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Geburtstagsgruesse von der Bundeskanzlerin (Teil 11)

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Regelmäßig bekamen meine Frau und ich bis 2011 Geburtstagskarten von unserem DVAG-Berater. Das war eine nette Geste. 2012 blieb diese aus. Geburtstagsgrüße waren in da auch nicht angebracht, nachdem deutlich wurde, dass für uns etwas falsch läuft.

Geburtstagswünsche von der DVAG bekam ich jedoch 2013 wieder. Sie galten nur nicht mir, sondern dem Vorstandsvorsitzenden der DVAG zu seinem 85. Geburtstag. In der DVAG-Pressemitteilung (http://www.presseportal.de/pm/6340/2456449/zum-geburtstag-des-gruenders-und-vorstandsvorsitzenden-der-dvag-prof-dr-reinfried-pohl-wird-85) wurde auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zitiert:

Angela Merkel, Deutsche Bundeskanzlerin: „Sie und Ihre Familie haben ein gutes Stück der Geschichte der sozialen Marktwirtschaft mitgestaltet, denn Sie haben das Angebot von Allfinanzleistungen populär gemacht, Sicherung aus einer Hand, weil es um den Menschen geht und nicht um das Produkt.“

Zu dem Zeitpunkt war ich eigentlich so weit, dass ich nicht mehr mit der DVAG um mein Vermögen streiten wollte. Seit dem habe ich allerdings eine neue Motivation. Ich will Menschen darüber aufklären was ich mit der DVAG erlebte, damit sich Politiker und potenzielle Kunden ein eigenes Urteil bilden können. Als Journalist habe ich das ja gelernt. Und frei von der Angst Geld zu verlieren, schreibt es sich auch viel besser.

Weil ich die Bundeskanzlerin nicht bloß stellen wollte, schilderte ich ihr meinen Fall in einem Brief und bat sie um eine Stellungnahme wie ihre Finanzmarktkritik (http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE94H00520130518) mit der Werbung für die DVAG zusammenpasst.
Ich bekam sogar eine Antwort aus dem Kanzleramt. Sie lautete, für mich sehr überraschend:

Sehr geehrter Herr xxxx,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 19. Mai 2013 an Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, in deren Auftrag ich Ihnen antworte. Ich bitte um Verständnis, dass es der Bundeskanzlerin aufgrund der Vielzahl eingehender Briefe nicht möglich ist, in jedem Falle persönlich zu antworten.
Ich danke Ihnen für die Ausführungen und die Zusendung der Unterlagen betreffend der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Die Zuständigkeit für Ihr Anliegen liegt innerhalb der Bundesregierung beim Bundesministerium der Finanzen, an das ich daher Ihr Schreiben weitergeleitet habe.

Die Kanzlerin soll also für ihre eigenen Worte nicht zuständig sein?

Für Wähler der SPD oder anderer Parteien sollte das kein Grund zur Schadenfreude sein. Da ist z.B. die Beziehungen zwischen Altkanzler Schröder und dem damaligen AWD-Chef Maschmayer zu nennen, aber auch die Beziehungen von Ex-Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück zur Finanzbranche. Siehe auch, die Recherche des NDR, die leider sehr spät am Abend ausgestrahlt wurde: http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/ndr/01072013-die-story-im-ersten-Abkassiert-und-weiter-so-100.html

Viele Grüße, V. F. Alle

P.S.: Auf meine Nachfrage zum Thema Zuständigkeit bekam ich aus dem Kanzleramt eine ergänzende Rückmeldung. Sie lautet:

Sehr geehrter Herr …,
vielen Dank für Ihr Schreiben vom 29. Juni 2013. Ich möchte ergänzend zu meinem Schreiben vom 25. Juni 2013 anmerken, dass Ihre Informationen aufmerksam gelesen wurden und die Bundeskanzlerin regelmäßig über den Inhalt der an sie gerichteten Schreiben in komprimierter Form informiert wird.
Die fachliche Zuständigkeit für Ihr Anliegen liegt innerhalb der Bundesregierung beim Bundesministerium der Finanzen. Daher habe ich Ihr Schreiben – wie im Antwortschreiben vom 25. Juni 2013 dargelegt – an das Bundesministerium der Finanzen mit der Bitte um Beantwortung weitergeleitet.

