DWS Immoflex

Santander Bank verabschiedet sich und DWS schickt rote Monster

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Jetzt zahlt es sich aus, dass ich meinen Dienstleister Deutsche Vermögensberatung (DVAG) wegen der Immobilienfonds SEB Immoinvest und DWS Immoflex nicht verklagt habe. Ich meine jetzt nicht finanziell. Denn ich mache Verluste, wie die anderen Anleger auch. Dafür bekomme ich nun durch meinen Blog mit, was andere Anleger beschäftigt. Direkt über Kommentare und E-Mails, aber auch indirekt über Suchanfragen.

Heute suchte z.B. jemand nach „caceis depotbank seb immoinvest“. Die Person hatte wohl auch das Schreiben der Santander Bank erhalten, dass der bisheriger Fondsverwalter Savills Fund Management (ehemals SEB Investment GmbH) nach dem 30. April 2017 an die Caceis Bank übergeben wird. Darin steht auch, dass die Santander Bank daher keine weiteren Einschätzungen zur Entwicklung oder Dauer der Abwicklung mehr abgeben kann, aber gerne weiter die Ausschüttungen verwaltet (siehe Bild).

SEB-April2017-klein

Mein persönlicher Hintergrund: Im Glauben, dass ich meine über die DVAG 2007 bei der SEB/Santander Bank laufenden Hausdarlehen am besten abzahlen kann, wenn ich eine Erbschaft bei der gleichen Bank anlege, hatte ich auf höher verzinste Angebote verzichtet. Mir wurde der SEB Immoinvest damals vom DVAG-Vermögensberater als so sicher wie Festgeld vermittelt.

 

Leider läuft es beim DWS Immoflex vom DVAG-Partner Deutsche Bank gerade auch nicht besser. Der Fonds ist zu den größten Anteilen am SEB Immoinvest sowie dem CS Euroreal beteiligt. Auch der CS Euroreal befindet sich übrigens wie andere im Dachfonds enthaltene Fonds in der Abwicklung.

DWS-WerbungZDF2017
https://www.youtube.com/watch?v=HBSIz-HCUD4
Die aktuelle Werbung der Deutsche-Bank-Tochter DWS finde ich daher gar nicht lustig. Die wollen damit zwar eigentlich dem Niedrigzins etwas entgegensetzen. Mich erinnert das Monster aber eher daran, wie die DVAG, die DWS und die Deutsche Bank gerade mein Vermögen verringern.

Mir hat die Treue zu meinen Finanzdienstleistern also nichts gebracht. Im Gegenteil: meine Dienstleister haben sich seit 2012 nach und nach verabschiedet.
Wer ähnliche Erlebnisse mit diesen Finanzdienstleistern gemacht hat, kann mir gerne Kommentare schicken. Ich sammle diese – auch für Journalisten, die sich dem Thema mal ausführlicher widmen möchten.

Viele Grüße,
V. F. Alle

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Neues von meinen „Dienstleistern“

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Jetzt vertreibt die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) also ein neues Produkt von den Premium-Partnern Deutsche Bank und DWS Investment (an der die DVAG übrigens beteiligt ist). Es ist eine kombinierte Anlageaus Fonds und Festgeld. Siehe Beitrag auf Cash Online: http://www.cash-online.de/investmentfonds/2017/festgeld-fondsanlage/372146?utm_source=nl&utm_medium=email&utm_campaign=finanznews050417

 

Der Blick geht also nach vorn. Für DVAG-Kunden denen z.B. der DWS-Immoflex vermittelt wurde, sieht es dagegen nicht mehr so gut aus. Die darin enthaltenen Fonds (z.B. SEB Immoinvest und CS Euroreal) befinden sich in der Abwicklung und die Deutsche Bank baut in ihren Filialen Personal und Leistungen ab.

 

Ein Beispiel: Bereits beim Besuch meiner Deutsche-Bank-Filiale im Dezember 2016 wurde mir mitgeteilt, dass es künftig kein Bargeld mehr in der Filiale geben soll und mir die Fondsausschüttungen dann nicht mehr ausgezahlt werden können. Außerdem werde mein Konto ja von der DVAG betreut. Stattdessen könne man mir ja ein Online-Konto eröffnen. Auf noch ein Konto bei der Bank, die von mir weiter Gebühren für ein Depot verlangt über dessen Geld ich nicht frei verfügen kann, möchte ich allerdings gerne verzichten. Alternativ wurde mir angeboten, das Depot auf eine andere Bank zu übertragen. Auch das wollte ich nicht. Ich möchte einfach sehen, was mir die Geschäftsbeziehung mit den „Dienstleistern“ als Kunde bringt.

Als ich nun wieder in die Deutsche-Bank-Filiale kam, herrschte eine merkwürdige Stimmung. Die Mitarbeiter schienen schlecht organisiert und fanden manche Unterlagen nicht. Sie wirkten frustriert, auch wenn Sie es sich vor den Kunden nicht anmerken lassen wollten. Zumindest half mir eine Mitarbeiterin. Sie hatte Verständnis dafür, dass ich kein neues Konto bei der Deutschen Bank haben will und überwies mir die Ausschüttung auf mein Girokonto bei einer anderen Bank.

