Verantwortung

Die Einen lassen sich in Dubai feiern, während andere Ersparnisse verlieren

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In den vergangenen Wochen wurden mehrere Suchanfragen mit „Mein Schiff 3“ in unterschiedlichen Variationen auf meinen Blog geleitet. Zunächst konnte ich mir das nicht erklären. Im Internet gab es auch fast keine Informationen dazu, was das mit meinem Blog über die DVAG zu tun haben könnte – außer in einem DVAG-kritischen Forum.

Inzwischen hat sich das aufgeklärt. Die DVAG war mal wieder mit über 1000 erfolgreichen Mitarbeitern auf Kreuzfahrt. Diesmal ging es durch den Persischen Golf nach Dubai. Im Gegensatz zur DVAG-Kreuzfahrt 2014 mit mehreren Aida-Schiffen nach Malta, gab es in der Presse allerdings keinen Aufschrei mehr.

Belegt wird die aktuelle Kreuzfahrt durch einen eifrigen Internet-Aktivisten von der DVAG. Sehr verwundert hat mich allerdings sein Video, das er auf seine Facebook-Seite stellte. Darin verteidigt der erfolgreiche Verkäufer die Incentive-Reisen der DVAG und erklärt Wettbewerber zu Neidern. Von vielen seiner Follower (das sind Menschen, die seine Nachrichten verfolgen) wird er dafür beglückwünscht.

Anscheinend hat dieser junge Mann ebenso wie die DVAG-Führung vergessen, was ihre Kunden gerade mit dem von der DVAG vermittelten SEB Immoinvest erleben. Dessen Abwicklung endet in wenigen Wochen.  Dann werden die DVAG-Kunden und Anleger erfahren, wie es weiter geht. Auch vielen Vermögensberatern, die sich den unbequemen Fragen der Kunden stellen mussten und müssen, dürfte inzwischen der Spaß vergangen sein.

Die Feierlaune der DVAG-Top-Leute scheint das nicht zu trüben. An Selbstbewusstsein mangelt es den Top-Verkäufern scheinbar nicht, höchstens vielleicht an Sensibilität für Kundenbedürfnisse.

Wer sich davon selbst einen Eindruck machen will, sollte sich den Film in Folgendem Facebook-Eintrag ansehen. https://www.facebook.com/tim.wolff.dvag/videos/1259074374128169/

Viele Grüße,

V. F. Alle

P.S. Ich habe persönlich nichts gegen den DVAG-Verkäufer von Facebook, hätte mir nur etwas mehr Sensibilität von ihm und der DVAG-Führung gewünscht. Für mich gibt es vor dem Hintergrund der Entwicklung des SEB Immoinvest, der auch in anderen Produkten von DVAG-Partnern (Deutsche Bank und Aachen Münchener) steckt, eigentlich keinen Grund zu feiern.

Der Nächste bitte! Die Abwicklung geht weiter und weiter …

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Jetzt wird es spannend für Anleger des SEB Immoinvest. Nun hat auch noch die Savills Fund Management GmbH die Verwaltung des SEB Immoinvest gekündigt. Das eigentliche Fondsmanagement hat sich ja schon länger verabschiedet. Den Anlegern dürfte es dagegn deutlich schwerer fallen sich davon zu trennen – denn sie verlieren Geld.

 

