Riester

ZDF-Zoom-Reportage: Das Rentendebakel

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„Wenn Jugend heute vorsorgt: Sie kann sich einfach nicht darauf verlassen, was die Politik in – was weiß ich – 20 Jahren daraus macht. Das ist das fatale.“

Das sagt der Rentner Peter Weber, in der Reportage von ZDF-Zoom.

Der Beitrag beschreibt, was Rentner heute erleben und wie sich eine Gesetztesänderung von 2004 bereits heute auf ihre Rentenversicherungsverträge auswirkt.

Der Film lässt erahnen, was auf die kommende Generation zukommt.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-das-rentendebakel-100.html

 

Ich muss das erst einmal verdauen und fasse mich heute kurz.

Beste Grüße,

V .F. Alle

Was bleibt von der Rente? -eine Fernsehdiskussion

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Unter dem Titel „Länger schuften, mehr vorsorgen… und im Alter trotzdem arm?“ diskutierten diese Woche bei Maybrit Illner im ZDF:  Patrick Irlsperger (24 Jahre, Bauleiter und Riestersparer), Axel Kleinlein (Vorstandssprecher Bund der Versicherten – BdV), Michael Heise (Chefvolkswirt der Allianz SE), Carsten Linnemann (CDU, Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung der Union), Sahra Wagenknecht (Die Linke, Fraktionsvorsitzende im Bundestag)und Petra Vogel (Reinigungskraft).

Es lohnt sich hier mal reinzuschauen.

http://www.zdf.de/maybrit-illner/streit-um-riester-und-rente-laenger-schuften-mehr-vorsorgen-und-im-alter-trotzdem-arm-43283210.html

 

Ich möchte damit niemandem Panik machen. Mir ist es nur wichtig deutlich zu machen, dass die jetzt 40- bis 50-jährigen jetzt noch Zeit zum Handeln haben. Das könnte in 10 bis 20 Jahren anders sein. Die Weichen werden heute gestellt!

Die Redaktion von Maybrit Illner hat z.B. berechnet:

Wer 2030 in Rente geht
bekommt bei einer Lebensarbeitszeit von 37 Jahrenund einem durchschnittlichen monatlichen Bruttoeinkommen von 2900 Euro

gerade einmal eine Nettorente von 880 Euro raus.

 

Viele Grüße,

V. F. Alle

Riester-Rente verfehlt Erwartungen – Sorge um Altersarmut wächst

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Erst hatte CSU-Chef Horst Seehofer Anfang April die Riester-Rente für gescheitert erklärt und dann äußerte sich auch die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles skeptisch über die private Altersvorsorge. Im ARD-Magazin „Bericht aus Berlin“ sagte sie, dass die Riester-Rente das erhoffte Ergebnis als private Ergänzung zur gesetzlichen Altersvorsorge verfehlt habe.
Zwar wollte Nahles die Riester-Rente im Gegensatz zu Seehofer nicht für gescheitert erklären, stellte jedoch fest: „Die hochfliegenden Erwartungen, die Anfang der 2000-er Jahre mit der Riester-Rente verbunden waren, die sind eben nicht eingelöst worden.“

Nahles spricht von „Erwartungen“ und nicht von Zielen bzw. Zielvorgaben. Für mich stellt sich das die Frage, wer die Erwartungen geweckt hat. Als Riester-Renten-Kunde, weiß ich inzwischen, dass mein Finanzdienstleister (DVAG) viel Geld für Lobbyarbeit ausgegeben hat. Ich weiß nun auch, was die DVAG und ihre Partner Aachen Münchener Versicherung bei der Vermittlung der Rente allein bei mir verdient haben. Als ich den Vertrag vorzeitig kündigte verlor ich die staatliche Förderung und machte abzüglich der Vermittlungs- und Verwaltungskosten erhebliche Verluste.
Im Gegensatz zu den vielen Riester-Sparern, deren Erwartungen unerfüllt bleiben, dürften sich die Erwartungen der Finanzdienstleister nach meiner Einschätzung daher durchaus erfüllt haben. Sie haben sich ihre Erträge ja durch die Vermittlungs- und Verwaltungsgebühren bereits bei Vertragsabschluss gesichert. Die Riester-Sparer können dagegen gespannt sein, was ihre Verträge wirklich wert sind.

