Versicherung

DVAG soll Generali-Exklusiv-Vertrieb übernehmen

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Es wurde schon einige Zeit darüber spekuliert. In den vergangenen Tagen schossen die Suchanfragen zu DVAG und Generali in die Höhe. Nun liegen die Karten auf dem Tisch. Die DVAG soll den Exklusiv-Vertrieb der ohnehin eng mit ihr verbundenen Generali-Versicherung übernehmen.
Die DVAG spricht von einem „Meilenstein“ und ihrer „Erfolgsstory“.
https://www.dvag.de/dvag/das-unternehmen/presse/pressemitteilungen/dvag-uebernimmt-generali-exklusiv-vertrieb.html

Laut „Das Investment“ geht es für Generali Deutschland darum den „Anforderungen der modernen Zeit gerecht zu werden“.
http://www.dasinvestment.com/phase-2-des-umbaus-startet-dvag-uebernimmt-2018-exklusivvertrieb-der-generali/

Betriebswirtschaftlich scheint das für beide Unternehmen sinnvoll. Die Auswirkungen auf Kunden und Mitarbeiter bleiben allerdings abzuwarten.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

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Wenn Lobbyisten gesellschaftliche Bedürfnisse aus den Augen verlieren

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Was passiert, wenn Lobbyisten die gesellschaftlichen Bedürfnisse aus den Augen verlieren, lässt sich gerade gut am Abgasskandal in der Automobilindustrie erkennen. Grenzwerte wurden lediglich auf dem Prüfstand erreicht. Für den Gesetzgeber reichte das. Außerdem hatten Kunden zuvor bereits jahrelang akzeptiert, dass Ihre Fahrzeuge in der Praxis mehr verbrauchten als die Prüfstandswerte versprachen.

Erst jetzt, wo Fahrverbote drohen wird allen die Misere deutlich. Und jetzt schiebt jeder die Verantwortung auf den Anderen. Die Manager haben ja nur zum Wohle ihrer Unternehmen gehandelt und ihre Freiräume bis an die äußerste Grenze ausgenutzt. Die Kunden haben sich das gefallen lassen, bis sie merkten dass ihre Fahrzeuge deutlich an Nutzwert und finanziellem Wert verlieren können. Und die Politik hat mitgespielt, weil es sich um eine wichtige Branche handelt.
Natürlich ist es wichtig, dass Politiker sich mit Interessenvertretern Treffen und sich dort Einschätzungen einholen. Doch scheinbar ist das längst nicht mehr so ausgewogen, wie es viele gerne darstellen. Es gibt einige mächtige Lobbyisten und viele Andere. Es geht längst nicht mehr um informelle Treffen, es geht auch um finanzielle Zuwendungen in Form von Parteispenden und Einflussnahme durch Wechsel von Politikern in die Industrie und umgekehrt.

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Bisher wollte ich glauben, dass es in der Automobilbranche besser läuft als in der Finanzbranche. Doch anscheinend gehen beide Branchen ähnlich professionell vor. Und auch wenn es in der Finanzbranche seit der Finanzkrise wieder etwas ruhiger geworden ist. Besser ist es nicht geworden, was die Versprechungen und die Realität angeht. Das zeigt die Zusammenfassung von Aussagen des Generali-Versicherungskonzerns im Bezug auf fondsgebundene Lebensversicherungen:
https://mediarange.wordpress.com/2017/08/11/generali-viel-schatten-unter-den-fluegeln-des-loewen/
Okay, hinter dem Blog Mediarange stehen Fachanwälte, die ihr Geld mit solchen Streitigkeiten verdienen. Mir geht es vor allem darum zu zeigen, dass hier etwas im Argen liegt, genauso wie mit der Abgasthematik in der Automobilbranche.
Zur Erinnerung: Generali ist eng mit dem Finanzvertrieb Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) verbunden. Siehe z.B.: https://vfalle.wordpress.com/2017/03/19/was-laeuft-zwischen-der-dvag-und-generali/

Auch bei Parteispenden bleibt alles beim Alten. Die DVAG gehört weiterhin zu den Großespendern von Parteien, insbesondere der CDU. Über aktuelle Zahlen berichteten  kürzlich die Medien Versicherungsbote und „Versicherungswirtschaft heute“.
https://www.versicherungsbote.de/id/4855681/DVAG-Allianz-groesste-Parteispender/
http://versicherungswirtschaft-heute.de/politik-regulierung/dvag-und-allianz-grosspender-fur-politische-parteien/
Bei „Versicherungswirtschaft heute“ kommentiert die DVAG die Partei-Spenden wie folgt:

“Im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung spendet auch die Deutsche Vermögensberatung regelmäßig an verschiedene Parteien. Die Spenden der Deutschen Vermögensberatung erfolgen im Einklang mit den gesetzlich vorgegebenen Rahmenbedingungen.“

Es ist allerdings interessant zu sehen, wie sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren zu Gunsten der DVAG entwickelt haben. Im Gegensatz zu anderen Finanzdienstleistern wird der Finanzvertrieb nämlich nicht von der Finanzaufsicht (Bafin) überwacht. Siehe: https://vfalle.wordpress.com/2014/08/07/wer-kontrolliert-denn-nun-die-dvag/
Es gab nämlich Gesetzesänderungen, ganz nach dem Geschmack des für „Markt und Regulierung“ verantwortlichen DVAG-Vorstands. (siehe Unternehmensblog vom 11.März 2011).

Lach-BaFin
Wie man vor dem Hintergrund der Probleme vieler von der DVAG vertriebener Produkte noch mit dem Slogan „Vermögensaufbau für jeden“ werben und von „gesellschaftlicher Verantwortung“ sprechen kann, ist mir schleierhaft. Das ist für mich eine bewusste Irreführung.

 

Es ändert sich  nichts, solange die Kunden und die Gesellschaft das so akzeptieren.
Obwohl: Top-Manager und Politiker in Deutschland sollten sich nicht zu sicher sein. Denn die Globalisierung hat auch Vorteile für die deutsche Gesellschaft. So wurde der Dieselskandal in den USA ins Rollen gebracht. Erst dann gab es auch ernstzunehmende Initiativen in Deutschland. Sogar Sammelklagen gegen die Konzerne sind plötzlich möglich. Manchmal braucht es einfach ein Impuls von außen.
Mir ist es wichtig zu verdeutlichen, dass es in meinem Blog nicht um die Probleme eines oder einzelner DVAG-Kunden mit ihrem Finanzdienstleister geht. Wenn ein derart starker Finanzvertrieb sich eine solche Täuschung erlauben darf, dann kann das das ganze Altersvorsorgesystem in Deutschland ins Wanken bringen. Das sollte uns bewusst sein.
Deshalb suche ich die Öffentlichkeit und keinen Anwalt, der nur meine Interessen vertritt.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Wurde eine Rufmordkampagne gegen Finanzdienstleister AWD von der DVAG finanziert?

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Jetzt wird es spannend. Wie die Zeitung „Die Welt“ heute berichtet, hat ein Informant angeben den Finanzvertrieb AWD von Casten Maschmeyer durch gezielte Kampagnen geschädigt zu haben. Bezahlt wurde er laut dem Bericht vom Wettbewerber Deutsche Vermögensberatung (DVAG) aus Frankfurt/Marburg.

https://www.welt.de/wirtschaft/article167624153/Insider-bekennt-sich-zu-Rufmord-Kampagne-gegen-AWD.html

Laut dem Handelsblatt hatte der Informant und Ex-AWD-Mitarbeiter dabei nach eigenen Angaben sogar Kontakt zu DVAG-Aufsichtsrat und Ex-Kanzleramtschef (unter Helmut Kohl) Friedrich Bohl.

 

Mich erinnert das an einen Hinweis eines meiner Leser, der mir schon vor Jahren schrieb, dass die DVAG schlimmer als die AWD und Maschmeyer sei.

Das müssen jetzt wohl andere prüfen. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

Zur Frage von „König Salomo“

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„Welchen Sinn und Nutzen stiftet Ihr Blog?“ Das hatte mich der Leser mit Pseudonym König Salomo in seinem Kommentar zu meinem Artikel „Machtmenschen: Kohl, Pohl und andere Freunde“ gefragt.
Mir geht es darum andere betroffene Kunden der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) zu erreichen und Ihnen deutlich zu machen, dass sie keine Einzelfälle sind. Mir geht es dabei insbesondere um Menschen, denen der SEB Immoinvest (ehemals SEB Bank später Santander), der DWS Immoflex (Deutsche Bank) oder die Versicherungspolice DWS Flexpension unter völlig falschen Voraussetzungen vermittelt wurde. Die Suchanfragen die zu meinem Blog führen, bestätigen mich selbst in meiner Einschätzung, dass es viele Betroffene gibt.
Ich hätte ja meine Klappe gehalten wenn ich nur ein schlechtes Produkt von der DVAG vermittelt bekommen hätte. Aber mit den genannten Produkten sind es bei mir gleich drei!!!
Die beiden Immobilienfonds kriseln schon länger (seit 2012) und 2016 kam auch noch die Rentenversicherung DWS FlexPension hinzu. Aktuelle Details zur Versicherung, die vom Generali-Konzern und der mit ihr eng verbundenen DVAG vermittelt wurde, sind bei der BSZ e.V. Interessengemeinschaft Versicherungen nachzulesen. Siehe: https://mediarange.wordpress.com/2017/07/21/generali-vki-vergleich-werden-kunden-getaeuscht/

