Ethik

DVAG soll Generali-Exklusiv-Vertrieb übernehmen

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Es wurde schon einige Zeit darüber spekuliert. In den vergangenen Tagen schossen die Suchanfragen zu DVAG und Generali in die Höhe. Nun liegen die Karten auf dem Tisch. Die DVAG soll den Exklusiv-Vertrieb der ohnehin eng mit ihr verbundenen Generali-Versicherung übernehmen.
Die DVAG spricht von einem „Meilenstein“ und ihrer „Erfolgsstory“.
https://www.dvag.de/dvag/das-unternehmen/presse/pressemitteilungen/dvag-uebernimmt-generali-exklusiv-vertrieb.html

Laut „Das Investment“ geht es für Generali Deutschland darum den „Anforderungen der modernen Zeit gerecht zu werden“.
http://www.dasinvestment.com/phase-2-des-umbaus-startet-dvag-uebernimmt-2018-exklusivvertrieb-der-generali/

Betriebswirtschaftlich scheint das für beide Unternehmen sinnvoll. Die Auswirkungen auf Kunden und Mitarbeiter bleiben allerdings abzuwarten.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

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geprellte-vermoegensberater.org ist nicht mehr erreichbar

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Es war bereits vor einiger Zeit angekündigt: Die Homepage geprellte-vermögensberater.org ist seit kurzem nicht mehr zu erreichen.

 
„This domain name expired on 2017-08-16 09:28:34“
 heißt es dort jetzt.

Das bedeutet leider auch, dass einige Beiträge auf die ich verlinkt hatte nicht mehr ereichbar sind. Falls jemand daran interessiert ist, bitte einfach melden. Ich habe Kopien gemacht und einige Teilnehmer aus dem Forum sicher auch.

Vielen Dank an die Betreiber und diejenigen, die zu sachlichen Diskussionen beigetragen haben.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Was dürfen ehemalige Bundeskanzler?

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„Ein ehemaliger Bundeskanzler hat eine Verantwortung, die über den Tag seines Amtes hinausgeht. Er kann nicht mit dem Verlassen des Kanzleramtes seine Verantwortung an der Garderobe abgeben“, das sagte Edda Müller, Deutschland-Chefin von Transparancy International heute im ZDF-Morgenmagazin. Anlass war das Engagement von Altkanzler Gerhard Schröder im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte zwar gesagt, dass er das selbst nicht getan hätte bezeichnete es aber als Schröders Privatsache. CDU-Politiker Norbert Röttgen bezeichnete das Verhalten des Kanzlerkandidaten darauf hin als Führungsschwäche. Auch der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer übte Kritik. Gegenüber der FAZ hatte er gesagt: „Das Ganze hat ein Geschmäckle, weil private wirtschaftliche Interessen und Politik vermischt werden.“

Recht hat er. Allerdings:

Ich frage mich, warum solche Diskussionen oft vor Bundestagswahlen geführt werden? Außerdem wundere Ich mich, warum CDU- und CSU-Politiker das auf einmal so kritisch bewerten. Helmut Kohl war doch auch Aufsichtsrat beim Versicherungskonzern Generali und Beiratsmitglied bei der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Sein ehemaliger Kanzleramtschef Friedrich Bohl und der ehemalige CSU-Finanzminister Theo Waigel wechselten in den DVAG-Aufsichtsrat.
Nach meiner Einschätzung sind diese privaten Interessen der Politiker aus dem Kabinett Kohl keineswegs besser zu bewerten als die von Altkanzler Schröder, der in der Vergangenheit ja auch gute Kontakte zu einem Finanzvertrieb (Carsten Maschmeyer/AWD) pflegte.
Welche Verbindungen nun schlechter für die Einwohner Deutschlands sind, könnte durchaus mal hinterfragt werden, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über eine Rufmordkampagne am AWD. Dann würde sicher auch klar, dass wirtschaftliches Engagement von hochrangigen Politikern keine Privatsache ist.

