Helene Fischer Mobile App: Spaß für Fans und Daten für den Anbieter?

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Die Smartphones bzw. Handys der Konzertbesucher von Helene Fischers Tournee 2015 sollen für ein unvergessliches Konzerterlebnis sorgen. Die Funktion ist Teil einer App, die auf der Homepage der Sängerin gerade vorgestellt wurde. http://www.helene-fischer.de/mobile-app/
Angesteuert von Frequenzen der Musik soll damit  jeder Fan zu einem Teil des großen Farbenspiels werden. Eine Handy-Lightshow wird zum Hightech-Ersatz für Feuerzeuge und Wunderkerzen. Wer möchte da schon Spielverderber sein und sich dem gruppendynamischen Prozess entziehen? Auch technisch ist die Aktion faszinierend.

Offizieller Sponsor der Handy-App und Lightshow ist der Finanzvertrieb Deutsche Vermögensberatung (DVAG). Und hier wird es spannend.

Üblicherweise fordern kostenlose Programme für Mobiltelefone Rechte von den Anwendern ein. Das ist auch bei dieser App der Fall. Zu finden sind diese im jeweiligen App-Store bei der App unter „Weitere Informationen“ und „Berechtigungen“.
Von den meisten Nutzern werden solche Hinweise ignoriert. Wer möchte sich durch Vertragsdetails schon den Spaß verderben?  😉

Blick ins
Blick ins „Kleingedruckte“: Wer wissen will, welche Rechte die App mit der Handy-Lightshow vom Nutzer fordert, muss schon sehr genau hinsehen. Foto[M]: vfalle/google Play/helene-fischer.de
Meist sind die ausgetauschten Daten für die Funktion der App notwendig. Inwiefern die Daten auch anderweitig vom Anbieter und seien Partnern genutzt werden dürfen, erschießt sich mir in diesem Fall nicht.

Ich möchte davon ausgehen, dass viele Nutzer, aber auch Frau Fischer und der Konzertveranstalter nicht ahnen, was sich mit solchen Daten anfangen lässt. Als Kunde der DVAG gehe ich gleichzeitig davon aus, dass der professionelle Strukturvertrieb dagegen durchaus eine Vorstellung hat. Bisher warb das Unternehmen Neukunden vor allem im persönlichen Umfeld der Vermögensberater.  Ich empfehle dazu meinen Beitrag „Empfehlungsmarketing wirkt auf allen Ebenen“.

Weil ich in meinem Blog zwischenzeitlich von meinem konkreten Fall abwich und mich allgemein zu Marketingstrategien sowie Internetgeschäftsmodellen äußerte, hatte ich zwischenzeitlich Klicks eingebüßt. Ein Vermögensberater, berichtete mir am Telefon persönlich, dass er das nicht nachvollziehen könne.
Ich hoffe, dass die Zusammenhänge nun deutlicher werden.

Mit freundlichen Grüßen,
V. F. Alle

Nachtrag vom 15.5.2015:
Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) ist schon früh in die App-Entwicklung für den Finanzvertrieb eingestiegen. Siehe Interview im Medium CIO: http://www.cio.de/a/apple-ipad-verbessert-die-kundenberatung,2303248
Der Strukturvertrieb hat dabei einen entscheidenden Vorteil gegenüber Banken, weil er nicht von der Finanzaufsicht (BaFin) reglementiert wird. Möglich wurde dies u.a. durch das exzellente politische Netzwerk der Vertriebsprofis Carsten Maschmeyer (Ex-AWD) und Reinfried Pohl (DVAG).

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