DVAG hat die Vermögensberater-Suche verändert

Gepostet am Aktualisiert am

Weil ich davon ausgehe, dass mein Vermögensberater in den nächsten Tagen über mich befragt wird, wollte ich ihn darüber Informieren, was ich an die DVAG-Unternehmensleitung und einige andere Personen geschickt habe. (Das war der Handelsblattbeitrag mit ein paar Hintergrundinformationen aus meinen langjährigen Eigenrecherchen.) Außerdem wollte ich ihm mitteilen, dass ich nach wie vor nichts gegen ihn, sondern gegen das ignorante Verhalten des DVAG-Managements habe.

Dabei ist mir aufgefallen, dass die DVAG die regionale Suche verändert hat. Statt mehrerer Vermögensberater im jeweiligen Ort bzw. Umkreis wird dort nun nur noch eine Person angezeigt. Suche ich nach dem Namen und dem Ort bekomme ich mit unterschiedlichen Suchmaschinen zwar Treffer, werde aber von den gefundenen bisherigen Seiten auf eine neue zentrale DVAG-Seite umgeleitet. Da bekomme ich dann wieder jeweils einen Vermögensberater angezeigt, wenn ich einen Ort bzw. eine Postleitzahl eingebe. Mein Berater ist da nicht mehr dabei.

Deshalb bin ich bei seiner letzten Büroadresse vorbei gefahren. Wie an anderer Stelle bereits berichtet, war das nicht mehr der moderne komplett von der DVAG belegte Bau aus Holz mit großen Glasfronten in dem er arbeitete als ich ihn kennenlernte, sondern ein eher nüchternes Gebäude in einem eher schmuddeligen Industriegebiet. Dort teilt er sich seit einigen Jahren ein Büro mit zwei weiteren Vermögensberatern. Das Gemeinschaftsbüro existiert auch noch. Zwischenzeitlich hatte er ein anderes Büro mit Angestellten. So ändern sich scheinbar die Zeiten für langjährige DVAG-Vertriebler.
In der Vergangenheit hatte ich hier ja schon darüber spekuliert, dass die DVAG in den letzten Jahren so aktiv um neue Vermögensberater geworben hat, weil die älteren Mitarbeiter nicht mehr so unbeschwert neue Produkte vermitteln können, wie neue, erfolgshungrige Menschen (siehe auch Randnotiz 2). Die neue Vermögensberatersuche der DVAG scheint mir ein weiteres Indiz dafür, dass ältere Vermögensberater raus gedrängt werden sollen.

>> Nachtrag vom 29.12.2017: Scheinbar war/ist die DVAG-Homepage im Umbau. Mein Berater ist doch wieder zu finden, nur nicht auf den ersten Blick. Nach Eingabe der Postleitzahl wird in meinem gesuchten Ort zunächst nur der Direktionsleiter angezeigt. Über Pfeile nach rechts bzw. links können dann weitere Personen wie Hauptgeschäftsstellenleiter und Berater gefunden werden. Zuvor wurden alle Personen mit ihren Kontaktdaten auf einer Seite dargestellt. Das fand ich Nutzerfreundlicher als das auf Mobilgeräten so beliebte scrollen. <<

Randnotiz 1:
Mein Brief an Ex-Bundesfinanzminister und Ex-DVAG-Aufsichtsrat T. W. kam diesmal wieder zurück – mit dem Vermerk: „Neue Adresse“. Jetzt versuche ich es eben über die Parteizentrale in München.

Randnotiz 2:
Beispielhaft möchte ich auch einen Vermögensberater nennen, der mir über seine Schwierigkeiten berichtete. Finanziell ging es ihm gut, „Aber der Preis, den man dafür zu zahlen hat – jedenfalls bei einer bestimmten Charakterausprägung – der ist hoch … zu hoch.           Also entweder dir ist es als Berater egal, ob die Fonds und Renditen deiner Kunden abschmieren – und suchst dir eben neue Anleger oder Mitarbeiter – oder du machst dir die Sorgen der Kunden zu deinen Eigenen“, schrieb er mir.