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Ex-Finanzminister sieht keinen Fehler (Teil10)

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Weil die Vorstandsebene der DVAG nicht auf mein Bedürfnis eingehen wollte, schrieb ich also an den Aufsichtsrat Dr. Theo Waigel (Ex-Finanzminister, CSU). Jemand mit soviel Sachverstand sollte doch wohl genauer hinschauen, wenn Kunden der DVAG so grandios ihr Ziel verfehlen.

Die Antwort war knapp und für mich ernüchternd. Sie lautete:

Sehr geehrter Herr xxxx,
Ihre Beschwerde vom 03.12.2012 habe ich an den Aufsichtsratsvorsitzenden der
DVAG mit der Bitte um Überprüfung zugeleitet. Mir wurde mitgeteilt, dass am
14.06.2012 und am 21.06.2012 eingehende Stellungnahmen an Sie gegangen sind.
Die Aachen Münchener hat Ihnen am 23.11.2012 Angebote zur weiteren
Vorgehensweise gemacht.
Ich sehe keine Möglichkeit, die DVAG oder die Aachen Münchener darüber hinaus
zu weiteren Schritten zu veranlassen.

So einfach machen sich Aufsichtsräte der DVAG also die Prüfung von komplizierten Zusammenhängen. Ob das die Aktionäre der DVAG auch so locker sehen?

Wahrscheinlich ist das auch eine Frage der Perspektive. Als ehemaliger Bundespolitiker mit einer sicheren Rente und einer Position im DVAG-Aufsichtsrat hätte ich sicher auch andere Erfahrungen mit dem Thema „Vermögensaufbau für Jeden“ bei der DVAG gemacht.

Nun bin ich ein einfacher Familienvater und kann meine Rentenversicherungen nicht mehr wie geplant bedienen. Um wenigstens einen Teil der Schulden begleichen zu können, habe ich Gelder von den Konten meiner Kinder genommen. Da lässt sich für mich selbst mit viel gutem Willen kein Vermögensaufbau erkennen.

Viele Grüße, Ihr/Euer V. F. Alle

Guter Anfang – schwacher Abgang (Teil 9)

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Mit Abstand betrachtet, hat es mich sehr beeindruckt, wie der DVAG-Berater mit meiner Frau und mir einen ausführlichen Finanzplan erarbeitete. Er hat sich bei uns zu Hause viel Zeit dafür genommen. Das hatten wir bei den Banken nicht so erlebt, bei denen wir Konditionen und Bedingungen für ein Darlehen erfragten.

Genau deshalb glaubte ich, dass es unserem Berater wirklich ernst ist, uns finanzielle Sicherheit zu geben. Das war mir wichtig und deshalb war ich auch bereit mehr für die Darlehen zu zahlen als bei einer Bank.

Im Nachhinein frage ich mich, wieso mich das bei den weitern Termin so gutgläubig gemacht hat, dass ich mir Produkte vermitteln ließ, die ich eigentlich nie wollte.

Ein bischen lag es wohl auch daran, dass der DVAG-Berater mir vermittelte handwerklich nicht so geschickt zu sein. Er vertraue dann lieber einem Fachmann und widme seie Zeit lieber Dingen, die ihm mehr Spaß machen. Weil ich Spaß an handwerklichen Dingen und meiner Familie habe, wollte ich gerne die Finanzangelegenheiten einem Fachmann anvertrauen. Da passte scheinbar also alles.

Beigetragen hat dazu auch, die Tatsache, dass wichtige Informationen im „Verlaufsprospekt“ standen, dessen Bedeutung ich nicht verstanden habe. Weil ich den Prospekt als Werbung verstand und bereits lange den Vertrag studiert hatte, überflog ich den Prospekt nur kurz und fragte meinen Berater ob da etwas drin steht, was meinem Wunsch nach Sicherheit widerspricht. Das verneinte er und ich vertraute ihm.

