Monat: Januar 2016

Die „ausgezeichnete“ Karriere bei der Allfinanz DVAG

Gepostet am Aktualisiert am

„Die Tochtergesellschaft Allfinanz DVAG AG der Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) erzielt zum dritten Mal in Folge die Bestnote im Karriere-Rating der Assekurata Solutions GmbH (Assekurata)“, so heißt es in einem aktuellen Beitrag bei Finanzwelt.de.
Siehe: http://www.finanzwelt.de/index.php?option=com_zoo&task=item&item_id=24747&Itemid=173&acm=1243_610

Zumindest wird erwähnt, dass die Assekurata eine „den deutschen Versicherern nahestehende Agentur ist“. Ansonsten hält sich der Autor eng an die Pressemitteilung zum aktuellen Ranking und übernimmt kritiklos die einseitige Lobhudelei auf das Konzept der DVAG. Hier ist die Pressemitteilung zum Vergleich: http://www.assekurata-solutions.de/fileadmin/mediendatenbank_solutions/Dokumente/Presse/Pressemitteilungen/2016/Allfinanz/Assekurata_Solutions_PM_20_01_2016_Allfinanz_Karriere.pdf

Um potenziellen Vermögensberatern bei ihrer Berufswahl eine objektivere Einschätzung der DVAG zu ermöglichen, empfehle ich eine Diskussion, die ich kürzlich mit „Geprellten Vermögensberatern“ in dem entsprechenden Forum begonnen habe:

http://www.geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?f=36&t=648&sid=7f8ec535de6407d3284eda76e98478d7

Darin wird deutlich, welche Rolle „die Neuen“ im Pyramidensystem der DVAG spielen.

Der Autor von Finanzwelt.de lobt dagegen:
„Für Berufsstarter im Vertrieb und Beratung sieht die DVAG ein praxisorientiertes Training vor. Ein verpflichtendes Karriere-Seminar soll allen neuen hauptberuflichen Beratern gleichermaßen das nötige „Rüstzeug“ für die berufliche Selbständigkeit als Vermittlungsunternehmer liefern.“

Durch die enge Verbindung zur DVAG sind Vermögensberater nach meiner bisherigen Erkenntnis allerdings alles andere als selbständig (unabhängig). Im Gegenteil: Sie sind hochgradig abhängig von der Organisation DVAG. Fachanwälte und ehemalige Berater berichten darüber, wie schwer es ist aus dem System wieder raus zu kommen.

Das hat leider auch Auswirkungen auf das Familienbild, welches die DVAG gerne für die Außenwerbung nutzt. Die „große Familie“ der DVAG feiert Erfolge – quasi als positive Konditionierung für einen erfolgreichen Vertrieb. Verlierer werden dagegen von der Familie ausgeschlossen.

Das ist übrigens der Grundgedanke der DVAG, auf den der Gründer Dr. Reinfried Pohl auch stolz war:

„Ein Vorteil des strukturierten Systems ist, dass derjenige, der einen Fehler macht, sich selbst bestraft.“ (Quelle: Reinfried Pohl, „Ich habe Finanzgeschichte geschrieben“, 5. erweiterte Ausgabe, Seite 39, ISBN978-3-455-50198-8) und „Es ist ein Vorteil, dass alle unsere Mitarbeiter Selbständige sind, … … Bei uns wirkt sich Fehlverhalten sofort aus, nach dem Motto: Du musst den Schaden selbst bezahlen.“

Das passt nicht in mein Familienbild: Ich ging bisher davon aus, dass sich Familienmitglieder in guten wie auch in schlechten Zeiten gegenseitig unterstützen?

Zur Assekurata und ihrer Nähe zur Versicherungswirtschaft lässt sich noch eines anmerken:
Für Versicherungsunternehmen ist ein leistungsstarker Vertrieb derzeit überlebenswichtig. Banken, die unmittelbar für die Beratung durch ihre Mitarbeiter verantwortlich sind, können Finanz- und Versicherungsprodukte nicht mehr so agressiv vertreiben, weil sie von der Finanzaufsicht (BaFin) streng überwacht werden. Die DVAG wird dagegen nicht von der BaFin überwacht. Sie hat die Risiken des Finanzvertriebs weitgehend auf die Berater und ihre Kunden übertragen. Wer sich doch mit der DVAG anlegt, erkennt dagegen schnell, dass Juristen eine wichtige Rolle im Netzwerk des Topmanagements spielen.
Geht es am Ende vielleicht gar nicht vorrangig um den „Vermögensaufbau für jeden“ (DVAG-Slogan), sondern nur darum , wer juristisch am längeren Hebel sitzt?

