Monat: Mai 2016

Ich habe die besten Kinder der Welt

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Ich habe die besten Kinder der Welt.

Gerne hätte ich noch mehr Zeit für sie gehabt. Dazu hatte ich unter anderem meine Finanzangelegenheiten einem Allfinanzdienstleister anvertraut.

Entschuldigung. Das ahnte damals nicht, wohin das führt.

Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass da nicht nur für mich und meine Familie etwas falsch läuft. Irgendwann wurde mir klar, dass ich mehr für Eure Zukunft tun kann, wenn ich nicht um „unser“ Geld kämpfe, sondern für die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft.

„Leben und leben lassen“, das Motto meiner Oma, Eurer Ur-Großmutter, hat mich dabei geleitet.

 

Liebe Grüße,

Papa

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Die Normalität der Anderen

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„Ich glaube das hat er nie verstanden; dass das, was hier in Hannover normal war, wo man sich kennt, … …dass das was in Hannover so funktioniert, in der Landespolitik, in Berlin nicht mehr funktioniert!“

Das Zitat ist aus dem ARD-Dokumentarfilm „Der Hannover-Komplex“

http://programm.ard.de/TV/daserste/der-hannover-komplex/eid_2810617363430620#

Es stammt von Jürgen Trittin. Der ehemalige niedersächsische Minister und Bundestagsabgeordnete der Grünen, sagte den Satz in einem Gespräch mit Journalisten der ARD über den ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsident und Bundespräsidenten Christian Wulff. Gemeint waren die engen, fast persönlichen Kontakte zu Wirtschaftsgrößen und Journalisten (z.B. Bildzeitung).

 

ARD_Hannover-Komplex
ARD-Film zum „Hannover-Komplex: Leider war der Film nur wenige Tage in der Mediethek abrufbar. Quelle: Das Erste

Trittin könnte sich allerdings irren. Denn was in Hannover zur Normalität wurde, ist längst auch für einige Bundespolitiker Normalität geworden. In der Vergangenheit, gab es dafür Gründe, von denen viele Bundesbürger auch profitiert haben. Zu glauben, dass sich eine solches Konzept endlos in die Zukunft fortführen lässt, halte ich aber inzwischen für fatal.

 

Im ARD-Beitrag geht darum, wie hochrangige Politiker (Schröder, Gabriel, Wulff, Rösler, von der Leyen, Oppermann und Trittin) den Aufstieg aus der politischen „Provinz“ in höchste Ebenen der Bundespolitik schafften und welche Rolle dabei Wirtschaftspersönlichkeiten wie Carsten Maschmeyer (AWD) und Ferdiand Piech (VW) aber auch die Redaktion der BILD-Zeitung spielten.

Es geht darum dass der Chef des Finanzdienstleisters AWD keinen Hehl daraus machte, dass er für seine Anzeigenkampagne „Der nächste Kanzler muss ein Niedersachse sein!“ eine Gegenleistung erwartet. Es geht darum, wie Maschmeyer den Sport (Sponsoring beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96) für seine Marketing- und Netzwerkzwecke nutze.

Es geht darum, wie Wulff zunächst gegen VW-Patriarch Piech agierte und wie er sich später (Übernahmeversuch durch Porsche) strategisch mit ihm solidarisierte.

 

Verschiedene Persönlichkeiten kommen in dem Beitrag zu Wort. Immer wieder wird beteuert, dass die Netzwerke wichtig waren und letztlich zum Wohle Hannovers und Niedersachsen beigetragen hätten. Mehrfach wird die Nähe zwischen Politik, Wirtschaft und Unterhaltungsbranche zur Normalität unter Gleichgesinnten erklärt. Dazu gehören auch die guten Beziehungen, die Ex-Kanzler Gerhard Schröder ebenso wie zunächst auch Christian Wulff zur Bild-Zeitung pflegten.