Viele Grüße,

V. F. Alle

Wenn Lobbyisten gesellschaftliche Bedürfnisse aus den Augen verlieren

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Was passiert, wenn Lobbyisten die gesellschaftlichen Bedürfnisse aus den Augen verlieren, lässt sich gerade gut am Abgasskandal in der Automobilindustrie erkennen. Grenzwerte wurden lediglich auf dem Prüfstand erreicht. Für den Gesetzgeber reichte das. Außerdem hatten Kunden zuvor bereits jahrelang akzeptiert, dass Ihre Fahrzeuge in der Praxis mehr verbrauchten als die Prüfstandswerte versprachen.

Erst jetzt, wo Fahrverbote drohen wird allen die Misere deutlich. Und jetzt schiebt jeder die Verantwortung auf den Anderen. Die Manager haben ja nur zum Wohle ihrer Unternehmen gehandelt und ihre Freiräume bis an die äußerste Grenze ausgenutzt. Die Kunden haben sich das gefallen lassen, bis sie merkten dass ihre Fahrzeuge deutlich an Nutzwert und finanziellem Wert verlieren können. Und die Politik hat mitgespielt, weil es sich um eine wichtige Branche handelt.
Natürlich ist es wichtig, dass Politiker sich mit Interessenvertretern Treffen und sich dort Einschätzungen einholen. Doch scheinbar ist das längst nicht mehr so ausgewogen, wie es viele gerne darstellen. Es gibt einige mächtige Lobbyisten und viele Andere. Es geht längst nicht mehr um informelle Treffen, es geht auch um finanzielle Zuwendungen in Form von Parteispenden und Einflussnahme durch Wechsel von Politikern in die Industrie und umgekehrt.

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Bisher wollte ich glauben, dass es in der Automobilbranche besser läuft als in der Finanzbranche. Doch anscheinend gehen beide Branchen ähnlich professionell vor. Und auch wenn es in der Finanzbranche seit der Finanzkrise wieder etwas ruhiger geworden ist. Besser ist es nicht geworden, was die Versprechungen und die Realität angeht. Das zeigt die Zusammenfassung von Aussagen des Generali-Versicherungskonzerns im Bezug auf fondsgebundene Lebensversicherungen:
https://mediarange.wordpress.com/2017/08/11/generali-viel-schatten-unter-den-fluegeln-des-loewen/
Okay, hinter dem Blog Mediarange stehen Fachanwälte, die ihr Geld mit solchen Streitigkeiten verdienen. Mir geht es vor allem darum zu zeigen, dass hier etwas im Argen liegt, genauso wie mit der Abgasthematik in der Automobilbranche.
Zur Erinnerung: Generali ist eng mit dem Finanzvertrieb Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) verbunden. Siehe z.B.: https://vfalle.wordpress.com/2017/03/19/was-laeuft-zwischen-der-dvag-und-generali/

Auch bei Parteispenden bleibt alles beim Alten. Die DVAG gehört weiterhin zu den Großespendern von Parteien, insbesondere der CDU. Über aktuelle Zahlen berichteten  kürzlich die Medien Versicherungsbote und „Versicherungswirtschaft heute“.
https://www.versicherungsbote.de/id/4855681/DVAG-Allianz-groesste-Parteispender/
http://versicherungswirtschaft-heute.de/politik-regulierung/dvag-und-allianz-grosspender-fur-politische-parteien/
Bei „Versicherungswirtschaft heute“ kommentiert die DVAG die Partei-Spenden wie folgt:

“Im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung spendet auch die Deutsche Vermögensberatung regelmäßig an verschiedene Parteien. Die Spenden der Deutschen Vermögensberatung erfolgen im Einklang mit den gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen.“

Es ist allerdings interessant zu sehen, wie sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren zu Gunsten der DVAG entwickelt haben. Im Gegensatz zu anderen Finanzdienstleistern wird der Finanzvertrieb nämlich nicht von der Finanzaufsicht (Bafin) überwacht. Siehe: https://vfalle.wordpress.com/2014/08/07/wer-kontrolliert-denn-nun-die-dvag/
Es gab nämlich Gesetzesänderungen, ganz nach dem Geschmack des für „Markt und Regulierung“ verantwortlichen DVAG-Vorstands. (siehe Unternehmensblog vom 11.März 2011).

Lach-BaFin
Wie man vor dem Hintergrund der Probleme vieler von der DVAG vertriebener Produkte noch mit dem Slogan „Vermögensaufbau für jeden“ werben und von „gesellschaftlicher Verantwortung“ sprechen kann, ist mir schleierhaft. Das ist für mich eine bewusste Irreführung.

