Bundestagswahl

Die Nebeneinkommen und Steuertricks der Besserverdiener

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Richter am Bundesfinanzhof verdienen sich scheinbar besonders gerne etwas hinzu. Das legt zumindest ein Bericht der „Welt am Sonntag“ nahe.

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/bundesrichter-29-772-euro-verdient-mit-nebentaetigkeiten/14930752.html

Ich erwähne das hier, weil ich darin ebenso wie der ehemalige Bundesminister Norbert Blüm in seinem Buch „Einspruch“ (erschienen: 9/2014), eine zweifelhafte Verknüpfung privater und gesellschaftlicher Interessen nicht auszuschließen kann.

Bekanntlich hatten  Norbert Blüm und Altkanzler Helmut Kohl zur CDU-Spendenaffäre unterschiedliche Ansichten. Blüm wurde nach seiner aktiven politischen Laufbahn Buchautor und Kabarettist. Kohl folgte dagegen dem Ruf seiner Freundes und Gründers der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und übernahm Posten in der Finanz- und Versicherungsbranche.

Juristisch mag das okay sein. Doch wenn Bundesbürger durch ihr Vertrauen in dieses System Geld verlieren und andere sich bereichern, dann sollte es eigentlich einen Aufschrei und eine kontroverse Diskussion geben.

Kaum anders sieht es mit Fußballprofis aus, die sich scheinbar durch Steuertricks noch mehr bereichern. Das legt zumindest die Recherche eines Journalisten-Netzwerkes nahe.
Siehe: http://www.spiegel.de/sport/fussball/football-leaks-die-wichtigsten-fragen-und-antworten-a-1123954.html

 

Leider suchen aber immer mehr Menschen den Grund für die Verschlechterung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation in der Globalisierung und bei Einwanderern bzw. Flüchtlingen.

Seltsam! In was für einer Welt leben wir?

 

Herzliche Grüße
… und noch eine besinnliche Adventszeit

 

V. F. Alle

Was lief mit den DWS Fonds und der DVAG?

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Inzwischen habe ich eine Rückmeldung von der Deutschen Bank erhalten (siehe Blogbeitrag https://vfalle.wordpress.com/2016/08/20/um-die-abwicklung-duerfen-sich-nun-andere-kuemmern/) . Für die Bank ist in Ordnung, mir Depotgebühren für den DWS Immoflex abzuziehen, auch wenn ich die Verträge nicht auf Originalpapier unterschrieben habe und die mir vorgelegte Einzugsermächtigung von einem ganz anderen Vorgang mit meinem Vermögensberater stammt. Die Beschwerdemanger gehen dabei nicht auf den Hinweis ein, dass ich beim meinem Berater kein Einzelfall bin. Die Deutsche Bank verweist mich, wie bereits 2013, zurück an die Deutsche Vermögensberatung (DVAG).

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Zur Sicherheit habe ich noch einmal ein Schreiben hinterhergeschickt, indem ich nachfrage, ob die Bank mein Problem mit ihrem Vertriebspartner nicht als Ihr Problem betrachtet.
Ich habe darauf hingewiesen, dass ich es seltsam finde, dass die DVAG für ihre erfolgreiche Vertriebsarbeit Anteile an der DWS Holding erhalten hat. (Siehe: http://www.versicherungsbote.de/id/4784205/DVAG-DWS-Aktien-Deutsche-Bank/) Ebenso habe ich den Herren mitgeteilt, dass von Personen in der DVAG nach meinen Informationen Risiken beim zu erheblichen Teilen im DWS Immoflex enthaltenen SEB Immoinvest systematisch klein geredet wurden. Ferner habe ich deutlich gemacht, dass beim SEB Immoinvest deutliche Verluste zu erwarten sind, währen der Vertriebspartner der Bank weiterhin mit dem Slogan „Vermögensaufbau für jeden“ wirbt.