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Auch der Wirtschaftsweise Peter Bofinger übt scharfe Kritik an der Riester-Rente. Bei Spiegel-Online erschien am vergangenen Montag unter dem Titel „Die Riester-Rente muss weg“ ein Gastkommentar von ihm. Darin stellt er (wie Nahles übrigens auch) fest, dass Bezieher niedriger Einkommen sich sich bisher kaum für das Riestern begeistern ließen. „Für die Besserverdienenden dagegen ist die Zusatz-Rente ein reiner Mitnahmeeffekt“, so Bofinger. Das könnte für den Durchschnitt der Riester-Sparer zutreffen. In meinem Fall irrt sich Bofinger allerdings. Ich habe Verluste gemacht, die durch die staatlichen Zulagen zunächst kaschiert wurden.

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Auch Finanzminister Wolfgang Schäuble macht sich Gedanken über die Altersvorsorge. Den 73-jährigen beschäftigt dabei vor allem die alternde Gesellschaft. Er wirbt daher für ein höheres Rentenalter.

Was Schäuble dabei nicht bedenkt, ist die Verdichtung von anspruchvollen Tätigkeiten im Arbeitsalltag. Einfache Tätigkeiten werden inzwischen in fast allen Branchen vom Bankwesen bis hin zur industriellen Produktion automatisiert. Was für Menschen bleibt sind die anspruchsvolleren Tätigkeiten.

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Aber Menschen sind keine Maschinen. Und selbst beim Auto würde kaum jemand auf die Idee kommen, die ganze Zeit Vollgas zu fahren. In der Arbeitswelt passiert das aber gerade. Die Zahl der Belastungserkrankungen nimmt zu. Burnout ist damit zwar kein unmittelbares Problem für die Rentenkassen, belastet dafür aber die Gesundheitssysteme. Ein Renten-Problem wird es eher für die Betroffenen, wenn sie nach einem Burnout ihre Arbeitsanstrengungen zurückschrauben müssen und dadurch auch weniger in die Rentenkassen einzahlen können.

Altersarmut-Deutschlandtrend
ARD-Deutschlandtrend vom 22.April 2016: Es glauben mehr Menschen daran, dass die Bundesregierung die Fluchtlingskrise in den Griff bekommt (46%), als dass die Bundesriegierung eine drohende Altersarmut verhindern kann (28%). Quelle: ARD-Morgenmagazin

Der diese Woche erschienene ARD-Deutschlandtrend verdeutlicht das mangelnde Vertrauen der Deutschen in ihre Regierung, die Altersarmut erfolgreich zu bekämpfen. „67 % der Bürger glauben nicht, dass die schwarz-rote Koalition eine mögliche Altersarmut verhindern kann“, heißt es in einer Pressemeldung des WDR.
Zudem macht die Umfrage deutlich: „Die Mehrheit der Deutschen (57 %), die noch keine Rente oder Pension beziehen, fühlt sich nicht genügend für die spätere Rentenzeit abgesichert.“
Nur 39 % der Befragten erwarten, dass ihre Absicherung für das Rentenalter ausreicht. Insbesondere die jüngeren Menschen sorgen sich laut dem aktuellen Deutschlandtrend vor einer möglichen Altersarmut. Bei den 18 bis 34-Jährigen sehen sich 62 % als nicht ausreichend abgesichert, von den 35 bis 49-Jährigen haben 58 % dieses Gefühl und bei den 50 bis 64-Jährigen immerhin noch jeder Zweite (51 %).

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Wenigstens gibt es gerade Wachstum in der Natur. Dem werde ich mich jetzt widmen.

Viele Grüße,

V. F. Alle

 

Kundenerlebnis für Sparer: Nullzins, Immobilienblase und Altersarmut?

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„Für ein besseres Kundenerlebnis müssen Banken ihre Middle- und Back-End Systeme modernisieren“, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des IT-Dienstleisters Syntel Inc.