Unter „Übergang auf die Depotbank“ heißt es im Fondskommentar von Oktober 2016

„Savills Fund Management GmbH hat die Verwaltung des SEB ImmoInvest in Abstimmung mit der BaFin mit Wirkung zum 30. April 2017 gekündigt. Zu diesem Zeitpunkt wird das Sondervermögen SEB ImmoInvest an die Depotbank, die CACEIS Bank, Germany Branch, mit Sitz in München, übertragen.
Am 1. Mai 2017 gehen damit dann alle noch verbleibenden Vermögensgegenstände wie Immobilien und Beteiligungen, liquide Mittel, aber auch Verbindlichkeiten an die Depotbank über.Diese tritt auch in die Rechtsnachfolge für latente Ansprüche, z. B. aus Transaktionen oder für Steuerpflichten, ein.
Bis zur endgültigen Auflösung des Sondervermögens muss die Depotbank eine ausreichende Liquidität vorhalten, um allen Verpflichtungen nachzukommen. Liquidität, die unter Berücksichtigung dieser Verpflichtungen sukzessive frei zur Verfügung steht, wird seitens der Depotbank in regelmäßigen Ab ständen an die Anleger ausgeschüttet, bis der Fonds vollständig aufgelöst ist. Es gibt keine gesetzliche Frist, innerhalb der die Auflösung vollzogen sein muss. Dieser Prozess kann einige Jahre dauern.“

Das klingt nicht gerade beruhigend. Dabei wurden diejenigen, die nun noch auf den Anteilen sitzen, doch stets beruhigt. Ein Beispiel dafür ist hier zu finden:

http://www.handelsvertreter-blog.de/2012/05/09/vermogensberater-erhalten-leitfaden-zum-immoinvest/

 

Beste Grüße,

V. F. Alle

Reden ist Silber, Schweigen ist …

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… Scheiße!

Das musste mal raus, auch wenn ich sonst kein Freund von Kraftausdrücken bin.

Mit vielen hochgebildeten Menschen habe ich inzwischen über meine Recherchen zur Deutschen Vermögensberatung (DVAG) kommuniziert. Chefvolkswirt, Konzernvorstand, Verbandsvorsitzender, Geschäftsführer, Pressesprecher und Politikberater sind Positionen, von Menschen mit denen ich sprach. Alles Menschen, die keine finanzielle Not haben – genauso wenig wie ich im Moment.

Ihre Reaktionen waren sinngemäß:

  • „Das war mir bisher nicht bekannt… … Ich bin auch nur der Narr in dem System.“
  • „Das habe ich auch mit der MLP erlebt.“
  • „Das ist zweifelsfrei schon kafkaesk, was sie da erleben müssen. Letztlich ist das alles ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie diejenigen, die Risiken eingingen und davon üppig profitierten, die Verantwortung für Verluste nun nicht tragen wollen und müssen.“
  • „Da ist was faul im Staate…“
  • „Es fehlten und fehlen wahrscheinlich nach wie vor … … Eliten, die „Spielregeln des Gemeinwesens einhalten, keine unverantwortlichen, nicht absehbaren Risiken eingehen, für ihr Tun nicht nur einstehen, sondern auch haften und nicht, wie in der gegenwärtigen Krise zu beobachten, die Kunst verfeinern, es nicht gewesen zu sein.“
  • „Wir müssen mehr Finanzwissen an Schulen vermitteln.“

Aber: Kein wirklicher Aufschrei.

Gleichzeitig erlebe ich immer öfter, wie sich wohlhabende Menschen weltweit Gedanken über Verteilungskämpfe machen. Sie erkennen, dass sie keine Ruhe haben werden, wenn immer mehr Menschen Existenzängste haben.
Sie sehen zu, wie Parteien die Globalisierung und Flüchtlingsströme dafür verantwortlich machen ¬– und damit Erfolg haben. Sie wissen, dass die Zusammenhänge sich nicht so einfach darstellen lassen. Sie wissen, dass Globalisierung nicht das eigentliche Übel ist. Aber sie schweigen.

 

Liebe Grüße,
V. F. Alle

Zwischenruf zur US-Wahl: Ein Signal gegen den Lobbyismus

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Wie verzweifelt muss ein Land sein, um einen unberechenbaren Menschen wie Donald Trump zum Präsidenten zu wählen?
Diese Frage beschäftigt in Deutschland im Moment viele Menschen.

Wenn ich die Stimmer der Wähler richtig deute, wurde Hillary Clinton vor allem für ihre Nähe zur Finanzbranche abgestraft. Die Mehrheit der US-Bürger glaubt scheinbar nicht mehr, dass sie sich um die Belange der einfachen Menschen kümmert.
Dabei waren die Signale im Vorfeld schon deutlich. In seinem weltweit beachteten Buch „Die Abwicklung – Eine innere Geschichte des neuen Amerika“ hat George Packer bereits 2014 auf die Stimmung an der Basis und die Macht der Finanzbranche in den USA hingewiesen.