Mein DVAG-Berater, der nach eigenen Aussagen auch anderen Kunden den DWS Immoflex vermittelt hatte, wurde lange krank, als die Abwicklung der Fonds bekannt wurde und er keine Antworten mehr für mich hatte. Meine Anfragen an Vorstände von DVAG, Aachen Münchener, Deutscher Bank und Santander Bank führten lediglich dazu, dass jeder die Verantwortung auf den anderen schob. Inzwischen scheint mein DVAG-Berater wieder zu arbeiten. Lediglich sein Bild wurde aus der DVAG-Beratersuche inzwischen entfernt. Es gibt also scheinbar keine Konsequenzen bei meinem Finanzdienstleister.
Meines Erachtens zieht sich die DVAG seit Jahren geschickt aus der Verantwortung, unter anderem durch geschickte Lobbyarbeit. Die führte z.B. dazu, dass Vermögensberater nicht mehr von der Finanzaufsicht BaFin überwacht werden, sondern von der jeweiligen IHK. Selbst für den Bundesverband Verbraucherschutz ist das nicht nachvollziehbar. Der hat allerdings keinen Einfluss auf die Judikative (richterliche Gewalt).
Vor dem Hintergrund erscheint mir auch das Engagement der DVAG im Bereich der Ausbildung sowie der Rechtswissenschaften für Finanzdienstleistungsrecht sehr zweifelhaft. Grundsätzlich finde ich einen solchen Einsatz sehr gut. Gleichzeitig gibt dies der DVAG immer mehr Möglichkeiten zur Selbstkontrolle. Wohin einen mögliche Selbstkontrolle führen kann, erleben wir ja gerade in der Automobilindustrie mit der Manipulation von Abgaswerten.

Die in meinem geschilderten Erfahrungen mit meinem Finanzdienstleister deuten für mich darauf hin, dass es der DVAG-Führung hier nicht um das Wohl ihrer Kunden geht, sondern um den eigenen Profit. Andernfalls hätte ich von den Herren in meinem Fall deutlichere Konsequenzen erwartet. Außer auf eine juristische Auseinandersetzung und einem neuen „günstiges“ Darlehen, wollte sich die DVAG-Führung auf keine andere Lösung mit mir als Kunden einlassen. Vor dem Hintergrund eines möglichen Rechtsstreites wollte sich die DVAG auch gegenüber einem WDR-Journalisten nicht zu meinem Fall äußern. Die Organisation baut also eher auf die Qualität ihrer Juristen als auf außergerichtliche Einigungen mit ihren Kunden. Da macht es natürlich Sinn die Ausbildung von Rechtswissenschaftlern zu unterstützen. Und was ist mir der  Qualitätssicherung bei den vermittelten Produkten?

Die Aussage der DVAG zu ihrer Gesellschaftlichen Verantwortung hat für mich daher einen faden Beigeschmack. Vor einigen Monaten klag das Leistungsversprechen sogar noch vollmundiger (siehe Bild). Die Hilfe der DVAG hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.

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Das ein engagierter DAVG-Mitarbeiter wie König Salomo dazu einen andere Meinung hat, kann ich nachvollziehen.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Was läuft zwischen der DVAG und Generali?

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Über die Verbindungen zwischen der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG) und dem Versicherungskonzern habe ich hier ja schon gelegentlich berichtet.