 

Es ändert sich  nichts, solange die Kunden und die Gesellschaft das so akzeptieren.
Obwohl: Top-Manager und Politiker in Deutschland sollten sich nicht zu sicher sein. Denn die Globalisierung hat auch Vorteile für die deutsche Gesellschaft. So wurde der Dieselskandal in den USA ins Rollen gebracht. Erst dann gab es auch ernstzunehmende Initiativen in Deutschland. Sogar Sammelklagen gegen die Konzerne sind plötzlich möglich. Manchmal braucht es einfach ein Impuls von außen.
Mir ist es wichtig zu verdeutlichen, dass es in meinem Blog nicht um die Probleme eines oder einzelner DVAG-Kunden mit ihrem Finanzdienstleister geht. Wenn ein derart starker Finanzvertrieb sich eine solche Täuschung erlauben darf, dann kann das das ganze Altersvorsorgesystem in Deutschland ins Wanken bringen. Das sollte uns bewusst sein.
Deshalb suche ich die Öffentlichkeit und keinen Anwalt, der nur meine Interessen vertritt.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Wurde eine Rufmordkampagne gegen Finanzdienstleister AWD von der DVAG finanziert?

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Jetzt wird es spannend. Wie die Zeitung „Die Welt“ heute berichtet, hat ein Informant angeben den Finanzvertrieb AWD von Casten Maschmeyer durch gezielte Kampagnen geschädigt zu haben. Bezahlt wurde er laut dem Bericht vom Wettbewerber Deutsche Vermögensberatung (DVAG) aus Frankfurt/Marburg.

https://www.welt.de/wirtschaft/article167624153/Insider-bekennt-sich-zu-Rufmord-Kampagne-gegen-AWD.html

Laut dem Handelsblatt hatte der Informant und Ex-AWD-Mitarbeiter dabei nach eigenen Angaben sogar Kontakt zu DVAG-Aufsichtsrat und Ex-Kanzleramtschef (unter Helmut Kohl) Friedrich Bohl.

 

Mich erinnert das an einen Hinweis eines meiner Leser, der mir schon vor Jahren schrieb, dass die DVAG schlimmer als die AWD und Maschmeyer sei.

Das müssen jetzt wohl andere prüfen. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

Zur Frage von „König Salomo“

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„Welchen Sinn und Nutzen stiftet Ihr Blog?“ Das hatte mich der Leser mit Pseudonym König Salomo in seinem Kommentar zu meinem Artikel „Machtmenschen: Kohl, Pohl und andere Freunde“ gefragt.
Mir geht es darum andere betroffene Kunden der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) zu erreichen und Ihnen deutlich zu machen, dass sie keine Einzelfälle sind. Mir geht es dabei insbesondere um Menschen, denen der SEB Immoinvest (ehemals SEB Bank später Santander), der DWS Immoflex (Deutsche Bank) oder die Versicherungspolice DWS Flexpension unter völlig falschen Voraussetzungen vermittelt wurde. Die Suchanfragen die zu meinem Blog führen, bestätigen mich selbst in meiner Einschätzung, dass es viele Betroffene gibt.
Ich hätte ja meine Klappe gehalten wenn ich nur ein schlechtes Produkt von der DVAG vermittelt bekommen hätte. Aber mit den genannten Produkten sind es bei mir gleich drei!!!
Die beiden Immobilienfonds kriseln schon länger (seit 2012) und 2016 kam auch noch die Rentenversicherung DWS FlexPension hinzu. Aktuelle Details zur Versicherung, die vom Generali-Konzern und der mit ihr eng verbundenen DVAG vermittelt wurde, sind bei der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Versicherungen nachzulesen. Siehe: https://mediarange.wordpress.com/2017/07/21/generali-vki-vergleich-werden-kunden-getaeuscht/

