Geld

Handelsblatt hat beim SEB Immoinvest nachgerechnet

Gepostet am

Vor kurzem hat eine Autorin vom Handelsblatt mal nachgerechnet, was die Schließung und Abwicklung des (von der DVAG massiv in unterschiedlicher Form vertriebenen) SEB Immoinvest aktuell bedeutet.

Nachzulesen ist das hier:  https://presse-nachrichten.com/2017/10/19/die-letzten-reste-vom-seb-immoinvest/

HB_SEB

Nachdem bekannt ist, dass schon mehrere DVAG-Kunden die Deutsche Vermögensberatung wegen des SEB Immoinvest verklagt haben, ist das beschriebene Beispiel kein Einzelfall. Vor dem Hintergrund halte ich den DVAG-Werbeslogan „Vermögensaufbau für Jeden“ für eine bewußte Verbrauchertäuschung.

Bei rund sechs Millionen DVAG-Kunden sind das für mich fast Dimensionen wie beim Dieselskandal.

Meine Hinweise an das DVAG-Management sowie führende (Ex-Politiker) blieben bisher leider wirkungslos.

Viele Grüße,

V. F. Alle

Advertisements

geprellte-vermoegensberater.org ist nicht mehr erreichbar

Gepostet am

Es war bereits vor einiger Zeit angekündigt: Die Homepage geprellte-vermögensberater.org ist seit kurzem nicht mehr zu erreichen.

 
„This domain name expired on 2017-08-16 09:28:34“
 heißt es dort jetzt.

Das bedeutet leider auch, dass einige Beiträge auf die ich verlinkt hatte nicht mehr ereichbar sind. Falls jemand daran interessiert ist, bitte einfach melden. Ich habe Kopien gemacht und einige Teilnehmer aus dem Forum sicher auch.

Vielen Dank an die Betreiber und diejenigen, die zu sachlichen Diskussionen beigetragen haben.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Was dürfen ehemalige Bundeskanzler?

Gepostet am

„Ein ehemaliger Bundeskanzler hat eine Verantwortung, die über den Tag seines Amtes hinausgeht. Er kann nicht mit dem Verlassen des Kanzleramtes seine Verantwortung an der Garderobe abgeben“, das sagte Edda Müller, Deutschland-Chefin von Transparancy International heute im ZDF-Morgenmagazin. Anlass war das Engagement von Altkanzler Gerhard Schröder im Aufsichtsrat des russischen Ölkonzerns Rosneft.
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte zwar gesagt, dass er das selbst nicht getan hätte bezeichnete es aber als Schröders Privatsache. CDU-Politiker Norbert Röttgen bezeichnete das Verhalten des Kanzlerkandidaten darauf hin als Führungsschwäche. Auch der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer übte Kritik. Gegenüber der FAZ hatte er gesagt: „Das Ganze hat ein Geschmäckle, weil private wirtschaftliche Interessen und Politik vermischt werden.“

Recht hat er. Allerdings:

Ich frage mich, warum solche Diskussionen oft vor Bundestagswahlen geführt werden? Außerdem wundere Ich mich, warum CDU- und CSU-Politiker das auf einmal so kritisch bewerten. Helmut Kohl war doch auch Aufsichtsrat beim Versicherungskonzern Generali und Beiratsmitglied bei der Deutschen Vermögensberatung (DVAG). Sein ehemaliger Kanzleramtschef Friedrich Bohl und der ehemalige CSU-Finanzminister Theo Waigel wechselten in den DVAG-Aufsichtsrat.
Nach meiner Einschätzung sind diese privaten Interessen der Politiker aus dem Kabinett Kohl keineswegs besser zu bewerten als die von Altkanzler Schröder, der in der Vergangenheit ja auch gute Kontakte zu einem Finanzvertrieb (Carsten Maschmeyer/AWD) pflegte.
Welche Verbindungen nun schlechter für die Einwohner Deutschlands sind, könnte durchaus mal hinterfragt werden, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über eine Rufmordkampagne am AWD. Dann würde sicher auch klar, dass wirtschaftliches Engagement von hochrangigen Politikern keine Privatsache ist.

Viele Grüße,

V. F. Alle

Wurde eine Rufmordkampagne gegen Finanzdienstleister AWD von der DVAG finanziert?

