Monat: März 2014

Ich konnte damals nicht anders

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Aus aktuellem Anlass möchte ich ein konkretes Beispiel für das Zitat von gestern geben, welche ein Problem unserer Gesellschaft deutlich macht.

Nachdem ich den gestrigen Beitrag geschrieben hatte, war ich bei meinem Arzt. Dort bekam ich sinngemäß folgenden Dialog zwischen der Arzthelferin und einem Patienten im Rentenalter mit:

Arzthelferin: Nach der Impfung dürfen Sie heute keinen Sport mehr treiben.

Patient: Aber Rollstühle schieben geht doch, oder?

Arzhelferin: Ja, das geht.

Patient: Das ist gut, weil ich im Altenheim regelmäßig Menschen besuche und da heute auch wieder hin möchte.

Arzthelferin: Das ist aber schön, dass Sie sich sozial engagieren?

Patient: Man muss ja was soziales machen. Als Manager in einem US-Konzern konnte ich das früher nicht!

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„Warum?“, fragte ich mich. Doch da wurde ich schon vom Arzt reingerufen.

Haben versus Sein – eine Frage der Moral

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Nachdem ich mich langsam von dem Gedanken verabschiede, dass meine „Finanzexperten“ darauf eingehen, dass ich einfach nur schuldenfrei sein wollte, bin ich jetzt bei den Philosophen gelandet.

Auf einer Dienstreise kam mir die Zeitschrift „Hohe Luft“ in die Hände, die sich in der aktuellen Ausgabe mit dem Thema „Haben versus Sein“ beschäftigt. Außerdem geht es da um die Frage der Moral: „Warum gut sein?“

Ich mache es kurz und zitiere meinen Finanzmanageren den letzten Absatz zum „gut sein“:

„Was Ihr Glück nennt, gründet entweder auf den Zufall oder auf eurer Fremdbestimmung durch das Unlautere und Böse. Euer Glück ist eine subjektiv bedingte Empfindung. Unser Glück geht dagegen über das rein subjektive hinaus, weil ihm eine unbedingte Notwendigkeit innewohnt – die Notwendigkeit, gut zu sein, und damit nicht nur uns selbst zu einem gelungenen Leben zu verhelfen, sondern auch so vielen anderen Leuten wie möglich. Warum? Darum!“

Ich finde nichts schlechtes dabei gut zu sein und möchte auch meine Leser dazu ermuntern. Zugegeben das „unbedingte“ oder „bedingungslose“ gut sein, ist aus menschlicher Sicht nicht leicht.
Dabei lohnt es sich auch einmal darüber nachzudenken, wie man selbst „Reichtum“ – also irgendwie auch „Haben“ – definiert.

Herzliche Grüße,
V.F. Alle

P.S.
Vielen Dank an „Waldmann“, der gestern einen selbstkritischen Beitrag zu „Meinem Berater geht es wohl schlechter als mir“ geschrieben hat. Danke auch an Herrn Stopp, für seine Gedanken zu „Wem wollen wir vertrauen“.
Bitte verzweifeln Sie nicht an der Trägheit des Systems. Das raubt Ihnen nur die Kraft, sich sinnvoll für Ihre Gesellschaft einzusetzen.

Gesellschaftliche Verantwortung wird abgegeben

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In einem meiner ersten Beiträge habe ich darüber berichtet, dass mein Finanzdienstleister mit „Gesellschaftlicher Verantwortung“ wirbt. Kürzlich habe ich über Verantwortung und Transparenz geschrieben.

Tatsächlich komme ich zu dem Schluss, dass Finanzdienstleister und auch viele Medien ihre Gesellschaftliche Verantwortung zunehmend an Kunden, Leser und Zuschauer abgeben.

Der Kunde wollte es ja so. So hatte mein Finanzdienstleister meine Unterschriften unter sehr umfangreichen Verträgen interpretiert.

Die Leser bzw. Zuschauer wollen es ja so, schallt es nun auch immer öfter von den Medien. Wenn ein Thema im Internet und auf der eigenen Homepage viele Klicks erhält, dann rechtfertigt das auch größere Berichte in anderen Medien.
Schön finde ich, wenn Journalisten wie Silke Burmester das hinterfragen:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/silke-burmester-ard-und-zdf-entdecken-junge-zielgruppe-a-960164.html
Auch wenn ich es keine gute Idee finde, zu warten bis die Zielgruppe endlich alt genug ist, halte ich es für wichtig, dass ARD und ZDF nicht irgendwelchen Trends von Meinungsforschern hinterher rennen. Sie müssen weiter dafür sorgen, dass auch die Themen in den Medien vorkommen, die von privaten Medienanstalten nicht abgedeckt werden.

