hur

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Kürzlich habe ich mit meinm Sohn Ben Hur geschaut.
Irgendwie kam mir die Handlung bekannt vor: Erst war ich mit meinem Berater freundschaftlich verbunden. Dann hatten wir wegen der Haltung seines Arbeitgebers einen Konflikt, den er mit seiner Gesundheit bezahlte. Ich habe dagegen darum gekämpft, dass meine Wünsche von meinen Finanzdienstleistern erkannt werden. Zwischenzeitlich hatte sich meine Frau ernsthafte Sorgen um mich und meine Gesundheit gemacht.

Wie Ben Hur komme auch ich nun zu der Erkenntnis, durch Kampf kaum mehr erreichen zu können.

Auch mir sind die folgenden Worte im Kopf geblieben: „Vergib Ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.“

Mir ist bewusst, dass das manche meiner Leser das anders sehen.
Dennoch gehe ich davon aus, dass die wenigsten Menschen andere Menschen bewußt schädigen können, wenn sie mit deren Leid konfrontiert werden. Manche Finanzmanager sind da wohl einfach zu weit von den Konsequenzen ihres Handelns entfernt und zugleich zu sehr davon überzeugt, dass finanzieller Erfolg ihnen Anerkennung verschafft.

Versöhnliche Grüße, V. F. Alle

P.S. Den zeitlichen und auch finanziellen Aufwand für diese Recherche sehe ich inzwischen als Investition in die Aufklärung. So hat das alles für mich am Ende etwas Gutes.

Darlehen: Zinsabrechnung der Santander Bank

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Ende des Jahres habe ich auch noch einmal Post von der Santander Bank (früher SEB) erhalten. Das ist die Bank bei der meine Hausdarlehen bis 2012/2013 liefen und die Bank bei der mein Vermögensberater meine Erbschaft anlegte, nachdem ich die Darlehen nicht wie geplant gegen eine Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig tilgen konnte.

Wie bereits berichtet empfahl mir der DVAG-Berater den SEB Immoinvest, der seit 2012 abgewickelt wird, wodurch ich nicht wie geplant an mein Vermögen kam. Siehe auch:

Weil mein Vermögensberater nicht in der Lage war, mit der Santander Bank eine Lösung für mich zu finden, habe ich selbst verhandelt. Da mir die Santander Bank die Geldanlage nicht selbst vermittelt hatte, war ich froh, dass man mir wenigstens ein zinsloses Darlehen gewähren wollte.

Erst wurde mir dazu jedoch ein Wertpapierberatungsbogen zur Unterschrift zugeschickt auf dem stand: „Risikoklasse gemäß Kundeneinschätzung (Frage 3) und Kenntnisse/Erfahrungen des Kunden (Fragen 2a-d) stimmen nicht überein. Der Kunde wurde über die Risiken der höheren Risikoklasse aufgeklärt.“
Ursprünglich wurde mir von meinem Berater ein Bogen vorgelegt, in dem der SEB-Fonds in der niedrigsten Risikoklasse war und nun sollte er eine Risikoklasse höher liegen? Das hatte sich wohl zwischen 2007 und 2012 beim SEB Immoinvest geändert, aber wurde mir nicht kommuniziert. Auf meine Reklamation hin, wurde der Wertpapierberatungsbogen angepasst, sodass ich dem zustimmen konnte. Meine Risikobereitschaft hatte sich ja nicht verändert. Ich war und bin weiterhin „sicherheitsorientiert“, wie es die Bank nennt.

Als ich den Darlehensvertrag für das Sonderdarlehen erhielt, befanden sich schließlich so viele Haftungsauschlussklauseln der Bank darin, dass ich den Vertrag erneut nicht guten Gewissens unterschreiben konnte. Unter anderem hieß es darin: „Das Risiko einer Wertminderung der Fondsanteile oder geringerer Erlöse aus der Auflösung des Fonds trägt der Darlehensnehmer.“

Immerhin stand das fett gedruckt im Vertrag, sodass es nun wirklich nicht zu übersehen war. Weil ich meine Position gegenüber der DVAG nicht schwächen wollte, lehnte ich eine Unterschrift unter diesen Vertrag erneut ab. Eine Anpassung des Vertrages wurde jedoch von der Santander Bank abgelehnt.

