Monat: April 2015

Entschuldigung Herr Kaiser

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Heute habe ich Anlass mich zu entschuldigen, bei Herrn Kaiser sowie seinen Kollegen und Kolleginnen.

Ich möchte mich bei Herrn Kaiser und den Finanzeraterinnen und -beratern der Deutschen Bank entschuldigen. Bild. vfalle
Ich möchte mich bei Herrn Kaiser und den Finanzeraterinnen und -beratern der Deutschen Bank entschuldigen. Bild. vfalle

Herr Kaiser arbeitet bei der Deutschen-Bank Filiale, bei der meine Patenttante das Geld hatte, welches sie mir vererbte. Jetzt will die Deutsche Bank laut Berichten unterschiedlicher Medien Filialen schließen. Und ich fürchte, durch mein Verhalten, dazu beigetragen zu haben.

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Herr Kaiser war nie aufdringlich zu mir und hat es akzeptiert, dass ich es ablehnte die sicher – wenn auch zu niedrigen Zinsen – angelegten Gelder in Anlageformen mit höheren Renditen umzuschichten.
Herr Kaiser akzeptierte es auch, dass ich mit dem Geld lieber meine über den Deutsche-Bank-Partner und meinen Dienstleister Deutsche Vermögensberatung laufenden Schulden (Hausdarlehen) abbezahlen wollte.

Weder Herr Kaiser noch ich ahnten damals allerdings, dass mir ausgerechnet der freundliche DVAG-Berater in meinen eigenen vier Wänden Geldanlagen vermitteln würde, mit denen meine Schulden bis heute nicht komplett abbezahlen konnte. Ich habe auch nicht geahnt, dass mich das DVAG-Management an die Bank  verweisen würde und, dass mich die Bank dann wieder an die DVAG zurückverweisen könnte. Ich habe an die „Beratung aus einer Hand“ geglaubt.

Damit habe ich vermutlich dazu beigetragen, dass die Jobs von Herrn Kaiser und seinen Kolleginnen und Kollegen nun in Frage gestellt werden.
Im Nachhinein wäre ich wohl besser beraten gewesen, das Geld bei Herrn Kaiser zu lassen.
Stattdessen wird die Situation für die Menschen, wie Herrn Kaiser und auch Kunden wie mich immer unbefriedigender.
Die Wochenzeitung „Die Zeit“ schreibt: „Durch computergestützte Beratungskanäle, Automatisierung und die Entwicklung neuer Kundenangebote wolle das Institut neue Ertragsmöglichkeiten generieren.“ (http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2015-04/deutsche-bank-einsparungen-strategie)

Ich ahne worauf das hinaus läuft: Computer machen keine Fehler und dokumentieren die Kundenentscheidungen perfekt. Fühlt sich ein Kunde dann falsch beraten, gibt es keine Diskussion mehr. Das Ziel der Ertragssicherung wird dabei zumindest solange erreicht, wie die Kunden das mitmachen.

Unter Kundenservice hatte ich mir etwas Anderes vorgestellt, als das, was ich nun erlebe. Gerne würde ich die Entwicklung nun Rückgängig machen.

Mit freundlichen Grüßen
V. F. Alle

Deutsche Bank trennt sich von Postbank

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Die Deutsche Bank trennt sich von ihrer Tochter Postbank. Das hat der Aufsichtsrat der Bank gestern beschlossen.

Laut der Zeitung FAZ sind als Käufer die spanaische Santander Bank und französische BNP Paribas im Gespräch.

Zur Erinnerung: Ich bin bereits unfreiwillig Kunde der Santander Bank. Von meinem Finanzdienstleister und Deutsche-Bank-Partner DVAG wurde mir der SEB Immoinvest vermittelt. Die SEB Bank wurde danach von der Santander Bank übernommen. Der SEB Immoinvest steckt übrigens auch im DWS Immoflex – einem Produkt der Deutschen Bank-Tochter DWS.

Ich dachte, ich hätte viele Dienstleister. Aber scheinbar hängen alle miteinander zusammen.

Nachdenkliche Grüße,

V.F. Alle

Postbank: Ein ungleicher Wettbewerb

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Seit der letzten Finanzkrise wurde die Überwachung von Banken verschärft. Gleichzeitig konnten Strukturvertriebe ihre unternehmerischen Risiken reduzieren. Es ist somit ein ungleicher Wettbewerb entstanden.

Das wollte ich mit meinem vorherigen Beitrag verdeutlichen.

