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Santander Bank verabschiedet sich und DWS schickt rote Monster

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Jetzt zahlt es sich aus, dass ich meinen Dienstleister Deutsche Vermögensberatung (DVAG) wegen der Immobilienfonds SEB Immoinvest und DWS Immoflex nicht verklagt habe. Ich meine jetzt nicht finanziell. Denn ich mache Verluste, wie die anderen Anleger auch. Dafür bekomme ich nun durch meinen Blog mit, was andere Anleger beschäftigt. Direkt über Kommentare und E-Mails, aber auch indirekt über Suchanfragen.

Heute suchte z.B. jemand nach „caceis depotbank seb immoinvest“. Die Person hatte wohl auch das Schreiben der Santander Bank erhalten, dass der bisheriger Fondsverwalter Savills Fund Management (ehemals SEB Investment GmbH) nach dem 30. April 2017 an die Caceis Bank übergeben wird. Darin steht auch, dass die Santander Bank daher keine weiteren Einschätzungen zur Entwicklung oder Dauer der Abwicklung mehr abgeben kann, aber gerne weiter die Ausschüttungen verwaltet (siehe Bild).

SEB-April2017-klein

Mein persönlicher Hintergrund: Im Glauben, dass ich meine über die DVAG 2007 bei der SEB/Santander Bank laufenden Hausdarlehen am besten abzahlen kann, wenn ich eine Erbschaft bei der gleichen Bank anlege, hatte ich auf höher verzinste Angebote verzichtet. Mir wurde der SEB Immoinvest damals vom DVAG-Vermögensberater als so sicher wie Festgeld vermittelt.

 

Leider läuft es beim DWS Immoflex vom DVAG-Partner Deutsche Bank gerade auch nicht besser. Der Fonds ist zu den größten Anteilen am SEB Immoinvest sowie dem CS Euroreal beteiligt. Auch der CS Euroreal befindet sich übrigens wie andere im Dachfonds enthaltene Fonds in der Abwicklung.

DWS-WerbungZDF2017
https://www.youtube.com/watch?v=HBSIz-HCUD4
Die aktuelle Werbung der Deutsche-Bank-Tochter DWS finde ich daher gar nicht lustig. Die wollen damit zwar eigentlich dem Niedrigzins etwas entgegensetzen. Mich erinnert das Monster aber eher daran, wie die DVAG, die DWS und die Deutsche Bank gerade mein Vermögen verringern.

Mir hat die Treue zu meinen Finanzdienstleistern also nichts gebracht. Im Gegenteil: meine Dienstleister haben sich seit 2012 nach und nach verabschiedet.
Wer ähnliche Erlebnisse mit diesen Finanzdienstleistern gemacht hat, kann mir gerne Kommentare schicken. Ich sammle diese – auch für Journalisten, die sich dem Thema mal ausführlicher widmen möchten.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Diskussion auf Facebook – Danke Michael B.

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Jetzt wird es interessant. Scheinbar hat der Link aus meinem letzten Beitrag zu einer Diskussion zwischen einem mir persönlich bekannten Leser des V.F.Alle-Blogs und dem aus Dubai grüßenden DVAG-Mitarbeiter geführt. Siehe (bitte „weitere Antworten anzeigen“ und „Alles anzeigen“ klicken): https://www.facebook.com/tim.wolff.dvag/videos/1259074374128169/
Da ich auf Facebook nicht aktiv bin, danke ich Michael B. dafür.

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Die Argumentation des DVAG-Mitarbeiters T.W. kommt mir dabei sehr bekannt vor. Der Fall von M.B. wird als Einzelfall dargestellt. Der Kunde habe einfach mit einem schlechten Berater Pech gehabt. So argumentiert auch der DVAG-Gründer in seinem Buch „Ich habe Finanzgeschichte geschrieben“, wenn es um Kritik an der Arbeit von Vermögensberatern geht. Dumm nur, dass Michael B. einen anderen Berater hatte als ich und eine Arbeitskollegin von mir wiederum einen anderen Berater hatte als wir beide. Trotzdem waren wir alle von unserem jeweiligen „Vermögensberater“ in Sachen SEB Immoinvest schlecht beraten.

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Schlimm finde ich, dass die DVAG nach außen als große Gemeinschaft mit 6 Millionen Kunden und zahlreichen Beratern auftritt. Ich habe Zahlen zwischen 25.000 und 35.000 aktiven Beratern im gefunden. Das bedeutet im Schnitt etwa 240 bzw. 171 Kunden pro Vermögensberater. Wenn jetzt die Besten 1300 Vermögensberater auf Schiffstour waren (und diese den Titel hoffentlich nicht nur für den von ihnen erzielten Umsatz tragen), frage ich mich, was mit den restlichen Vermögensberatern und deren Kunden ist.