Zwischendurch erhielt ich immer wieder Standardschreiben von der Santander Bank in denen mir und meiner Frau neue Darlehen mit 10 Jahren Laufzeit angeboten wurden. Scheinbar lief da ein Automatismus, bei dem nicht angekommen war, dass wir unsere Schulden möglichst schnell los werden wollten. Das war für uns ärgerlich, weil wir das in den gut 5 Monaten zuvor bereits mehrfach bei unserer Santander-Filiale deutlich gemacht hatten.

Weil wir also vor Weihnachten 2012 keine Lösung mit der Santander Bank erzielen konnten, konnten wir das Ende 2012 auslaufende Darlehen von rund 50000 € nicht ablösen. Es lief also bei der Santander Bank weiter.

Durch die Feiertage konnte ich den neuen Vertrag (2 Jahre Laufzeit) bei der Sparkasse erst im Januar 2013 abschließen, obwohl ich noch vor Weihnachten 2012 bei der Bank war.

Durch die Verzögerung vielen also weiterhin Darlehenszinsen bei der Santander Bank an. Im Jahresabschluss, den ich diesen Monat (Dezember 2013) sind daher 458,47€ als Zinsen aufgeführt.
Zudem gab es Buchungen und Rückbuchungen bis März, was mich wundert. Ich erwarte Anfang 2014 eine Antwort darauf, was da los war.

Zumindest scheint das Ganze für die Bank kein Nachteil gewesen zu sein.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Man muss auch verlieren können

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Seit dem ich mich damit abgefunden habe, meinen finanziellen Einsatz von meinen Finanzdienstleistern nicht komplett zurück zu erhalten, ist vieles für mich leichter.

Gerne hätte ich meinen Dienstleistern persönlich etwas von meinen Erkenntnissen berichtet. Denn verlieren können ist ein Teil des Lebens, der wohl nicht unbedingt zum Karriereplan in ihren Unternehmen gehört.

Mit Niederlagen umgehen zu können ist für mich inzwischen eine größere Kunst, als Siege zu erzwingen.
Das hätte ich gerne dem Management der DVAG persönlich gesagt.
Doch da herrscht von der Gegenseite schon lange Funkstille.

Besinnliche Grüße, V. F. Alle

P.S. Für alle diejenigen, die meinen Blog bisher nicht verfolgten: Ich bin Kunde der Deutschen Vermögensberatung geworden weil ich Banken misstraute. Inzwischen fühle ich mich noch schlechter beraten als von den Banken zuvor. Mein Fazit: Wer sich garnicht mit Finanzen beschäftigen möchte, sollte das auch keinem Berater überlassen.

Geldanlagen für Faule

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Ich bin entsetzt, wie sich selbst renommierte Redaktionen inzwischen plumpen Marketingmethoden bedienen. Das Versprechen „Geldanlagen für Faule“ ist ein solches Thema, was sowohl beim Nachrichtenmagazin Focus als auch bei der Stiftung Warentest zu finden ist, aber auch bei anderen Medien. Siehe:http://www.focus.de/finanzen/geldanlage/tid-33553/keine-ahnung-vom-investieren-das-sind-die-besten-geldanlage-tipps-fuer-dummies_aid_1102466.html
und Film unter http://www.test.de/shop/altersvorsorge-rente/geldanlage-fuer-faule-sp0355/

Da werden Dinge suggeriert, von denen in erster Linie Finanzdienstleister profitieren.
Müssen Redaktionen auf solche Mittel zurückgreifen, um bei der Selbstvermarktung im Online-Zeitalter überhaupt noch wahrgenommen zu werden? Ich habe darauf keine Antwort. Das Ergebnis ist aus meiner Sicht allerdings nicht verbraucherfreundlich.