Meine Kinder würden auch am liebsten den ganzen Tag Computerspielen. Tatsächlich ist es für mich nicht einfach sie auch zu anderen Sachen zu motivieren, die für den späteren Lebensunterhalt wichtiger sind als Computerspiele.
Ich würde nie auf die Idee kommen zu sagen, ich will ein netter Papa sein und gebe den Kindern was sie wollen.

Ich mag mir nicht vorstellen, wo das hinführt, wenn wir alles einfach so laufen lassen würden, wie es eine Mehrheit der fernsehenden und im Internet klickenden Menschen „wollen“.

Wo bleiben dann die Stimmen derjenigen, die fleißig arbeiten gehen (als Landwirt, Bäcker, Pflegekraft, etc.) und kaum Zeit haben, Internet- und Fernsehinhalte zu konsumieren oder gar zu kommentieren?

Ich habe den Blog meist am späten Abend oder am frühen Morgen betrieben, wenn meine Kinder schliefen. Sonst hätte auch ich kaum die Zeit dafür gefunden. Ich habe mir die Zeit freigeschlagen, weil ich das für wichtig hielt.

Nun frage ich mich, ob wir eine freundlichere Gesellschaft hinbekommen, wenn wir dem Hauptstrom der der Quote folgen, oder ob wir es uns nur zu einfach machen, indem wir uns einer scheinbaren Mehrheit anschließen – uns vielleicht sogar dahinter verstecken.

Da stellt sich mir die Frage: Sind die Stimmen die den Trend vorgeben wirklich die Mehrheit oder kommen die anderen vor lauter Arbeit nur nicht mehr dazu ihre Stimme zu erheben?

Was mich angeht, traf bis zum Jahr 2012 eher das Letztere zu.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Nachhaltigkeit in der Finanzberatung?

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Meine Recherchen habe ich nun abgeschlossen. Nach fast zwei Jahren Recherche kann ich wohl davon ausgehen, dass meine Dienstleister kein Interesse mehr zeigen, auf meine Bedürfnisse einzugehen.

Durch meinen Blog habe ich viel gelernt.
Inzwischen entstehen daraus hintergründige Diskussionen, wie gerade in den Kommentaren zu meinem Beitrag „Wem wollen wir Vertrauen?“.

Da geht es unter anderem um nachhaltige Geschäftsbeziehungen.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Mein Gott Hoeneß

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Obwohl mache Sportfans ihre Idole gerne vergöttern und auch schon mal als „Fußballgott“ betiteln:
Uli Hoeneß ist kein Gott!

Ein simples Komma oder ein Gedankenstrich machen aus dem Gott in der Überschrift auch wieder einen einfachen Menschen:

Mein Gott, Hoeneß (was hast Du getan?)

Ich muss gestehen, dass ich den Steuerbetrug von Uli Hoeneß spontan milder beurteilt hätte, als ich das gleiche Verhalten bei einem Bankmanager beurteilt hätte. Ein Kommentar von Liedermacher Konstantin Wecker (http://www.wecker.de/de/weckers-welt/item/425-Freiheit-fuer-Uli-Hoeness.html) hat mich allerdings wachgerüttelt.

Tatsächlich habe ich Herrn Hoeneß durch den gemeinsamen, positiv belegten Spaß am erfolgreichen Fußball in einem anderen Kontext betrachtet, als Finanzmanager zu denen mir keine positiv belegten Gemeinsamkeiten einfallen.

Das gilt es die Tat und den Kontext in dem eine Person in der Öffentlichkeit bisher dargestellt wurde zu trennen. Insofern kann es für einen Fußballmanager keine andere Strafe geben als für einen anderen Steuersünder.

Dennoch sehe nach dem Urteil einen großen Unterschied zu anderen Managern. Wenn Uli Hoeneß tatsächlich Wort hält und die Haftstrafe antritt, übernimmt er Verantwortung für sein Handeln und akzeptiert die Rechtsprechung.

Er hätte sicher genug Geld, um sich durch die Instanzen zu klagen. Er tut es nicht und begibt sich damit auf die Stufe eines einfachen Bürgers, dem diese Wege schon allein aus finanziellen Gründen oft verbaut sind.
Dass es Herrn Hoeneß im Gefängnis sicher besser gehen wird als anderen Häftlingen, ist dann eine andere Sache.