Ich habe eine Theorie. Es gibt eine Zweiklassen-Gesellschaft. Das möchte ich gerne an einem Beispiel festmachen:
Der DVAG-Mann T.W. schreibt in seiner Antwort an Michael B.:
„Und ja, ich hab auch einige wenige, die das DWS ImmoFlex-Mandat haben/hatten. Als Beimischung. Die meisten haben aber auf mich gehört, und vorher rechtzeitig reagiert.“

Als mir mein Berater 2012 gestehen musste, dass mein Vermögen aus dem SEB Immoinvest nicht zur Verfügung steht um mein Hausdarlehen bei der SEB/Santander-Bank zu tilgen, fragte ich natürlich nach dem Geld aus dem DWS Immoflex. Mein Berater erklärte mir, dass der ebenfalls inzwischen dicht sei und er an einem Freitag kurz vor Büroschluss über die bevorstehende Schließung informiert wurde. Mindestens ein Kollege von Ihm habe dann noch am Wochenende versucht, für seine Kunden das Geld noch umzuschichten. Allerdings sei es am darauf folgenden Montag zu spät gewesen und der Fonds war bereits dicht.
Wenn die Kunden von T.W. rechtzeitig in eine andere Anlage beraten wurden, dann klingt das erst einmal gut. Allerdings klang es für mich auch zunächst gut, als mein Berater mir empfahl, einen Teil des Vermögens aus dem SEB Immoinvest in den DWS Immoflex zu packen. Geholfen hat es mir am Ende nichts.

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Dazu kommt ein anonymer Hinweis den ich erhielt. So habe die Zeit nach der Ankündigung der baldigen DWS-Immoflex-Schließung durchaus für einige DVAG-Direktionsleiter ausgereicht, um wenigstens ihre eigenen Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Bei der DVAG ist es nach meiner Kenntnis üblich, das Geld in Produkte der eigenen Partner zu investieren. Das gibt schließlich auch Provision.

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Jetzt kann man natürlich sagen, der V.F. Alle spinnt doch und ist ein Verschwörungstheortiker. In Deutschland werden Finanzunternehmen doch überwacht, damit so etwas nicht passieren kann. Sollte man zumindest glauben.
Das ist leider falsch. Ich war bis Anfang 2013 davon ausgegangen, dass die DVAG von der Finanzaufsicht BaFin überwacht wird. Das dachte damals übrigens auch der Hessische Ministerpräsident Bouffier, der den DVAG-Gründer Dr. Pohl Ende 2012 in Beisein von Altkanzler Kohl mit einem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet hatte.
Tatsächlich wird die DVAG seit einer Gesetzänderung seit 2013 nur noch von der jeweiligen Industrie- und Handelskammer (IHK) „kontrolliert“. Ein hochrangiger IHK-Vertreter sagte mir allerdings in einem persönlichen Gespräch, dass die IHK nur die Einhaltung von Ausbildungsstandards prüfen könne aber nicht die Integrität der Mitarbeiter und des Unternehmens.

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Genau darin liegt nach meiner Ansicht das Problem für die Kunden und damit auch für die DVAG. Jahrelang wurden Kunden, die schlechte Erfahrungen mit einem DVAG-Berater gemacht hatten, vom Management als Einzelfälle abgebügelt. Ich hatte Herrn Pohl und den DVAG-Aufsichtsrat schriftlich über meinen Fall informiert. Weder der damalige Aufsichtsrat und Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel noch der DVAG-Chefvolkswirt Dr. G. wollten einen Fehler der DVAG erkennen können. Auch Michael B. hatte nach meiner Kenntnis persönlichen Kontakt zum damaligen Vorstandsvorsichtenden von DVAG-Partner Aachen-Münchener.

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Ich kann verstehen, dass man von DVAG-Seite die Probleme mit dem SEB-Immoinvest und dem DWS-Immoflex gerne herunterspielen möchte. Die Verantwortung dafür einfach an die Vermögensberater und deren Kunden (mit dem Argument „sie hätten die Risiken ja anhand der Verkaufsprospekte selbst erkennen können“) abzugeben, finde ich  persönlich schwach. Am Ende schadet ein solches Verhalten seitens des Managements nicht nur den „schlechteren“ Vermögensberatern, sondern auch denen die einen guten Job machen. Hier geht es um den Ruf des Unternehmens und die Glaubwürdigkeit der Marke DVAG! Ich möchte an den Leitfaden in Sachen SEB Immoinvest erinnern, mit der Vermögensberater ihre Kunden beruhigen sollten und beruhigt haben.
Siehe: http://www.handelsvertreter-blog.de/2012/05/09/vermogensberater-erhalten-leitfaden-zum-immoinvest/ (Das Dokument hat übrigens ein Anwalt ins Netz gestellt, der Vermögensberater im Streit mit der DVAG unterstützt.)