Auch ich wollte es mir leicht machen. Ich habe mich etwas in Medien (Internet, Zeitschriften und Büchern) informiert und glaubte damit ausreichend bescheid zu wissen, was ich benötige.

Im „Beratungsgespräch“ lief dann einiges anders. Produkte die eigentlich für mich nicht zu passen schienen (Fonds), waren laut meinem Berater weiterentwickelt worden, so dass sie meinem Bedürfnis (so sicher wie Festgeld) entsprechen.
Die Risiken in den Verträgen erkannte ich nicht. Und bei denen die ich zu erkennen glaubte, nahm mir der Berater die Ängste in dem er sagte, dass Banken das nun in die Verträge schreiben müssten, weil das der Gesetzgeber so verlange. Meine Frau und ich müssten uns da aber keine Sorgen machen, sein Unternehmen achte schon darauf dass alles korrekt läuft.

Damals hielten wir das für nachvollziehbar. Deshalb hatten wir ja auch einen Dienstleister gewählt, der Finanzkompetenz auch einer Hand versprach und über unsere laufenden Darlehen besser informiert war als andere (z.B. unsere Bank), die uns möglicherweise Produkte mit einer höheren Rendite geboten hätten.

Im Nachhinein musste ich feststellen, dass dies ein Trugschluss war. Menschen die sich nicht viel mit Geldanlagen beschäftigen wollen, können kaum davon profitieren. Denn es kommt meist auf die Wahl des richtigen Zeitpunktes an. Wann steige ich ein und wann steige ich aus? Das sind die wichtigen Fragen.

Das ist der Grund warum die Finanzprofis immer einer Vorteil vor den einfachen Kunden haben. Das ist auch der Grund warum viele institutionelle Anleger z.B. rechtzeitig viel Geld aus dem SEB Immoinvest raus genommen haben und viele andere Anleger, wie die DVAG-Kunden, nun blöd dastehen.
Mein Geld ist nicht weg, es haben nur andere in Form von Provisionen, Gebühren und Gewinnen aus bis dahin positiven Fondsentwicklungen.

Ich war mir dessen 2007 und 2009 nicht bewusst. Heute weiß ich es besser, kann es aber nicht mehr rückgängig machen.

Ich kann nur jedem raten, der sich nicht damit beschäftigen will, die Finger von Finanzprodukten zu lassen, deren Verträge über mehrere Seiten gehen. Denn der Gesetzgeber möchte damit nicht die „armen“ Banken ärgern, sondern die Verbraucher schützen.

Viele Grüße, V. F. Alle

P.S.: Ich zweifle keinesfalls an der fachlichen Kompetenz der beiden beispielhaft erwähnten Medien. Ich kritisiere ausschließlich die marketinglastige Aufbereitung der Informationen.

Politik und Verantwortung

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Stark gewundert hat mich bei meinen Recherchen das Verhalten hochrangiger (Ex-)Politiker.
Dabei war ich davon ausgegangen, dass Personen auf dieser Ebene aus dem Fall des AWD-Chefs Maschmeyer und der Verpflechtung mit Bundeskanzler Schröder gelernt haben.

Erst verwies DVAG-Aufsichtsrat und Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel darauf, dass der Aufsichtsratsvorsitzende meinen Fall geprüft habe, die DVAG mir bereits zwei Antwortschreiben geschickt habe und er darüber hinaus keine weitere Schritte veranlassen möchte. Der DVAG-Aufsichtsratsvorsitzende heißt übrigens Friedrich Bohl. Er war unter Bundeskanzler Kohl Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Bundeskanzleramts.