Wie aggressiv die DVAG den Vertrieb der DWS-Produkte vorangetrieben hat, lässt die Abschrift einer Rede erahnen, die auf einer DVAG-Motivationsveranstaltung mit  AIDA-Kreuzfahrt gehalten wurde:

„Auch Geldanlagen DWS Depot. Ich weiß gar nicht, ob ich das hier öffentlich so sagen kann, aber es liegen ja noch, glaub ich, 3 Milliarden beim DIT und wenn man sich mal die Mühe macht und die Performance vom DIT mit einem gleichwertigen Fonds von der DWS vergleicht, dann wird man feststellen, dass man da auf 10% Unterschied in der Performance kommt. Und wenn man im Intranet sich ein bissl auskennt, dann kann man die 2 Kurven übereinander legen, von dem Fonds den der Kunde hat und von dem Fonds, wie hat der im letzten Jahr entwickelt von der DWS und da kann man auch mit ihm mal drüber reden, ob es nicht Sinn macht, jetzt umzuschichten und ein Konto bei der Deutschen Bank zu eröffnen und nicht bei der Allianz. Das er einfach wieder bei uns ist, also auch da drüber kann man reden. …
… Ich erinnere mich, Dr. Pohl, wie Sie gesagt haben, wir sollen erbarmungslos zuschlagen und ich glaube auch, dass die Zeit dafür da ist, dass wir das jetzt machen. Und das eben nicht dadurch, dass wir unsere Leute nur zu Schulungen setzen, sondern dass man sie auch zum Kunden bringt.“

Siehe: http://www.geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?t=573&start=10#p6398

Ein Teilnehmer des Forums „Geprellte Vermögensberater“ kommt bezüglich des Vortrags zu dem Ergebnis:

„Zusammenfassend kann man sagen, das ist eine Rede vom Verkäufer für Verkäufer. Es geht hier nur um (Neu-) Umsatz. An sich nicht schlecht, aber der Kunde interessiert hier nicht, nur als Lieferant. Kunden auslutschen, haben wir das genannt. Das hat doch nichts damit zu tun, den Kunden gut zu versorgen. Das sollte eines Beraters unwürdig sein. Und wer da hinterher läuft, der mag Geld verdienen, viel Geld sogar, aber er schadet dem Ansehen der Branche.“

 

Mit Wohlstand für die deutschen Bürger und Beratung, die der Unternehmensnahme Deutsche Vermögensberatung suggerieren, hat das wenig zu tun.

Das passt für mich auch gar nicht mit den Grußworten zusammen, die die Bundeskanzlerin anlässlich des 85. Geburtstag des DVAG-Gründers Reinfried Pohl im April 2013 geschrieben hatte:

„Sie und Ihre Familie haben ein gutes Stück der Geschichte der sozialen Marktwirtschaft mitgestaltet, denn Sie haben das Angebot von Allfinanzleistungen populär gemacht, Sicherung aus einer Hand, weil es um den Menschen geht und nicht um das Produkt.“

Quelle: https://www.dvag-presseservice.de/2013/04/23/zum-geburtstag-des-grunders-und-vorstandsvorsitzenden-der-dvag-prof-dr-reinfried-pohl-wird-85-jahre/

Ich habe den Eindruck, dass mich die von mir angeschrieben Politiker (Theo Waigel, Volker Bouffier und Angela Merkel) sowie die mit einbezogenen Personen im DVAG-Aufsichtsrat (u.a. Ex-Kanzleramtschef Friedrich Bohl), dem Bundesfinanzministerium und bei den DVAG-Partnern gerne als Einzelfall sehen möchten.

Jetzt wird die Zeit allerdings knapp. Denn das Ende der Abwicklung des SEB Immoinvest – mit entsprechenden Konsequenzen für den DWS Immoflex – ist für Frühjahr 2017 terminiert. Dann sind es nur noch wenige Monate bis zur Bundestagswahl.
Ich würde mich freuen, wenn sich frühzeitig eine Lösung für die enttäuschten DVAG-Kunden und Bundesbürger finden ließe. Denn eine Protestwahl würde Deutschland noch mehr negative Impulse geben.

 

Viele Grüße,
V.F. Alle

 

Hintergrund:
Lange Zeit hatte ich mich auf den offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest konzentriert. Vielleicht hätte ich auch beim DWS Immoflex von der Deutschen Bank genauer hinsehen sollen. Als der SEB Immoinvest Anfang 2012 in die Abwicklung ging, hätte ich zumindest noch die Einspruchsfristen beim DWS Immoflex einhalten können. Dummerweise hatte ich mich voll auf den SEB Immoinvest konzentriert, mit dem ich ja meine Darlehen bei der SEB Bank (inzwischen Santander) abbezahlen wollte.

