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SCHOCK Bin im Minus

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Jetzt weiß ich wie es sich anfühlt sein Girokonto zu überziehen. Es war für mich wie ein Schlag in den Magen, als mir der Sparkassenmitarbeiter heute Morgen mitteilte, dass das Girokonto von meiner Frau und mir mit über 1500 € im Soll (Minus) steht. Zunächst hatte ich meine Frau im Verdacht. Zum Glück habe ich mir die Kontoauszüge angesehen, bevor ich sie damit konfrontierte.

Da wurde alles deutlich: Die Aachen Münchener hatte 1985,89 € für eine von der DVAG vermittelte Rentenversicherung abgebucht.

Ich dachte, ich hätte denen klar gemacht, dass ich erst meine Schulden tilgen möchte, bevor ich weiter Rentenverträge bediene. Bin ich so schwer zu verstehen?

Erneut kommt es zu einem „Missverständnis“ zu meinen Ungunsten. Also werde ich nun wieder einen Brief schreiben. Inzwischen hat mich die Beratung mehr Zeit gekostet als mir die Beratung anfangs Zeit gespart hat und der DVAG-Vermögensplan entwickelt sich zum persönlichen Desaster. Dabei wollte ich es mir doch einfacher machen, als ich Kunde der DVAG wurde.

Ich habe immer auf die Selbstregulierung der Branche vertraut, so langsam bekomme ich meine Zweifel. Wollte mir die Deutsche Vermögensberatung und Ihre Partner nicht dabei helfen, mich finanziell für das Alter abzusichern? Ich hatte nicht erwartet, dass sich das nun so auswirkt.

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Kosten für die Lebensversicherung

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Nur zur Dokumentation:
Weil mir Schuldenfreiheit wichtiger ist als meine Rentenverträge, habe ich die Beitragszahlungen ausgesetzt und die Aachen Münchener darüber informiert.

Zu meinem Rente-Plus-Vertrag wurde mir diese Woche mitgeteilt, dass der Vertrag entsprechend geändert wurde. Dafür behält die Aachen Münchener eine Gebühr von 25 € ein. Der Betrag wurde in den neuen Vertragsdaten bereits berücksichtigt.
Ich weiß nicht, was ich von diesem Service halten soll?

Auch meine Riester Rente Strategie wurde angepasst. Hier wurde zumindest keine erkennbare Gebühr erhoben.

Kommentare im Internet

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Vielen Dank …
… an diejenigen, die mir durch Kommentare in anderen Blogs und Foren sowie Verweise auf meinen Blog geholfen haben, die unterschiedlichen Facetten des Systems DVAG zu erkennen.

Zu nennen ist z.B. das Forum von ehemaligen DVAG-Mitarbeitern /-Mitarbeiterinnen:
http://geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?f=8&t=19

und der Blog von Vertriebsaussteiger Maximilian von Ah, alias Frank Henkel:
http://finanznetzwerker.wordpress.com/2013/05/31/auch-mein-vertrauen-wurde-ausgenutzt/

V. F. Alle

Nachtrag vom 12. 10. 2014:
Gestern habe ich mir die Kommentare zum Nachruf auf Reinfried Pohl bei Spiegel-Online angesehen. Siehe: http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/nachruf-auf-reinfried-pohl-deutschlands-bester-verkaeufer-thread-129001-1.html
Dort gibt es sehr viel Kritik an dem DVAG-Gründer und hochrangigen Politikern. Aber auch etwas Gegenkritik ist zu lesen. Darin geht es, wie in ähnlichen Foren, um den „Neid der Besitzlosen“ und die „Gier der Anlager“. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo zwischen den beiden gegensätzlichen Polen.
In den Kommentaren sind die Kritiker inzwischen in der Mehrheit. Die Medien berichten dagegen tendenziell immer noch eher positiv über Pohl und seine DVAG.

Was bedeutet das für die Vermögensberater von der DVAG?
Bisher war die Marke DVAG für sie ein Vorteil, quasi ein Türöffner bei Kunden und Politikern. Wenn die Stimmung kippt, dann wir die Marke zum Makel. Das kann nun höchstens noch mit einem Kurswechsel im Unternehmen verhindert werden. Für alle ehrlichen und fleißigen DVAG-Mitarbeiter hoffe ich, dass dieser gelingen mag.