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„Kundenerlebnis“ ist im Moment ein wichtiges Schlagwort für Marketing- und Unternehmensstrategen. Denn in Zeiten, in denen Produkte zunehmend vergleichbar sind, soll Kunden ein Erlebnis und nicht einfach nur ein Produkt verkauft werden. Das Produkt dient lediglich dazu Wünsche zu erfüllen (z.B. mehr Zeit für Freunde und Familie). Dazu werden Kundendaten benötigt und entsprechende IT-Systeme, die daraus Bedürfnisse errechnen können.

Das Problem liegt für mich allerdings an anderer Stelle. In der anhaltenden Niedrigzinsphase haben Sparer große Schwierigkeiten etwas für ihre Altersvorsorge zu tun. Inzwischen hat das auch die Politik erkannt. Das ARD-Magazin PlusMinus berichtete gestern (30.3.2016) unter dem Titel „Plus für die Altersvorsorge?“ beispielsweise über die Schwierigkeiten von Sparern mit der Riester-Rente und wie die Hessische CDU mit einer Fondsgebundenen „Deutschland-Rente“ gegensteuern will.
Christoph Butterwegge, Sozialstaatsexperte an der Universität in Köln, wird von PlusMinus wie folgt zitiert: „Es handelt sich ebenfalls, wie bei der Riester-Rente, um eine kapitalgedeckte Altersvorsorge, die das Problem hat, dass sie den Finanzmärkten ausgeliefert ist und das heißt Wirtschaftskrisen, ein Crash an den Aktienbörsen würde dazu führen, dass die Altersvorsorge von vielen Millionen Menschen gefährdet ist und das kann nicht die Art und Weise sein, wie man für das Alter vorsorgt.“ (siehe http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/sendung-vom-30032016-altersvorsorge-100.html)
Der Meinung kann ich mich nach meinen Erfahrungen mit meinem Finanzdienstleister Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) nur anschießen.

Dazu kommt noch ein weiterer Punkt:
Steigende Immobilienpreise in Metropolen und gleichzeitig niedrige Zinsen für die Darlehen erhöhen die Gefahr, dass es auch in Deutschland zu einer Immobilienblase kommen kann. Warnungen dazu gibt es schon länger. Das lässt die Situation allerdings eher noch ernster erscheinen.
Die jüngste Warnung stammt aus einem Interview mit dem Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret, das am 30.3.2016 bei Spiegel-Online veröffentlicht wurde. Im Vorspann zum Beitrag heißt es: „Zwar legten die Banken bei der Kreditvergabe weiterhin konservative Kriterien an, das Kreditvolumen sei zuletzt allerdings so stark gewachsen wie seit 13 Jahren nicht mehr. ,Deshalb habe ich heute mehr Bedenken als in den vergangenen Jahren‘, sagt Dombret.“

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Für mich waren die vergangenen Jahre auf jeden Fall ein Erlebnis – und zwar eines auf das ich gerne verzichtet hätte.
Statt mit einer Erbschaft mein eigenes Haus abbezahlt zu haben, verliere ich nun Geld mit Rentenversicherungen und Immobilienfonds. Durch Beratung aus einer Hand wollte ich das eigentlich vermeiden. Gewinner sind auf jeden Fall bisher meine „Dienstleister“.

Mein Fazit: Technik alleine hilft unser Gesellschaft da nicht weiter. Sie hilft nur den Verkäufern von Finanzprodukten – zumindest solange, bis der Kunde den Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit wahrnimmt.

Viele Grüße,
V. F. Alle

Lauter Einzelfälle?

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Hartnäckigkeit zahlt sich aus!

Das gilt zwar bisher nicht bei den Managern meiner Finanzdienstleister und auch nicht bei den mit ihnen verbundenen Politikern, aber dafür für Reaktionen im Internet.

Im Moment gibt es viele  Menschen, die Fragen zum SEB Immoinvest oder zu diversen Rentenversicherungen  (u.a. Riester) haben. Es gibt auch viele die konkrete Fragen bezüglich der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und der mit dem Finanzvertrieb eng verbundenen Aachen Münchener Versicherung haben.