 

Während die Mitarbeiter an der Basis also noch versuchen zu retten was zu retten ist, haben die hohen Herren bei  DVAG und Deutscher Bank mich und andere DVAG-Kunden längst abgeschrieben.  Im Management der Deutschen Bank fühlt man sich für DVAG-Kunden nicht zuständig, weil der Verträge ja nicht von Bankmiterbeitern vermittelt wurden. Im DVAG-Management fühlt man sich auch nicht zuständig, weil die Probleme der Fonds für den Finanzvertrieb angeblich nicht vorhersehbar waren. Im Zweifel ist der Vermögensberater schuld, der etwas falsches vermittelt hat. Und der haftet bei der DVAG selbst! Bei einer Falschberatung durch die Bank müsste die Bank haften. So ist die Vertrags- bzw. Gesetzeslage.

>> Menschlichkeit ist ein Kernwert der Deutschen Vermögensberatung. „Menschen brauchen Menschen“ – dieser Leitsatz des Unternehmensgründers Prof. Dr. Reinfried Pohl ist heute aktueller denn je. Deshalb sehen wir unseren Erfolg immer auch als unternehmerische Verantwortung gegenüber denen in unserer Gesellschaft, die Hilfe benötigen. <<

Quelle: https://www.dvag.de/dvag/das-unternehmen/gesellschaftliche-verantwortung.html

Die Menschlichkeit, die angeblich Kernwert der DVAG ist, scheint mir hier nur ein wertloses Etikett zu sein. Das sollten die potenziellen Kunden der neuen Anlageprodukte beachten.

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

Was lief mit den DWS Fonds und der DVAG?

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Inzwischen habe ich eine Rückmeldung von der Deutschen Bank erhalten (siehe Blogbeitrag https://vfalle.wordpress.com/2016/08/20/um-die-abwicklung-duerfen-sich-nun-andere-kuemmern/) . Für die Bank ist in Ordnung, mir Depotgebühren für den DWS Immoflex abzuziehen, auch wenn ich die Verträge nicht auf Originalpapier unterschrieben habe und die mir vorgelegte Einzugsermächtigung von einem ganz anderen Vorgang mit meinem Vermögensberater stammt. Die Beschwerdemanger gehen dabei nicht auf den Hinweis ein, dass ich beim meinem Berater kein Einzelfall bin. Die Deutsche Bank verweist mich, wie bereits 2013, zurück an die Deutsche Vermögensberatung (DVAG).

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Zur Sicherheit habe ich noch einmal ein Schreiben hinterhergeschickt, indem ich nachfrage, ob die Bank mein Problem mit ihrem Vertriebspartner nicht als Ihr Problem betrachtet.
Ich habe darauf hingewiesen, dass ich es seltsam finde, dass die DVAG für ihre erfolgreiche Vertriebsarbeit Anteile an der DWS Holding erhalten hat. (Siehe: http://www.versicherungsbote.de/id/4784205/DVAG-DWS-Aktien-Deutsche-Bank/) Ebenso habe ich den Herren mitgeteilt, dass von Personen in der DVAG nach meinen Informationen Risiken beim zu erheblichen Teilen im DWS Immoflex enthaltenen SEB Immoinvest systematisch klein geredet wurden. Ferner habe ich deutlich gemacht, dass beim SEB Immoinvest deutliche Verluste zu erwarten sind, währen der Vertriebspartner der Bank weiterhin mit dem Slogan „Vermögensaufbau für jeden“ wirbt.

Wie aggressiv die DVAG den Vertrieb der DWS-Produkte vorangetrieben hat, lässt die Abschrift einer Rede erahnen, die auf einer DVAG-Motivationsveranstaltung mit  AIDA-Kreuzfahrt gehalten wurde:

„Auch Geldanlagen DWS Depot. Ich weiß gar nicht, ob ich das hier öffentlich so sagen kann, aber es liegen ja noch, glaub ich, 3 Milliarden beim DIT und wenn man sich mal die Mühe macht und die Performance vom DIT mit einem gleichwertigen Fonds von der DWS vergleicht, dann wird man feststellen, dass man da auf 10% Unterschied in der Performance kommt. Und wenn man im Intranet sich ein bissl auskennt, dann kann man die 2 Kurven übereinander legen, von dem Fonds den der Kunde hat und von dem Fonds, wie hat der im letzten Jahr entwickelt von der DWS und da kann man auch mit ihm mal drüber reden, ob es nicht Sinn macht, jetzt umzuschichten und ein Konto bei der Deutschen Bank zu eröffnen und nicht bei der Allianz. Das er einfach wieder bei uns ist, also auch da drüber kann man reden. …
… Ich erinnere mich, Dr. Pohl, wie Sie gesagt haben, wir sollen erbarmungslos zuschlagen und ich glaube auch, dass die Zeit dafür da ist, dass wir das jetzt machen. Und das eben nicht dadurch, dass wir unsere Leute nur zu Schulungen setzen, sondern dass man sie auch zum Kunden bringt.“