Wunschdenken (20)

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Viel habe ich in den vergangenen rund 20 Monaten dazugelernt.

Eines ist mir besonders deutlich geworden:

    Maximale Kundenorientierung (intensive Betreuung) und maximale Vertriebserträge schließen einander aus.

Drei Wünsche habe ich, die bisher unerfüllt blieben:

1.

    Von meinen Finanzdienstleistern

wünsche ich mir, dass sie sich freiwillig intensiver mit Fällen von Kunden wie mir beschäftigen.

2.

    Von Politikern aller Parteien

wünsche ich mir, dass sie sich Jahre nach dem Fall Maschmeyer (AWD) wieder kritischer mit der von ihm mitgeprägten Branche der Vermögensberater beschäftigen.

3.

    Von Wirtschaftsjournalisten

wünsche ich mir, dass sie Hinterfragen was der Finanzvertrieb im Zeitalter sozialer Medien bewirken kann.

Zur Erinnerung:
Im Jahr der Finanzkrise (2008) hielt Bundeskanzlerin Merkel folgende Rede auf einer Veranstaltung des Finanzvertriebs Deutschen Vermögensberatung. (siehe: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Bulletin/2008/11/124-2-bk-vertriebskonferenz.html )

Ja, auch ich glaubte damals, dass es gut ist, mein Vermögen nicht schnell auszugeben, sondern in meine Altersvorsorge zu investieren. So wollte ich mein Haus abbezahlen und habe Rentenversicherungen für meine Frau und mich abgeschlossen.
Nun ist das Haus trotz Vermögens (das ist ja gerade nicht verfügbar) nicht abbezahlt und ich habe die Rentenversicherungen beitragsfrei gestellt, um noch etwas von unserem Familieneinkommen ausgeben zu können. Weder meine Vermögensberater noch ich können nun abschätzen, was das für meine Rente genau bedeutet, weil das von mehreren unüberschaubaren Faktoren abhängt.
Was es bedeutet, wenn Bürger kein Geld mehr haben (oder ausgeben wollen) um am Wirtschaftsleben teilzuhaben, hat die Finanzkrise gezeigt und zeigen Unruhen in Griechenland sowie Spanien.
Was haben wir also in den vergangenen 5 Jahren dazugelernt?

In nächster Zeit möchte ich mich wieder mehr um meine Kinder kümmern. Die kamen bei meiner umfangreichen Recherche zu kurz. Vermutlich werde ich ihnen bei unserer aktuellen finanziellen Situation auch kein Studium im Ausland ermöglichen können. Dafür kann ich sie mit meinen umfangreichen Erfahrungen dabei unterstützen, Schwierigkeiten in unterschiedlichen Lebenlagen erfolgreich zu meistern.

Viele Grüße, V.F. Alle

Mach Dir Dein eigenes Bild – Finanzgeschichte (19)

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Mit vielen Menschen habe ich mich in den vergangenen Monaten über meinen Fall ausgetauscht. Darunter waren Politiker, Chefvolkswirte, Banker in unterschiedlichen Positionen sowie Vorstände und Pressesprecher von Industrieunternehmen.
Zwei Aussagen sind mir besonders in Erinnerung geblieben:
1. Deutschland fehlt eine Aufklärung über Finanzfragen, die am besten schon in Schulen erfolgen sollte.
2. Investiere nie in Dinge die Du nicht verstehst.
Letzteres gilt für Finanzinvestoren wie Warren Buffet genauso wie für einfache Bürger. Gute Verkäufer sind allerdings in der Lage, ihren Kunden den Eindruck zu vermitteln, alles verstanden zu haben.