Nachdenkliche Grüße,
V. F. Alle

.

Noch ein Hinweis am Rande: Der Grund dafür, dass positive Beispiele zur DVAG im Internet in der Regel eher zu finden sind als negative, liegt am Prinzip der Suchmaschinen. Sie sind ähnlich wie Strukturvertriebe auf Empfehlungsmarketing ausgerichtet. Das heißt: Wer regelmäßig Beiträge zu einem Thema schreibt und regelmäßig von anderen Quellen erwähnt wird, der steigt im Ranking der Suchmaschinen.
Das hilft gut vernetzten Unternehmen. Denn unzufriedene Kunden äußern sich eher sporadisch in unterschiedlichen Foren und sind selten gut medial vernetzt. Unzufriedene Mitarbeiter behalten ihren Frust dagegen meist für sich, weil offene Kritik am Vertragspartner (Unternehmen) fatale Folgen für das weitere Berufsleben und damit den Lebensunterhalt haben kann. Manche kritische Berichte verschwinden auch aus dem Netz. Deswegen sollte man sich am besten immer eine Kopie ziehen.

 

Advertisements

Wie neu sind die „neuen“ Geschäftsmodelle?

Gepostet am Aktualisiert am

Ich meinte mit meinem vorherigen Beitrag  nicht die hochgelobten “neuen” (digitalen) Geschäftsmodelle nach dem Vorbild von Facebook. Sie erinnern mich zu sehr an das Empfehlungsmarketing im Finanzvertrieb, das zuvor schon Menschen wie Carsten Maschmeyer (Ex-AWD-Chef) und Dr. Reinfried Pohl (DVAG-Gründer) reich gemacht hat. Es geht im Kern darum die Interessen von Menschen zu identifizieren, um damit Geschäfte zu machen.

Solche Modelle machen wenige Menschen sehr reich. Durch Stiftungen und Spenden zeigen sie dann ihre Dankbarkeit. Das ist bei Maschmeyer so, das war bei Dr. Pohl so und das signalisierte kürzlich auch Facebook-Gründer Zuckerberg.

Die Sache hat nur einen Haken. Von solchen Spenden und Stiftungen profitieren nur diejenigen, die in der Gunst der Spender liegen. Für alle anderen wird das Leben dadurch eine solche finanzelle Verteilung eher schwerer.

Schlimmer noch: Teilweise gehören die Spenden zur Strategie. So ist ein großer Suchmaschinenbetreiber Geldgeber des “Unabhängigen Forschungsinstituts für Internet und Gesellschaft” an der renovierten Humboldt-Universität zu Berlin. Das Unternehmen nutzt das um bei Veranstaltungen an der Universität eigene Produkte zu bewerben. Ein Mitarbeiter des Instituts gehörte bereits zu den Beratern eines Fachausschusses im Deutschen Bundestag.
Mein Finanzberater macht so etwas schon länger. Siehe meinen Beitrag “Empfehlungsmarketing wirkt auf allen Ebenen”. Das führt soweit, dass eine große Partei sogar im Bundestagswahljahr 2013 ihre Klausurtagung in den Gebäuden meines Finanzdienstleisters abhielt. Wie neutral können Politiker da noch agieren?

DVAG-CDU-Klausur2013
Ort der Begegnung: Fand die CDU-Klausurtagung im Bundestagswahljahr 2013 im gleichen Raum bei der Deutschen Vermögensberatung statt, wie 2015 die Werbeveranstaltung mit DVAG-Werbepartner Jürgen Klopp? Vergleichen Sie selbst. Unanhängig davon, ob die Partei dafür die regulären Veranstaltungskosten gezahlt hat, erzeugt diese Nähe bei mir inzwischen Unbehagen. Das war mal anders. Früher glaubte ich, dass meien Symphatie für die CDU und die DVAG auf gemeinsamen Werten beruhte. Die Bilder sistammen< von der CDU-Homepage und von einem DVAG-Marketingfilm auf YouTube.