Siehe: http://www.geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?t=573&start=10#p6398

Ein Teilnehmer des Forums „Geprellte Vermögensberater“ kommt bezüglich des Vortrags zu dem Ergebnis:

„Zusammenfassend kann man sagen, das ist eine Rede vom Verkäufer für Verkäufer. Es geht hier nur um (Neu-) Umsatz. An sich nicht schlecht, aber der Kunde interessiert hier nicht, nur als Lieferant. Kunden auslutschen, haben wir das genannt. Das hat doch nichts damit zu tun, den Kunden gut zu versorgen. Das sollte eines Beraters unwürdig sein. Und wer da hinterher läuft, der mag Geld verdienen, viel Geld sogar, aber er schadet dem Ansehen der Branche.“

 

Mit Wohlstand für die deutschen Bürger und Beratung, die der Unternehmensnahme Deutsche Vermögensberatung suggerieren, hat das wenig zu tun.

Das passt für mich auch gar nicht mit den Grußworten zusammen, die die Bundeskanzlerin anlässlich des 85. Geburtstag des DVAG-Gründers Reinfried Pohl im April 2013 geschrieben hatte:

„Sie und Ihre Familie haben ein gutes Stück der Geschichte der sozialen Marktwirtschaft mitgestaltet, denn Sie haben das Angebot von Allfinanzleistungen populär gemacht, Sicherung aus einer Hand, weil es um den Menschen geht und nicht um das Produkt.“

Quelle: https://www.dvag-presseservice.de/2013/04/23/zum-geburtstag-des-grunders-und-vorstandsvorsitzenden-der-dvag-prof-dr-reinfried-pohl-wird-85-jahre/

Ich habe den Eindruck, dass mich die von mir angeschrieben Politiker (Theo Waigel, Volker Bouffier und Angela Merkel) sowie die mit einbezogenen Personen im DVAG-Aufsichtsrat (u.a. Ex-Kanzleramtschef Friedrich Bohl), dem Bundesfinanzministerium und bei den DVAG-Partnern gerne als Einzelfall sehen möchten.

Jetzt wird die Zeit allerdings knapp. Denn das Ende der Abwicklung des SEB Immoinvest – mit entsprechenden Konsequenzen für den DWS Immoflex – ist für Frühjahr 2017 terminiert. Dann sind es nur noch wenige Monate bis zur Bundestagswahl.
Ich würde mich freuen, wenn sich frühzeitig eine Lösung für die enttäuschten DVAG-Kunden und Bundesbürger finden ließe. Denn eine Protestwahl würde Deutschland noch mehr negative Impulse geben.

 

Viele Grüße,
V.F. Alle

 

Hintergrund:
Lange Zeit hatte ich mich auf den offenen Immobilienfonds SEB Immoinvest konzentriert. Vielleicht hätte ich auch beim DWS Immoflex von der Deutschen Bank genauer hinsehen sollen. Als der SEB Immoinvest Anfang 2012 in die Abwicklung ging, hätte ich zumindest noch die Einspruchsfristen beim DWS Immoflex einhalten können. Dummerweise hatte ich mich voll auf den SEB Immoinvest konzentriert, mit dem ich ja meine Darlehen bei der SEB Bank (inzwischen Santander) abbezahlen wollte.

Mein Vermögensberater hatte mir 2009 empfohlen 52.000 € aus dem SEB Immoinvest zu nehmen und in den DWS Immoflex zu stecken. Was ich damals nicht wusste: Der SEB Immoinvest war zu einem großen Anteil im Dachfonds DWS Immoflex enthalten – während ich glaubte, dass es meinem Berater darum geht, nicht alles Geld in ein Produkt zu stecken. Nach Aussage meines Beraters hatte er an dem Tag keine Originalverträge mehr, weil zuvor bereits vielen seiner Kunden zu einem ähnlichen Schritt geraten hatte.

Um die Abwicklung dürfen sich nun andere kümmern

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Bevor ich zum aktuellen Anlass komme, möchte ich hier ganz kurz von einem erfolgreichen Maschinenbauunternehmen berichten. Zum Erfolgskonzept des Unternehmens gehört es, dass Mitarbeiter zeitweise auch in anderen Abteilungen arbeiten. Der Konstrukteur geht z.B. anders an seine Arbeit heran, wenn er mal einige Zeit im Kundenservice gearbeitet hat und die Probleme der Kunden hautnah mitbekommen hat, berichtete mir der Geschäftsführer vor einiger Zeit sinngemäß.

Bei meinen Finanzdienstleistern läuft das scheinbar anders.

