Zwischenruf: Finanztest berichtet über Riester-Verträge und Immobilenfonds

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Die aktuelle Ausgabe von Finanztest berichtet über zwei Themen, die auch mich beschäftigen. Das sind einerseits Riester-Verträge und andererseits Offene Immobilienfonds.
Beim Beitrag über Riester-Verträge geht es darum, dass oft falsche Erwartungen geweckt wurden. Es geht darum, wie Kunden mit juristischen Kniffen wieder aus den Verträgen raus kommen und darum, dass die Riester-Verträge für manche Menschen doch Sinn machen können. Die Tester berichten allerdings auch, dass die Qualitätsprüfung der verschiedenen Angebote den Kunden sowie Organisationen wie Stiftung Warentest (Finanztest) überlassen wird.

Siehe: https://www.test.de/Riester-Rente-Was-tun-gegen-den-Riester-Frust-4880846-0/

In meinem Blog hat der Beitrag „Riester und keine Ruhe“ 2015 übrigens den Aufrauf-Spitzenreiter der Jahre 2013 und 2014 („Meinem Berater geht es wohl schlechter als mir“)  auf Rang 2 der Statistik verdrängt. In dem Beitrag habe ich konkrete Zahlen veröffentlicht, die mir DVAG-Partner Aachen Münchener nannte, als ich meinen Vertrag auflöste.

In meinem Beitrag „Bilanz meiner Rister Rente“ hatte ich darüber hinaus berichtet, welchen Beitrag ich für die „schädliche Verwendung“ (vorzeitige Kündigung) zurückzahlen musste.

In einem weiteren Beitrag in Finanztest werden Offene Immobilienfonds als Option für ein Anlageportfolio angepriesen. Journalistisch korrekt werden auch inzwischen in Abwicklung befindliche Fonds genannt.

Siehe: https://www.test.de/Offene-Immobilienfonds-Immobilien-kaufen-mit-wenig-Geld-4881008-0/

Zur Erinnerung: Die DVAG hatte die Vermittlung des SEB Immoinvest als sichere Anlage angepriesen und meine Beschwerde mit einem Beitrag aus Finanztest zurückgewiesen. Dort wurde der SEB Immoinvest im Jahr 2007 noch am Besten bewertet.

So bewertete die Zeitschrift Finanztest Offene Immobilienfonds in der ausgabe 2/ 2007.
So bewertete die Zeitschrift Finanztest Offene Immobilienfonds in der Ausgabe 2/ 2007.

Okay, Finanztest hatte mich 2012 – noch vor meinem Berater – auf die Probleme des Fonds aufmerksam gemacht und die Konsequenzen der Abwicklung verdeutlicht. Im Internet-Portal der-privatanleger.de wurde das damals schon kritisch kommentiert.Darin heißt es unter anderem: „Im Jahr 2012 wirken die Testmethoden und Ratschläge aus dem Jahr 2007 ein bisschen zynisch: Der SEB Immoinvest brachte Anlegern, nimmt man den Börsenkurs als Maßstab, in den vergangenen fünf Jahren 24 Prozent Verlust.“ Siehe: http://der-privatanleger.de/entry/464/stiftung-warentest-empfiehlt-immobilienfonds

Fakt ist: Sowohl mein Finanzdienstleister als auch Finanztest, haben mich erst sehr spät über konkrete Folgen der Fondsabwicklung informiert. Für einen schnellen, verlustfreien Ausstieg war es da bereits zu spät.

Zum SEB Immoinvest schreibt Finanztest in der aktuellen Ausgabe: „SEB Immoinvest hat seit Beschluss der Auflösung im Mai 2012 rund 2,3 Milliarden Euro ausgeschüttet (Stand 31. Mai 2015). 51 Immobilien sind verkauft, 102 noch im Bestand.“

In drei Jahren der Abwicklung wurde demnach ein Drittel der Immobilen verkauft. Für die weiteren zwei Drittel bleiben keine zwei Jahre mehr. Was passiert, wenn nicht alle verkauft werden bleibt offen.

Ebenfalls als Beispiele für „Fonds in Auflösung“ werden im Juli 2015 die Fonds CS Euroreal und KanAM genannt.
Demnach haben drei der besten vier Fonds von 2007 Probleme.

Zusammen mit dem SEB Immoinvest macht der CS Euroreal übrigens über 60% des Dachfonds DWS Immoflex aus, der mir von meinem Berater 2009 als Alternative zum SEB Immoinvest vermittelt wurde. Vermutlich war ich da nicht der einzige DVAG-Kunde.

Was bedeutet das für Privabtanleger?

Wie es aussieht haben inzwischen selbst etablierte Finanzprofis Probleme, bei den schnellen Veränderungen an den FInanzmärkten hinterher zu kommen. Wirklich gewinnen können im immer schneller werdenden Handel nur noch diejenigen, die früh genug einsteigen und rechtteitig aussteigen.

Privatanleger stehen in der Regel am Ende dieser Kette.

Viele Grüße,

V. F. Alle

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