 

Was meiner Meinung nach etwas untergeht ist, dass immer wieder die Beziehungen um den Finanzprofi Carsten Maschmeyer (AWD) groß beleuchtet werden und kaum die Verflechtungen von  Reinfried Pohl, dem Gründer des Finanzdienstleisters Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG).  Der Finanzunternehmer pflegte enge Kontakte zu Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl und auch der Bild-Zeitung.
Nur zur Erinnerung: Die DVAG war ein Großspender der CDU. Kohl wurde nach seiner Amtszeit als Bundeskanzler Beirat der DVAG. Sein ehemaliger Kanzleramtschef Friedrich Bohl sowie Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel übernahmen Aufgaben im Aufsichtsrat der DVAG. Der finanzdienstleiter hat die „Kontaktpflege“ längst professionalisiert. Heute hat die DVAG einen Marketingvorstand, der offiziell auch für „Markt und Regulierung“ zuständig ist.

Gute politische Kontakte helfen natürlich frühzeitig Einblicke in Gesetzgebungsverfahren zu bekommen und entsprechende Vorschläge einzubringen. So bewerte ich es nicht mehr als Zufall, dass die Banken seit der letzten Finanzkrise zwar stärker überwacht und reguliert werden, die DVAG als Finanzvertrieb aber nicht.

Die DAVG macht zudem beim Sportmarketing dort weiter wo Carsten Maschmeyer aufgehört hat. Aktuell ist Jürgen Klopp der wichtigste Werbepartner. Derzeit wird mit Klopp sogar vor den Sportblöcken in den Morgenmagazinen von ARD und ZDF geworben. Da trifft es sich gut, dass er aktuell auch mit seinem Verein Liverpool sehr erfolgreich ist und dann auch in den Sportberichten auftaucht, ebenso wie Schwimmer die dann nebenbei mit dem DVAG-Logo vor der Kamera stehen. Mehr Marketingpräsenz geht kaum.

 

Marketingtechnisch läuft es also gut für den Finanzdienstleister DVAG. Ich frage mich nur, warum kaum jemand die Parallelen zu Maschmeyers AWD erkennt. Denn nach Helmut Kohl pflegen auch aktuelle CDU-Politiker Kontakte zur DVAG. Die Bundeskanzlerin bescheinigte DVAG-Gründer Pohl 2013: Sie haben das Angebot von Allfinanzleistungen populär gemacht, Sicherung aus einer Hand, weil es um den Menschen geht und nicht um das Produkt.“ Und ein aktueller Ministerpräsident verlieh ihm Ende 2012 im Beisein von Altkanzler Kohl den Verdienstorden seines Landes. Kohl hatte Pohl bereits 1993 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen und  1998  das großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 

Insofern komme ich zu dem Ergebnis, dass sich Jürgen Trittin mit seiner obigen Aussage geirrt hat. Was in Hannover funktioniert, gelingt inzwischen längst auch auf Bundesebene.

 

Für diejenigen, die schon länger Teil des Systems sind, mag das normal erscheinen.  Für Außenstehende ist das sehr befremdlich. Ich lade Herrn Trittin und die anderen von mir erwähnten Politiker gerne zu einem persönlichen Gespräch ein.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

 

 

 

 

Störungen im Betriebsablauf (2): Ein Whistleblower berichtet

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Eigentlich brauchen Journalisten keinen Whistleblower um zu erkennen, was in ihrer Branche gerade schief läuft.

Aber vielleicht brauchen alle anderen Menschen Whistleblower um zu erkennen wie es um ihre Meinungsbildung bestimmt ist.

„Die traurige Wahrheit ist, dass einige der prominentesten und fähigsten Medienorganisationen der Welt nicht daran interessiert waren, über diese Geschichte zu berichten.“

Das schreibt der Whistleblower, der den Finanzskandal um die Panama-Papers genannte Steuerafähre in rollen gebracht hat in einem Manifest, welches die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte.

Siehe: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/panama-papers-das-manifest-von-john-doe-1.2982442

Es geht darin um Geld und die Macht reicher Menschen über Medien. Der Autor kommt zu dem Ergebnis: Banken, Finanzaufsichts- und Steuerbehörden haben versagt

 

Das kommt mir irgendwie bekannt vor.

Mit meinem letzten Blogbeitrag wollte ich das zum Ausdruck bringen. Aber es ist besser, wenn es ein Außenstehender so deutlich formuliert.

 

Sonnige Grüße

V. F. Alle

 

„Störungen im Betriebsablauf“ – Was können Journalisten noch leisten?