Schieflage? Bank ist nicht gleich Bank und  ist nicht gleich Finanzvertrieb: Bei der Sitzbank ist ein Mangel offensichtlich. Bei Finanzinstituten tun sich selbst Experten schwer, die Strukturen einfach und gleichzeitig eindeutig zu bewerten.
Schieflage? Bank ist nicht gleich Bank und ist nicht gleich Finanzvertrieb: Bei der Sitzbank ist ein Mangel offensichtlich. Bei Finanzorganisationen tun sich selbst Experten schwer, die Strukturen einfach darzustellen und gleichzeitig eindeutig zu bewerten.

Betriebswirtschaftlich handelt die Deutsche Bank somit konsequent, wenn sie risikoreiche Geschäfte den Vertriebspartnern überlässt – sofern es dem Management um kurzfristige Erfolge geht.
Ethisch betrachtet, erscheint mir das Handeln allerdings sehr bedenklich und könnte die langfristigen Perspektiven des Geldhauses verschlechtern.

Laut Wirtschaftswoche sind übrigens nicht nur über Stellenstreichungen bei der Postbank im Gespräch, sondern auch im Privatkundengeschäft der Deutschen Bank. Regionalleiter werden demnach entmachtet.
http://www.wiwo.de/unternehmen/banken/postbank-umbau-bei-postbank-und-deutscher-bank/5912308-3.html

Finanzexperte Wolfgang Gerke hat sich dazu gestern sehr differenziert in einem Interview mit n-tv geäußert. „Wenn die Postbank abgegeben wird, sind die Probleme der Deutschen Bank ja nicht gelöst“, sagte Gerke gegenüber n-tv.
Die eigentlichen Probleme sieht er im Investmentbanking. Gerke dazu: „Im Moment wird mir viel zu sehr die Schuld für die Probleme in Bereichen des Retail Bankings gesucht. Die großen Lasten, insbesondere Reputationsverlust und Strafzahlungen, stammen aus dem Investmentbanking.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Deutsche-Bank-muss-sich-neu-aufstellen-article14949576.html

Diese Probleme werden mit einem starken Strukturvertrieb nach meiner Meinung nicht gelöst, sondern verschärft. Das ist meine persönliche Meinung als Kunde der Deutschen Bank und der Deutschen Vermögensberatung, dem u.a. ein DWS-Investmentprodukt vermittelt wurde.

Mit freundlichen Grüßen,
V. F. Alle

Strukturvertrieb statt Postbank?

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Postbank sind  in Sorge um ihre Arbeitsplätze. Am kommenden Freitag will die Deutsche Bank über die Zukunft ihrer Tochtergesellschaft entscheiden. Aus wirtschaftlichen Gründen und wegen strengerer Regulierungen, ist einen Verkauf der Postbank im Gespräch, oder zumindest eine strukturelle Anpassung.

Es geht um die Zukunft von Postbankfilialen und damit um die Zukunft von Mitarbeitern.
Es geht um die Zukunft solcher Postbankfilialen und damit um die Zukunft von Mitarbeitern.

Kürzlich hatte ich schon in meinem Blog die Vermutung geäußert, dass der Strukturvertrieb im Privatkundengeschäft für die Deutsche Bank attraktiver sein könnte als die eigenen Aktivitäten. An die Postbank hatte ich da gar nicht gedacht.

Doch gerade bei der Postbank wird deutlich, wie einzelne Finanzprofis versuchen, ihre Risiken auf viele andere abzuwälzen. Vor allem wird eine Entwicklung deutlich, die schon seit 2001 läuft.

Aus aktuellem Anlass habe ich einige Pressebeiträge zusammengefasst:
N-TV berichtete z.B. am 20. April 2015:
>>„Seit 2010 gehört die Postbank mehrheitlich zur Deutschen Bank, die damit in der Finanzkrise ihr Geschäftsmodell besser ausbalancierte. Inzwischen tüftelt Deutschlands größtes Geldhaus jedoch an einer neuen Strategie, die Finanzkreisen zufolge wegen der strengeren Regulierung mit einer deutlichen Schrumpfkur verbunden sein wird.“ << http://www.n-tv.de/wirtschaft/Postbank-Verkauf-gilt-als-beschlossen-article14941486.html

Börse-Online schrieb am 21. April 2015:

>>“Man hätte sie nie kaufen dürfen“, sagt Analyst Dirk Becker von Kepler Cheuvreux. Die mit dem Erwerb verknüpften Hoffnungen hätten sich nie erfüllt.
Es dauerte lange, bis die Risiken in der Bilanz der Postbank abgebaut und die – trotz dreistelliger Milliardensummen auf den Sparbüchern der 14 Millionen Kunden – niedrige Kapitalquote aufgepäppelt war. Und die Idee, ungenutzte Ersparnisse als Kredite an Deutsche-Bank-Kunden weiterzureichen, funktionierte nicht. Hier stellte sich die Finanzaufsicht BaFin quer, weil sie mit Rücksicht auf die restlichen Aktionäre der Postbank auf eine ausreichende Kapitalausstattung dort pochte. << http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/Deutsche-Bank-Aktie-Postbank-wird-fuer-Geldhaus-wohl-zum-Ladenhueter-1000589368

Ein kurzer Blick zurück:

2012 war die Postbank in Kritik geraten, weil sie sich Strukturen bediente, die eher aus dem Strukturvertrieb bekannt sind.

Das Nachrichtenmagazin Focus schrieb damals:

>>Die Postbank ist in den Verdacht geraten, vermögende Kunden mit überzogenen Gebühren und Provisionen, zum Beispiel auf Beteiligungen an geschlossenen Fonds, bewusst geschädigt zu haben. So sollen etwa von den Investments in Schifffonds bis zu 17 Prozent als Provision abgezogen worden sein („Kickback“), ohne dass die Kunden darauf hingewiesen wurden.<< http://www.focus.de/finanzen/geldanlage/tid-28236/anwalt-stellt-strafanzeige-postbank-kunden-fuehlen-sich-abgezockt_aid_866209.html

Deutlicher wurde damals das Online-Portal verbraucherschutz.tv:

>>Mit einem ganz speziellen Vertriebssystem steht die Postbank-Finanzberatung aktuell ziemlich in der Kritik. Zahlreiche Anleger waren von freien Handelsvertretern im Postbank-Auftrag überzeugt worden, in riskante Schiffsfonds zu investieren. Besonders sinnig: Die Verantwortung für eventuelle Falschberatung liegt nicht bei der Postbank, sondern bei den freien Handelsvertretern. Die mussten verkaufen denn ohne Abschlüsse gab es kein Geld. << Damals wies verbraucherschutz.tv zudem darauf hin: >>Die Postbank zeigt sich zumindest gesprächsbereit. Einzelne Beschwerdefälle sollen geprüft werden. Das Thema passt in die aktuelle Diskussion um die umstrittene Provisionsorientierte Beratung. Die Bundesregierung propagiert Honorarberatung als System der Zukunft.<<
http://www.verbraucherschutz.tv/2012/11/08/postbank-berater-vermittelten-riskante-fonds

Die Deutsche Bank hat längst eine Lösung gefunden, um Finanzprodukte mit geringeren Risiken an die Privatkunden zu bringen. Seit 2001 arbeitet sie der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) zusammen. Zur Vertriebsmotivation und als „Belohnung“ für den erfolgreichen Vertrieb hat die DVAG sogar Anteile an der Deutsche-Bank-Tochter DWS erhalten. Siehe: http://www.fondsprofessionell.de/news/bank-fonds/nid/finanzvertrieb-dvag-steigt-bei-dws-ein/gid/1012091/ref/4/

Im Gegensatz zur Postbank, werden Strukturvertriebe  nicht mehr von der Finanzaufsicht (BaFin) überwacht, sondern von der jeweiligen IHK. Auch die Ombudsstellen für Fonds schlichten zwar für Streitigkeiten zwischen Kunden und Banken, fühlen sich aber für die von Vertriebsorganisationen vermittelten Produkte nicht zuständig.

Die nach der Finanzkrise 2009 von der Bundesregierung propagierte Honorarberatung gerät zur Farce. Die Privatkunden, die Bankmitarbeiter und die Honorarberater sind die Dummen. Die vielen Honorarberater haben kaum die Möglichkeiten, die ein gut vernetzter Strukturvertrieb wie die DVAG hat.

Bin ich denn der Einzige dem das auffällt? Habe ich Visionen oder bin ich als langjähriger DVAG-Kunde inzwischen einfach nur sensibler?