Wie bereits im letzten Blog berichtet, ist inzwischen vieles anders. Persönliche Besuche hat es schon lange nicht mehr gegeben, weil mein Berater krank ist und sein Vertreter fast 100 km weit entfernt sitzt.

Nachdenkliche Grüße,
V. F. Alle

Meinem Berater geht es wohl schlechter als mir (Teil 8)

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So wie es aussieht, verliere ich durch das Vertrauen in die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) Geld. Auch mit der Absicherung meiner finanziellen Zukunft, sieht es schlechter aus, als es mir versprochen wurde.

Viel schlimmer scheint es jedoch im Moment meinem Beraterzu gehen. Er machte mir den Eindruck, dass ihm selbst nicht klar war, was er vermittelte. Mir scheint es, dass er darauf vertraute, von seinem Unternehmen alle wichtigen informationen zu bekommen.

Beim Verkauf der Kapitalanlagen, im Beisein meiner beiden damals kleinen Kinder, hatte er stets gesagt, dass er meiner Familie nichts Falsches für unsere Zwecke verkaufen würde. Er könne ja sonst nicht mehr mit gutem Gewissen in den Spiegel schauen. Es klang für mich, als sei er davon auch überzeugt. Zumal meine Frau und ich ihn mehrfach drauf aufmerksam gemacht hatten, nach schlechten Erfahrungen mit Banken lieber auf Kapitalerträge verzichten, als ein unnötiges Risiko eingehen zu wollen.

Er hatte wohl wirklich darauf vertraut, dass er von seinem Unternehmen in der Richtung mit entsprechenden Informationen unterstützt wird. Doch darüber kann ich jedoch nur spekulieren. Informationen für die Mitarbeiter hatte es nach meiner Erkenntnis wohl auch gegeben (siehe http://www.handelsvertreter-blog.de/2012/05/09/vermogensberater-erhalten-leitfaden-zum-immoinvest/). Eine faire Beratung sieht für mich anders aus.

Als meine Frau und ich ihn Anfang 2012 fragten, wie er zu Einschätzungen von DVAG-Aussteigern steht, sagte er uns sinngemäß noch:
Die Ex-DVAG-Mitarbeiter, die in den negativen Medienberichten auspackten, hätten selbst finanzielle Probleme und würden dafür nun das Unternehmen verantwortlich machen. Das klang für uns plausibel.

Als ich ihn Mitte 2012 mit den Ergebnissen seiner Beratung konfrontierte, versuchte er noch eine persönliche Lösung für mich zu finden. Als ich auf eine offizielle Lösung der DVAG bestand, konnte er mir nicht mehr helfen. Auch ein zinsloses Darlehen, wie es nach meinem damaligen Kenntnisstand anderen durch die Schließung des SEB Immoinvest Betroffenen von ihren Banken gewährt wurde, konnte er mir nicht vermitteln. Die Schreiben, die ich aus der DVAG-Zentrale erhielt nahm er zur Kenntnis.

Kurzzeitig dachte ich, dass ich mit der DVAG nichts mehr zu tun haben wolle – insbesondere nachdem ich über meine Darlehensablösungen bereits selbst verhandeln musste, obwohl ich doch einen Berater zu haben glaubte.

Ich beschloss dann aber, die Beratungsleistung, die der Unternehmensname „Deutsche Vermögensberatung“ mir vermittelt hatte, weiter in Anspruch nehmen zu wollen. Schließlich wurden mir ja auch noch mehrere Rentenversicherungen vermittelt, die ich durch die verfehlte Kapitalanlage nun nicht mehr wie geplant bedienen konnte.

Das Ergebnis im Juli 2013:
Mein bisheriger Berater steht mir aus „gesundheitlichen Gründen“ schon länger nicht mehr zur Verfügung. Laut seiner Sekretärin hatte er einen Nervenzusammenbruch. Sein Direktionsleiter sitzt etwa 100 km von mir entfernt und kann nicht mal eben bei mir und meiner Familie vorbei kommen. Ich konnte ihn noch nicht persönlich kennenlernen.