Gepostet am Aktualisiert am

Jetzt wird es spannend. Wie die Zeitung „Die Welt“ heute berichtet, hat ein Informant angeben den Finanzvertrieb AWD von Casten Maschmeyer durch gezielte Kampagnen geschädigt zu haben. Bezahlt wurde er laut dem Bericht vom Wettbewerber Deutsche Vermögensberatung (DVAG) aus Frankfurt/Marburg.

https://www.welt.de/wirtschaft/article167624153/Insider-bekennt-sich-zu-Rufmord-Kampagne-gegen-AWD.html

Laut dem Handelsblatt hatte der Informant und Ex-AWD-Mitarbeiter dabei nach eigenen Angaben sogar Kontakt zu DVAG-Aufsichtsrat und Ex-Kanzleramtschef (unter Helmut Kohl) Friedrich Bohl.

 

Mich erinnert das an einen Hinweis eines meiner Leser, der mir schon vor Jahren schrieb, dass die DVAG schlimmer als die AWD und Maschmeyer sei.

Das müssen jetzt wohl andere prüfen. Ich bin auf das Ergebnis gespannt.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

Unbezahlbar! Danke Junior!

Gepostet am Aktualisiert am

Es gibt Tage, an denen rückt das Finanzielle in den Hintergrund. Dann sind SEB Immoinvest, DWS Immoflex, DVAG und Deutsche Bank Nebensache für mich und anscheinend auch für die Leser meines Blogs.
Heute war so ein Tag. Und das ist gut so. Nachdem die Aufrufe meines Blogs Ende April und Anfang Mai deutlich in die Höhe geschnellt sind (was meine bisherigen Vermutungen bestätigte), ist heute etwas Normalität eingetreten.

Die Zeit habe ich genutzt, um mir von meinem Sohn seine Radtour-Entdeckung zeigen zu lassen. Insgesamt waren wir 70 km unterwegs, einen großen Fluss entlang, durch frisches Grün und graue Industriekultur. Die Kontraste konnten kaum stärker sein. Mir hat es sehr gefallen und dafür konnte ich auch gut auf mein Vatertags-Bier verzichten.

Industrie-Natur

Danke Junior. Das war ein unbezahlbarer Tag für mich. Diesmal musste ich mein Kind nicht zur Radtour ermuntern. Diesmal hat mein Kind mir gezeigt wo es lang geht und ich konnte mich gut darauf einlassen. Ganz ohne elektronisches Navigationssystem haben wir unseren Weg gefunden. Ein guter Orientierungssinn kann im Leben viel Wert sein.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Neues von meinen „Dienstleistern“

Gepostet am

Jetzt vertreibt die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) also ein neues Produkt von den Premium-Partnern Deutsche Bank und DWS Investment (an der die DVAG übrigens beteiligt ist). Es ist eine kombinierte Anlageaus Fonds und Festgeld. Siehe Beitrag auf Cash Online: http://www.cash-online.de/investmentfonds/2017/festgeld-fondsanlage/372146?utm_source=nl&utm_medium=email&utm_campaign=finanznews050417

 

Der Blick geht also nach vorn. Für DVAG-Kunden denen z.B. der DWS-Immoflex vermittelt wurde, sieht es dagegen nicht mehr so gut aus. Die darin enthaltenen Fonds (z.B. SEB Immoinvest und CS Euroreal) befinden sich in der Abwicklung und die Deutsche Bank baut in ihren Filialen Personal und Leistungen ab.

 

Ein Beispiel: Bereits beim Besuch meiner Deutsche-Bank-Filiale im Dezember 2016 wurde mir mitgeteilt, dass es künftig kein Bargeld mehr in der Filiale geben soll und mir die Fondsausschüttungen dann nicht mehr ausgezahlt werden können. Außerdem werde mein Konto ja von der DVAG betreut. Stattdessen könne man mir ja ein Online-Konto eröffnen. Auf noch ein Konto bei der Bank, die von mir weiter Gebühren für ein Depot verlangt über dessen Geld ich nicht frei verfügen kann, möchte ich allerdings gerne verzichten. Alternativ wurde mir angeboten, das Depot auf eine andere Bank zu übertragen. Auch das wollte ich nicht. Ich möchte einfach sehen, was mir die Geschäftsbeziehung mit den „Dienstleistern“ als Kunde bringt.

Als ich nun wieder in die Deutsche-Bank-Filiale kam, herrschte eine merkwürdige Stimmung. Die Mitarbeiter schienen schlecht organisiert und fanden manche Unterlagen nicht. Sie wirkten frustriert, auch wenn Sie es sich vor den Kunden nicht anmerken lassen wollten. Zumindest half mir eine Mitarbeiterin. Sie hatte Verständnis dafür, dass ich kein neues Konto bei der Deutschen Bank haben will und überwies mir die Ausschüttung auf mein Girokonto bei einer anderen Bank.