Viele Grüße,
V. F. Alle

DWS Immoflex und ein weiterer Dienstleister

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Protokoll der letzten Entwicklungen:
Auf meinen Anfang Februar persönlich bei der Deutschen Bank in Frankfurt abgegebenen Brief an Deutsche-Bank-Chef Neske habe ich bis Anfang März keine Antwort erhalten. Ich hatte ihn ausdrücklich darum geben mir bis 2. März mitzuteilen, ob er im Bezug auf seinen „runden Tisch zur Anlagenberatung“ Interesse an meinen Erfahrungen als Deutsche Bank/DVAG-Kunde hat.

Dafür bekam ich andere Post von der Deutschen Bank. Danach hatte der DWS Immoflex im zweiten Halbjahr 2013 einen Wertverlust von 12,01%. In einem weiteren Schreiben erhielt ich eine Steuerbescheinigung, dass ich 2301 € Kapitalerträge bei der Deutschen Bank erwirtschaftet habe. Dafür wurde mir eine Kapitalertragssteuer von 538€, ein Solidaritätszuschlag von 30€ und ausländische Steuern von 12,50€ abgezogen.
Auf meine Frage, wie das sein kann, dass ich trotz der Wertverluste des DWS Immoflex Kapitalerträge versteuern muss, schrieb mir die Deutsche Bank: Die Bank könne sich nicht zu Steuerangelegenheiten äußern. Dazu müsse ich mich an einen Steuerberater werden.

Neues gibt es auch vom SEB Immoinvest:
Eigentlich dachte ich, dass mein Depot inzwischen komplett bei der Santander Bank ist. Ein Restbetrag verblieb aber offensichtlich bei der Fonds Depot Bank. Es handelt sich um einen Anteil von 0,932 mit einem Wert von 36,33€ (Stichtag: 31.12.2013). Daraus erhielt ich 2013 einen Ausschüttungsbeitrag von 1,03€ und zahlte 1,03€ Depotführungsentgelt.
Auf Anfrage teilte mir die Fondsdepotbank mit, dass der Fonds aufgelöst wird und das Kapital deshalb bis 30. April 2017 sukzessive aufgelöst und ausgezahlt wird. Dazu bekam ich einen aktuellen Fondskommentar, nachdem in den bisherigen Auszahlungen je SEB-Immoinvest-Anteil bisher 15,75€ ausgezahlt wurden. Zudem habe eine Nachbewertung stattgefunden, laut der der SEB Immoinvest in den vergangenen Monaten nur „geringfügige negative Effekte auf die Anteilsentwicklung gehabt“ habe.

Von der Santander Bank bekam ich eine wesentlich unübersichtlichere Auflistung. Zumindest war der Leiter meiner Filiale dazu bereit mir dafür keine Gebühren abzuziehen. Dafür steht auf dem ursprünglichen Schreiben immer noch meine alte, seit 10 Jahren nicht mehr gültige, Adresse. Dabei hatte ich 2012 bereits mehrfach darum gebeten die Adresse zu aktualisieren.

Ich wundere mich immer mehr über meine „Dienstleister“. Scheinbar können die besser als ich damit leben, dass ich meine Schulden bis heute nicht beglichen habe.

Viele Grüße, V. F. Alle

P.S. Ich habe nicht vor meine Steuern zu optimieren. Ich bin gerne bereit diesen Beitrag zu zahlen. Viel wichtiger wäre mir, wenn ich weniger Zeit mit diesem Papierkram verbringen müsste. Deshalb wurde ich ja ursprünglich DVAG-Kunde.

Aida Schiffsreisen als Mitarbeitermotivation

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Manche meiner Leser wundern sich vielleicht darüber, dass im Zusammenhang mit der DVAG von einzelnen Kommentatoren Schiffreisen auf der AIDA erwähnt werden.

Für die Kreuzfahrtgesellschaft und die DVAG scheint das tatsächlich ein gutes Geschäft zu sein. Sonst würde das nicht so groß beworben.

http://www.aida.de/aida-cruises/presse/pressearchiv/newsdetails.24494/article/aida-cruises-2014-mit-vier-schiffen-gleichzeitig-fuer-dvag-unterwegs.html

Viele Grüße aus einer im Moment kühlen Ecke Deutschlands,
V. F. Alle