 

Der Suchmaschinenbetreiber veranstaltet kostenlose Weiterbildungen für Unternehmensgründer. Der Finanzdienstleister DVAG sponsert eine Fachhochschule der Wirtschaft mit Schwerpunkt Finanzvertrieb, der eigens dafür am Unternehmensstandort in Marburg angesiedelt wurde.

 

So gesehen sind die Strategien und digitalen Geschäftsmodelle alles andere als revolutionär. Durch Big-Data-Analysen sind sie nur deutlich effizienter als die bisherigen Strategien.

Eines hat sich allerdings gravierend geändert: Überall dort wo der wirtschaftliche Druck steigt, können Softwarelösungen schnell für Anpassungen sorgen und damit Manipulation erleichtern. Das war beim Diesel-Abgasskandal so, das scheint bei einem DVAG-Partner so gewesen zu sein (wie Spiegel Online diese Woche berichtete) und es wird künftig voraussichtlich noch häufiger passieren.

 

Da erscheinen mir bescheidenere Geschäftsmodelle, die nicht auf Monopolstellungen oder Olingopole hinauslaufen, inzwischen deutlich sympathischer.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

Ihre Auszahlung verzögert sich – Brauchen wir ein neues Geschäftsmodell?

Gepostet am Aktualisiert am

Für Anleger des SEB Immoinvest verzögert sich die Auszahlung. Laut der Savills Gruppe die die Geschäfte der SEB Investment GmbH und der SEB Asset Management AG übernommen hat, dauert die Abwicklung des Verkaufs der Immobilien am Podsdammer Platz etwas länger, weil z.B. noch steuerliche Prüfungen vor der Ausschüttung nötig sind.

Geplant sei nun eine Ausschüttung Ende Januar. Die Höhe werde nochbekannt gegeben. Siehe: http://www.savillsim-publikumsfonds.de/

Auch für Vermögensberater und Finanzmakler sind die Zeiten nicht mehr so rosig. Es gibt kaum noch risikoarme Geldanalegen die nennenswerte Renditen bringen und damit die Provision bzw. die Beratungsgebühren rechtfertigen. Zudem eine Deckelung der Provisionen im Gespräch.

 

In China bangen gerade wieder viele Privatanleger um ihr Erspartes. Fast scheint es, als ob die einfachen Sparer hier auch hier zum Futter von institutionellen Anlegern bzw. Finanzhaien werden, die immer einen Schritt schneller agieren können als die Privatanleger.

 

Vielleicht wird es Zeit für andere Geschäftsmodelle. Eine „Erleuchtung“ dazu hatte ich kürzlich am frühen morgen, als folgende Werbung vom Hilfswerk Missereor vor mir erstrahlte.

Businessplan_Missereor
Neue Geschäftsmodelle: Um Grundbedürfnisse kümmern und nicht um Luxuskosum – so die Botschaft dieses Plakates vom Hilfswerk Missereor.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

 

Neujahrsansprache: Nicht nur auf die „Freunde“ hören . . . oder . . . Wird der SEB Immoinvest zum DVAG-Problem?

Gepostet am Aktualisiert am

„Ich sage vor allem ein Wort: Danke“, zitiert die Bild-Zeitung die Bundeskanzlerin aus ihrer Neujahrsansprache am 31.12.2015.
„Merkel fürchtet Spaltung Deutschlands“ titelte Spiegel-Online zur Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin. Sie appellierte daher in der Rede für den Zusammenhalt in der Gesellschaft.
„Unsere Werte, unsere Traditionen, unser Rechtsverständnis, unsere Sprache, unsere Gesetze, unsere Regeln sind die Grundvoraussetzung für ein gutes, ein von gegenseitigem Respekt geprägtes Zusammenleben aller“, sagte Bundeskanzlerin Merkel.

Weitgehend kann ich den Aussagen der Bundeskanzlerin zustimmen. Nur was die Werte angeht, möchte ich bitten, dass sie die Werte ihrer politischen „Freunde“ mal mit den Werten der Bundesbürger abgleicht.