T.W. schreibt übrigens noch:
„SEB-ImmoInvest,drinnen bleiben‘ kann noch nicht verjährt sein.“
Dazu kann ich sagen: Der Immobilenfonds SEB Immoinvest ist nicht verjährt oder war „verkehrt“ gemeint?
Verjährt ist allerdings etwas anderes. Nach drei Jahre (+ die Monate bis zum jeweiligen Jahresende) kehrt sich die Beweislast für die Kunden um. Ab dann müssen die Kunden den Vermögensberatern beweisen, dass die Berater einen Fehler bei der Beratung gemacht haben, was meist schwierig wird. Insofern hat der Leitfaden, den Vermögensberatern die nötige Zeit verschafft. Zudem hätten sie bei einem vorzeitigen Rückzahlungswunsch auch ihre Provision verloren.
Dafür jetzt einzelne anzuklagen finde ich zu kurz gegriffen. Ich sehe hier eher einen Systemfehler.

Viele Grüße,
V.F. Alle

Schon wieder Gedächtnislücken?

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Netterweise verwies mich einer meiner Leser kürzlich auf einen Beitrag bei Cash-Online. Darin wird Bezug genommen auf einen Beitrag im DVAG-Blog. In diesem erklärt DVAG-Vorstandsmitglied Dr. Helge Lach, warum Abschlussgebühren für Lebensversicherungen im Gegensatz zu den Kosten für den Immobilienerwerb zur Altersvorsorge ein „Schnäppchen“ sind.
http://www.cash-online.de/immobilien/2017/immobilie-als-altersvorsorge-2/361066?utm_source=nl&utm_medium=email&utm_campaign=finanznews020217

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Das schrieb Cash-Online Anfang Februar 2017. Demnach rechnet die DVAG  Lebensversicherungen schön.

Kommentare zum Cash-Online-Beitrag verdeutlichen zwar, dass die Aussagen von Herrn Dr. Lach  grundsätzlich nicht falsch sind. Doch nach meiner langjährigen Erfahrung schätzt das DVAG-Management die Risiken der von dem Finanzvertrieb vermittelten Produkte bewusst geringer ein, als es der Realität entspricht. Es handelt sich eben um einen Finanzvertrieb und nicht um eine Beratungsgesellschaft – wie es der Name Deutsche Vermögensberatung AG suggeriert.

Darauf deutet auch der Blogbeitrag „Vermögensberater erhalten Leitfaden zum Immoinvest“ aus dem Mai 2012 hin, den ich hier schon mehrfach erwähnt habe.
http://www.handelsvertreter-blog.de/2012/05/page/2/

Passenderweise fand ich dort ebenfalls im Mai 2012 einen Beitrag über Gedächtnislücken bei einem „Direktionsleiter eines Strukturvertriebes“.
http://www.handelsvertreter-blog.de/2012/05/22/gedachtnislucken/

 

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Beitrag von Mai 2012. Gefunden unter www. handelsvertreter-blog.de

Das erinnert mich an den Direktionsleiter meines Vermögensberaters. Zu Ihm hatte ich Kontakt aufgenommen, weil mein Vermögensberater krankheitsbedingt lange ausgefallen war. Der DVAG-Direktionsleiter (Herr N. aus R.) schrieb mir am 4. 3. 2013:

„Ob ein abbezahltes Haus oder eine fondsbasierende Rentenversicherung die bessere Alternative für Ihre Altersvorsorge darstellt, kann ich in Ihrem Fall nicht beurteilen, da ich Ihre Situation nicht analysieren habe.“

Ich weiß nicht ob er sich heute noch daran erinnert. Inzwischen kann ich allerdings mit Sicherheit sagen, dass ich mit der abbezahlten Immobilie heute mehr Vermögen hätte, als mit den mir von der DVAG vermittelten Produkten.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

P.S.:       Ich möchte die DVAG-Führung nur daran erinnern, dass ich bereits 2012 eine schuldenfreie Immobilie gehabt hätte, wenn mir von meinem DVAG-Berater nicht Produkte wie der SEB Immoinvest, der DWS Immoflex sowie fondsgebundene Versicherungen vermittelt worden wären. Den DVAG-Gründer Dr. Reinfried Pohl, seinen DVAG-Chefvolkswirt sowie dem DVAG-Aufsichtsrat hatte ich in den Jahren 2012 und 2013 darüber schriftlich informiert.