Vor wenigen Tagen bekam ich von der Deutschen Bank die neusten Informationen zum DWS ImmoFlex. In dem Schreiben wird darauf hingewiesen, dass die DWS Investment GmbH Ihr Vermögensmandat 2013 gekündigt hat und das Verfügungsrecht auf die State Street GmbH übergegangen ist. Außerdem heißt es:

„Die künftige Entwicklung des DWS ImmoFlex Vermögensmandat wird weiterhin im Wesentlichen von der Entwicklung der Zielfonds beeinflusst. Alle der neun investierten Zielfonds befinden sich in Liquidation.“ Zu den Zielfonds gehören im Wesentlichen der SEB Immoinvest sowie der CS Euroreal EUR.

DWS-Immo2016
So informierte die Deutsche Bank die Anleger des DWS Immoflex Mitte 2016..

Wie bereits beim SEB Immoinvest, hat sich also auch beim DWS ImmoFlex das ursprüngliche Management zurückgezogen. Die Anleger können ihre Anteile dagegen nur mit Verlust verkaufen oder müssen warten, was sie am Ende der Abwicklung heraus bekommen.
Die Informationen zu den Fonds bekomme ich längst auch nicht mehr von meinem Vermögensberater (von dem mir die Fonds vermittelt wurden) oder der Deutschen Vermögensberatung AG (DVAG), sondern von den Banken.
Als die Deutsche Bank vor wenigen Wochen die Depotgebühren von einem Konto abbuchen wollte, welches nicht mehr aktiv ist, versuchte ich das bei meiner Deutschen-Bank-Filiale zu regeln. Der Bankmitarbeiter sagte mir jedoch, dass er das nicht selbst tun könne, weil das Beratungsmandat bei der DVAG liege. Meine Beschwerde dazu wollte die Bank prüfen und mir bis 16.8.2016 („in den nächsten zwei Wochen“) eine Rückmeldung geben. Unter anderem geht es darum, dass die Einzugserlaubnis für die Depotgebühr, auf die sich die Bank beruft, zu einem anderen Vertrag gehört und der Vertrag zum DWS ImmoFlex nicht mit den Originalvertragsunterlagen erfolgte.

Pünktlich habe ich von der Deutschen Bank am Donnerstag die Rückmeldung erhalten, dass die die Prüfung noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehme.

Zurück zur DVAG: Von einem Bekannten, der selbst im Versicherungsgeschäft tätig ist, weiß ich, dass es bei der DVAG üblich ist, sich eine Nachbetreuung bei solchen Kundenfragen von den Geschäftspartnern zusichern zu lassen.
Unter Vertriebsgesichtspunkten erscheint es mir nachvollziehbar, dass sich der Finanz-/Versicherungs-Partner um Detailfragen zu bereits abgeschlossenen Verträgen kümmert. Die „Vermögensberater“ können sich damit weitgehend auf das Vermitteln neuer Verträge konzentrieren und müssen sich nicht länger als nötig mit den Problemen der alten Verträge beschäftigen.
Mit Blick auf eine nachhaltige Geschäftsentwicklung bei der DVAG und ihren Partnern halte ich diese Strategie allerdings für sehr riskant.Diese Struktur führt zwar kurfristig zu Vertragsabschlüssen aber nicht unbedingt zu höherer Kundenzufriedenheit.

Viele Grüße,
V. F. Alle

SEB Immoinvest: Griechische Verhältnisse in Deutschland?

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Eigentlich suchte ich nur nach aktuellen Informationen zum Immobilienfonds SEB Immoinvest, fand aber einen auch einen interessanten älteren Beitrag. Doch der Reihe nach.

Ich fand ein paar aktuelle Nachrichten. In stieß z.B. auf die Information, dass im Juli 2016 eine weitere Ausschüttung stattfinden soll und, dass der Fonds mit den Erträgen vom Verkauf des Potsdamer Platz in Berlin Verbindlichkeiten (Darlehen)  hat. Deswegen viel die Ausschüttung für die Anleger im Vergleich zum Verkaufswert verhältnismäßig gering aus.

Konkret heißt es bei http://www.procontra-online.de über die Erlöse aus dem Immobilienverkauf:

„Damit hat die zur internationalen Immobilien-Investmentgesellschaft Savills Investment Management gehörende Savills Fund Management GmbH seit Beginn der Auflösung bereits 23,05 Euro pro Anteilschein bzw. rund 2,69 Mrd. Euro an die Anleger ausgezahlt. Zudem wurden Immobilienkredite in Höhe von insgesamt rund 1,8 Mrd. Euro bzw. 74 Prozent des damaligen Darlehensbestands zurückgeführt.“

Quelle: http://www.procontra-online.de/artikel/date/2016/01/seb-immoinvest-ausschuettung-und-tilgung/

 

Für mich ist das paradox. Denn schließlich hatte ich das Geld ja meinem DVAG-Berater anvertraut, um mein eigenes Haus-Darlehen abzubezahlen. Ich hatte nach Beginn der Finanzkrise 2008 sogar mehrfach nachgefragt, ob eine Gefahr besteht, dass da etwas schieflaufen könnte. Mein „Berater“ hatte mich immer beruhigt. Und die auch Fondsgesellschaft hatte sich mir Informationen über Risiken zurückgehalten.