Aktuellen und neuen Kunden der DVAG empfehle ich in dem Zusammenhang statt aufwändiger Internetrecherche zwei Bücher:
Einerseits die Selbsteinschätzung des „Allfinanz-Erfinders“ Reinfried Pohl in seinem Werk „Ich habe Finanzgeschichte geschrieben: Ein Gespräch mit Hugo Müller-Vogg“( http://www.hoffmann-und-campe-corporate-publishing.de/product-detail/portfolio/index/detail/reinfried-pohl-ich-habe-finanzgeschichte-geschrieben.html ) und
andererseits die Ansichten des Finanzvertriebsaussteigers Maximilian von Ah im Buch „Geld fressen Seele auf“ (http://www.maximilianvonah.com/das-buch/index.html). Letzteres gibt einen Eindruck von der Branche am Beispiel des DVAG-Wettbewerbers AWD.

Mit den Büchern prallen zwei Extreme aufeinander, die mir im Nachhinein bei der Einschätzung meines Finanzdienstleisters mehr geholfen hätten, als die vielen Medienberichte und Internetveröffentlichungen über die DVAG.

Mein Fazit: Herr Dr. Pohl hat es schon vor dem Erfolg von Facebook verstanden, soziale Netzwerke für seine Geschäftszwecke zu nutzen. So generiert das System immer wieder neue, motivierte Vertriebsmitarbeiter und Kunden aus dem Bekanntenkreis. Und wer verklagt schon seinen „freundschaftlichen Berater“? Das wäre ja nicht sozial, oder?

So lassen sich die Gewinner feieren und die Verlierer fallen kaum auf.

Vielleicht sollte ich darüber auch einmal ein Buch schreiben?

Viele Grüße, V.F. Alle

Finanzministerium und DVAG (17)

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Das ging jetzt doch deutlich schneller als erwartet. Heute bekam ich tatsächlich eine Antwort aus dem Finanzministerium – trotz Wahlkampf. Genau betrachtet, ist diese eine Zusammenfassung meines Falles mit dem Ergebnis, dass mir nur der Weg über Gerichte bleibt.

Das Finanzministerium schrieb:
Sie beklagen eine fehlerhafte Beratung durch einen Mitarbeiter der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG). Sie hätten die Beratung in Anspruch genommen, um eine im Jahre 2007 angefallen Erbschaft in Höhe von 157.000 Euro so sicher anzulegen, dass damit ein Immobiliendarlehen über 100.000 Euro im Jahre 2012 hätte getilgt werden können.
Ihnen sei der Erwerb eines Immobilienfonds empfohlen worden, dieser Empfehlung seien Sie gefolgt. Sie beklagen, über die Risiken des Investments nicht aufgeklärt worden zu sein. Dies bestreitet die DVAG und weist daraufhin, dass der Verkaufsprospekt des Fonds sowie die Ihnen ausgehändigten Verkaufsunterlagen Auskunft über die Möglichkeiten einer Fondsschließung gegeben hätten.
Mittlerweile wurde die Anteilsrücknahme ausgesetzt und der Fonds wird abgewickelt. Wegen der Einzelheiten und des Verfahrens weise ich auf das Ihnen zugegangene Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hin.
Ob Ihnen Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung gegen die DVAG zustehen, kann allein ein Gericht entscheiden. Dieses müsste auch die Frage klären, ob Ihnen das Wesen eines Immobilienfonds nicht hätte bekannt sein müssen, denn die Informationen konnten aus den Vertragsunterlagen entnommen werden.

Warum Bundeskanzlerin Merkel „Leitplanken“ für die Finanzbranche fordert und gleichzeitig PR-Aktionen der Deutschen Vermögensberatung unterstützt, geht daraus nicht hervor.
Zumindest dokumentiert die Antwort, dass dem Finanzministerium spätestens jetzt die besondere Position der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in unserem Finanzsystem bekannt ist.

Mit meinem Beratungsdienstleister diskutiere ich also allein die Frage, ob die Aushändigung eines Verkaufsprospektes als ausreichende Beratung bewertet werden kann. Da sollte sich doch eine Lösung finden lassen.

Tatsache ist, dass ich 2010 nachweislich (schriftlich) bei der SEB-Fondsgesellschaft und meinem Berater nachgefragt hatte, ob ein Risiko besteht, meine Darlehen 2012 nicht zurückzahlen zu können. Weder in der schriftlichen Antwort der Fondsgesellschaft noch in der mündlichen Antwort meines Beraters erhielt ich damals Hinweise darauf, dass der Fonds auch abgewickelt werden könne. Das hätte ich von einem Beratungsunternehmen erwartet.