SEB Immoinvest 2017: Da fehlt noch was!

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Laut einer aktuellen Meldung von Savillsim zum SEB Immoinvest wurden seit Beginn der Abwicklung 2012 insgesamt 28,55 € pro Anteil ausgeschüttet. (Siehe: http://www.savillsim-publikumsfonds.de/de/startseite-fondsfinder/seb-immoinvest-p/einstieg/)  Bevor der Fonds 2010 geschlossen wurde lag der Wert eines Anteils bei über 55 €. Der aktuelle Wert eines Anteils des SEB Immoinvest liegt bei etwa 14 € (Stand: 8.1.2017).

28,55 € + 14 € = 42,55 €

Selbst, wenn Anleger diesen Betrag am Ende wirklich raus bekommen, wären das nur 77,4 % des ursprünglichen Anteilswertes.

Nachdem ich weiß, dass mein Dienstleister Deutsche Vermögensberatung (DVAG) den SEB Immoinvest in unterschiedlicher Form (direkt, über den Dachfonds DWS Immoflex sowie fondsgebundene Versicherungen) vermittelt hat, frage ich mich:

Wie lange darf das Unternehmen noch mit „Vermögensaufbau für jeden“ werben?

Erfolgreichste Vermögensberater (AS-Club) trafen sich übrigens 2010 mit SEB-Immoinvest-Fondsmanagerin Knoflloch:
https://www.dvag-unternehmensblog.de/2010/11/06/as-club-in-pannonia/

Da hat die Managerin wohl einen überzeugenden Eindruck hinterlassen.

 

Beste Grüße,
V. F. Alle

Danke für die Anteilnahme

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Allen, die durch den Aufruf meiner Artikel und ihre Kommentare ihre Anteilnahme an meinem Fall gezeigt haben, möchte ich heute danken.

Tatsächlich habe ich mich – wie viele andere auch – bereits mit den finanziellen Verlusten abgefunden. Im Gegensatz zu machen anderen DVAG-Kunden bin ich trotzdem finanziell noch in einer Komfortzone.

Womit ich mich jedoch nicht abfinden möchte, ist die Ignoranz des DVAG-Managements sowie einiger hochrangiger Politiker.
Obwohl sich immer mehr Kunden inzwischen selbst helfen, wirbt die DVAG bis heute unter dem Begriff „Gesellschaftliche Verantwortung“ damit, Kunden „helfen“ zu wollen. Auf den von mir 2012 erlebten Widerspruch hatte ich Reinfried Pohl sowie das DVAG-Management bereits damals hingewiesen. Dennoch hält das Unternehmen bis heute an der Werbebotschaft fest.

dvag-verantwortung2017
Ist das noch gesellschaftliche Verantwortung? Obwohl sich immer mehr DVAG-Kunden selbst helfen müssen, weil ihre Vermögensberater keine Lösungen mehr für zuvor fleissig durch die DVAG vertriebene Produkte haben, wirbt der Finanzvertrieb weiter damit, Menschen zu „unterstützen“.

Einzelne mögen diese Täuschung vielleicht auch noch verkraften. Ich frage mich nur, wie viel Täuschung unsere Gesellschaft noch aushält.

Zu Beginn meiner Recherchen schrieb mir ein Leser, dass Pohls DVAG schlimmer sei als Maschmeyers AWD. In der Tat musste ich in den vergangenen Jahren feststellen, dass die DVAG mehr Erfolg mit dem Aufbau ihres politischen Netzwerkes hatte. Ebenso musste ich feststellen, dass viele hochrangige Politiker nicht erkennen, was da mit ihrer Unterstützung läuft.
Siehe meinen Beitrag: https://vfalle.wordpress.com/2015/12/23/vertrauen-und-verantwortung-teil-2-wer-hat-hier-was-falsch-verstanden/

 

Nachweislich zeigte sich die deutsche Politik bereits beim Thema Dieselabgase blind. Ähnlich sieht es für mich inzwischen beim Thema Finanzvertrieb aus.

Interessant finde ich, dass die Abgasthematik in Deutschland und Europa erst ernsthaft hinterfragt wird, seitdem ein großer deutscher Hersteller in den USA wegen seiner Täuschungsmanöver angeklagt wurde. Wollen wir wieder auf die „Hilfe“ aus den USA warten?
Die meisten ausländischen Aufrufe meines Blogs kommen seit 2016 übrigens nicht mehr aus dem deutschsprachigen Österreich, sondern aus den USA. Bisher habe ich keine Erklärung dafür.