SEB-Anfrage-2010
Anfrage an das Fondsmanagement 2010: Nach der Finanzkrise hatte ich beim Fondsmanagement nachgefragt, um abschätzen zu können, ob es eine Gefahr gibt, meine Hypothek/Darlehen 2012 nicht wie geplant abbezahlen zu können. Das Fondsmanagement hielt sich dazu bedeckt. Mein Berater erklärte mir dazu später, dass der Fonds spätetsnes 2012 wieder öffnen müsse und, dass das zur Tilgung meiner Darlehen 2012 genau reiche. Von der Option, dass der Fonds dann auch Abgewickelt werden könnte und, dass mir die Info ja mit den Verkaufsprospekten ausgehändigt worden war, erfuhr ich erst im Frühjahr 2012, als das tatsächlich passierte.

Inzwischen weiß ich, dass DVAG-Berater eine Provision erhalten, die sie zurückzahlen müssen, wenn der Kunde ein Produkt vor Ablauf einer Frist  kündigt. Nach meiner Kenntnis sind das fünf Jahre. Mein „Berater“ musste also optimistisch denken. Von der DVAG wurde das 2012  sogar mit einem Leitfaden unterstützt, den ein Anwalt öffentlich gemacht hat: http://www.handelsvertreter-blog.de/2012/05/09/vermogensberater-erhalten-leitfaden-zum-immoinvest/
Nun wurden also u.a. mit meinen Ersparnissen dafür genutzt, um Darlehen des Fonds begleichen. Der Leiter meiner Santander-Bank (ehemals SEB) , antwortete mir auf meine verwunderte Anfrage zur verhältnismäßig geringen Ausschüttung nach dem Verkauf der Immobilien am Potsdamer Platz:

„Der Verkauf führte dazu, das Liquidität frei wurde. Jedoch wurde nicht das gesamte Kapital dazu genutzt, Anteilseignern eine Ausschüttung zu gewähren, sondern es wurden zudem Verbindlichkeiten des Fonds abgelöst, was am Ende auch Ihnen zu Gute kommen wird.“

Das klingt auch sehr optimistisch. Das mag daran liegen, dass er selbst Anteile an dem Fonds besitzt. So hatte er mir das 2012 zumindest gesagt. Sinngemäß erklärte er damals, dass viele in der Finanzbranche von den Problemen des SEB Immoinvest überrascht wurden und auch er in den Fonds investiert habe.

 

Bei meinen Recherchen stieß ich nun ich nebenbei auf einen Artikel zum SEB Immoinvest von Anfang 2012. Die Autorin beschreibt darin das Prozedere mit dem Anleger damals entscheiden mussten, wie es mit ihren Anteilen weitergeht. Sie vergleicht das im Beitrag „SEB Immoinvest: Gefangen im Immobilienfonds“ mit den damaligen Verhältnissen bei der Griechenland-Rettung.

„Der Milliardenpoker um den SEB-Immofonds erinnert fatal an die Griechenland-Rettung. Die Anleger müssen jetzt entscheiden, was mit ihrem Geld passiert.“

Quelle: http://www.wiwo.de/finanzen/boerse/seb-immoinvest-gefangen-im-immobilienfonds/6563918.html

 

Zur Erinnerung: Es ging damals darum, dass niemand sein Geld direkt bekommen würde, wenn zu viele Anleger ihr Geld aus dem Fonds abziehen wollen.
Das eigentliche Problem waren allerdings nicht die Privatanleger. Die Krise des Fonds wurde  vor der Schließung 2010 und damit deutlich vor der späteren Abwicklung durch institutionelle Anleger ausgelöst. Die Finanzprofis hatten große Summen aus dem Fonds abgezogen.
Ich vermute, dass das  damit zusammenhing, dass überbewertete Immobilien und faule Kredite in den USA 2008 zur Finanzkrise geführt hatten. Das war mir auch aufgefallen und ich hatte meinen DVAG-Berater und seinen Assistenten nach ihren Einschätzungen befragt. Diese lautete sinngemäß stets: „Die Immobilien in dem Fonds sind nicht mit denen in den USA zu vergleichen. Das sind alles hochwertige Immobilien wie z.B. der Potsdamer Platz.“

Fakt ist, dass die Strukturen der DVAG in meinem Fall dazu geführt haben, dass ich meine Fondsanteile nicht rechtzeitig verkaufte. Es ist zu vermuten, dass viele der etwa 6 Millionen DVAG-Kunden aus ähnlichen Gründen noch Fondsanteile des SEB Immoinvest besitzen – direkt oder indirekt über den DWS Immoflex. Finanzprofis haben dagegen längst ihre Gewinne aus dem Fonds in andere Projekte investiert.