Mir scheint es, dass mein Berater weiterhin nicht die die Unterstützung bekommt, die er von seinem Arbeitgeber erwartet hatte.
Ich wünsche ihm alles Gute. Denn wenn meine Einschätzungen richtig sind, dann wird es sehr schwer für ihn, nach dem was er seinen Kunden versprochen hat und an was er glaubte.

Vielleicht können das andere Ex-Finanzvertriebler bestätigen. Das würde mich interessieren.

Ihr/Euer V. F. Alle

Informationsquellen meines Dienstleisters (Teil 7)

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Welche Informationsquellen nutzt die DVAG?

Als Journalist weiss ich, dass Technikunternehmen sich inzwischen ein Beispiel an Finanzsoftware nehmen, um Ausfallwarscheinlichkeiten von Produkten wie Windkraftanlagen zu kalkulieren. Ich dachte bei meinem Dienstleister gibt es so etwas auch. Und vor allem dachte ich, dass das auch zum Nutzen der Kunden verwendet wird.

Nun stelle ich fest, dass das Führungspersonal der DVAG auf Internetmeldungen und Pressemitteilungen verweist. Es wundert mich sehr, dass die DVAG scheinbar keine besseren Informationsquellen hat.

Hätte ich das vorher gewußt, hätte ich lieber selbst recherchiert und keinem DVAG-Berater vertraut. Das bekommt jeder Bürger hin, der etwas Spaß am Internet hat. Von einem Finanzdienstleister erwarte ich da schon etwas mehr Einsatz.

Außerdem wollte ich nie im „voll im Trend der Anlegerpreferenzen“ (Brief vom DVAG Chefvolkswirt) liegen sondern hatte ein individuelles Bedürfnis, auf das von der DVAG bis heute nicht eingegangen wurde, obwohl mir dies von meinem Berater vermittelt wurde.

Geradezu paradox ist für mich Tatsache, dass genau das Unternehmen bei dem auch meine Darlehen liefen, mein Geld zum Zweck der baldigen Tilgung nicht sicher Anlegen konnte und davon scheinbar auch nichts wissen will. Nur an das Geld, dass ich an meinem Beratern vorbei gespart hatte, kam ich wie von mir geplant dran. Von einer Finanzdienstleistung aus einer Hand hatte ich mir etwas anderes erwartet.

Gruß,
V. F. Alle

Keiner ist verantwortlich – der Kunde wollte es ja so (Teil 6)

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Mein zweites Schreiben an Prof. Dr. Pohl, den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Vermögensberatung (DVAG), brachte wenig neue Erkenntnisse. Ich hatte ihn gebeten, mir zu erklären, wie er zu seinem Leistungsversprechen „ Wer Hilfe braucht, kann auf unsere Unterstützung bauen“ steht. Siehe auch: http://www.dvag.de/dvag/unternehmen/gesellschaftliche-verantwortung/
Außerdem wies ich ihn auf meine damaligen Erkenntnisse aus der Finanzkrise 2008/2009 hin und welche Verantwortung er als DVAG-Vorstand daher nach meiner Ansicht trage.

Immerhin antwortete nun der DVAG-Chefvolkswirt (höhere Managementebene, ähnliche Textbausteine).