 

Beste Grüße,
V. F. Alle

Bloss nicht alles in eine Kapitalanlage stecken!

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Das Vermögen auf verschiedene Anlageformen verteilen, so lautet der Tipp vieler Analgeberater und so lautete ursprünglich auch der Tipp meines Vermögensberaters.

Inzwischen habe ich aber den Eindruck, dass mein Finanzdienstleister Deutsche Vermögensberatung (DVAG) und seine Partner das nicht so eng sehen.
Aktuelles Beispiel ist die Rente Pur (Rürup-Rente) von DAVG-Partner Aachen Münchener. Vor einigen Wochen wurden die Kunden dazu aufgerufen, ihre Anteile aus dem in der Versicherung enthaltenen Fonds DWS FlexPension 2023 umzuschichten, weil dieser Fonds nicht mehr weiter geführt wird.
Um es den Kunden „einfach“ zu machen, wurde mitgeteilt, dass Der Rücknamepreis aus dem DWS FlexPension 2023 in den DWS FlexPension II 2028 investiert wird. In meinem Fall steckte allerdings bereits der Rest des Geldes im DWS FlexPension II 2028, deshalb wählte ich einen anderen Fonds aus der Liste.
Vor Weihnachten 2016 erhielt ich von der Aachen Münchener die Rückmeldung, dass der Betrag wunschgemäß in den neuen Fonds gesteckt wurde.
Gleichzeitig wurde mir mitgeteilt:

„Falls die Beitragszahlung wieder aufgenommen wird, werden die Anlagebeiträge wie folgt auf die Fonds verteilt: DWS FlexPension II 2028 100% …“
… und 0% in den von mir gewählten Fonds.

Ich hatte mich schon gewundert, wie die Versicherung den Verwaltungsaufwand stemmen will, wenn die Kunden unterschiedliche Kombinationen auswählen.
Nach meinen Erfahrungen mit dem SEB Immoinvest, der mir in Form unterschiedlicher Produkte vermittelt wurde (https://vfalle.wordpress.com/2013/11/10/ueberall-seb-immoinvest/), hatte ich bereits den Eindruck, dass meine Dienstleister aus Kostengründen auf eine „Gleichteilstrategie“ setzen.
Das Prinzip ist in der Automobilindustrie verbreitet. Allerdings: Eine unzureichende Qualitätssicherung haben bereits einige Automobilhersteller mit teuren, umfangreichen Rückrufaktionen bezahlt. In der Finanzbranche läuft das allerdings anders. Da ist es nach einigen Jahren schwer die die Anbieter und Finanzdienstleister für einen Leistungsmangel des Produktes haftbar zu machen.

Scheinbar laufen mit den DWS-Ptodukten noch andere Dinge, die nicht unbedingt zum Nutzen der DVAG-Kunden sind: http://www.ihd-ev.org/fuer-ein-paar-silberlinge

Viele Grüße,

V. F. Alle

Dumm gelaufen

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Jetzt hatte ich Ende 2016 die Gelegenheit genutzt und einen größeren Teil der Ausschüttung des DWS Immoflex von der Deutschen Bank abgehoben. Leider hatte ich vergessen, dass sich die Bank das Depot weiterhin bezahlen lässt. Nach Abzug der Depotkosten ist das Konto dort nun im Minus.Das werde ich wohl ausgleichen müssen.

Meine Anfrage vom 25.8.2016 (zur Vorgangsnummer 13-1860 der Deutschen Bank)  wollte der Finanzdienstleister dagegen bis heute nicht ernsthaft beantworten.  Darin hatte ich unter anderem gefragt:

Sie sehen mein Problem mit der DVAG also nicht als Problem der Deutschen Bank?
Sie möchten auch nicht hinterfragen, warum die DVAG 2009 Kunden aus dem SEB Immoinvest in den DWS Immoflex  hinein beraten hat?

So fühle ich mich also jetzt dazu verpflichtet, das Minus auf meinem Deutsche-Bank-Konto auszugleichen – auch um keine negative Schufabewertung zu bekommen. Von meinen „Dienstleistern“ wünsche ich mir weiterhin mehr Einsatz für meine Bedürfnisse. Statt dessen habe ich immer mehr den Eindruck, dass meine Dienstleister sich zwar gegenseitig verpflichte fühlen, aber nicht unbedingt den Kunden.

 

Viele Grüße

V. F. Alle