Freunde und die finanzielle Absicherung

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„Glücklich ist der, der gesund ist und viel Zeit mit Familie und Freunden verbringen kann. Doch auch die finanzielle Absicherung ist ein wichtiger Faktor zum Glücklichsein“,

so heißt es in einem aktuellen Pressetext der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) unter dem folgendem Bild.

PM-Tag-des-Glücks
Mehr Zeit für die Familie – das soll das Pressebild der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) signalisieren.

Eine Studie, die die DVAG anlässlich des internationalen Tages des Glückes in Auftrag gegeben hatte kommt zu dem Ergebnis: Glück bedeute für die meisten Befragten Gesundheit (92 %) gefolgt von Familie und Freunden (85 %) sowie finanzieller Absicherung (83 %) und „mehr freie Zeit für mich zu haben“(83 %).
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Alles scheint sich so klar zusammen zu fügen: Die DVAG übernimmt die finanzielle Absicherung und die Kunden haben mehr Zeit für sich und ihre Familie.
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Aber Vorsicht: Da Vermögensberater der DVAG ihre Kunden oft im Freundes- und Bekanntenkreis suchen, droht bei Problemen mit der finanziellen Absicherung schnell eine Beziehungskrise.
Bei meinen Recherchen habe ich mitbekommen, dass das leider kein Einzelfall ist.
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Mein Berater war der Mann einer Reitfreundin meiner Frau. Schnell entwickelte sich über gemeinsame Interessen ein freundschaftliches Verhältnis. Meine Kinder waren damals klein – ähnlich wie die Kinder auf dem Pressefoto. Das Angebot des DVAG-Beraters war damals bereits sinngemäß: „Überlass mir doch die Arbeit mit deiner finanziellen Absicherung, dann bleibt dir mehr Zeit für die Familie.“
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Soweit, so gut. Als sein Vermögensplan für mich aber scheiterte und ich mein Haus nicht wie geplant abbezahlen konnte, hatte er keine Lösung mehr für mich. Eine seiner letzten Aussagen ging in die Richtung: „Dann musst Du mich wohl verklagen.“
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So stand ich vor der Frage, ob ich meinen Vermögensberater verklagen wollte, der mir in der Situation selbst verzweifelt erschien.
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Leser meines Blogs wissen, dass ich mich dagegen entschieden habe und den Fehler auf höheren Ebenen im System der DVAG suche. Die (ausweichenden) Antworten die ich bekommen habe, sind alle in diesem Blog dokumentiert.

Nach meiner Ansicht gibt es in diesem System viele Verlierer und nur wenige Gewinner. Zu den Verlierern zähle ich dabei auch Menschen deren Freundschaften zu Schaden gekommen sind.
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Interessant finde ich, dass diese Strukturen, den höherer Ebenen der DVAG sogar helfen. Denn entweder verzichten die Kunden darauf den Freund bzw. die Freundin zu verklagen oder der Vermögensberater bezahlt dafür mit der Freundschaft oder mit Geld.
Mir wurde zum Beispiel ein neues Darlehen angeboten, für das mein Berater die Zinsen zahlen wollte – natürlich nur, wenn das nicht an die große Glocke hänge.
Ich wollte allerdings eine offizielle Lösung. Diese gibt es bis heute leider noch nicht.
Und was die Zeit für die Familie angeht, so habe ich das was ich vor 14 Jahren an Zeit sparte, längst mehrfach in die Eigenrecherche und diesen Blog gesteckt.
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An all diese Dinge erinnert mich die aktuelle Pressemitteilung der DVAG. Die Pressestelle macht sicher einen guten Job, wenn sie ein positives Gefühl bei den Menschen erzeugt. Jetzt liegt es also an der DVAG-Führung, dem auch gerecht zu werden.

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Viele Grüße,
V. F. Alle

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2 Gedanken zu „Freunde und die finanzielle Absicherung

    ghosty sagte:
    19/04/2016 um 10:12 pm

    hallo,
    es tut mir leid, dass du so einen schlechten Berater hattest! Da hatte wohl jemand keine Ahnung oder war nur aufs große Geld aus :/ Ich versteh dich total, ich würd auch nur eine offizielle Lösung haben wollen. Und wenn der Berater dir keine liefern kann, dann soll er so lange rumtelefonieren und sich bemühen, bis es funktioniert. Schließlich verspricht er, dass er sich um deine Finanzen kümmert.

    Hoffentlich hast du einen Weg gefunden und dir geht es besser 🙂

      vfalle geantwortet:
      19/04/2016 um 10:35 pm

      Danke für die freundlichen Worte.

      Nein, ein offizielle Lösung hat es nicht gegeben. Die DVAG hat mir nur ein neues Darlehen zu „günstigen“ Konditionen angeboten. Mein Berater hat daraufhin laut seiner Sekretärin einen Nervenzusammenbruch erlitten.
      Ich vermute, dass er wirklich glaubte mir das richtige Produkt vermittelt zu haben und es Ihm nicht ums große Geld ging.
      Das könnte aber bei der Unternehmensleitung anders sein.

      Inzwischen weiß ich, dass die DVAG z.B. von der Deutschen-Bank-Tochter DWS Unternehmensanteile für den Vertrieb von DWS-Produkten erhalten hat.

      Trotzdem geht es mir besser. Ich verliere zwar Geld, habe dafür einen großen Erkenntnisgewinn.

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