In den vergangenen Tagen erreichten mich zwei Nachrichten:
Eine Person (vermutlich aus dem DVAG-Umfeld) verwies mich auf den Beitrag „8 Millionen € DVAG-Kreuzfahrt 2017 oder wie DVAG Giovanni Liverani abzockt“ im Forum Geprellte Vermögensberater. Siehe: http://geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?f=43&t=785&sid=58415937b4ecfbe613114603fef49e29

Ein anderer Leser (ein Finanzberater, nicht von der DVAG) verwies mich dagegen auf den Beitrag „Generali will sich von Konzerntöchtern trennen „ im Versicherungsboten:  http://www.versicherungsbote.de/id/4851825/Generali-Konzerntoechter-trennen/
In dem Beitrag heißt es:

So plane Deutschland-Chef Giovanni Liverani, den Generali Exklusivvertrieb an die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) zu verkaufen: Entsprechende Gespräche mit DVAG-Chef Andreas Pohl sollen bereits stattgefunden haben. An der DVAG ist die Generali mit 40 Prozent beteiligt. Der Ausschließlichkeits-Vertrieb des Versicherers würde dann ausschließlich über die Deutsche Vermögensberatung laufen.

 

Als branchenfremder Journalist und DVAG-Kunde möchte ich das nicht näher bewerten. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich Journalisten von der Tagespresse und Finanzmedien, das durchaus mal genauer ansehen sollten.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

Noch ein Problemfall? Teilfonds der Rente Pur wird aufgelöst!

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Vor wenigen Tagen bekam ich Post von der Aachen Münchener Versicherung. Demnach gibt es mal wieder Probleme mit einem fondsgebundenen Produkt, welches mir durch die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) vermittelt wurde.
Mit den Produkten des DWS FlexPension von der Deutsche-Bank-Tochter Deutsche Asset Management (Deutsche AM) schließen Teilfonds des Garantiefondskonzepts, in welchem ein Gelder aus der Rente Pur angelegt sind, bereits zum 18.11.2016. Eigentlich war das Laufzeitende für erst für 2025 geplant. Laut dem Schreiben der Aachen Münchener ist bei dem Fonds aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase eine künftige Wertsteigerung praktisch ausgeschlossen. Die Höchststandsgarantie des Teilfonds DWS FlexPension 2023 werde aber zum Stichtag 18.11.2016 in vollem Umfang durch die Deutsche Asset Management gewährleistet.

Was die Versicherung noch recht nett umschreibt, klingt bei Fonds Professionell vom 21.6. 2016 allerdings nicht mehr so freundlich. „DWS Flex Pension: Deutsche AM liquidiert zwei Drittel aller Teilfonds“ lautet da die Schlagzeile.
Am Ende des Beitrages heißt es zudem: „Bei entsprechenden Marktentwicklungen rechnet sich die Deutsche AM „noch neue Höchststände“ und eine Investition in die „Wertsteigerungskomponente“ aus. Für den Fall einer langfristigen Fortdauer oder einer weiteren Verschärfung des derzeitigen Niedrigzinsumfeldes sei jedoch nicht ausgeschlossen, dass weitere Fonds vorzeitig geschlossen werden.“
Quelle: http://www.fondsprofessionell.de/news/vertrieb/headline/dws-flex-pension-deutsche-am-liquidiert-zwei-drittel-aller-teilfonds-125367/

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So informierte die Aachen Münchener Ihre Kunden über die Probleme beim Lebensversicherungsvertrag  Rente Pur.

Weil der das Geld nun nicht mehr in den Fonds angelegt werden kann, dürfen die DVAG/Aachen-Münchener-Kunden nun aus einer Liste mehrerer Fonds auswählen. Der Großteil der alternativ angebotenen Fonds sind ebenfalls hauseigene Fonds von der AM.

Nachdem bereits die mir von meinem DVAG-Berater vermittelten Fonds SEB Immoinvest und DWS Immoflex in der Abwicklung sind, gibt es nun also mit dem nächsten Produkt der Finanzpartner DVAG, Aachen Münchener und Deutsche Bank Probleme. Zu meinem DVAG-Berater habe ich seit 2013 keinen Kontakt mehr. Meinen Fall habe ich meinen „Finanzdienstleistern“ bereits mehrfach geschildert – ohne jegliches Entgegenkommen.
Dennoch wird er mir von der Aachen Münchener nun wieder mitgeteilt:
„Zu der Auswahl eines Fonds berät Sie gerne:“
Es folgen Name, Adresse und Telefonnummer

Mir bleibt der Eindruck, dass meine „Dienstleister“ bis heute nichts von meinen Kundenbedürfnissen verstanden haben.
Viele Grüße,
V. F. Alle