Ich kann nur sagen: Leute ihr seid nicht allein!
Ihr fühlt Euch aber vielleicht vom Dienstleister allein gelassen.

Natürlich lassen die Dienstleister die persönlichen Probleme der Kunden gerne als Einzelfälle erscheinen.

Um allen (die noch an Einzelfälle glauben möchten) einen Eindruck zu geben, habe ich eine Auswahl an Suchanfragen der letzten zwei Wochen zusammengestellt, die meinen Blog erreichten:

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Damit die Betroffenen deutlich machen können, dass sie eben keine Einzellfälle sind, bitte ich die Leser meines Blogs,  ihre Erfahrungen hier zu dokumentieren.
Denn nur wenn weitere konkrete Fälle bekannt werden, lässt sich wirklich etwas ändern. Hochrangige Politiker vertrauen nämlich dem System der DVAG. Nach Gesetzänderungen wird die DVAG z.B. nicht mehr von der Finanzaufsicht kontrolliert.

Rechtliche Schritte gegen die DVAG, den Vermögensberater sowie die Finanzdienstleister dürften inzwischen nämlich für die meisten SEB-Immoinvest-Anleger schwierig werden.  Sie haben wichtige Einspruchsfristen bereits verpasst.

Viele Grüße

V. F. Alle

Zwischenruf: Finanztest berichtet über Riester-Verträge und Immobilenfonds

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Die aktuelle Ausgabe von Finanztest berichtet über zwei Themen, die auch mich beschäftigen. Das sind einerseits Riester-Verträge und andererseits Offene Immobilienfonds.
Beim Beitrag über Riester-Verträge geht es darum, dass oft falsche Erwartungen geweckt wurden. Es geht darum, wie Kunden mit juristischen Kniffen wieder aus den Verträgen raus kommen und darum, dass die Riester-Verträge für manche Menschen doch Sinn machen können. Die Tester berichten allerdings auch, dass die Qualitätsprüfung der verschiedenen Angebote den Kunden sowie Organisationen wie Stiftung Warentest (Finanztest) überlassen wird.

Siehe: https://www.test.de/Riester-Rente-Was-tun-gegen-den-Riester-Frust-4880846-0/

In meinem Blog hat der Beitrag „Riester und keine Ruhe“ 2015 übrigens den Aufrauf-Spitzenreiter der Jahre 2013 und 2014 („Meinem Berater geht es wohl schlechter als mir“)  auf Rang 2 der Statistik verdrängt. In dem Beitrag habe ich konkrete Zahlen veröffentlicht, die mir DVAG-Partner Aachen Münchener nannte, als ich meinen Vertrag auflöste.

In meinem Beitrag „Bilanz meiner Rister Rente“ hatte ich darüber hinaus berichtet, welchen Beitrag ich für die „schädliche Verwendung“ (vorzeitige Kündigung) zurückzahlen musste.

In einem weiteren Beitrag in Finanztest werden Offene Immobilienfonds als Option für ein Anlageportfolio angepriesen. Journalistisch korrekt werden auch inzwischen in Abwicklung befindliche Fonds genannt.

Siehe: https://www.test.de/Offene-Immobilienfonds-Immobilien-kaufen-mit-wenig-Geld-4881008-0/

Zur Erinnerung: Die DVAG hatte die Vermittlung des SEB Immoinvest als sichere Anlage angepriesen und meine Beschwerde mit einem Beitrag aus Finanztest zurückgewiesen. Dort wurde der SEB Immoinvest im Jahr 2007 noch am Besten bewertet.

So bewertete die Zeitschrift Finanztest Offene Immobilienfonds in der ausgabe 2/ 2007.
So bewertete die Zeitschrift Finanztest Offene Immobilienfonds in der Ausgabe 2/ 2007.