Der DVAG-Chefvolkswirt antwortete mir folgendes:
„Sehr geehrter Herr xxxxxxx,
an mich wurde Ihr an Herrn Professor Dr. Reinfried Pohl gerichtetes Schreiben vom 18. Juni 2012, in dem Sie Ihrem Unmut über die Entwicklung des SEB Immolnvest Immobilienfonds Ausdruck verleihen, weitergeleitet.
Dies nehme ich zum Anlass, Ihnen mein Bedauern darüber ausdrücken, dass Ihre Anlage in SEB Immolnvest Fondsanteile offensichtlich nicht das hielt, was Sie sich davon versprachen. Zweifelsohne führt es zur Verärgerung, wenn das in dem Ihnen seinerzeit übergebenen Verkaufsprospekt beschriebene Risiko einer Schließung des Fonds tatsächlich eintritt.
Dies war so weder von uns noch von anderen wesentlichen Marktbeobachtern vorhersehbar. Vielmehr waren Offene Immobilienfonds, wie der SEB Immolnvest, zum Zeitpunkt Ihres Erwerbs im Jahr 2007 eine sehr begehrte Anlageform unter den Publikumsfonds. So lässt sich der Kapitalmarktstatistik der Deutschen Bundesbank (Quelle: Monatsbericht Mai 2012, S. 51) entnehmen, dass beim Absatz von Publikumsfonds in Deutschland allein der Bereich der Offenen Immobilienfonds mit einem Plus von 6,84 Mrd. Euro ein positives Mittelaufkommen generieren konnte, während seinerzeit zum Beispiel Wertpapierfonds (-12,85 Mrd. Euro) und Geldmarktfonds (- 4,84 Mrd. Euro) unter erheblichen Abflüssen litten. Sie bewegten sich also mit Ihrer Anlage in einem Offenen Immobilienfonds seinerzeit voll im Trend der Anlegerpräferenzen.
Zudem konnte der SES Immolnvest 2007 über eine „außerordentlich gute Ertragslage“ berichten und dazu ankündigen (Quelle: SEB Pressemitteilung vom 29. Juni 2007): „SEB Immolnvest – Rekordausschüttung von 3,30 Euro pro Anteil – davon 62,5 % steuerfrei / 5,8 % Ausschüttungsrendite“.
„Die seinerzeitige Attraktivität des SES Immolnvest hatte übrigens auch die Stiftung Warentest in der Publikation FinanzTest in der Januar Ausgabe 2007 herausgestellt (s.S. 28). Damals belegte der von Ihnen erworbene Fonds Platz 1 unter 16 geprüften Offenen Immobilienfonds. Die Tester bewerteten hier die Fondsqualität über einen Zeitraum von fünf Jahren. In dieser Zeitspanne wies der Fonds nie einen Verlust aus und erzielte eine durchschnittlich Wertentwicklung von 4,9 Prozent pro Jahr.
Mittlerweile hat die für den SEB Immolnvest verantwortliche Kapitalanlagegesellschaft (s. Homepage von SEB Asset Management) folgendes angekündigt:
„Wir werden jetzt alle Kraft darauf verwenden, unter den neuen Rahmenbedingungen das bestmögliche Ergebnis für unsere Anleger zu erzielen. Dies beinhaltet nicht nur eine zügige Auszahlung der Anlegergelder, sondern auch einen strategisch durchdachten Abverkauf des Immobilienportfolios. Getreu der Devise sorgfältigen aber zügigen Handeins beabsichtigen wir schon im Juni voraussichtlich 20 Prozent des Fondsvermögens an die Anleger auszuzahlen. Im Anschluss sind halbjährliche Auszahlungen vorgesehen, deren Höhe sich an den jeweils realisierten Immobilienverkäufen orientiert. In Absprache mit der Finanzaufsicht BaFin verbleibt uns für diese Maßnahmen, beginnend mit der heute bekannt gegebenen Auflösung des Fonds, ein Zeitraum von rund fünf Jahren“.
Es tut mir leid, dass Ihnen derzeit keine andere Antwort gegeben werden kann.“

Auch der DVAG-Chefvolkswirt berichtet mir zwar über die gute Zinsentwicklung und Bewertung des Fonds, ging jedoch bis heute nicht auf mein eigentliches Bedürfnis ein, dass ich eine sichere Anlageform zur Tilgung meiner Darlehen haben wollte.

Mir wurde die Anlage ja als so sicher wie Fest-/bzw. Tagesgeld vermittelt und ich war wohl nicht der Einzige: http://www.anlegerschutz.tv/SEB-ImmoInvest-positives-Signal-vom-Landgericht-Frankfurt
Für mich war es da leider schon zu spät, weil ich auf die Aussage meines Beraters vertraut hatte, dass der Fonds 2012 ja wieder öffnen müsse und für mich und meine Familie dann ja alles passe.