Also fragte ich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, warum er den DVAG-Vorstand Dr. Pohl mit dem Hessischen Verdienstorden für seine „Verdienste“ auszeichnet, während DAVG-Kunden wie ich aktuell nicht an ihr Vermögen kommen.
Herr Bouffier verwies mich dann an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Ich frage mich welche Berater Herr Bouffier hat, die ihm so etwas zur unterschrift vorlegen.
Ich frage mich welche Berater Herr Bouffier hat, die ihm so etwas zur Unterschrift vorlegen.

Was Herr Bouffier und seine MitarbeiterInnen nicht wussten: Ich hatte bereits an die BaFin geschrieben. Die hatte aber erklärt in Sachen DVAG nichts machen zu können. Sie würden aber dafür sorgen, dass bei der Abicklung des SEB Immoinvest alles geregelt ablaufe.

Vor der Antwort von Herrn Bouffier hatte mir die BaFin bereits zu meinem Fall geantwortet. Auf den hier nicht gezeigten weiteren Seiten, wird beschrieben, was die BaFin für die Kunden des SEB Immoinvest im Sinne des Verbraucherschutzes alles tut.
Vor der Antwort von Herrn Bouffier hatte mir die BaFin bereits zu meinem Fall geantwortet. Auf den hier nicht gezeigten weiteren Seiten, wird beschrieben, was die BaFin für die Kunden des SEB Immoinvest im Sinne des Verbraucherschutzes alles unternimmt.

Weil ich vom Ordnungsamt der Stadt Frankfurt keine Lösung erwatete, schrieb ich an die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ich wollte wissen, wie ihre Finanzmarktkritik mit ihren Lobeshymnen auf DVAG-Gründer Dr. Pohl zusammenpassen. Leider wollte mir das Kanzleramt darauf keine Antwort geben und verwies mich statt dessen an das Finanzministerium.

Vom Finanzministerium schrieb man mir, dass ich mich an einen Anwalt wenden müsse, um die Frage einer möglichen Falschberatung zu klären. Die Risiken der Geldanlage seien mir ja mit den Vertragsunterlagen ausgehändigt worden.

Dabei war ich davon ausgegangen einen Finanzberater zu haben, der mir dabei hilft, die komplexen Vertragswerke zu durchschauen.

Auch von den Politikern wollte also keiner Verantwortung übernehmen. Meinen Kindern versuche ich dagegen beizubringen, dass es wichtig ist Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Dafür habe ich jetzt verstanden was Lobbyismus ist und wie erfolgreich in dieser Hinsicht die Deutsche Vermögensberatung ist.
http://www.bdv.de/aktuelles/

Die Geschichte (Maschmeyer/Schröder) wiederholt sich also gerade – nur mit anderen Gesichtern. Dabei klang das nach der Finanzkrise 2009 doch alles ganz anders.

Merken das unsere Politiker nicht?
Wer kann sie darauf aufmerksam machen?

Viele Grüße und immer lächeln 😉
V. F. Alle

P.S. Ich glaube nicht, dass die Politiker hier böswillig gegen Bürgerinteressen handeln. Ich habe nur den Eindruck, dass auch sie die falschen Berater haben.

Kostenfaktor DWS Immoflex

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Im Rahmen der SEPA-Umstellung hat mich die Deutsche Bank nun daran erinnert, dass die Bank nun meine Depotgebühren vom DWS Immoflex von monatlich 2,08 € nun nach dem neuen Verfahren von meinem Girokonto abbucht.

Auch wenn ich über das Geld schon länger nicht mehr frei verfügen kann, laufen die Kosten also weiter.
Früher konnte ich noch über den Ausspruch lachen „… und am Ende gewinnt immer die Bank.“
Das hat sich inzwischen geändert.

Zur Erinnerung der DWS Immoflex war mir als Alternative zum SEB Immoinvest von meinem DVAG-Berater vermittelt worden. Beide Fonds sind jetzt schon über ein Jahr geschlossen. In Eigeninnitiative konnte ich wenigstens bei der Santanderbank (ehemals SEB) ein Kostenloses Depotkonto erwirken.

Ein kurzer Gruß, V. F. Alle