 

Die Bundeskanzlerin sagte in Ihrer Neujahrsansprache 2015 auch: „Es kommt darauf an, dass wir immer auch den Argumenten des anderen zuhören, auch wenn er Sorgen und Chancen anders gewichtet, als man selbst es tut.“

Ich nehme Sie beim Wort Frau Bundeskanzlerin. Vielleicht möchten Sie sich ja 2016 mal anhören, was ich und andere zu ihren Freunden von der DVAG zu sagen haben.

 

Hier sind meine Gedanken zum Jahreswechsel:

Inzwischen sind es die Beiträge über den SEB Immoinvest, die in meinem Blog am eifrigsten gelesen werden. Mittlerweile taucht der vfalle-Blog in Suchmaschinen bei den Suchbegriffen „DVAG + SEB Immoinvest“ neben Anwaltsseiten ganz weit vorne auf. Ich danke meinen Lesern dafür.

Das war nicht immer so. 2012 wiesen nur wenige Anwaltsseiten auf die Probleme des von der DVAG als sichere Anlage vertriebenen SEB Immoinvest hin. Als ich 2013 mit dem Blog begann kamen die meisten Leser über das Forum „Geprellte Vermögensberater“. Beliebtester Beitrag in der Zeit war ein Text in dem ich den Eindruck schilderte, dass es meinem Berater schlechter geht als mir. Ich bekam damals auch einige Hinweise, die ich zu dem Zeitpunkt noch nicht richtig einordnen konnte.

Bereits im Jahr 2012 hatte die DVAG laut Handelsvertreter-Blog mit einem Beratungsleitfaden vorgebaut, mit dem Kunden zunächst beruhigt wurden. http://www.handelsvertreter-blog.de/2012/05/09/vermogensberater-erhalten-leitfaden-zum-immoinvest/
Autor des Blogs ist ein Anwalt, der Vermögensberater im Streit mit der DVAG vertritt. Daher kam ich zwischenzeitlich zu dem Ergebnis, dass kritische (Ex-) Vermögensberater zwar schon alarmiert waren, die meisten Kunden sich in den Jahren 2012 und 2013 aber noch gut beraten fühlten.

bdv-Vermoegensberater

Während ein ehemaliger Kanzleramtschef (CDU) und DVAG-Aufsichtsrat fleißig Kontakte zu aktuellen Regierungspolitikern pflegt, bangen DVAG-Kunden um einen Teil ihrer Ersparnisse. Wer 2015 über die Verhältnisse in Griechenland geschimpft hat, der sollte sich mal ansehen, was in der Bundesrepublik Deutschland inzwischen passiert.
Foto: http://www.bdv.de / Homepage des Bundesverband Deutscher Vermögensberater

Mir selbst war bereits aufgefallen, dass mir der SEB Immoinvest von meinem DVAG-Berater in unterschiedlichen Formen vermittelt wurde – und zwar direkt in Form von SEB-Immoinvest-Anteilen sowie über den DWS Immoflex von DVAG-Partner Deutsche Bank (die sich bei der DVAG mit DWS-Anteilen bedankte) und darüber hinaus in Form einer fondsgebundenenen Versicherung des DVAG-Partners Aachen Münchener.
Wer heute nach DVAG + SEB Immoinvest sucht, der findet weitere Hinweise, wie DVAG-Kunden auf unterschiedlichen Wegen in den Immobilienfonds beraten würden.
Beispiele sind Michael66 (http://www.geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?f=8&t=335&sid=7bab6442bbc0001e29ca83a1943cf70f) und der Anwalt Dr. Thomas Storch aus Berlin. Im Fall von Rechtsanwalt Storch ging es darum, dass die DVAG den Immobilienfonds „Allianz Flexi Immo C“ für die Allianz Global Investors Europe GmbH aus Frankfurt exklusiv vertrieben hat, der ebenfalls Anteile des SEB Immoinvest beinhaltete.
Goldman Morgenstern & Partners aus NewYork schreibt dazu auf seiner deutschsprachigen Homepage (http://www.gomopa.net/Pressemitteilungen.html?id=1355):

