Entschuldigung Herr Kaiser

Gepostet am Aktualisiert am

Heute habe ich Anlass mich zu entschuldigen, bei Herrn Kaiser sowie seinen Kollegen und Kolleginnen.

Ich möchte mich bei Herrn Kaiser und den Finanzeraterinnen und -beratern der Deutschen Bank entschuldigen. Bild. vfalle
Ich möchte mich bei Herrn Kaiser und den Finanzeraterinnen und -beratern der Deutschen Bank entschuldigen. Bild. vfalle

Herr Kaiser arbeitet bei der Deutschen-Bank Filiale, bei der meine Patenttante das Geld hatte, welches sie mir vererbte. Jetzt will die Deutsche Bank laut Berichten unterschiedlicher Medien Filialen schließen. Und ich fürchte, durch mein Verhalten, dazu beigetragen zu haben.

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Herr Kaiser war nie aufdringlich zu mir und hat es akzeptiert, dass ich es ablehnte die sicher – wenn auch zu niedrigen Zinsen – angelegten Gelder in Anlageformen mit höheren Renditen umzuschichten.
Herr Kaiser akzeptierte es auch, dass ich mit dem Geld lieber meine über den Deutsche-Bank-Partner und meinen Dienstleister Deutsche Vermögensberatung laufenden Schulden (Hausdarlehen) abbezahlen wollte.

Weder Herr Kaiser noch ich ahnten damals allerdings, dass mir ausgerechnet der freundliche DVAG-Berater in meinen eigenen vier Wänden Geldanlagen vermitteln würde, mit denen meine Schulden bis heute nicht komplett abbezahlen konnte. Ich habe auch nicht geahnt, dass mich das DVAG-Management an die Bank  verweisen würde und, dass mich die Bank dann wieder an die DVAG zurückverweisen könnte. Ich habe an die „Beratung aus einer Hand“ geglaubt.

Damit habe ich vermutlich dazu beigetragen, dass die Jobs von Herrn Kaiser und seinen Kolleginnen und Kollegen nun in Frage gestellt werden.
Im Nachhinein wäre ich wohl besser beraten gewesen, das Geld bei Herrn Kaiser zu lassen.
Stattdessen wird die Situation für die Menschen, wie Herrn Kaiser und auch Kunden wie mich immer unbefriedigender.
Die Wochenzeitung „Die Zeit“ schreibt: „Durch computergestützte Beratungskanäle, Automatisierung und die Entwicklung neuer Kundenangebote wolle das Institut neue Ertragsmöglichkeiten generieren.“ (http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2015-04/deutsche-bank-einsparungen-strategie)

Ich ahne worauf das hinaus läuft: Computer machen keine Fehler und dokumentieren die Kundenentscheidungen perfekt. Fühlt sich ein Kunde dann falsch beraten, gibt es keine Diskussion mehr. Das Ziel der Ertragssicherung wird dabei zumindest solange erreicht, wie die Kunden das mitmachen.

Unter Kundenservice hatte ich mir etwas Anderes vorgestellt, als das, was ich nun erlebe. Gerne würde ich die Entwicklung nun Rückgängig machen.

Mit freundlichen Grüßen
V. F. Alle

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Ein Gedanke zu „Entschuldigung Herr Kaiser

    […] (ohne es zu merken) zu einem Dienstleister gewechselt war, der nicht von der BaFin überwacht wird. https://vfalle.wordpress.com/2015/04/29/entschuldigung-herr-kaiser/ Deutsche Politiker hatten nach der Finanzkrise von 2009 Gesetze durchgewunken, die den […]

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