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Bei meinen privaten Recherchen habe ich mich mehrfach  gefragt, warum manche Themen gar nicht oder kaum von Journalisten behandelt werden. Ich habe schon  geahnt, dass es an finanziellen und personellen Ressourcen liegen könnte. In meinem beruflichen Tätigkeitsbereich erlebe ich das ja auch.

 

Nun kommt ein deutliches  Alarmsignal aus dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV).
Es geht um die Meinungsfreiheit.

 

Das Medienmagazin „Journalist“ ist in den vergangenen Monaten immer dünner geworden und der Chefredakteur des Magazins hofft auf eine baldige gute Lösung für sein Blatt. Vor allem geht es wohl um das Geld, das nötig ist, um intensive Recherchen und die professionelle Umsetzung von journalistischen Beiträgen zu gewährleisten – zumindest bisher.

 

Doch der Fall des Satirikers Böhmermann zeigt, dass in Deutschland auch die Meinungsfreiheit inzwischen durch politische Einflussnahme in Gefahr ist.

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Zurück zum lieben Geld: Ich erlebe selbst, dass freie Autoren sich dazu gezwungen sehen, auch für Unternehmen und Verbände zu arbeiten. Sie tun das, obwohl sie lange aus innerer Überzeugung darauf verzichtet haben.  Sie wollen schließlich ihre Familien ernähren können. Das ist ein starkes Argument.
Je mehr sich das vermischt, umso schwerer wird es bei aller Überzeugung zwischen einer Auftragsarbeit und einer kritisch distanzierte Recherche umzuschalten.

 

Unternehmen und Branchenvereinigungen haben das gemerkt. Sie nehmen ihre Kommunikation inzwischen selbst in die Hand. Ein Beispiel dafür ist der Gesamtverband der Deutschen  Versicherungswirtschaft (GDV). http://versicherungswirtschaft-heute.de/koepfe/gdv-neue-kommunikationsstrategie-mit-paterak/

Dazu zähle ich aber auch über die Aktivitäten meines Finanzdienstleisters DVAG. Über die zweifelhaften Berechnungen im DVAG-Blog hatte ich in meinem Blog-Beitrag vom 5.5.2016 bereits berichtet.

Kritische Journalisten erleben dagegen, dass es immer schwerer wird bei Unternehmen an Informationen zu kommen. Denn die bedienen lieber Medien, die unkritisch sind oder die sie in Form von eigenen Internet-Inhalten gleich selbst gestalten können.

 

Eine Meinungsbildung wird dadurch erschwert. Journalisten erkennen die Gefahr schon länger. Aber wenn Journalisten mal mit ihren Schlussfolgerungen falsch liegen,  wird im Moment schnell  die ganze Branche als „Lügenpresse“ verurteilt. Das hilft nur denjenigen, die kein Interesse an einer ausgewogenen Berichterstattung haben. Außenstehende nehmen das bisher kaum wahr, weil es ein schleichender Prozess ist.

 

Der Bundesvorsitzende des Journalistenverbands DJV, Frank Überall, macht es im aktuellen Branchenmagazin Journalist die Herausforderungen in einem unübersichtlichen Umfeld deutlich:

 

„Wir kämpfen für die Interessen der Journalisten und Journalistinnen bei der Reform des Urheberrechts. Wir setzen uns für die Pressefreiheit in Deutschland ein, thematisieren aber auch die Probleme in der Türkei. Wir versuchen die schlimmen Angriffe der Europäischen Union gegen den Schutz von Whistleblowern abzuwehren. Wir verhandeln über faire Gehälter und Honorare, …“

und

„Es gibt also viele ‚Störungen im Betriebsablauf‘ des Journalismus in Deutschland …
… Wir bleiben dran.“

 

Dem kann ich nur zustimmen.

 

Viele Grüße
V. F. Alle

Karlspreis für den Papst: Europa im Schicksalsjahr

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Durch die BILD-Zeitung wurde ich auf die Auszeichnung von Papst Franziskus mit dem Karlspreis und das Buch „Europa im Schicksalsjahr“ aufmerksam. In dem Bericht geht es auch um die erneute Audienz von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei dem Kirchenoberhaupt. Dank meines Finanzdienstleisters DVAG erkenne ich nun die Zusammenhänge. Ob der Papst sie auch erkennt?

Karlspreis-1
Das Buch zum Karlspreis 2016: Lässt sich der Papst von Politikern als Werbeikone ausnutzen? Das Buch ist im Herder-Verlag erschienen.