„Die DVAG verkaufte bis zur Aussetzung der Ausgabe und Rücknahme von Anteilen, also dem Einfrieren des Fonds wegen massiver Liquiditätsprobleme, am 18. April 2012 genau 465.493 Anteile mit einem Fondsvermögen von 133,2 Millionen Euro und kassiert dafür weiterhin jedes Jahr eine separate Vertriebsgebühr (sie nennt sich seit dem 1. Juli 2013 Pauschalvergütung) von 1,34 Prozent.“

Jetzt wird mir auch klar, warum mich ein Informant auf die enge Beziehung zwischen dem DVAG-Management und der Fondsmanagerin des SEB Immoinvest hingewiesen hatte.
Das deutet für mich darauf hin, dass nicht einzelne Vermögensberater etwas falsch verstanden hatten, sondern es einen generellen Systemfehler im Allfinanzkonzept der DVAG gibt. Denn: Wie können mit einer begrenzten Anzahl von Produkten die individuellen Bedürfnisse von rund 6 Millionen Kunden erfüllt werden und gleichzeitig regelmäßig (auch gegen den Markttrend) Umsatzzuwächse erzielen werden? Das geht wohl nur indem dir Produkte immer wieder neu verpackt werden.

Während Kunden, die direkt in entsprechende von der DVAG vermittelte Immobilienfonds investiert haben, die Schwierigkeiten seit 2012  bereits spüren, ist das bei Versicherungskunden anders. In deren Verträgen stehen meist optimistische Entwicklungsprognosen. Die Realität wurde mir klar, als ich Versicherungsverträge bei der Aachen Münchener Versicherung (DVAG-Exklusivpartner) kündigte und mir das Unternehmen im Vorfeld nicht genau sagen konnte, was ich in dem Fall wirklich raus bekomme.

Dass die DVAG das bisher unbeschadet überstanden hat, mag auch daran liegen, dass der Unternehmensgründer Prof. Dr. Reinfried Pohl ein echter Fuchs war – und das nicht nur durch seine hervorragenden politischen Kontakte.
Obwohl Anwälte manchmal mit Sammelklagen gegen das Unternehmen werben, werden die Klagen nach meiner Kenntnis immer als in Einzelfallentscheidungen von Gerichten abgeurteilt. In der Regel wird auch nicht „die DVAG“ angeklagt, sondern der DVAG-Berater. Mein Berater machte mir z.B. klar, dass ich ihn verklagen müsse und er dann „dicht machen“ würde. Es hängt also jeweils von Anwälten und Richtern ab, wie im Einzelfall geurteilt wird. Deshalb kann die DVAG bei Problemen rein formal von „Einzelfällen“ sprechen.
Die Strategie der Vereinzelung ist übrigens eine alte Kriegstaktik. So konnte z.B. Arminus in der Varusschlacht (9 n. Chr.) die zahlenmäßig überlegenen Römer zunächst schwächen und schließlich besiegen.

Nur: Wie viele Einzelfälle ergeben ein handfestes Problem?

Im Übrigen ist es auch üblich, dass DVAG-Mitarbeiter gerne in eigene Produkte investieren, um durch die Vermittlung sowohl bei der DVAG-Zentrale Punkte zu sammeln und gleichzeitig die Provision dafür zu bekommen. Bei meinem Berater hatte ich nicht den Eindruck, dass er den Wissensvorsprung bei Bekanntwerden der bevorstehenden Fondsschließungen (in meinem Fall: SEB Immoinvest und DWS Immoflex) für sich genutzt hat. Allerdings habe ich Hinweise erhalten, dass das bei einzelnen Direktionsleitern durchaus der Fall gewesen sein soll. Das ließe sich sicher noch durch die Überprüfung entsprechender Verkaufsorder nachvollziehen.

Es bleibt also noch einiges zu tun bis April 2017. Vielleicht bin ich ja doch nicht der Einzige, der hier einen größeren Zusammenhang sieht? Der Dezember 2015 war zumindest trotz Feiertagen und Ferien der zweitbeste Monat in meiner gesamten bisherigen Blogstatistik.

In diesem Sinne wünsche ich meinen Leseinnen und Lesern alles Gute für 2016
V. F. Alle