DVAG-Marketing: Missverstanden vom Kunden?

Gepostet am Aktualisiert am

Vor wenigen Tagen hatte ich versucht deutlich zu machen, dass die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) nicht Helene Fischer sponsert, sondern lediglich den Konzertveranstalter.

Heute strahlte mich die Schlagersängerin auf Bild-Online an. „Powered by Deutsche Vermögensberatung“ werden dort für Premium-Kunden (Bild-Plus-Abonnenten) VIP-Tickets für Konzerte der Farbenspiel-Tournee zur Verlosung angeboten. Siehe: http://www.bild.de/bild-plus/gewinnspiele/bildplus-aktion/gewinnspiele/helenfischer_gewinnspielartikel-40730648,var=a,view=conversionToLogin.bild.html .

Neuer Star, gleiches Konzept: Wie bereits in der Vergangenheit sponserz der Finanzdienstleister Freikarten für Veranstaltungen.
Neuer Star, gleiches Konzept: Wie bereits in der Vergangenheit sponsert der Finanzdienstleister Freikarten für Veranstaltungen.

Diese Aktion ist nicht als Anzeige gekennzeichnet und wirkt wie ein besonderer Service für Premium-Kunden des Mediums. (Ergänzung vom 13.5.2015: Bild-Online hat inzwischen den Hinweis „Anzeige“ nachträglich eingebaut – kaum sichtbar links unter dem Bild. Ich hatte schon an mir gezweifelt. Aber in der ursprünglich von mir abfotografierten Version ist der Hinweis nich zu finden.)

Das ähnelt der Aktion die Bild-Online in der Vergangenheit mit einem mehrfachen Formel-Eins-Weltmeister und der DVAG durchführte. Der Weltmeister wurde allerdings im Gegensatz zur Sängerin von der DVAG direkt gesponsert. Hätte ich nicht nachgefragt, dann wäre mir dieser feine Unterschied nicht aufgefallen. (Nachtrag vom 12.5.2015)

Zu meiner Überraschung bewertet auch Google den Bild-Beitrag nicht als Anzeige, sondern als Nachricht.

Google bewertet DVAG-Marketingaktion als Nachricht.
Google bewertet DVAG-Marketingaktion als Nachricht.

So langsam habe ich den Eindruck, dass nicht mein Vermögensberater mich falsch verstanden hat, sondern ich meinen Vermögensberater. Denn mich hatten die prominenten Kontakte meines Finanzdienstleisters damals sehr beeindruckt. Dabei hatte ich nicht gemerkt, dass sich mein Dienstleister vertraglich gegen meine Bedürfnisse absicherte. .

Vorletztes Wochenende nannte die Zeitung Handelsblatt „sieben Regeln gegen windige Geldanlagen“. Ein Tipp lautete: „Hinterfragen Sie die Botschaften prominenter Werbeträger.“

Das tue ich inzwischen und empfehle es auch anderen Kunden von Finanzdienstleistern.

Genau genommen ging es in dem Handelsblatt-Schwerpunkt zwar um die Vermittlung von geschlossenen Fonds mit Zinsen von mehr als 10% und bei mir „nur“ um offene Fonds mit prognostizierten Zinsen von etwa 5%. Doch das Ergebnis ist das gleiche. Kunden warten auf ihr Geld.

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Viele Grüße, V. F. Alle .

P.S.: Als nächstes erscheint mein Beitrag zur Billanz nach 3 Jahren Abwicklung des SEB Immoinvest. Ich bin etwas in Verzug. .

P.P.S: Wer es lieber lustig mag, dem dem empfehle ich die Meidenkritik von Tobias Mann in den Mitternachtsspitzen vom 25. 4. 2015 ab Minute 39: http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/mitternachtsspitzen/videomitternachtsspitzen164.html Da geht es um die Zukunft der Medien, die Bild-Zeitung und die Rolle der Leser. .

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