 

Während die Mitarbeiter an der Basis also noch versuchen zu retten was zu retten ist, haben die hohen Herren bei  DVAG und Deutscher Bank mich und andere DVAG-Kunden längst abgeschrieben.  Im Management der Deutschen Bank fühlt man sich für DVAG-Kunden nicht zuständig, weil der Verträge ja nicht von Bankmiterbeitern vermittelt wurden. Im DVAG-Management fühlt man sich auch nicht zuständig, weil die Probleme der Fonds für den Finanzvertrieb angeblich nicht vorhersehbar waren. Im Zweifel ist der Vermögensberater schuld, der etwas falsches vermittelt hat. Und der haftet bei der DVAG selbst! Bei einer Falschberatung durch die Bank müsste die Bank haften. So ist die Vertrags- bzw. Gesetzeslage.

>> Menschlichkeit ist ein Kernwert der Deutschen Vermögensberatung. „Menschen brauchen Menschen“ – dieser Leitsatz des Unternehmensgründers Prof. Dr. Reinfried Pohl ist heute aktueller denn je. Deshalb sehen wir unseren Erfolg immer auch als unternehmerische Verantwortung gegenüber denen in unserer Gesellschaft, die Hilfe benötigen. <<

Quelle: https://www.dvag.de/dvag/das-unternehmen/gesellschaftliche-verantwortung.html

Die Menschlichkeit, die angeblich Kernwert der DVAG ist, scheint mir hier nur ein wertloses Etikett zu sein. Das sollten die potenziellen Kunden der neuen Anlageprodukte beachten.

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

Diskussion auf Facebook – Danke Michael B.

Gepostet am

Jetzt wird es interessant. Scheinbar hat der Link aus meinem letzten Beitrag zu einer Diskussion zwischen einem mir persönlich bekannten Leser des V.F.Alle-Blogs und dem aus Dubai grüßenden DVAG-Mitarbeiter geführt. Siehe (bitte „weitere Antworten anzeigen“ und „Alles anzeigen“ klicken): https://www.facebook.com/tim.wolff.dvag/videos/1259074374128169/
Da ich auf Facebook nicht aktiv bin, danke ich Michael B. dafür.

.
Die Argumentation des DVAG-Mitarbeiters T.W. kommt mir dabei sehr bekannt vor. Der Fall von M.B. wird als Einzelfall dargestellt. Der Kunde habe einfach mit einem schlechten Berater Pech gehabt. So argumentiert auch der DVAG-Gründer in seinem Buch „Ich habe Finanzgeschichte geschrieben“, wenn es um Kritik an der Arbeit von Vermögensberatern geht. Dumm nur, dass Michael B. einen anderen Berater hatte als ich und eine Arbeitskollegin von mir wiederum einen anderen Berater hatte als wir beide. Trotzdem waren wir alle von unserem jeweiligen „Vermögensberater“ in Sachen SEB Immoinvest schlecht beraten.

.
Schlimm finde ich, dass die DVAG nach außen als große Gemeinschaft mit 6 Millionen Kunden und zahlreichen Beratern auftritt. Ich habe Zahlen zwischen 25.000 und 35.000 aktiven Beratern im gefunden. Das bedeutet im Schnitt etwa 240 bzw. 171 Kunden pro Vermögensberater. Wenn jetzt die Besten 1300 Vermögensberater auf Schiffstour waren (und diese den Titel hoffentlich nicht nur für den von ihnen erzielten Umsatz tragen), frage ich mich, was mit den restlichen Vermögensberatern und deren Kunden ist.

Ich habe eine Theorie. Es gibt eine Zweiklassen-Gesellschaft. Das möchte ich gerne an einem Beispiel festmachen:
Der DVAG-Mann T.W. schreibt in seiner Antwort an Michael B.:
„Und ja, ich hab auch einige wenige, die das DWS ImmoFlex-Mandat haben/hatten. Als Beimischung. Die meisten haben aber auf mich gehört, und vorher rechtzeitig reagiert.“

Als mir mein Berater 2012 gestehen musste, dass mein Vermögen aus dem SEB Immoinvest nicht zur Verfügung steht um mein Hausdarlehen bei der SEB/Santander-Bank zu tilgen, fragte ich natürlich nach dem Geld aus dem DWS Immoflex. Mein Berater erklärte mir, dass der ebenfalls inzwischen dicht sei und er an einem Freitag kurz vor Büroschluss über die bevorstehende Schließung informiert wurde. Mindestens ein Kollege von Ihm habe dann noch am Wochenende versucht, für seine Kunden das Geld noch umzuschichten. Allerdings sei es am darauf folgenden Montag zu spät gewesen und der Fonds war bereits dicht.
Wenn die Kunden von T.W. rechtzeitig in eine andere Anlage beraten wurden, dann klingt das erst einmal gut. Allerdings klang es für mich auch zunächst gut, als mein Berater mir empfahl, einen Teil des Vermögens aus dem SEB Immoinvest in den DWS Immoflex zu packen. Geholfen hat es mir am Ende nichts.