Die Abwicklung1
Das Buch „die Abwicklung“ begleitete mich 2014 mehrere Wochen. Ich fand erschreckend viele parallelen, zu meinen Recherchen und Erfahrungen. Hat die Welt seit der FInanzkrise 2008 nichts dazugelernt?

Die Clintons und die Lobbyisten bei den US-Banken haben das scheinbar ignoriert.

Wie schon beim Brexit (Votum der Briten zum EU-Austritt) lagen die Prognosen falsch.

Die Bundesregierung sollte daraus dringend Schlüsse ziehen. Denn es gibt einige Parallelen zu den Entwicklungen in Deutschland. Das habe ich in diesem Blog schon mehrfach thematisiert.
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Interessen lassen sich nicht beliebig voneinander entkoppeln. Wenn diese zu weit auseinander driften, dann gibt es einen Umbruch. Das zeigt die Geschichte.

Nachdenkliche Grüße
V. F. Alle

P.S. Alles Gute für meine Leser in den USA.

Rente Pur und die Probleme fondsgebundener Versicherungen

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Mit dem DWS FlexPension 2023 (einem Produkte der Investment-Tochter der Deutschen Bank) schließt gerade ein Fonds, der zu erheblichen Anteilen in der Rente Pur (einer Rürup-Rente) der Aachen Münchener Versicherung steckt. Laut dem Versicherungsjournal, welches wiederum auf Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verweist, bin ich damit einer von etwa einer Millionen Betroffenen. http://www.versicherungsbote.de/id/4847462/DWS-schliesst-Altersvorsorge-Fonds/

Auf mein Schreiben an Vorstand der Aachen Münchener Versicherung habe ich zumindest schneller als erwartet eine Antwort  erhalten. Ich hatte mich beschwert, dass mich genau der DVAG-Berater bei der Auswahl des neuen Fonds für die Rente Pur beraten soll, der mir mit dem SEB Immoinvest und dem DWS Immoflex bereits zwei Geldanlagen vermittelt hat, in denen meine Geld seit 2012 weitgehend feststeckt(e). Dabei wollte ich mit dem Geld stetts vorrangig meine über den DVAG-Berater laufenden Hausdarlehen tilgen.

Der Mitarbeiter (Name und Durchwahl habe ich mir notiert) der Aachen Münchener entschuldigte sich dafür bei mir telefonisch. Gleichzeitig machte er deutlich, dass er mir aus „vertraglichen Gründen“ keinen anderen Berater nennen könne. Auch sei grundsätzlich keine Beratung durch Mitarbeiter der Aachen Münchener möglich. Wenn ich mir allerdings einen anderen Berater suche und ihm eine Vollmacht erteile, dann würde die Versicherung ihm die nötigen Auskünfte erteilen.
Wie hoch der aktuelle Anteil des nun auszutauschenden Fonds DWS FlexPension 2023 an meinem Rürup-Vertrag ist, konnte er mir nicht genau beziffern, da sich dies monatlich ändere. Nach dem Stand von 1. Oktober 2016 habe ich etwa 1398 € in dem Fonds der nicht mehr weitergeführt wird und 6526 € in dem DWS FlexPension II 2028, der weiterlaufen soll.

Laut dem Versicherungsmitarbeiter soll ich die Antwort auch noch schriftlich erhalten. Das scheint jetzt allerdings etwas länger zu dauern.