Für mich ging es 2012 nicht um die Frage ob ich den Fonds retten will oder noch etwas auf mein Geld verzichten kann. Für mich ging es um die Frage, wie ich mein eigenes Haus abbezahle, wenn ich nicht an die 100.000 € dran komme. Die hatte ich auf Empfehlung meines DVAG-Beraters schließlich dafür in den SEB Immoinvest investiert und nicht auf ein Festgeldkonto bei meiner Hausbank gepackt.
Das einzige Angebot der DVAG an mich ist bis heute ein neues Darlehen!
Das ist zwar Vermögensaufbau für die DVAG.
Für mich als Kunden ist das aber Vermögensabbau.

Besonders dreist fand ich damals, dass mich der Berater für das neue Darlehen um ein Expose meines Hauses bat, weil die Bank für ein neues Darlehen ja eine Sicherheit braucht.

Leider konnte ich das führenden Politikern, die gute Beziehungen zur DVAG pflegen bisher nicht nahe bringen. Sie betrachten mich scheinbar als „Einzelfall“ unter den 6 Millonen DVAG-Kunden.

 

Viele Grüße,
V. F. Alle

 

P.S.:
Ja, mir ist bewußt, dass ich Chancen gehabt hätte, das Geld über Gerichte längst wieder raus zu bekommen. Mir ging es aber nie darum „mein Geld“ zu retten. Mir geht es darum einen Systemfehler deutlich zu machen. Deshalb hatte ich auch den DVAG-Gründer Reinfried Pohl sogar schriftlich darauf darauf hingewiesen, dass der Markenkern der DVAG „Vermögensaufbau für jeden“ durch Fälle wie den meinen beschädigt werden könnte. Genutzt hat es mir und den anderen DVAG-Kunden bisher scheinbar nichts.

SEB Immoinvest 2015: Die Fondsmanagerin ist weg und der Potsdamer Platz bald auch

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Diese Woche feierte der neue James Bond Film am Potsdamer Platz in Berlin Premiere. Im Dienste seiner Majestät geht er in „Spectre“ auf Verbrecherjagt.
Auch für den offenen Immobilien-Fonds SEB Immoinvest spielt der Potsdamer Platz eine wichtige Rolle. Hier hatte die Fondsgesellschaft mächtig investiert. In der Vergangenheit war das auch mit einem Schild am Potsdamer Platz 1 kenntlich gemacht. Das Schild ist inzwischen verschwunden. Was ist zwischenzeitlich passiert?

Der Potsdamer Platz 1 in Berlin gehörte zu den Perlen im SEB-Immoinvest-Portfolio. 2012 wurde das noch mit einem Schild am gebäude angezeigt. 2015 ist der Hinweis verschwunden. Foto: vfalle
Der Potsdamer Platz 1 in Berlin gehörte zu den Perlen im SEB-Immoinvest-Portfolio. 2012 wurde das noch mit einem Schild am Gebäude angezeigt. 2015 ist der Hinweis verschwunden. Foto: vfalle.wordpress.com

SEB Asset Management verkauft – Fondsmanagerin Knofloch wechselt Unternehmen

Gehen wir ein paar Monate zurück. Denn 2015 hat sich einiges in Sachen SEB Immoinvest getan.
Im März verkündete das Manager-Magazin, dass wohl nichts aus dem Plan der SEB Asset Management (SEBAM) wird, zwei neue Immobilienfonds aufzulegen. Stattdessen wurde bekannt, dass die britische Immobilien-Investmentgesellschaft Cordea Savills die SEBAM von der SEB übernehmen will. Kaufpreis laut Manager Magazin: 21,5 Mio. €.
Siehe: http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/die-immobilienfonds-marke-seb-ist-bald-vergangenheit-a-1024366.html
Am gleichen Tag berichtete das Manager Magazin, dass die bisherige Fondsmanagerin Barbara Knoflach noch die Kurve bekommen habe. Knoflach werde ab Sommer Global Head of Investment Management bei BNP Paribas Real Estate, hieß es.
http://www.manager-magazin.de/koepfe/a-1024486.html
Dort ist sie inzwischen angekommen. Siehe: https://www.realestate.bnpparibas.com/bnppre/en/about-us/our-management/barbara-knoflach-p_1638196.html

Für die Fondsmanagerin ist es also scheinbar leicht zu wechseln. SEB-Immoinvest-Anleger haben die Chance nicht (, außer sie verkaufen die Anteile weit unter dem Einkaufswert).

Die Verbindung: SEB , Deutsche Bank, DVAG und die Aachen Münchener
Interessant ist, dass Knoflach laut den Informationen von der Homepage ihres neuen Unternehmens ihre Karriere bei der Deutschen Bank begonnen hat. Daher kommen wohl die guten Kontakte zur Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Das ist vermutlich auch der Grund, warum sich der SEB Immoinvest zu einem erheblichen Anteil im Portfolio DWS Immoflex befindet, den die Deutsche Bank aufgelegt und über die DVAG vertrieben hat. Darüber hinaus gibt es bei der Aachen Müncherner Versicherung fondsgebundene Produkte mit dem SEB Immoinvest, die exklusiv von der DVAG vertrieben werden.