Auf meine Frage an den DVAG-Chefvolkswirt, „Was hätte ich dafür tun können, um zusammen mit meinen Dienstleister mein Ziel zu erreichen?“, habe ich von ihm bis heute keine Antwort bekommen.

Fazit Mitte 2012: Weder der DVAG-Vorstandsvorsitzende, der die Beantwortung meiner Fragen an Mitarbeiter delegierte, noch der DVAG-Chefvolkswirt waren bereit auf das Kundenbedürfnis sichere Abzahlung von Darlehen einzugehen.

Ihr/Euer V. F. Alle

Wer ist verantwortlich für den SEB Immoinvest? (Teil 5)

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Als mir mein Berater nicht mehr helfen konnte und ich nicht an seiner Aufrichtigkeit, sondern an der des Unternehmens zweifelte, entschied ich mich für folgendes. Ich wollte nicht den kleinen Berater verklagen, sondern seine Chefs mit den Folgen der Beratung konfrontieren.

Also bat ich den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) Prof. Dr. Reinfried Pohl mir zu erklären, wie ich mit seinem Unternehmen in diese Situation kommen konnte und ob ich mein klar definiertes Ziel mit seinem Unternehmen noch erreichen könne. Ich schrieb auch, dass ich Journalist bin. Prof. Dr. Reinfried Pohl ließ mir durch seine Mitarbeiter u.a. folgendes ausrichten:

Zitat aus dem Brief der DVAG: „Der SEB Immolnvest war – bis zur Entscheidung über seine Abwicklung Anfang Mai 2012 –
ein international anlegender Offener Immobilienfonds. …“
„…Durch die breite Streuung wurden die Entwicklungsmöglichkeiten der verschiedenen Immobilienmärkte aktiv genutzt. SEB Immolnvest war so positioniert, dass für ihn stetige Erträge aus Mieteinnahmen im Vordergrund standen.“

Das wundert mich, weil mir Sicherheit wichtiger war als Zinserträge.

Weiterhin heißt es in der Antwort der Deutschen Vermögensberatung:

Zitat aus dem Brief der DVAG: „Der Fonds wurde mehrfach ausgezeichnet. Die Zeitschrift .Finanztest“ hat den SEB Immolnvest beispielsweise in ihrer Ausgabe vom Januar 2007, also in dem Jahr, in dem auch Sie Ihre Fondsanteile erworben haben, als besten von 16 beurteilten Offenen Immobilienfonds gewertet und als „Spitzenreiter im Fondsdauertest“ bezeichnet (vgl. Anlage). In diesem Zusammenhang wurde der SEB Immolnvest von der Zeitschrift Finanztest zugleich in die niedrigste Risiko-Klasse eingestuft (vgl. Anlage).“
„Nicht von ungefähr hat daher auch eine Vielzahl von Gerichten den SES Immolnvest als mündelsicher anerkannt, so unter anderem von Gerichten in Düsseldorf, Köln und Hamburg.“

Warum hat der Kunde sein Ziel nicht erreicht? Die Deutsche Vermögensberatung sieht mehrere Gründe: Das Magazin „Finanztest“ hatte den Fonds ausgezeichnet, Gerichte hatten ihn für mündelsicher erklärt. Die Medien hätten „massive Anteilsverkäufe“ ausgelöst und der Kunde habe die Risiken ja dem „Verkaufsprospekt“  (einem Prospekt??) entnehmen können.  Damals wusste der Kunde nicht, dass die DVAG nicht von der Finanzaufsicht überwacht wird und dass der „Berater“ um seine Provision fürchten muss, wenn der Kunde vorzeitig aus dem Vertrag aussteigt bzw. sich heraus klagt. Unter den Umständen wäre es besser gewesen den kritischen Medien zu vertrauen als den beruhigenden Aussagen des Vermögensberaters.
Warum hat der Kunde sein Ziel nicht erreicht? Die Deutsche Vermögensberatung sieht mehrere Gründe: Das Magazin „Finanztest“ hatte den Fonds ausgezeichnet, Gerichte hatten ihn für mündelsicher erklärt. Die Medien hätten „massive Anteilsverkäufe“ ausgelöst und der Kunde habe die Risiken ja dem „Verkaufsprospekt“ (einem Prospekt??) entnehmen können. Damals wusste der Kunde nicht, dass die DVAG nicht von der Finanzaufsicht überwacht wird und dass der „Berater“ um seine Provision fürchten muss, wenn der Kunde vorzeitig aus dem Vertrag aussteigt bzw. sich heraus klagt. Unter den Umständen wäre es besser gewesen den kritischen Medien zu vertrauen als den beruhigenden Aussagen des Vermögensberaters.