Mein DVAG-Berater, der nach eigenen Aussagen auch anderen Kunden den DWS Immoflex vermittelt hatte, wurde lange krank, als die Abwicklung der Fonds bekannt wurde und er keine Antworten mehr für mich hatte. Meine Anfragen an Vorstände von DVAG, Aachen Münchener, Deutscher Bank und Santander Bank führten lediglich dazu, dass jeder die Verantwortung auf den anderen schob. Inzwischen scheint mein DVAG-Berater wieder zu arbeiten. Lediglich sein Bild wurde aus der DVAG-Beratersuche inzwischen entfernt. Es gibt also scheinbar keine Konsequenzen bei meinem Finanzdienstleister.
Meines Erachtens zieht sich die DVAG seit Jahren geschickt aus der Verantwortung, unter anderem durch geschickte Lobbyarbeit. Die führte z.B. dazu, dass Vermögensberater nicht mehr von der Finanzaufsicht BaFin überwacht werden, sondern von der jeweiligen IHK. Selbst für den Bundesverband Verbraucherschutz ist das nicht nachvollziehbar. Der hat allerdings keinen Einfluss auf die Judikative (richterliche Gewalt).
Vor dem Hintergrund erscheint mir auch das Engagement der DVAG im Bereich der Ausbildung sowie der Rechtswissenschaften für Finanzdienstleistungsrecht sehr zweifelhaft. Grundsätzlich finde ich einen solchen Einsatz sehr gut. Gleichzeitig gibt dies der DVAG immer mehr Möglichkeiten zur Selbstkontrolle. Wohin einen mögliche Selbstkontrolle führen kann, erleben wir ja gerade in der Automobilindustrie mit der Manipulation von Abgaswerten.

Die in meinem geschilderten Erfahrungen mit meinem Finanzdienstleister deuten für mich darauf hin, dass es der DVAG-Führung hier nicht um das Wohl ihrer Kunden geht, sondern um den eigenen Profit. Andernfalls hätte ich von den Herren in meinem Fall deutlichere Konsequenzen erwartet. Außer auf eine juristische Auseinandersetzung und einem neuen „günstiges“ Darlehen, wollte sich die DVAG-Führung auf keine andere Lösung mit mir als Kunden einlassen. Vor dem Hintergrund eines möglichen Rechtsstreites wollte sich die DVAG auch gegenüber einem WDR-Journalisten nicht zu meinem Fall äußern. Die Organisation baut also eher auf die Qualität ihrer Juristen als auf außergerichtliche Einigungen mit ihren Kunden. Da macht es natürlich Sinn die Ausbildung von Rechtswissenschaftlern zu unterstützen. Und was ist mir der  Qualitätssicherung bei den vermittelten Produkten?

Die Aussage der DVAG zu ihrer Gesellschaftlichen Verantwortung hat für mich daher einen faden Beigeschmack. Vor einigen Monaten klag das Leistungsversprechen sogar noch vollmundiger (siehe Bild). Die Hilfe der DVAG hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.

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Das ein engagierter DAVG-Mitarbeiter wie König Salomo dazu einen andere Meinung hat, kann ich nachvollziehen.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Machtmenschen: Kohl, Pohl und andere Freunde

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Jetzt ist der Kanzler der Deutschen Einheit beerdigt. Doch sowohl für viele seiner politischen Wegbegleiter als auch Journalisten gibt es neben dem lobenswerten Einsatz für die deutsche Wiedervereinigung und ein vereintes Europa noch die bis heute unaufgeklärte Spendenaffäre. Altkanzler Kohl hat sie, wie einiges andere auch, einfach ausgesessen.

In meinem Blog gab es seit dem Tod von Helmut Kohl einige Aufrufe, die sich für den Streit zwischen Kohl und Norbert Blüm sowie die Verbindung zwischen dem Altkanzler und dem Gründer der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) Reinfried Pohl interessierten.  Deshalb möchte ich das noch einmal aufgreifen.