Mein Vermögensberater hatte mir 2009 empfohlen 52.000 € aus dem SEB Immoinvest zu nehmen und in den DWS Immoflex zu stecken. Was ich damals nicht wusste: Der SEB Immoinvest war zu einem großen Anteil im Dachfonds DWS Immoflex enthalten – während ich glaubte, dass es meinem Berater darum geht, nicht alles Geld in ein Produkt zu stecken. Nach Aussage meines Beraters hatte er an dem Tag keine Originalverträge mehr, weil zuvor bereits vielen seiner Kunden zu einem ähnlichen Schritt geraten hatte.

Wie neu sind die „neuen“ Geschäftsmodelle?

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Ich meinte mit meinem vorherigen Beitrag  nicht die hochgelobten “neuen” (digitalen) Geschäftsmodelle nach dem Vorbild von Facebook. Sie erinnern mich zu sehr an das Empfehlungsmarketing im Finanzvertrieb, das zuvor schon Menschen wie Carsten Maschmeyer (Ex-AWD-Chef) und Dr. Reinfried Pohl (DVAG-Gründer) reich gemacht hat. Es geht im Kern darum die Interessen von Menschen zu identifizieren, um damit Geschäfte zu machen.

Solche Modelle machen wenige Menschen sehr reich. Durch Stiftungen und Spenden zeigen sie dann ihre Dankbarkeit. Das ist bei Maschmeyer so, das war bei Dr. Pohl so und das signalisierte kürzlich auch Facebook-Gründer Zuckerberg.

Die Sache hat nur einen Haken. Von solchen Spenden und Stiftungen profitieren nur diejenigen, die in der Gunst der Spender liegen. Für alle anderen wird das Leben dadurch eine solche finanzelle Verteilung eher schwerer.

Schlimmer noch: Teilweise gehören die Spenden zur Strategie. So ist ein großer Suchmaschinenbetreiber Geldgeber des “Unabhängigen Forschungsinstituts für Internet und Gesellschaft” an der renovierten Humboldt-Universität zu Berlin. Das Unternehmen nutzt das um bei Veranstaltungen an der Universität eigene Produkte zu bewerben. Ein Mitarbeiter des Instituts gehörte bereits zu den Beratern eines Fachausschusses im Deutschen Bundestag.
Mein Finanzberater macht so etwas schon länger. Siehe meinen Beitrag “Empfehlungsmarketing wirkt auf allen Ebenen”. Das führt soweit, dass eine große Partei sogar im Bundestagswahljahr 2013 ihre Klausurtagung in den Gebäuden meines Finanzdienstleisters abhielt. Wie neutral können Politiker da noch agieren?

DVAG-CDU-Klausur2013
Ort der Begegnung: Fand die CDU-Klausurtagung im Bundestagswahljahr 2013 im gleichen Raum bei der Deutschen Vermögensberatung statt, wie 2015 die Werbeveranstaltung mit DVAG-Werbepartner Jürgen Klopp? Vergleichen Sie selbst. Unanhängig davon, ob die Partei dafür die regulären Veranstaltungskosten gezahlt hat, erzeugt diese Nähe bei mir inzwischen Unbehagen. Das war mal anders. Früher glaubte ich, dass meien Symphatie für die CDU und die DVAG auf gemeinsamen Werten beruhte. Die Bilder sistammen< von der CDU-Homepage und von einem DVAG-Marketingfilm auf YouTube.

 

Der Suchmaschinenbetreiber veranstaltet kostenlose Weiterbildungen für Unternehmensgründer. Der Finanzdienstleister DVAG sponsert eine Fachhochschule der Wirtschaft mit Schwerpunkt Finanzvertrieb, der eigens dafür am Unternehmensstandort in Marburg angesiedelt wurde.

 

So gesehen sind die Strategien und digitalen Geschäftsmodelle alles andere als revolutionär. Durch Big-Data-Analysen sind sie nur deutlich effizienter als die bisherigen Strategien.

Eines hat sich allerdings gravierend geändert: Überall dort wo der wirtschaftliche Druck steigt, können Softwarelösungen schnell für Anpassungen sorgen und damit Manipulation erleichtern. Das war beim Diesel-Abgasskandal so, das scheint bei einem DVAG-Partner so gewesen zu sein (wie Spiegel Online diese Woche berichtete) und es wird künftig voraussichtlich noch häufiger passieren.

