Bloss nicht alles in eine Kapitalanlage stecken!

Gepostet am Aktualisiert am

Das Vermögen auf verschiedene Anlageformen verteilen, so lautet der Tipp vieler Analgeberater und so lautete ursprünglich auch der Tipp meines Vermögensberaters.

Inzwischen habe ich aber den Eindruck, dass mein Finanzdienstleister Deutsche Vermögensberatung (DVAG) und seine Partner das nicht so eng sehen.
Aktuelles Beispiel ist die Rente Pur (Rürup-Rente) von DAVG-Partner Aachen Münchener. Vor einigen Wochen wurden die Kunden dazu aufgerufen, ihre Anteile aus dem in der Versicherung enthaltenen Fonds DWS FlexPension 2023 umzuschichten, weil dieser Fonds nicht mehr weiter geführt wird.
Um es den Kunden „einfach“ zu machen, wurde mitgeteilt, dass Der Rücknamepreis aus dem DWS FlexPension 2023 in den DWS FlexPension II 2028 investiert wird. In meinem Fall steckte allerdings bereits der Rest des Geldes im DWS FlexPension II 2028, deshalb wählte ich einen anderen Fonds aus der Liste.
Vor Weihnachten 2016 erhielt ich von der Aachen Münchener die Rückmeldung, dass der Betrag wunschgemäß in den neuen Fonds gesteckt wurde.
Gleichzeitig wurde mir mitgeteilt:

„Falls die Beitragszahlung wieder aufgenommen wird, werden die Anlagebeiträge wie folgt auf die Fonds verteilt: DWS FlexPension II 2028 100% …“
… und 0% in den von mir gewählten Fonds.

Ich hatte mich schon gewundert, wie die Versicherung den Verwaltungsaufwand stemmen will, wenn die Kunden unterschiedliche Kombinationen auswählen.
Nach meinen Erfahrungen mit dem SEB Immoinvest, der mir in Form unterschiedlicher Produkte vermittelt wurde (https://vfalle.wordpress.com/2013/11/10/ueberall-seb-immoinvest/), hatte ich bereits den Eindruck, dass meine Dienstleister aus Kostengründen auf eine „Gleichteilstrategie“ setzen.
Das Prinzip ist in der Automobilindustrie verbreitet. Allerdings: Eine unzureichende Qualitätssicherung haben bereits einige Automobilhersteller mit teuren, umfangreichen Rückrufaktionen bezahlt. In der Finanzbranche läuft das allerdings anders. Da ist es nach einigen Jahren schwer die die Anbieter und Finanzdienstleister für einen Leistungsmangel des Produktes haftbar zu machen.

Scheinbar laufen mit den DWS-Ptodukten noch andere Dinge, die nicht unbedingt zum Nutzen der DVAG-Kunden sind: http://www.ihd-ev.org/fuer-ein-paar-silberlinge

Viele Grüße,

V. F. Alle

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3 Gedanken zu „Bloss nicht alles in eine Kapitalanlage stecken!

    F.Schmidt sagte:
    09/01/2017 um 4:34 pm

    Hallo vfalle,

    na, das wird doch auch erst mal nichts mit dem Fonds DWS Flex Pension II 2028. Lt. Fondsfakten vom 01.12.16 (16.12.16) liegt auch hier die „Wertsteigungskomponente“ bei 0,0%, die Liquidität bei 100%.
    Die Verzinsung bei der „Liquidität“ kann bei diesem Umfeld nicht toll sein. Und das der Fonds nicht kostenlos ist (kann und soll er auch nicht), kann man u.A. den KIID entnehmen.

    Also was soll das Positives dabei heraus kommen?

    F.Schmidt

    vfalle geantwortet:
    10/01/2017 um 9:15 pm

    Mich ärgert weniger, dass die Finanzmärkte einfachen Anlegern kaum noch was zu bieten haben, sondern vielmehr das Verhalten von DVAG-Managern und Politikern.
    Den DVAG-Gründer Dr. Reinfried Pohl hatte ich 2012 darauf hingewiesen, dass ich den Wiederspruch zwischen seinem Versprechen („Gesellschaftliche Verantwortung“) und der von mir durch die Abwicklung des SEB Immoinvest erlebten Realität für unverantwortlich und geschäftsschädigend halte.
    https://vfalle.files.wordpress.com/2015/03/pohlrueckschein.jpg
    https://vfalle.files.wordpress.com/2014/12/pohlverantwortung_pc290051.jpg

    Bei der DVAG schien man das nicht ernst zu nehmen.

    Leider machten es meine Nachfragen bei hochrangigen Politikern nicht besser.
    https://vfalle.wordpress.com/2015/12/23/vertrauen-und-verantwortung-teil-2-wer-hat-hier-was-falsch-verstanden/

    Martin sagte:
    11/01/2017 um 6:16 pm

    Hallo Vfalle,

    ich lese Deinen Blog schon seit einiger Zeit und schaue ab und an mal vorbei. Ich war in einer ähnlichen Situation wie Du und ärgere mich heute dass ich auf die DVAG hereingefallen bin.
    Ich ärgere mich auch immer noch mit der AachenMünchener herum – die LebensRentenversicherung ist das einzige was von dem DVAG Mist noch übrig ist. Alles andere habe ich in kostenfreie Depots bei Direktbanken übertragen, den GarantieFonds Mist wie Flexpension usw. schon lange verkauft, und mir ein ähnlich dem PantoffelPortfolio von Finanztest ETF-Depot aufgebaut.
    Im Nachhinein muss ich sagen wäre der SEB nicht geschlossen worden, wäre ich wahrscheinlich immer noch bei der DVAG Kunde und nicht aufgewacht. Verbuche das ganze grad unter einem hohen und bitteren Lehrgeld.
    Dass Du jemals zufriedenstellende Antworten kriegst glaube ich nicht, aber ich wünsche Dir viel Kraft dabei.

    Gruß Martin

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