Inzwischen kann ich verstehen, dass das für einfache DVAG-Vermögensberater nicht durchschaubar war. Sie hatten ihren „Finanzexperten“ nach meiner Ansicht genauso vertraut, wie ich ihnen vertraut hatte. Für mich werden diese Netzwerke auch erst jetzt deutlich, obwohl mich schon vor einiger Zeit ein Leser meines Blogs auf die Nähe der Fondsmanagerin zur DVAG-Spitze hingewiesen hatte.

SEB Immoinvest vor Verkauf der Immobilien am Potsdamer Platz
Im Juli berichtete die Berliner Zeitung schließlich vom „Milliarden Monopoly am Potsdamer Platz“.
Nach Informationen der Zeitung sollen die Immobilen, die zu den Kernwerten des SEB Immoinvest zählen, an ein Unternehmen aus Kanada verkauft werden. Die Zeitung hat gut dokumentiert, wie die Immobilen erworben wurden und was sich seit dem getan hat. Zuletzt waren z.B. große Mieter ausgezogen und die Geschäfte am Potsdamer Platz hatten Konkurrenz durch die neu eröffnete „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz erhalten.
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/ehemalige-daimler-city-berlin-steht-vor-verkauf-milliarden-monopoly-am-potsdamer-platz,10809148,31073554.html

Dennoch scheint es nun bald eine größere Ausschüttung für die Anleger des SEB Immoinvest zu geben. Nach Meldungen unterschiedlicher Medien (u.a. Manager-Magazin, Spiegel-Online, ProContra-Online) soll der Verkauf an die kanadische Immobilieninvestor Brookfield Property Partners im Dezember über die Bühne gehen. Mitte Oktober habe der neue Investor einen entsprechenden Vertrag unterzeichnet. Zum Kaufpreis wurde in den Medien keine eindeutige Aussage gemacht, lediglich, dass er zwischen 1,2 Mrd. € und 1,5 Mrd. € liegen werde.
So dürfen sich die Anleger vermutlich nach langem wieder auf eine größere Ausschüttung freuen. Denn seit der ersten Ausschüttung 2012 fielen diese eher klein aus.
Siehe: http://www.procontra-online.de/artikel/date/2015/10/seb-immoinvest-potsdamer-platz-verkauft/

Die Tücken von „Core“-Objekten

Ob das für die Anleger jetzt ein gutes Signal ist oder nicht, das wird sich zeigen müssen. Denn die Immobilien am Potsdamer Platz galten als Topadresse des SEB Immoinvest. Fondsmanager sprechen von einem „Core-Objekt“. Diese haben ihre Tücken, wie das Manager-Magazin im Januar 2015 unter dem Titel „Immobilienfonds vertrauen auf trügerische Sicherheiten“ berichtete.
http://www.manager-magazin.de/immobilien/artikel/immobilienfonds-mit-risiko-trotz-core-investments-a-944720.html

Die Frage ist nun, was mit den restlichen Immobilien des Fonds bis April 2017 passiert. Dreieinhalb Jahre hat es nach Beginn der Abwicklung gedauert, um die „Perle“ im Portfolio zu verkaufen. Wie attraktiv sind dann die verbliebenen Immobilen noch, zumal nur noch eineinhalb Jahre zum Verkauf bleiben?
Fakt ist die Top-Manager von DVAG, Deutsche Bank AG und Aachen Münchener AG hatten der Wertigkeit des SEB Immoinvest vertraut, genauso wie deren Mitarbeiter und Kunden auf die Urteile der Finanzexperten vertrauten.

Jetzt hat sich die SEB-Gruppe (die inzwischen zur Santander Bank gehört) von der SEB Asset Management getrennt und die Fondsmanagerin, darf woanders weitermachen. Die Anleger befinden sich in einem fahrenden Zug, bei dem sie keinen Einfluss auf die Fahrstrecke und die Stationen haben. Dumm gelaufen für die Kunden.

Für die Topmanager der Finanzunternehmen ist das scheinbar kein Problem. Auf den Hinweis an den DVAG-Gründer Reinfried Pohl, dass der Fonds nicht so sicher war, wie ihn die DVAG vermittelt hatte, bekam ich 2012 folgende Antwort:

„Dies war so weder von uns noch von anderen wesentlichen Marktbeobachtern vorhersehbar. Vielmehr waren Offene Immobilienfonds, wie der SEB Immolnvest, zum Zeitpunkt Ihres Erwerbs im Jahr 2007 eine sehr begehrte Anlageform unter den Publikumsfonds.“

Vergl.: https://vfalle.wordpress.com/2013/07/page/2/

Höheres Gehalt für größere Verantwortung?

