Anleihenmanager warnt: Politik der Notenbanker bremst Realwirtschaft

Gepostet am Aktualisiert am

Bei „finanzen100.de“ habe ich in den vergangenen Tagen einen Beitrag vom 23.8. 2016 gefunden, der jeden Sparer interessieren sollte. Der Titel lautet : Bill Gross warnt „Null- und Strafzinsen zerstören den Motor der Realwirtschaft“ (Siehe: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/bill-gross-warnt-null-und-strafzinsen-zerstoeren-den-motor-der-realwirtschaft_H894064606_313397/)
Im Artikel erklärt Bill Gross, einer berühmtesten Anleihenmanager der Welt, warum die aktuelle Politik der Notenbanker verheerende Folgen für Banken und Versicherungen und somit auch für deren Kunden hat.
In dem Beitrag wird das mit einem Beispiel aus der Automobilbranche deutlich gemacht:

> Ein freundlicher Automechaniker sagt in einem Werbespott für einen Motorfilter: „Sie können jetzt bezahlen, …“ Darauf ergänzt ein mit einer teuren Motorreparatur beschäftigter Kollege: „… oder mich später bezahlen.“<<

Damit soll deutlich gemacht werden, wie sich die Gesamtkosten durch eine einzige Fehlentscheidung vervielfachen können. Gross berichtet dazu:

„Schmutziges Öl und künstlich nach oben getriebene Finanzmärkte haben viel gemeinsam. Beide können irgendwann den Motor zerstören – im Falle der Notenbanker ist es der Motor der Realwirtschaft, der in Gefahr ist.

Nach seiner Einschätzung sind Null- und Strafzinsen der Notenbanker schädlich für die Realwirtschaft. Es werde nicht ausreichend berücksichtig, dass die Produktivität – ein typischer Indikator für den Wohlstand von Industriestaaten – sich seit Jahren schlecht entwickle und sogar rückläufig sei. Als konkrete Beispiele nennt er die USA und Japan.

Strafzinsen, die eigentlich mehr Geld für die Wirtschaft in Umlauf bringen sollten, führten nun dazu, dass Geschäftsmodelle von Banken und Versicherungen ins Wanken gerieten.

Der Autor des Finanzen100.de-Beitrags, Egmond Haidt, fasst im Bezug auf Banken und Versicherungen zusammen: „Die Gewinne dieser Unternehmen werden beeinträchtigt werden und damit die Realwirtschaft. Arbeitsplatzabbau, höhere Versicherungsprämien, sinkende Pensionszahlungen und zunehmende Ausfälle: Sie alle bergen das Risiko, zu einem Zyklus der Stagnation und Verfalls zu führen.“

Während die Notenbanken laut Gross die notwendigen Reformen ebenso wie die Kunden lieber aufschieben, hält er eine neue Geldpolitik dagegen für ebenso notwendig, wie den rechtzeitigen Wechsel des Ölfilters.

Als Sparer, der gerade sehr unschöne Zeiten erlebt, kann ich Gross allerdings nur zustimmen. Seit Jahren weise ich meine Finanzdienstleister und auch deutsche Politiker auf Systemfehler hin. Der Erfolg hielt sich bisher in Grenzen. Es wird weitergemacht wie bisher.

Viele Grüße,
V.F. Alle

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