Guten Morgen Deutschland,
es ist Zeit aufzuwachen

V. F. Alle

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Hintergrund: Was bedeutet das für Kunden? Seitdem meine Einspruchsfrist für den von der DVAG vermittelten DWS Immoflex abgelaufen ist, bekomme ich die Informationen dazu nur noch von der Deutschen Bank. Gleichzeitig fühlt sich die Bank aber nicht dafür zuständig, dass mir ein Produkt (offener Immobilienfonds/Dachfonds) als stets verfügbar vermittelt wurde und ich nun trotzdem nicht an mein Geld komme. Schließlich habe mir nicht die Bank , sondern die DVAG das Produkt vermittelt. Kunden wie mir, bleibt damit nur die Option, vor Gericht mit ihrem Dienstleister zu streiten. Im Bezug auf den mir ebenfalls von der DVAG vermittelten Fonds SEB Immoinvest, hat mir das das Bundesfinanzministerium sogar schriftlich bescheinigt.

Stars im Finanzvertrieb: Wer nicht fragt bleibt dumm

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Ich gestehe: Langsam wird mein Blog etwas unübersichtlich.

Allerdings gibt es nun auch andere Journalisten, die sich dem Netzwerk der DVAG widmen und die Erkenntnisse etwas kompakter aufbereiten als mein Blog. Vor wenigen Tagen hat z.B. der „Versicherungsbote“ einen Beitrag veröffentlicht.

http://www.versicherungsbote.de/id/4816857/Helene-Fischer-DVAG-Exklusivkonzert-Jubilaeum/

Der Autor hat die richtigen Fragen gestellt. Er hat einige Dinge erkannt, über die ich auch schon berichtet hatte. Und: Er hat zusätzliche Informationen zusammengetragen.

Daumen hoch: Für die Menschen, die Fragen stellen.
Daumen hoch: Für die Menschen, die Fragen stellen.

Es geht um Stars wie Helene Fischer und Jürgen Klopp, aber auch die guten Kontakte der DVAG-Spitze zur Politik und wie damit potenzielle Mitarbeiter beeindruckt werden. Der Autor berichtet beispielsweise über die „Nachwuchs-Rekrutierung mit Angela Merkel“.

Ob sich unsere Kanzlerin ihrere Rolle in dem System der DVAG bewußt ist?

Atemlos hetzen mein Finanzdienstleister und seine Partner scheinbar von einem Höhepunkt zum Nächsten. Dabei hängt die Zukunft davon ab, nun die richtigen Fragen zu stellen, die Antworten anzunehmen und daraus Handlungen abzuleiten.

„Wer-wie-was?“ statt „Atemlos“ möchte ich mal sagen.

Der, die, das,
wer, wie, was,
wieso, weshalb, warum,
wer nicht fragt bleibt dumm!

Als Kind habe ich diese Liedzeilen mehrfach gehört. (Sie sind aus der Sesamstraße.) Heute scheint kaum noch jemand so einfache Fragen stellen zu wollen. Und für alle anderen Fragen gibt es ja Suchmaschinen, die scheinbar mühelos Ergebnisse liefern.

Reicht uns das? Mir nicht!

Viele Grüße,
V. F. Alle

Entschuldigung: Ich hatte Informationen weggelassen

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Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich beim vorherigen Beitrag Informationen weggelassen hatte.

Dadurch ist möglicherweise bei manchen Lesern/Leserinnen ein falsches Bild entstanden.

„Er“ ist Csaba Tarsoly, Eigentümer und Generaldirektor der Wertpapierholding Quaestor in Ungarn. Und es ging natürlich um die Regierung in Ungarn.

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Gleichzeitig wird damit deutlich, wie Fehlinterpretationen entstehen, wenn Menschen Informationen in den Kontext ihrer Erwartungen bzw. Erfahrungen setzen.

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Wer seinen Adressaten wichtige Informationen vorenthält, der lügt zwar nicht,
nimmt jedoch in Kauf, dass Missverständnisse entstehen.

Das ist nicht mein Ziel. Ich wollte den Zusammenhang nur verdeutlichen.

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Viele Grüße,

V. F. Alle

Finanzskandal: Politisch gut vernetzter Finanzprofi hinterlässt geprellte Kunden

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Er soll vertrauenswürdig gewesen sein.

Er soll beste Kontakte zu führenden Politikern des Landes gehabt haben.

Viele Bürger und sogar die Kirche haben ihm daher vertraut und ihr Geld anvertraut.

Nun gibt es einige geprellte Kunden mehr auf der Welt.

Die Regierung ist in Erklärungsnot.

Das berichtet heute die ARD -Tagesschau.

Ich möchte das diesmal nicht kommentieren. Mir ist nur wichtig, das zu dokumentieren.

Viele Grüße,

V. F. Alle