Journalismus: Wer das Geld hat, hat die Macht

Gepostet am Aktualisiert am

Ich danke dem Kommentator unisys für seinen Beitrag.

Die Einschätzung, dass Journalisten schon gerne berichten würden, deckt sich mit meinen Erfahrungen.
Auch ich habe von einem Verlagsgeschäftsführer (echte Verleger gibt es kaum noch) erfahren, dass er bedenken hat, verklagt zu werden.

Ebenso ist mir die wirtschaftliche Verknüpfung zwischen Verlagen/Privatsendern und Werbekunden bekannt.
Deshalb habe ich diese in vergangenen Beiträgen bereits thematisiert. In den nächsten Tagen werde ich dazu noch weitere Beispiele geben, wie journalistische Produkte vom Marketing beeinflusst werden.

Mir ist auch bewußt, dass meine persönlichen Probleme die DVAG nicht interessieren und die Verknüpfung zur Politik ist mir inzwischen ebenso bekannt.

Damit niemand sagen kann, nicht gewußt zu haben, dass da möglicherweise etwas falsch läuft, habe ich das Bundeskanzleramt, Hessens Ministerpräsident Bouffier und DVAG-Aufsichtsrat Theo Waigel (Ex-Finanzminister/CSU) mit meinem Fall konfrontiert und auch Rückmeldungen bekommen.

Ich hatte den Ex-Finanzminister und DVAG-Aufsichtsrat damit konfrontiert, der DVAG meine Erbschaft zur Tilgung meiner Darlehen anvertraut zu haben
Ich hatte den Ex-Finanzminister und DVAG-Aufsichtsrat damit konfrontiert, der DVAG meine Erbschaft zur Tilgung meiner Darlehen anvertraut zu haben

Weil ich nicht weiß, wieviele DVAG-Kunden und auch Mitarbeiter leichtgläubig Verträge zu ihrem Nachteil unterschrieben haben, kann ich nicht sagen, ob Herr Waigel recht hat oder ob ich auf der richtigen Spur bin.

Als Journalist ist es mir nur wichtig, das zu dokumentieren, wenn es die klassischen Medien schon nicht mehr können.

Ich weiß: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Deshalb hatte ich erst versucht die Verantwortlichen in den Unternehmen und der Politik zu Informieren, da etwas genauer hinzuschauen.

Schade, dass Werbekunden und große Unternehmen mit Klageandrohungen Verlage und Sender so beeindrucken können, dass interessante Informationen nicht verbreitet werden. Statt dessen gibt es immer mehr unverfängliche Informationen. Wer das Geld und die Juristen hat, kann also die Informationsverbreitung beeinflussen.

Auch wenn ich daran nichts verdiene und meine Freizeit dafür aufwende, halte ich diese Aufklärung für (m)eine journalistische Aufgabe. Im Gegensatz zu den klassischen Medienhäusern, habe ich einige Informationen schriftlich und bin nicht auf zweifelhafte Quellen angewiesen.

Ich bin entspannt und wünsche eine schöne Adventszeit

V. F. Alle

Nachtrag vom 6.5.2014:

Vor wenigen Tagen hat das Medien-Portal Meedia einen Bietrag mit dem Titel „Qualitätsjournalismus Fehlanzeige: Journalisten als Lobbyisten“ veröffentlicht.
http://meedia.de/2014/05/02/qualitaetsjournalismus-fehlanzeige-journalisten-als-lobbyisten/

Ich gehe davon aus, dass Journalisten von Natur aus Menschen sind und keine Lobbyisten.
Menschen bewerten Dinge und Situationen aus Ihrer Erfahrung. Was nicht in diesen Erfahrungsschatz passt, wird zunächst als fremd oder gar unglaubwürdig betrachtet.
Darin liegt das eigentliche Problem im Journalismus. Statt an der Stelle genau zu hinterfragen, bleibt dafür in der Informationsflut kaum Zeit. Im Gegenteil: Viele positive Meldungen zu einem Thema können einzelne negative Meldungen zum gleichen Thema, wie ein störendes Nebengeräusch erscheinen lassen.
Im übrigen sind dafür nicht nur Menschen anfällig, sondern auch Suchmaschinen. Da können wichtige Informationen schon einmal untergehen.
Nachdem ich hartnäckig geblieben bin, finden inzwischen immer mehr Menschen und auch Journalisten zu meinem Blog. Wann dazu etwas erscheint hängt nun davon ab, ob die Kollegen Redaktionen von der Bedeutung des Themas überzeugen können und die Medien (Chefredaktionen und Verleger) bereit sind, unangenehme Themen aufzugreifen.

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