Suche nach einem neuen Berater
Die Suche eines anderen Beraters für den Teilfonds der RentePur erweist sich für DVAG-Kunden als problematisch. Die Vermittlungs- und Beratungsgebühren für den Vertrag erhält der jeweilige Berater bereits zu Beginn der Vertragslaufzeit. Das ist in der Versicherungsbranche so üblich. Das bestätigte Anfang der Woche auch Finanztip-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhangen in einem Rentengespräch im ARD-Morgenmagazin.
Fakt ist: Der DVAG-Berater den ich für die Beratung bezahlt habe, erscheint mir für die Fondsberatung nicht mehr vertrauenswürdig. Und der unabhängige Berater, dem ich das Schreiben mit dem neuen Fondsangebot der Aachen Münchener vorlegte, schüttelte darüber nur den Kopf. Insbesondere der automatischen Fondswechsel in den DWS FelxPension II 2028, wenn der Kunde nicht reagiert, verwunderte ihn sehr. Für Kunden wie mich entstünden zudem durch einen neuen Berater weitere Kosten, die sich zumindest aus meinem Vertrag kaum noch herausholen ließen.


rentepur-dws-flexpension
„Angebot“ der Aachen Müncherner für Kunden mit der Rente Pur: Vorsorglich weist die Versicherung darauf hin, dass auch die Auflösung weiterer DWS FlexPension Teilfonds notwendig werden kann. Die Garantien für die Wertentwicklung dieser Rürup-Rente sind scheinbar nichts mehr wert.

Einschätzung des zustädigen DVAG-Direktionsleiters im Jahr 2013
Inzwischen bin ich froh, dass ich den Vertrag seit 2013 beitragsfrei gestellt habe. Nach den Problemen mit dem SEB-Immonvest und dem DWS Immoflex (von denen die DVAG scheinbar voll überzeugt war) hatte ich mich gefragt, was die Garantien der „Garantierente“ Rente Pur in einem solchen Umfeld wohl wert sind.
Auch den in der DVAG-Hierarchie über meinem Berater stehenden Direktionsleiter hatte ich dazu angeschrieben, als mein DVAG Berater 2013 krankheitsbedingt lange ausgefallen war. Er antwortete mir am 4. April 2013 per E-Mail zu meiner Aussage, dass ich stets deutlich gemacht habe zuerst mein Haus abbezahlen zu wollen, labidar:
„Ob ein abbezahltes Haus oder eine fondsbasierte Rentenversicherung die bessere Alternative für Ihre Altersvorsorge darstellt, kann ich in Ihrem Fall nicht beurteilen …“
Den Direktionsleiter habe ich nie persönlich kennengelernt. Denn sein Büro ist nicht im Nachbarort, wie das Büro meines DVAG-Beraters, sondern viele Kilometer entfernt in einem Ort im Ruhrgebiet. Name und Adresse liegen mir vor.

Wie sich Versicherer aus der Verantwortung ziehen wollen
Inzwischen sind wir hoffentlich alle klüger: Mein unabhängiger Finanzberater erwartet, dass es durch die Niedrigzinsphase noch viele ähnliche Fälle bei den Versicherungen geben wird. Dafür spricht auch die Tatsache, dass manche Versicherungen ihren Kunden bereits anbieten Renten- und Lebensversicherungen vorzeitig zu kündigen, um sich aktuelle Wünsche finanzieren zu können. Solche Briefe soll z.B. die Gothaer Versicherungen verschickt haben. Nach Angaben von Bild und Wall-Street-Online heißt es darin u.a.: „Vielleicht möchten Sie sich einen größeren Wunsch erfüllen und haben daher zusätzlichen Finanzbedarf?“ Zudem werde eine unkomplizierte Abwicklung zugesagt und ein Kündigungsvordruck liege direkt bei.
http://www.wallstreet-online.de/nachricht/9052059-serviceanschreiben-obacht-masche-lebensversicherer-geld
Andere Versicherungen versuchen, die für sie nicht mehr attraktiven Garantie-Lebensversicherungen, im Paket los zu werden. Das berichtet zumindest Focus-Online.
http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/lebensversicherung/verkauf-alter-lebensversicherungen-ein-antrag-liegt-schon-vor-versicherer-wollen-lebensversichrungs-kunden-verkaufen_id_6077126.html

Für mich lässt das nur einen Schluss zu: Diejenigen, die mit dem Verkauf der Versicherungen viel Geld verdient haben, wollen sich jetzt aus der Verantwortung ziehen. Zahlen müssen dafür die gutgläubigen Bürger und damit mittelfristig das deutsche Sozialsystem.