Autor des Buches ist der CDU-Politiker Armin Laschet. Zitiert wird unter anderem Altkanzler Helmut Kohl. Der ist wiederum ein guter Freund von BILD-Chef Kai Diekmann. Kohl hat sich zwar als Kanzler für Europa verdient gemacht, später als Aufsichtsrat meines Finanzdienstleisters DVAG allerdings bei der Umverteilung von Privatvermögen mitgeholfen. Einfache, bescheidene Menschen verlieren dadurch Geld, während sich einzelne bereichern.Der Ex-Kanzler hat somit auch dazu beigetragen, dass Menschen ihr Vertrauen in die Politik verloren haben.
Ich habe kein Problem mit Europa. Ich habe ein Problem mit den Fehleinschätzungen einflussreicher Politiker und ihrer Berater. Damit scheine ich nicht der einzige zu sein.

Zur Erinnerung: Bei ihrem ersten Zusammentreffen im Jahr 2013 hatten die Bundeskanzlerin und der Papst sich über die Regulierung der Finanzmärkte und soziale Leitplanken gesprochen. Ebenfalls seit 2013 wird die DVAG weder von der Finanzaufsicht BaFin noch vom Ordnungsamt „überwacht“, sondern von der Industrie- und Handelkammer (IHK). Sowohl die Bundeskanzlerin, als auch den Papst hatte ich in den vergangenen Jahren darauf aufmerksam gemacht. Bisher ohne Erfolg.

Nun wird also der ausgerechnet der Papst, der sich deutlich auf die Seite der Armen stellt, von den Politikern benutzt, um von den eigentlichen Problemen Europas abzulenken?

 

Ich glaube nicht, dass die Europäer ein Problem mit Europa haben, wie es von führenden Politikern gerne dargestellt wird. Vielmehr gehe ich davon aus, dass die einfachen Menschen merken, dass für sie künftig immer weniger zum Leben bleibt.

Das macht Angst. Das führt dazu, dass sich die Menschen in vielen Ländern Europas zweimal überlegen, ob sie ihr Geld und ihre Zeit lieber für sich und ihre Familien verwenden oder zur Hilfe für Flüchtlinge und sozial Benachteiligte. Dummerweise gehören genau diese Menschen zu breiten Masse, die sich bisher um den sozialen Ausgleich gekümmert hat.

 

Ist das denn so schwer zu verstehen?

Mir dreht sich gerade der Magen um.

 

Nachdenkliche Grüße,

V. F. Alle

 

 

 

DVAG-Blog wirbt für mit zweifelhaftem Vergleich für DWS-Fonds

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In seinem aktuellen Blog-Beitrag wirbt Helge Lach, Vorstandsmitglied der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG), für DWS-Fonds und rechnet Indexfonds (ETFs mit geringeren Gebühren) schlecht.

Beim Versicherungsboten hat der Redakteur  Markus Rieksmeier nachgerechnet und kritisiert  die Beispielrechnung des DVAG-Vorstands als einseitig. Der von Lach gewählte und von den Abschusskosten her günstigere Vergleichsfonds  schneide zwar in dem Fall besser ab. Das lasse sich aber nicht verallgemeinern. Es gebe viele günstigere Fonds, die über die Laufzeit für die Anleger mehr Ertrag  bringen als die von der DVAG vertriebenen Fonds mit einem höheren Ausgabeaufschlag und höheren laufenden Kosten.

http://www.versicherungsbote.de/id/4840531/DVAG-Blog-ETF-DWS/

 

Ich möchte noch einmal an die DVAG-Kunden erinnern, denen der Fonds DWS Immoflex sowie  der SEB Immoinvest vermittelt wurde. Der SEB Immoinvest befindet sich aktuell in der Abwicklung. Darunter leidet auch der Dachfonds DWS Immoflex, in dem neben dem SEB Immoinvest noch weitere in der Abwicklung befindliche Fonds gebündelt sind.

Da die DVAG auch bei diesen Fonds Vermittlungsgebühren bekommen hat, könnte es für die Anleger am Ende der Abwicklungsdauer (April 2017) heißen:

Außer Spesen nichts gewesen!

Viele Grüße,
V. F. Alle