 

Da erscheinen mir bescheidenere Geschäftsmodelle, die nicht auf Monopolstellungen oder Olingopole hinauslaufen, inzwischen deutlich sympathischer.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

Nobert Blüm wird 80: Der „Verräter“ schreibt über die Spendenaffäre

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Als im Oktober 2014 durch Tonbandaufnahmen eines WDR-Journalisten öffentlich gemacht wurde, dass Altkanzler Helmut Kohl seinen Parteifreund Norbert Blüm (Ex-Arbeitsminister) im Bezug auf die CDU-Spendenaffäre als „Verräter“ betrachtet, hielt sich Blüm noch zurück. Doch inzwischen wurden weitere Details veröffentlicht.
Auf Anfrage von Journalisten, hatte Blüm die Meinungsverschiedenheit damals zwar bestätigt, wollte sie aber nicht weiter kommentieren. In seinem Buch „Einspruch! Wider die Willkür an deutschen Gerichten“ wird er nun etwas konkreter.
Darin schreibt Blüm: „Ich habe sogar einst – es war im Jahr 2000 – gegen alle meine Gefühle der Gesetztestreue die Vorfahrt vor der Freundschaft eingeräumt.“ Und weiter: „Meine lange Freundschaft mit Helmut Kohl ging in die Brüche, weil ich ihm in der Parteispendenaffäre nicht recht gab, sondern der Achtung des Rechtes den Vorzug vor der Freundschaft gegen hatte.“
Das sei Blüm nicht leicht gefallen. Das Verhalten Kohls bewertet er jedoch als gesetzwidrig – trotz des Kohl-Ehrenwortes gegenüber den Spendern.

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Warum ich das hier schreibe? Mir sind bei meinen Recherchen zu meinem Finanzdienstleister DVAG die engen Verbindungen des DVAG-Gründers Reinfried Pohl zu Ex-Kanzler Kohl und weiteren hochrangigen Politikern aufgefallen. Inzwischen ist nachgewiesen, dass die Familie Pohl die CDU auf unterschiedlichen Wegen finanziell unterstützt hat. Dies erfolgte auf unterschiedliche Wege in aufgeteilten Spenden, die nicht unmittelbar veröffentlichungspflichtig waren. An der Spendenpraxis hat sich laut abgeordnetenwatch.de übrigens kaum etwas geändert. Siehe Beitrag über Spenden aus dem Pohl-Netzwerk im Jahr 2013 im Versicherungsboten von April 2015: http://www.versicherungsbote.de/id/4816355/Deutsche-Vermoegensberatung-DVAG-CDU-Parteispenden/

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Norbert Blüm ist übrigens gerade 80 geworden. Herzlichen Glückwunsch dazu. Gerne würde ich meine persönlichen Erfahrungen mit ihm austauschen.

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In seinem Buch sind die Gedanken über seine Freundschaft zu Helmut Kohl allerdings lediglich eine Randnotiz. Vielmehr geht es ihm darum, zu hinterfragen, ob die klassische Gewaltenteilung zwischen Executive (Bundesregierung, Polizei, Behörden), Legislative (Bundestag und Bundesrat) sowie Judikative (Bundesverfassungsgericht) noch funktioniert. Blüm gibt in seinem Buch Hinweise auf Verflechtungen, die er kritisch betrachtet.
Aber dazu möchte ich in einem anderen Beitrag berichten.

Viele Grüße,
V. F. Alle

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P.S. Gegen derartig einflussreiche Vernetzungen scheint mit der Versicherungsvertrieb Mehmet Göker, über den Spiegel Online gerade eine Doku ins Netzt gestellt hat (http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/mehmet-goeker-doku-versicherungsvertreter-von-klaus-stern-a-1044299.html), eher ein kleiner Fisch im großen Teich zu sein.

Nachtrag vom 28.7.2015:
Vielleicht erledigt sich das mit den Parteispenden aber auch irgendwann von selbst. In den USA ist jetzt der mehrfache Millardär Donald Trump Präsidentschaftskandidat. Er braucht keine Millionen von Lobbyorganisationen. Nett kommentiert wird das in einem Beitrag in der Huffington Post: http://www.huffingtonpost.de/2015/07/28/donald-trump-republikaner_n_7884166.html

Politik und Verantwortung

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Stark gewundert hat mich bei meinen Recherchen das Verhalten hochrangiger (Ex-)Politiker.
Dabei war ich davon ausgegangen, dass Personen auf dieser Ebene aus dem Fall des AWD-Chefs Maschmeyer und der Verpflechtung mit Bundeskanzler Schröder gelernt haben.