.
Dazu kommt ein anonymer Hinweis den ich erhielt. So habe die Zeit nach der Ankündigung der baldigen DWS-Immoflex-Schließung durchaus für einige DVAG-Direktionsleiter ausgereicht, um wenigstens ihre eigenen Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Bei der DVAG ist es nach meiner Kenntnis üblich, das Geld in Produkte der eigenen Partner zu investieren. Das gibt schließlich auch Provision.

.
Jetzt kann man natürlich sagen, der V.F. Alle spinnt doch und ist ein Verschwörungstheortiker. In Deutschland werden Finanzunternehmen doch überwacht, damit so etwas nicht passieren kann. Sollte man zumindest glauben.
Das ist leider falsch. Ich war bis Anfang 2013 davon ausgegangen, dass die DVAG von der Finanzaufsicht BaFin überwacht wird. Das dachte damals übrigens auch der Hessische Ministerpräsident Bouffier, der den DVAG-Gründer Dr. Pohl Ende 2012 in Beisein von Altkanzler Kohl mit einem Hessischen Verdienstorden ausgezeichnet hatte.
Tatsächlich wird die DVAG seit einer Gesetzänderung seit 2013 nur noch von der jeweiligen Industrie- und Handelskammer (IHK) „kontrolliert“. Ein hochrangiger IHK-Vertreter sagte mir allerdings in einem persönlichen Gespräch, dass die IHK nur die Einhaltung von Ausbildungsstandards prüfen könne aber nicht die Integrität der Mitarbeiter und des Unternehmens.

.
Genau darin liegt nach meiner Ansicht das Problem für die Kunden und damit auch für die DVAG. Jahrelang wurden Kunden, die schlechte Erfahrungen mit einem DVAG-Berater gemacht hatten, vom Management als Einzelfälle abgebügelt. Ich hatte Herrn Pohl und den DVAG-Aufsichtsrat schriftlich über meinen Fall informiert. Weder der damalige Aufsichtsrat und Ex-Bundesfinanzminister Theo Waigel noch der DVAG-Chefvolkswirt Dr. G. wollten einen Fehler der DVAG erkennen können. Auch Michael B. hatte nach meiner Kenntnis persönlichen Kontakt zum damaligen Vorstandsvorsichtenden von DVAG-Partner Aachen-Münchener.

.
Ich kann verstehen, dass man von DVAG-Seite die Probleme mit dem SEB-Immoinvest und dem DWS-Immoflex gerne herunterspielen möchte. Die Verantwortung dafür einfach an die Vermögensberater und deren Kunden (mit dem Argument „sie hätten die Risiken ja anhand der Verkaufsprospekte selbst erkennen können“) abzugeben, finde ich  persönlich schwach. Am Ende schadet ein solches Verhalten seitens des Managements nicht nur den „schlechteren“ Vermögensberatern, sondern auch denen die einen guten Job machen. Hier geht es um den Ruf des Unternehmens und die Glaubwürdigkeit der Marke DVAG! Ich möchte an den Leitfaden in Sachen SEB Immoinvest erinnern, mit der Vermögensberater ihre Kunden beruhigen sollten und beruhigt haben.
Siehe: http://www.handelsvertreter-blog.de/2012/05/09/vermogensberater-erhalten-leitfaden-zum-immoinvest/ (Das Dokument hat übrigens ein Anwalt ins Netz gestellt, der Vermögensberater im Streit mit der DVAG unterstützt.)

T.W. schreibt übrigens noch:
„SEB-ImmoInvest,drinnen bleiben‘ kann noch nicht verjährt sein.“
Dazu kann ich sagen: Der Immobilenfonds SEB Immoinvest ist nicht verjährt oder war „verkehrt“ gemeint?
Verjährt ist allerdings etwas anderes. Nach drei Jahre (+ die Monate bis zum jeweiligen Jahresende) kehrt sich die Beweislast für die Kunden um. Ab dann müssen die Kunden den Vermögensberatern beweisen, dass die Berater einen Fehler bei der Beratung gemacht haben, was meist schwierig wird. Insofern hat der Leitfaden, den Vermögensberatern die nötige Zeit verschafft. Zudem hätten sie bei einem vorzeitigen Rückzahlungswunsch auch ihre Provision verloren.
Dafür jetzt einzelne anzuklagen finde ich zu kurz gegriffen. Ich sehe hier eher einen Systemfehler.

Viele Grüße,
V.F. Alle