.
Mich würde interessieren wie es gerade anderen Kunden und Vermögensberatern geht. Außerdem hoffe ich, dass auch die jungen DVAG-Vermögensberater „früher an später denken“, wie es in einem DVAG Werbeslogan so schön heißt. Manchmal helfen da die Erfahrungen älterer Kollegen.

 

Viele Grüße,
V. F. Alle

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2 Gedanken zu „DVAG hat die Vermögensberater-Suche verändert

    König Salomo sagte:
    29/11/2017 um 9:24 pm

    Schmuddelig ?

    Lieber vfalle,

    die Art wie Sie Zusammenhänge konstruieren bzw. Schlüsse ziehen , ist zuweilen schon grotesk.
    Veränderte Suchanfragen nach VB´s sollen damit zusammemhängen, dass ältere Berater aus dem Unternehmen gedrängt werden sollen ? Was für ein ……….. Ja die Webauftritte der VB´s haben sich verändert , aber sicher nicht zu deren Nachteil. Betrifft von der Zugehörigkeit her ´Junge´VB´ wie´ Alte VB `´ .

    Ihr Vb hat also ein Büro in einem ´eher schmuddeligen Industriegebiet´? Daraus sollen wir Schlüsse ziehen wie es den VB´s heute geht ?
    Wirkt auf mich wie ganz billiger Journalismus. Da Ihre diesbezügliche Wahrnehmung sicher subjektiv ist , lohnt sich m.E. durchaus auch ein Blick auf Ihr Verhalten.

    Sie nutzen jede sich bietende Gelegenheit sich mit dem Forum ´geprellte-vermögensberater´ zu solidarisieren. Sie schreiben dort zuweilen, dem dortigen Mainstream folgend. Sie unterrichten auf Ihrem Blog darüber, wann dieses Forum zu oder abgeschaltet wird.Wenn wir ehrlich sind, wird in diesem Forum ganz schön ´geschmuddelt´ . Der Begriff der Meinungsfreiheit wird dort nach meiner Einschätzung masslos überdehnt. Kann man dort auch , es gibt kein Impressum.

    Sie verlinken in Ihrem Blog ´Radio Bürgerstimme´ die dortigen Protagonisten sind, wegen ihrer Auslegung der Meinungsfreiheit, nach meiner Beobachtung ,schon mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Manchen dort handelnden Personen wird eine gewisse Nähe zum Reichsbürgertum nachgesagt. Das alles lässt sich leicht mit zwei , drei Klick´s recherchieren, meiner Ansicht nach. Für einen Journalisten dürfte das doch kein Problem sein. Auch hier ´Schmuddel´über ´Schmuddel´. Und Sie mittendrin ?

    Sie greifen hier lesende VB oft genug in ihrem Wertgefühl an.
    Bitte verstehen Sie meine Ausführungen vor eben diesem Hintergrund.

    Viele Grüße
    König Salomo

    vfalle geantwortet:
    30/11/2017 um 9:31 am

    Lieber König Salomo,

    ja, ich schildere auch meine subjektive Einschätzung in diesem Blog. Das hängt damit zusammen, dass ich Blogs als Interaktionsplattform sehe und nicht als journalistisches Medium. Insofern bin ich offen für alle Reaktionen die ich über diese Plattform erhalte.

    Tatsächlich habe ich mit mir gerungen ob ich den Kommentar mit dem Verweis auf Radio Bürgerstimme freischalten soll oder nicht. Letztlich habe ich mich entschlossen Kommentare nur zu zensieren, wenn einzelne Personen namentlich angegriffen werden oder es ausfallende Beleidigungen gibt.

    Man muss nach meiner Ansicht in einer demokratischen Welt auch Meinungen aushalten können, die nicht ins eigene Weltbild passen.

    Ich wünsche Ihnen eine entspannte Adventszeit.
    V. F. Alle

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