Okay, Finanztest hatte mich 2012 – noch vor meinem Berater – auf die Probleme des Fonds aufmerksam gemacht und die Konsequenzen der Abwicklung verdeutlicht. Im Internet-Portal der-privatanleger.de wurde das damals schon kritisch kommentiert.Darin heißt es unter anderem: „Im Jahr 2012 wirken die Testmethoden und Ratschläge aus dem Jahr 2007 ein bisschen zynisch: Der SEB Immoinvest brachte Anlegern, nimmt man den Börsenkurs als Maßstab, in den vergangenen fünf Jahren 24 Prozent Verlust.“ Siehe: http://der-privatanleger.de/entry/464/stiftung-warentest-empfiehlt-immobilienfonds

Fakt ist: Sowohl mein Finanzdienstleister als auch Finanztest, haben mich erst sehr spät über konkrete Folgen der Fondsabwicklung informiert. Für einen schnellen, verlustfreien Ausstieg war es da bereits zu spät.

Zum SEB Immoinvest schreibt Finanztest in der aktuellen Ausgabe: „SEB Immoinvest hat seit Beschluss der Auflösung im Mai 2012 rund 2,3 Milliarden Euro ausgeschüttet (Stand 31. Mai 2015). 51 Immobilien sind verkauft, 102 noch im Bestand.“

In drei Jahren der Abwicklung wurde demnach ein Drittel der Immobilen verkauft. Für die weiteren zwei Drittel bleiben keine zwei Jahre mehr. Was passiert, wenn nicht alle verkauft werden bleibt offen.

Ebenfalls als Beispiele für „Fonds in Auflösung“ werden im Juli 2015 die Fonds CS Euroreal und KanAM genannt.
Demnach haben drei der besten vier Fonds von 2007 Probleme.

Zusammen mit dem SEB Immoinvest macht der CS Euroreal übrigens über 60% des Dachfonds DWS Immoflex aus, der mir von meinem Berater 2009 als Alternative zum SEB Immoinvest vermittelt wurde. Vermutlich war ich da nicht der einzige DVAG-Kunde.

Was bedeutet das für Privabtanleger?

Wie es aussieht haben inzwischen selbst etablierte Finanzprofis Probleme, bei den schnellen Veränderungen an den FInanzmärkten hinterher zu kommen. Wirklich gewinnen können im immer schneller werdenden Handel nur noch diejenigen, die früh genug einsteigen und rechtteitig aussteigen.

Privatanleger stehen in der Regel am Ende dieser Kette.

Viele Grüße,

V. F. Alle

Wochenrückblick und Vorschau

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Welche eine Woche:
– Die Griechen verhandelten mit Europa darüber, wie sie aus der Schuldenfalle heraus kommen.
– Bundeskanzlerin Merkel war zum zweiten Mal bei Papst Franziskus.
– Die Bild am Sonntag (BamS) stellte fest, dass die Deutschen kein Vertrauen mehr in die Renten haben. http://www.bild.de/politik/inland/rente/bams-umfrage-deutsche-haben-kein-vertrauen-in-rente-39855144.bild.html
– Hermann-Josef Tenhagen schrieb auf Spiegel-Online über Niederigzinsen bei den Sparkassen und gab Tipps, wie es auch anders gehen könnte. http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/niedrigzinsen-bei-sparkassen-tenhagen-geldanlage-kolumne-a-1019568.html

fruehlingFrühlingshaft war die vergangene Woche.

– Das Management von Helene Fischer hat  per Einschreiben etwas mehr über den neuen Werbepartner erfahren.

– Mein Steuerberater hat mir inzwischen den Steuerbescheid für 2013 zugeschickt, laut dem ich etwa 1600 € zurück bekomme. Ich hatte ja private Rentenverträge gekündigt, weil ich mein Haus nicht wie geplant abbezahlen konnte. Damit habe ich nach Abzug der Kosten für den Steuerberater immerhin bei der Steuererklärung noch etwa 800 € gut gemacht. Über die Verluste durch die vorzeitige Kündigung hatte ich ja bereits berichtet.

Ein Luxusproblem – das gebe ich zu.

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– Mein Beitrag „Riester und keine Ruhe“ findet in diesen Tagen besondere Aufmerksamkeit. Ich vermute, das liegt daran, dass ich dort zeige, was übrig bleibt, wenn man vorzeitig aus dem Vertrag aussteigt.