Enttäuschte Erwartungen sind das Problem und nicht die Flüchtlinge

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Seit den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern scheinen Politik und Medien die Ursache für das schlechte Abschneiden der CDU vor allem in der Flüchtlingspolitik zu suchen. Das ist ein Fehler.
Die Abneigung gegen Zuwanderer ist für mich ein Symptom aber nicht die Ursache. Das eigentliche Problem liegt in nicht erfüllten Versprechen, wie „Wir schaffen das“ und „Gemeinsam erfolgreich“.
Die Werbeversprechen hatten auch bei mir zunächst ein gutes Gefühl ausgelöst. Doch inzwischen merken immer mehr Menschen, dass das für sie nicht in dem Maße zutrifft, wie für wenige andere.
Das ist in Ostdeutschland so, in der Bundesrepublik und auch anderen Ländern.
Der Widerspruch zwischen Versprechen bzw. Erwartung und der täglichen Realität wird auch als kognitive Dissonanz bezeichnet. Menschen reagieren unterschiedlich darauf. Die einen zweifeln an sich selbst und werden depressiv. Andere radikalisieren sich, um sich aus diesem Zustand zu befreien. Beides schadet einer Gesellschaft.

Bei meinen Recherchen bin ich in Sachen Versprechen übrigens auf einige Parallelen zwischen der CDU und dem Finanzvertrieb der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG).

Werbemotive der vergangenen Jahre verdeutlichten das:
Auf einem ist eine Familie zu erkennen. Dazu schreibt die CDU „Jede Familie ist anders und uns besonders wichtig“. Auf einem sehr ähnlichen Motiv der DVAG heißt es „Ihre Ziele und Wünsche stehen im Mittelpunkt“.

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So ähneln sich die Werbebotschaften von CDU (oben) und DVAG (unten). In diesem Fall werden Bedürnisse von Familien angesprochen. Auch ich wollte ein guter Vater sein. Quelle (Montage): Werbemotive CDU und DVAG / vfalle

Zu einem anderen Motiv, welches eine ältere Dame mit einem Kind zeigt, titelt die CDU „Solide Finanzen sind wichtig, weil wir an morgen denken“. Das Motto der DVAG lautet „Früher an morgen denken“.
Beide CDU und DVAG sprechen also die gleichen Bedürfnisse an. Weil das auch meine Bedürfnisse waren, fühlte ich mich zu den Beiden hingezogen. Inzwischen sehe ich darin nur noch leere Marketingaussagen.

Interessanterweise verfliegt in Ostdeutschland gerade der Bonus der CDU, der eng mit der Grenzöffnung der ehemaligen DDR und Altkanzler Helmut Kohl verbunden ist. Finanz- und Versicherungsunternehmen witterten bei der Wiedervereinigung das große Geld. Die Wettbewerber waren z.B. entsetzt als sich die Allianz 1990 den Kundenstamm der ehemaligen „Staatlichen Versicherung der DDR“ sicherte. Auch die DVAG erkennte das Geschäftspotenzial.
Und: Altkanzler Kohl, ein enger Freund von DVAG-Gründer und CDU-Parteispender Reinfried Pohl, wechselte nach seiner politischen Karriere in den Aufsichtsrat des Versicherers Generali.

Von enttäuschten Erwartungen berichtet längst auch der Protagonist im Film „Wenn der Vermögensberater klingelt“. (2. bis 3. Minute des Beitrags)

In dem Beitrag heißt es zu den Absatz-Strategien in Ostdeutschland (ab 10. Minute): „Die Leute hatten nichts. Also ein cleverer Wessi hat hier mit der Schubkarre Verträge verkauft. Der hat da im Monat 100.000 Euro verdient…    … Zehn Jahre später hatten SIe von allem alles im Überfluss – manche drei gleiche Versicherungen was sie nicht gemerkt haben.“

Mich wundert es nicht, das diese Menschen jetzt sauer sind.

Noch einmal: Die Flüchtlinge sind nicht das Problem. Das eigentliche Problem sind unsere Erwartungen, die von Verkäufern und Marketingspezialisten gezielt angesprochen werden.
Die Methoden dazu wurden in den vergangegen Jahren immer weiterentwickelt. Es geht darum psychologische Schwächen von Menschen gezielt zu nutzen. Dafür gibt es z.B. Studien sowie Weiterbildungen zum Neuromarketing. Dabei werden vor allem unbewußte Entscheidungsprozesse angesprochen.

Das sollten wir uns bewußt machen!

Viele Grüße,
V. F. Alle