Erst verwies DVAG-Aufsichtsrat und Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel darauf, dass der Aufsichtsratsvorsitzende meinen Fall geprüft habe, die DVAG mir bereits zwei Antwortschreiben geschickt habe und er darüber hinaus keine weitere Schritte veranlassen möchte. Der DVAG-Aufsichtsratsvorsitzende heißt übrigens Friedrich Bohl. Er war unter Bundeskanzler Kohl Bundesminister für besondere Aufgaben, Chef des Bundeskanzleramts.

Also fragte ich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, warum er den DVAG-Vorstand Dr. Pohl mit dem Hessischen Verdienstorden für seine „Verdienste“ auszeichnet, während DAVG-Kunden wie ich aktuell nicht an ihr Vermögen kommen.
Herr Bouffier verwies mich dann an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

Ich frage mich welche Berater Herr Bouffier hat, die ihm so etwas zur unterschrift vorlegen.
Ich frage mich welche Berater Herr Bouffier hat, die ihm so etwas zur Unterschrift vorlegen.

Was Herr Bouffier und seine MitarbeiterInnen nicht wussten: Ich hatte bereits an die BaFin geschrieben. Die hatte aber erklärt in Sachen DVAG nichts machen zu können. Sie würden aber dafür sorgen, dass bei der Abicklung des SEB Immoinvest alles geregelt ablaufe.

Vor der Antwort von Herrn Bouffier hatte mir die BaFin bereits zu meinem Fall geantwortet. Auf den hier nicht gezeigten weiteren Seiten, wird beschrieben, was die BaFin für die Kunden des SEB Immoinvest im Sinne des Verbraucherschutzes alles tut.
Vor der Antwort von Herrn Bouffier hatte mir die BaFin bereits zu meinem Fall geantwortet. Auf den hier nicht gezeigten weiteren Seiten, wird beschrieben, was die BaFin für die Kunden des SEB Immoinvest im Sinne des Verbraucherschutzes alles unternimmt.

Weil ich vom Ordnungsamt der Stadt Frankfurt keine Lösung erwatete, schrieb ich an die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ich wollte wissen, wie ihre Finanzmarktkritik mit ihren Lobeshymnen auf DVAG-Gründer Dr. Pohl zusammenpassen. Leider wollte mir das Kanzleramt darauf keine Antwort geben und verwies mich statt dessen an das Finanzministerium.

Vom Finanzministerium schrieb man mir, dass ich mich an einen Anwalt wenden müsse, um die Frage einer möglichen Falschberatung zu klären. Die Risiken der Geldanlage seien mir ja mit den Vertragsunterlagen ausgehändigt worden.

Dabei war ich davon ausgegangen einen Finanzberater zu haben, der mir dabei hilft, die komplexen Vertragswerke zu durchschauen.

Auch von den Politikern wollte also keiner Verantwortung übernehmen. Meinen Kindern versuche ich dagegen beizubringen, dass es wichtig ist Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

Dafür habe ich jetzt verstanden was Lobbyismus ist und wie erfolgreich in dieser Hinsicht die Deutsche Vermögensberatung ist.
http://www.bdv.de/aktuelles/

Die Geschichte (Maschmeyer/Schröder) wiederholt sich also gerade – nur mit anderen Gesichtern. Dabei klang das nach der Finanzkrise 2009 doch alles ganz anders.

Merken das unsere Politiker nicht?
Wer kann sie darauf aufmerksam machen?

Viele Grüße und immer lächeln 😉
V. F. Alle

P.S. Ich glaube nicht, dass die Politiker hier böswillig gegen Bürgerinteressen handeln. Ich habe nur den Eindruck, dass auch sie die falschen Berater haben.

Haus kaufen ohne eigenes Geld

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Am Montag (25.11.13) schrie mich die Titelzeile der Bildzeitung förmlich an:

Haus kaufen ohne eigenes Geld!

Jetzt ruft also das Medium (Zeitung und Online) seine Leser dazu auf Schulden zu machen.
Weil es mir mein Finanzdienstleister DVAG schwer machte, meine Schulden los zu werden, hat mich die Argumentation der Kollegen interessiert.

In dem Artikel wird unter anderem geschrieben, dass eine junge Familie ohne eigenes Kapital ein Darlehen wollte „DOCH DIE ÖRTLICHE SPARKASSE LEHNTE AB.“ Das Letztere war tatsächlich so hervorgehoben.
Immerhin wurde im Infokasten auch darauf hingewiesen, dass Zinsen auch wieder steigen können und damit die Anschlussfinanzierung dann deutlich teurer werden kann. Auch heißt es da: Wer die nicht zahlen kann, muss sein Eigentum möglicherweise wieder verkaufen.“
Doch in dem insgesamt positiven Eindruck für die Aufnahme eines Hausdarlehens den der Artikel erzeugt, wirkt das eher als vernachlässigbares Risiko.