Beste Grüße,
V. F. Alle

 

P.S.
Was andere Kunden von Aachen Münchener und DVAG in den vergangenen Jahren erlebten, kann z.B.auch im Wertpapier-Forum nachgelesen werden: http://www.wertpapier-forum.de/topic/31283-aachenmunchener-dvag-die-wunschpolice/page__st__920
und
http://www.wertpapier-forum.de/topic/37644-rente-pur-basisrente-privat-rente-mit-garantie/
Dummerweise wird mir das erst jetzt bewußt. Ich hätte mir viel Geld und Zeit sparen können.

Transparenz bleibt mangelhaft – Kunden in der Pflicht

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Mit diesem Blog habe ich Verantwortung für meinen Fall übernommen. Ich habe diese bewußt, nicht an einen Anwalt delegiert. Ich wollte selbst wissen, was da passiert ist.

Ich stelle fest, dass Unternehmen und Medien (inklusive neuer Medien) mir eher weniger Transparenz bescheren als mehr Transparenz.
Als Normalbürger stimmt mich das sehr nachdenklich, denn ich erlebe es immer öfter, dass ich bei Anfragen an Unternehmen auf Homepages verwiesen werde. Als Journalist erlebe ich das übrigens auch zunehmend.

Scheinbar bekommen auch andere Menschen inzwischen Bedenken, dass Transparenz unterschiedlich wahrgenommen wird. Viele Facebook-Nutzer haben z.B. inzwischen erkannt, dass es das Unternehmen mit der Transparenz nicht so ernst nimmt, wie es die Nutzer tun. Mangelnde Transparenz bei der Wahl des „Lieblingsautos“ (Gelber Engel) hat auch die Glaubwürdigkeit des ADAC erschüttert.

Heute gibt es neue Informationen zu TelDaFax. Es gibt viel Berichterstattung, was schief gelaufen ist. Mitarbeiter der Verbraucherschutz Zentrale werden zitiert und mahnen vor ähnlich dubiosen Geschäftsmodellen mit Vorkasse. Für Verbraucher sind solche Geschäftsgebahren immer schwerer zu durchschauen.

Bisher kann ich auch bei meinen Finanzdienstleistern nicht feststellen, dass sie ihre Absichtserklärungen hinsichtlich Kundenorientierung und Transparenz aus der Zeit der Finanzkrise wirklich umsetzen. Sie wiederholen diese dagegen öfter in der Werbung – fast schon mantra-artig. Mit den Folgen des für mich unglücklichen Vermögensplans wollen sich meine „Dienstleister“ weiterhin nicht näher beschäftigen.

Stattdessen wurden die Verträge in den vergangenen 6 Jahren immer umfangreicher und unübersichtlicher. Dazu erwarten die Dienstleister, dass sich ihre Kunden da selbst schlau machen. Zeitgleich gehen auch manche Journalisten davon aus, dass die Menschen sich selbst die richtigen Informationen zusammensuchen können. Sie seien ja alle irgendwo vorhanden. Hier wird immer mehr Verantwortung auf die Bürger übertragen.

Was in der Finanzbranche funktioniert, wird wie im Fall TelDaFax auch von anderen Branchen kopiert. Das ist das Prinzip der Evolution. Aber ist das wirklich erstrebenswert?

Ich habe in einem meiner vorangegangenen Beiträge von kollektivem Versagen berichtet.
Ich würde mir wünschen, dass auch die anderen Beteiligten sich und ihr Handeln so hinterfragen, wie ich es getan habe.

Ich erwarte nicht, dass ein Einzelner die Verantwortung für alles übernimmt. Es würde mir und den anderen Betroffenen helfen, wenn jeder seinen Teil der Verantwortung übernimmt.

Euer/Ihr V. F. Alle