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– Ebenso bekam ich diese Woche von der Deutschen Bank ein Schreiben, laut dem ich 2014 nach Abzug des Sparer-Freibetrages Kapitalertragssteuer bezahlt habe. Das ist blöd, weil meine Geldanlage im DWS Immoflex voriges Jahr laut Bericht der Fondsgesellschaft eigentlich Minus gemacht hat und ich das Vermögen aus dem Fonds, ebenso wie das Geld aus dem SEB Immoinvest nicht zur Tilgung meines Hausdarlehens zur Verfügung hatte. Beide Fonds werden abgewickelt. Auch das ist für mich bisher noch ein Luxusproblem.

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Schulden tilgen, schwer gemacht könnte man sagen.

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Das liegt allerdings weder an meiner Sparkasse noch an der Deutschen Bank, sondern an dem Vermögensplan den ein Mitarbeiter der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) für mich erstellt hat. Weil weder der Berater noch das DVAG-Management für mich nun eine Lösung haben, kümmere ich mich seit über zwei Jahren wieder selbst um die Finanzen.Irgendwie ist nun schluss mit der Beratung aus einer Hand.
Mein Berater hat sich nach dem fehlgeschlagenen Vermögensplan und seiner Krankheit nicht mehr bei mir gemeldet. Die DVAG-Führung möchte mein Problem weiterhin nicht erkennen und lässt mich als Kunden alleine weitermachen.

Ein Insider sagte mir, dass das Unternehmen ja auch nichts für meine Probleme könne, weil die DVAG ja die Produkte gar nicht selbst verkauft hat, sondern mein Vermögensberater.
Nur wissen die wenigsten Kunden – wie ich damals auch –, dass die Vermögensberater quasi freiberuflich sind und nur die Marke, das Marketing und die Verkaufsunterlagen des Unternehmens vertraglich geregelt nutzen. Die „Deutsche Vermögensberatung“ wäre demnach also selbst auch kein Beratungsunternehmen, sondern genau genommen eine reine Marketing- und Vertriebsorganisation?
Dann ist allerdings der Unternehmensname irreführend. Denn, wenn es keine Beratung von der DVAG gibt, dann ist das folglich die persönliche Leistung des jeweiligen Vermögensberaters. Wenn es keine Beratung vom Konzern gibt, dann ist es allerdings auch das persönliche Problem des Vermögensberaters, wenn ein Produkt nicht zum Kunden passt.

Mehrfach habe ich der DVAG-Führung und dem DVAG-Aufsichtsrat Gesprächsbereitschaft signalisiert, diese Zusammenhänge im Bezug auf meinen Fall aufklären zu wollen. Mein Angebot steht noch. Das Ergebnis werde ich hier gerne veröffentlichen. Auf rechtliche Ansprüche gegen meinen Dienstleister verzichte ich. Ich möchte die DVAG nicht als Gegner haben. Doch meine Geschäftspartner schweigen.

Ich hatte nicht gedacht, dass ich meinen Berater selbst kontrollieren muss. So stellt es sich jedoch für mich nun dar.
Gerne nehme ich daher nun wieder die Niedrigzinsen bei meiner örtlichen Sparkasse in Kauf. Hätte ich das damals getan, hätte ich mir im Nachhinein viel Ärger erspart und mein Haus inzwischen abbezahlt.

Am kommenden Donnerstag gibt es übrigens auch noch zwei interessante Termine:
In Brüssel will die EU-Kommission am 26. Februar neue Daten veröffentlichen, zum Wirtschaftsvertrauen, zum Verbrauchervertrauen sowie zum Geschäftsklima in der Eurozone.
In München wird der Versicherungskonzern Allianz die Bilanz 2014 vorstellen. Da stellt sich die Frage nach Gewinnen in Zeiten von Nullzinsen, aber auch wer davon mehr profitiert die Kunden oder das Unternehmen.

Damit wären wir bei der Vertrauensfrage der EU-Kommission und meines Blogs.
Es bleibt also spannend.

Viele Grüße und eine schöne Woche wünscht
V. F. Alle