Mir fällt auf, dass Die Bildzeitung im Moment enge geschäftliche Beziehungen mit der DVAG pflegt.
Die „BILD“ und die „Welt“ waren Anfang 2013 Medienpartner der Aktion Finanz-Dialog des Finanzdienstleisters.

In der kostenlosen an 40 Millionen deutsche Haushalte verteilten Ausgabe zur Bundestagswahl 2013 stellte sich die DVAG mit einer ganzseitigen Anzeige als „Richtige Wahl“ vor.

Gestern (Donnerstag, 28. 11.) berichtete Bild-Online von der Bild-DVAG-Lounge in der Alten Oper. Bild-Leser-Gewinner durften dem DVAG-Werbepartner Michael Schumacher dabei eine Stunde lang Fragen stellen.

Aus Vertriebssicht ist es sicher positiv zu werten, dass der Name DVAG im Umfeld der Bild-Serie zum Hauskauf ohne Eigenkapital so oft auftaucht.

Als DVAG-Kunde (der seine Darlehen trotz einer Erbschaft nicht abbezahlen konnte) halte ich das für sehr bedenklich. Ich weiß ja nun, dass das Risiko alleine beim Kunden liegt, während der Finanzdienstleister so oder so gewinnt.

Obwohl ich wie die Kollegen der BILD Journalist bin, habe auch ich das 2001 nicht erkannt, als ich das Darlehen bei der DVAG mit gutem Gefühl abschloss. Ich frage mich nur, ob das „unabhängige, überparteiliche“ Medium mit Millionen Lesern da vielleicht von geschickten Vertriebskünstlern für Marketingzwecke benutzt wird.

Ich gehe davon aus, dass die Redakteure ihre Arbeit nicht im Zusammenhang mit den DVAG/Bild-Aktionen betrachten und als Verbraucherinformation sehen.

Ich kritisiere daher nicht die Kollegen, sondern den Kontext, der dabei entsteht.

Bei den Lesern wird durch die Bild-Serie der Wunsch nach einem eigenen Haus ausgelöst. Wer dabei auch nur den kleinsten Zweifel hat, dass es der richtige Weg ist, dafür hohe Darlehen aufzunehmen, sollte lieber darauf verzichten. Denn wenn dann etwas schief läuft, ist der Stress in der Familie später größer als die Freude über den Hauskauf.
Das kann ich aus eigener Erfahrung berichten.

Viel unauffälliger kam in einem weiteren Teil der Serie der Hinweis zur „Schuldenfalle Immobilienkauf“ daher.

Auch andere Journalisten bezweifeln die Aussagen des anfangs genannten Bild-Beitrags: http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/ratgeber-hintergrund/tool-der-woche-baufinanzierung-die-maer-vom-hauskauf-ohne-geld/9125952.html

Viele Grüße, V. F. Alle

P.S. Ich bin nun übrigens wieder mit dem Darlehen bei der Sparkasse. Mein Geld, welches ich aus den laut DVAG „sicheren“ Fonds nun nach und nach ausgezahlt bekomme, spare ich dort nun in einem Geldmarkt-Konto für das es kaum Zinsen gibt.

Die richtige Wahl?

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„Mit Sicherheit die richtige Wahl“, so wirbt die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) in der heute kostenlos verteilten Bild-Zeitung und auch Online: http://www.bild.de/partner/geld/buehnen-specials/die-richtige-wahl-dvag-32330900.bild.html

Weil der Link nicht mehr aktuell ist ergänze ich ein Foto von der Zeitung. Im Internet-Zeitalter ist es gut Hardcopys für die Dokumentation zu haben (ergänzt am 22.3.2014):

Meine Dienstleister waren dabei.
Meine Dienstleister waren dabei.

Ich bin einer der 6 Millionen Bürger und DAVG-Kunden.
In diesem Jahr habe ich den Eindruck, in der Vergangenheit die falsche Wahl (politisch und finanziell) getroffen zu haben.

Meine Leser wissen, was ich meine und welche Rolle die Bildzeitung dabei spielt.
Möge sich jeder sein eigenes Bild machen.

Gruß, V. F. Alle