Fakt ist zudem, dass mir 2007 auch von meiner Sparkasse und von der Deutschen Bank (bei der der Großteil meiner Erbschaft lag) Angebote für Kapitalanalagen mit höherer Rendite gemacht wurden. Auf meinen Hinweis, dass mir Schuldenfreiheit wichtiger ist als Kapitalerträge, bekam ich von den Banken keine weiteren Angebote. An das Geld, welches ich bei den Banken selbst verwaltete (an meinem DVAG-Berater vorbei), kam ich daher jederzeit dran. Allein mit dem Dienstleister, der vollen Einblick in meine Darlehenssituation hatte, gibt es darüber seit Anfang 2012 Unstimmigkeiten.

Es stimmt, dass mir zum SEB Immoinvest Verkaufsprospekte ausgehändigt wurden, deren Inhalt meine Frau und ich beim Berater bei Vertragsabschluss hinterfragten. Im Bezug auf den mir ebenfalls vermittelten DWS Immoflex ist das jedoch falsch. Weil mein Berater keinen Originalverträge mehr dabei hatte, halfen wir uns mit Computerausdrucken aus. Die Ausfertigungen für meine Unterlagen wollte er nachreichen. Darauf warte ich heute noch.
Weil ich mich durch die regelmäßigen Besuche meines Beraters gut betreut fühlte, hatte ich das zwischenzeitlich nicht im Blick – mein Fehler. Im Nachhinein konnte ich das jedoch durch Notizen rekonstruieren, die ich in meine Unterlagen gelegt hatte. Aus meinen Unterlagen bei der DVAG sollte sich daher für die DVAG ebenfalls nachvollziehen lassen, auch wenn mein Berater schon längere Zeit wegen Krankheit ausfällt.

Ich frage mich, welche Eigenleistung Führungskräfte der Deutschen Vermögensberatung von ihren Kunden noch erwarten. Ich hatte nicht gedacht, dass es so schwer werden würde, die Beratung zu bekommen, die der Unternehmensname Deutsche Vermögens_ _ _ _ _ _ _ _ erwarten lässt. Geduldig bleibe ich weiter dran und dokumentiere, was mir mehr als zehn Jahre Treue zur DVAG bringen.

Ihr/Euer V.F. Alle

Ich bin dann mal im Wahlkampf (16)

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Nachdem das Kanzleramt , meine Schreiben an das Finanzministerium weitergeleitet hat, warte ich weiterhin auf Antwort (siehe Blogbeitrag 11). Wahrscheinlich sind die Politiker jedoch im Moment zu sehr mit dem Wahlkampf beschäftigt und haben für mein Anliegen wenig Zeit.

Dabei hatte ich meinem Schreiben extra einen Brief vom Hessischen Ministerpräsident Volker Bouffier beigelegt. Ich hatte schriftlich angefragt wie es sein kann, dass er den DVAG-Chef Dr. Reinfried Pohl mit einem Verdienstkreuz für „soziale Verdienste“ auszeichnet (http://m.mittelhessen.de/news-detail/artikel/kohl-bei-ordensverleihung-an-unternehmer-pohl.html ), während DVAG-Kunden ganz andere Erfahrungen mit seinem Unternehmen machen.

In der von Herrn Bouffier unterschriebenen Antwort wurde mir freundlich mitgeteilt, dass ich mich in der Angelegenheit an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wenden solle. Wie bereits in meinem Blog geschrieben, hatte die BaFin mir gegenüber jedoch vorher schon erklärt, dass sie nicht dafür zuständig ist, sondern das Ordnungsamt der entsprechenden Stadt. Herr Bouffier wusste also scheinbar nichts von der Sonderstellung der DVAG im deutschen Finanzsystem.

Für Bürger, die die Verleihung eines Verdienstordens als Beleg für Vertrauenswürdigkeit bewerten, hat das fatale Folgen.

Viele Grüße, V.F. Alle