Familientag und Kulturwandel mit Hindernissen

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Da ist was los. Mein Finanzdienstleister feierte am 11. Juni 2015 mit seinen Mitarbeitern und Stars (Jürgen Klopp, Joey Kelly, Britta Heidemann und Hansi Flick) in Frankfurt sein 40-jähriges Jubiläum. Höhepunkt der Party: Ein Exklusivkonzert von Helene Fischer. Die Moderation übernahm Johannes B. Kerner. Bilder davon gibt es bei Flickr. https://www.flickr.com/photos/dvag_de/18553350719/in/photostream/

Kein Bild vom Familientag: Die Bildrechte der Fotos vom Famlilientag der DVAG liegen bei dem Finanzvertrieb. Deshalb kann ich hier nur auf die Bildauswahl bei Flickr verweisen.
Kein Bild vom Familientag: Die Bildrechte der Fotos vom Famlilientag der DVAG liegen bei dem Finanzvertrieb. Deshalb kann ich hier nur auf die Bildauswahl bei Flickr verweisen. Mit der Grafik möchte ich deutlich machen, wie schwer es die Macher des „Kulturwandels“in der Finanzbranche gerade haben.

Im Unternehmens Blog der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) heiß es zum Familientag 2015 in Frankfurt:

„Ein Tag der Superlative, eine mehr als gelungene Feier anlässlich des 40-jährigen Bestehens der DVAG. Ein Tag, der gezeigt hat, was ein Familienunternehmen so besonders macht. Und ein Tag, der einmal mehr bewiesen hat, dass die DVAG weit mehr bietet, als nur Provisionen.“

Quelle: http://www.dvag-unternehmensblog.de/2015/06/12/familientag/

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Mit der von der DVAG gesponserten Handy-App, die auf der Helene-Fischer-Tournee 2015 für eine besondere Atmosphäre sorgen soll, scheint es dagegen so eine Sache zu sein. Die Frankfurter Rundschau berichtet z.B. von dem offiziellen Konzert in Frankfurt (nicht dem DVAG-Privatkonzert):

„ Ein Conferencier erlaubt uns Irdischen, von den Stühlen aufzustehen, wenn es uns zu sehr mitreißt und erklärt, wie wir die HeFi-App auf unseren Smartphones nutzen müssen. Wir dürfen uns hinstellen! Und leuchten! „Aber bitte!“, sagt der Mann eindringlich: „Bleibt an euren Plätzen!“

Quelle: http://www.fr-online.de/frankfurt/schlagersaengerin-in-frankfurt-helene-fischer-ist-uns-allen-entrueckt,1472798,30924706.html

Laut einer Besucherin des Konzertes haben dann aber vor allem Leuchtstäbe für die Lichteffekte bei dem Show-Teil gesorgt.

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Auch in der Finanzbranche läuft es nicht so, wie es Privatkunden suggeriert wurde. So scheint es beim Kulturwandel, der nach der Finanzkrise ausgerufen wurde, erhebliche Hindernisse zu geben. In den vergangenen Tagen haben mehrere Top-Manager der Deutschen Bank ihren Rücktritt erklärt. Dummerweise, sind das genau die, die den Kulturwandel umsetzen wollten. Das passierte u.a. auf Druck der Aktionäre, die um ihre Renditen fürchteten.
Siehe z.B.: http://www.zeit.de/news/2015-05/21/banken-viel-zuendstoff-fuer-deutsche-bank-hauptversammlung-21053416

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Nicht nur bei der Deutschen Bank und der Postbank werden nun Schließungen von Filialen diskutiert, sondern in der ganzen Branche.
Hier ist einer von vielen aktuellen Berichten dazu: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/commerzbank-chef-erwartet-filialsterben-a-1038444.html
Meiner Meinung nach ist das ein Fehler. Da bin ich übrigens einer Meinung mit meinem Finanzdienstleister. Die DVAG hatte das bereits am 28. Mai 2015 in ihrem Unternehmensblog thematisiert. Siehe: http://www.dvag-unternehmensblog.de/2015/05/28/weisse-flecken/

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Was die DVAG dabei allerdings verschweigt: Die DVAG-Berater sind eigenständige Unternehmer und fallen im Gegensatz zu Bankmitarbeitern auch nicht unter die Kontrolle der Finanzaufsicht (BaFin). Im Streitfall ist das ein Nachteil für die Kunden.

Bevor ich das merkte, weil der Vermögensplan meines DVAG-Beraters erhebliche Mängel offenbarte, hatte ich mich bei der DVAG auch wohler gefühlt als bei Banken.

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Während ich sehr offen mit meinem Berater über meine Finanzen sprach und darüber immer noch offen kommuniziere, ist seitens der DVAG längst Funkstille. Gegenüber einem Journalist des WDR-Magazins „Markt“ wollte sich die DVAG zu meinem Fall nicht äußern, weil das Unternehmen mit einer juristischen Auseinandersetzung rechnet(e).
Dabei habe ich inzwischen mehrfach – und über meinen Blog auch öffentlich – bekannt gegeben, dass mir mehr an einer guten Zusammenarbeit mit meinem Dienstleister liegt, als an ein er juristischen Auseinandersetzung. Warum mein Dienstleister nicht darauf eingeht, kann ich nicht sagen.

Ich habe nur Zweifel daran, dass mein Kundenbedürfnis beim DVAG-Management angekommen ist. Auch der Kulturwandel bei meinem Dienstleister lässt  weiter auf sich warten. Schlimmer noch: DVAG-Mitarbeiter die einen Kulturwandel fordern und sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengefunden haben, bekommen juristische Probleme. Das berichtet der Handelsvertreter-Blog: http://www.handelsvertreter-blog.de/2015/02/20/dvag-mit-neuer-strategie-gegenueber-ihd/
Auf der Startseite der Organisation heißt es nun nur noch: Coming Soon! (http://www.ihd-ev.org/ ).

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Irgendwie scheint es für mich Parallelen zu geben, zu der Abhöraktion des Mobiltelefons von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Weil die USA sich weigern Informationen darüber zu liefern, wurde das Spionage-Verfahren diese Woche eingestellt. Es fehlen „gerichtsfeste Beweise“.
Siehe beispielsweise: http://www.n-tv.de/politik/Generalbundesanwalt-ermittelt-nicht-mehr-article15288066.html

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Das Entscheidende in unserer Informationsgesellschaft sind somit nicht die Informationen die überall verfügbar sind, sondern die Informationen, die zurückgehalten werden.

Die Chancen und Risiken bleiben auf diese Weise (zwischen dem Unternehmen einerseits und Mitarbeitern und Kunden andererseits) ungerecht verteilt.

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Soweit die aktuelisierte Bilanz meiner Recherche.

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Viele Grüße,
V. F. Alle

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