Mir wurde immer gesagt, dass Top-Manager so viel mehr verdienen als einfache Mitarbeiter, weil sie eine höhere Verantwortung tragen. Von der „Beratung aus einer Hand“ (Das galt nur bis zum wurde Erwerb der Finanzprodukte) wurde ich von der DVAG schnell auf die Informationen der SEB- und der Deutschen-Bank verwiesen. Inzwischen bekomme ich die Informationen zu meinen Fondsanteilen direkt von den DVAG-Partnern. Die DVAG-Partner wollten für meine Probleme übrigens auch nicht verantwortlich sein, sondern verwiesen mich zurück an die DVAG.

Wenn die Finanzmanager weiterhin viel mehr Geld verdienen als einfache Menschen und gleichzeitig immer weniger Verantwortung übernehmen, dann gibt es keinen Grund mehr für derart hohe Lohnunterschiede.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Ich weiss nicht, was soll es bedeuten …

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Vor wenigen Tagen bin ich auf eine angeregte Diskussion im Forum geprellte Vermögensberater gestoßen. Darin wird eine Rede des neuen DVAG-Chefs Andreas Pohl zitiert. Es geht darüber hinaus auch um die Interessenvertretung für Vermögensberater (IHD).
Im Text von März 2015 (anlässlich der Vorstellung der neuen DVAG-Geschäftszahlen) heißt es: „Warum sind seit dem Tod meines Vaters die Medien und das Internet so feindlich gegen die DVAG?“
Siehe: http://www.geprellte-vermoegensberater.org/viewtopic.php?f=35&t=459&sid=fab8755b4d57a685f1e8d445ca6f8628

Ich habe bisher nicht prüfen können, ob dieser Satz wirklich von Andreas Pohl stammt. Wenn das so ist, dann ist er allerdings schlecht informiert oder hat Gedächtnislücken.
Kritische Medien und auch ich hatten schon vorher mehrfach bei seinem Vater und der DVAG-Führung um eine Stellungnahme gebeten und auf mögliche Missstände hingewiesen.

Wenn sein Sohn davon tatsächlich nichts gewusst hat, dann deutet das darauf hin, dass sein Vater Reinfried Pohl solche Themen erfolgreich in seiner Familie ausgeblendet hat bzw., dass sein Sohn  das auch ausblendet. Das scheint sogar plausibel. Denn: Noch im April 2014 sagte Pohl Senior in einem Interview mit der FAZ auf eine Frage zur Finanzkrise, dass es bei der DVAG keine Probleme mit Lehman-Zertifikaten gegeben habe. Dabei musste ihm aber schon klar gewesen sein, dass Kunden, denen die DVAG den SEB Immoinvest und der DWS Immoflex vermittelte, nicht mehr so einfach an ihr Vermögen kommen. Dazu gab es dagegen durchaus Schadensersatzprozesse gegen die DVAG.
Wer derart dreist mit Journalisten flunkert, der muss sich wohl kaum wundern, wenn die Medien sein Unternehmen künftig kritischer beurteilen.

Genau das meinte ich mit meinem Beitrag „Aussitzen gilt nicht mehr“ und der Grafik „Aussitzen verboten“. Für Reinfried Pohl passte die Strategie des Verschweigens unangenehmer Details noch. Sein Sohn muss nun die Konsequenzen ausbaden und zweifelt scheinbar an sich und nicht an dem was sein Vater ihm hinterlassen hat.

Das ist die Crux in diesem System.
Wenn alle so darauf bedacht sind, nur positive Perspektiven zu sehen, dann wird es umso schwerer, wenn die Illusion zerplatzt.

Im Moment setzt die DVAG vorwiegend auf Illusion. In der Vergangenheit hatte das ja scheinbar gut funktioniert. Und die Gesellschaft (damit meine ich nicht nur die DVAG-Berater und -Kunden) sehnt sich nach positiven Erlebnissen – in einer Welt in der nichts mehr sicher scheint.

Ein wenig erinnert mich das an das Gedicht von Heinrich Heine über die Loreley. Eine Jungfrau mit goldenem (blondem) Haar verzaubert Männer mit einer „gewaltigen Melodei“. Sie wird ihnen damit zum Verhängnis glaubt der Dichter, weil die Schiffer die Felsenriffe nicht beachten.

Wer der dem schönen Gesang mehr Aufmerksamkeit schent als den Felsen, läuft Gefahr in den Fluten zu versinken.
Wer dem schönen Gesang mehr Aufmerksamkeit schenkt als den Felsen, läuft Gefahr, in den Fluten zu versinken.

Nach meiner Meinung, sollten wir uns alle (Kunden, Mitarbeiter/Vermögensberater, Top-Manager und Politiker) nun den Felsen widmen. Es wird für uns und unsere Nachkommen künftig nicht besser, wenn wir sie weiter ignorieren.

Mit freundlichen Grüßen,
V. F. Alle