Sollten also die Zeitschrift Finanztest sowie die Richter in Düsseldorf, Köln und Hamburg für meine Misere verantwortlich sein? Die Zeitschrift Finanztest informierte mich zumindest vor meinem Berater über die wirkliche Situation des mir vermittelten Fonds.

Die DVAG habe zudem meinen Berater befragt und komme zu folgendem Ergebnis.
Zitat aus der DVAG-Antwort: „Ihrem Wunsch nach Darlehensablösung habe die SEB Bank allerdings wegen der Zinsfestschreibung nicht zugestimmt. Gemeinsam mit unserem Vermögensberater haben Sie daraufhin auf Ihren Wunsch hin über eine Anlage der Erbschaft gesprochen und sich dabei für die in Rede stehenden Fondsanteile des SEB Immolnvest entschieden.
Über die Möglichkeit einer vorübergehenden Fondsschließung wurden Sie mit der Aushändigung
der gesetzlichen Verkaufsunterlagen informiert. Den Erhalt dieser Unterlagen haben
Sie mit Ihrer Unterschrift auf dem Kontoeröffnungsantrag bestätigt.“

Mich wundert das, weil ich mir den Vertrag durchgelesen hatte. Weil ich nicht alles verstanden habe, fragte ich nach und mein „Berater“ hatte auf jede meiner Fragen eine mir schlüssige Antwort. Dass ich als Kunde der DVAG die Vertragswerke selbst verstehen müsse, war mir nicht bewusst. Ich dachte ich hätte dafür einen Berater. Mein Berater sagte mir und meiner Frau damals mehrfach, dass ein „offener Immobilienfonds“ so sicher sei wie das von mir gewünschte Festgeld.

Zudem ließen mich die beiden für Herrn Pohl antwortenden Herren wissen:
Zitat aus dem DVAG-Brief: „Im Frühjahr des Jahres 2010 erfolgten, durch Medienberichte ausgelöst, massive Anteilverkäufe im Vorfeld zur neuen gesetzlichen Regelung zu Offenen Immobilienfonds. Zum Schutz der Anleger entschloss sich das Fondsmanagement des SES Immolnvest im Mai
2010 daher, die Anteilrücknahme auszusetzen.“

Nun waren also auch noch die Medien für den Misserfolg verantwortlich. Dabei waren es nach meinem heutigen Kenntnisstand wohl Institutionelle Anleger, die ihr Vermögen in großen Mengen aus dem Fonds rausnahmen. „Kleinanleger“ wie ich, haben das erst mitbekommen, als es schon zu spät war. Siehe auch: http://www.wiwo.de/finanzen/immobilien/vertrauenskrise-konstruktionsfehler-uebersehen/6668374-5.html

Weil ich mich diese Antwort der DVAG irritierte, schrieb ich erneut an den Vorstandsvorsitzenden Reinfried Pohl. Ich wollte wissen, für welche Werte er und sein Unternehmen stehen. Mehr Dazu in meinem nächsten Beitrag.

Ihr/Euer V. F. Alle

Nachtrag vom 17.2.2015:
Ich habe mir erlaubt dem Text ein Bild mit Auszügen aus dem Schreiben der DVAG anzufügen.