Wie Kohl ist Pohl eng mit der CDU-Spendenaffäre verknüpf.  Beide sind inzwischen verstorben und haben ihr Wissen mit ins Grab mitgenommen. Als Kohl wegen der Spendenaffäre nach seiner Amtszeit von Teilen der CDU kritisiert wurde, lies Pohl seine CDU-Parteimitgliedschaft ruhen. Fakt ist, dass Pohl über unterschiedliche Ableger der DVAG größere Summen an die CDU gespendet hat. Fakt ist auch, dass Kohl nach seiner Amtszeit eng mit dem Patriarchen aus dem Finanzvertrieb zusammengearbeitet hat.  Statt Ehrenvorsitzender der CDU wurde Kohl zum Ehrenvorsitzender im Beirat der DVAG. Siehe auch:  http://www.handelsvertreter-blog.de/2017/06/20/ehrenvorsitzender-des-beirates-der-dvag-verstorben/
Seine Regierungskollegen Theo Waigel (Ex-Bundesfinanzminister) und Friedrich Bohl  (Ex-Kanzleramtschef) wechselten in den DVAG-Vorstand. Heute hat die DVAG in Deutschland ein Monopol im Finanzvertrieb. Die guten Kontakte und vielleicht auch die Parteispenden haben sich für Reinfried Pohl also ausgezahlt.

Ausgezahlt haben sich die Kontakte scheinbar auch für den Journalisten und Ex-Bildzeitungs-Chefredakteur Kai Diekmann. Als Trauzeuge bei Kohls zweiter Ehe war Diekmann immer besonders nah bei Kohl dabei, bis über seinen Tod hinaus. Der kritische Bild-Blog spricht von „Trauzeugen-Journalismus“. Siehe:   http://www.bildblog.de/2959/trauzeugenjournalismus/

Das letzte Bild vom Altkanzler hat Ex-Bild-Chef Diekmann sogar selbst geschossen. Auch das wird von anderen Medienvertretern kritisch bewertet. Siehe:  http://meedia.de/2017/06/19/unvergessene-helmut-kohl-cover-von-der-umfaller-bis-zu-die-abrechnung/

Kohl-Bild-Hintergrund


Geschadet hat es Diekmann auf seinem Weg nicht. Es scheint sogar plausibel, dass er in Kohl einen guten Informanten hatte. Neben viel Lob für den Altkanzler war beispielsweise vom aktuellen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert anlässlich Kohls Todes auch folgendes zu vernehmen: „… und nicht selten verblüfte er seine Gesprächspartner mit Nachfragen oder Beschreibungen aus ihrem Verantwortungsbereich – zu Vorgängen, die sie noch gar nicht kannten, er aber wohl.“

Kohl-Lammert-Erinnerung

Quelle (Focus-Online): http://videos2.focus.de/wochit/2017/06/22/594b9c4de4b05a3f88b87439-1280x720_Jun_22_2017_11_11_55.MP4

Auch in der Familie scheinen die Machtkämpfe weiterzugehen. Öffentlich war zu sehen, wie der Sohn und die Enkel Kohls daran gehindert wurden, Abschied vom Vater und Opa zu nehmen. Kohls aktuelle Ehefrau hat sich hier gegen die leiblichen Verwandten durchgesetzt, auch was Details der Trauerfeier anging. Oft mit dabei war übrigens Ex-Bild-Chefredakteur Diekmann.

 

Obwohl  inzwischen zwei wichtige Akteure der CDU-Spendenaffäre verstoben sind, wäre es nun eine gute Gelegenheit die Fragen der Vergangenheit zu klären und Frieden zu finden. Ich bin mir sicher, dass es noch einige Wegbegleiter Kohls gibt, die hierzu etwas beitragen könnten.

Noch einmal: Kohls Verdienste für die Einheit Deutschlands und Europas sind für mich unbestritten. Gleichzeitig würde eine Aufklärung der Spendenaffäre dazu beitragen lang anhaltende und unwürdige Spekulationen über Verbindungen zwischen Kohl und seinen Parteispendern zu beenden.

 

Ich wünsche dem Altkanzler, dass er nun seinen Frieden findet und, dass seine Angehörigen lernen friedlich miteinander umzugehen. Machtkämpfe kosten nur Energie. Diese Energie können wir in einer Welt, die sich um Umbruch befindet, sicher besser einsetzen.

 

Liebe Grüße,

V. F. Alle

 

Hier sind noch Links zu Beiträgen von mir, die in den vergangenen Tagen zu dem Thema Freunde und Affären aufgerufen wurden:

https://vfalle.wordpress.com/2014/10/07/kohl-nennt-blum-verrater-die-spendenaffare/

https://vfalle.wordpress.com/2015/11/15/dicke-freunde-ich-konnte-mir-nicht-vorstellen/